Vier Gründe für den Trotz
Rom bleibt stur und will, dass der Haushaltsentwurf bleibt, wie er ist. Für die trotzige Haltung gibt es vier Gründe. Doch auch die EU hat wenig Anlass, ihre Position zu ändern.
Rom bleibt stur und will, dass der Haushaltsentwurf bleibt, wie er ist. Für die trotzige Haltung gibt es vier Gründe. Doch auch die EU hat wenig Anlass, ihre Position zu ändern.
Der Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien eskaliert: Brüssel stellt eine Frist, Rom bleibt jedoch stur. Der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei Weber sieht nun andere Länder am Zug.
Die italienische Regierung weicht nicht von ihrer Haushaltspolitik ab. Nach Ablauf einer Frist am Dienstagabend droht Rom nun ein Verfahren der EU-Kommission.
Der Wechselkurs der Gemeinschaftswährung fällt auf den niedrigsten Stand seit Juni 2017. Am Markt herrscht Einigkeit: Schuld daran ist Italien. Und das Verhalten der populistischen Regierung in Rom verheißt auch für die Zukunft nichts Gutes.
Der Chef der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung Luigi Di Maio findet es nun doch sinnvoll, dass Italien im Euro bleibt. Von Strafandrohungen aus Brüssel zeigt er sich aber unbeeindruckt.
Weil er um die Sicherheit seiner Familie fürchtet, hat der Mann von Asia Bibi nach den Vereinigten Staaten und weiteren Ländern Italien um Hilfe gebeten. Ein Menschenrechtsexperte der CDU fordert Schutz für die Christin in Deutschland.
Der italienische Finanzminister Tria sieht die politische Unsicherheit im Land verantwortlich für die Verunsicherung an den Börsen – und nimmt EZB-Chef Draghi in Schutz.
Die Geschichte der Bibliotheken ist auch eine Geschichte ihrer Gefährdung. In ihnen lagert das, was den Menschen besonders wichtig ist: Erinnerung. Daran hat sich auch im Zeitalter der Clouds nichts geändert.
„Keine europäische Stadt, die ich je besucht habe, ist in einem so schlechten Zustand.“, so eine Anwohnerin. Italiens Hauptstadt Rom scheint im Müll zu ersticken. Um ein Zeichen zu setzen, soll eine große Demonstration auf dem Kapitolshügel stattfinden.
Italiens Innenminister rüttelt an den Grundpfeilern der Währungsunion. Das sollten die anderen Länder nicht hinnehmen.
Der mutmaßliche Mordfall der 16 Jahre alten Desirée Mariottini wühlt Rom auf: Nach der Festnahme zweier Männer, die illegal in Italien sind, will Innenminister Matteo Salvini den Tatort „mit Bulldozern“ besuchen.
Unter der Piazza Repubblica in Rom rast eine Rolltreppe ungebremst und mit hoher Geschwindigkeit in die Tiefe, dabei werden 20 Menschen verletzt. Warum sich das Unglück ereignete ist noch unklar.
Die EU-Kommission hat in einem historisch einmaligen Vorgang die Haushaltspläne Italiens für 2019 zurückgewiesen. Der stellvertretende Premierminister Salvini reagiert sofort: Man werde den Italienern „keinen einzigen Cent“ aus den Taschen nehmen.
Diese Bilder aus Rom vom vergangenen Sonntag sind kaum zu glauben: Massive Hagelschauer in der italienischen Hauptstadt bringen den Verkehr zum Erliegen.
Man hat den Eindruck, dass das Links-Rechts-Bündnis in Rom derzeit seinen Spielraum an den Finanzmärkten austestet. Politisch lässt sich das Leben knapp über Ramschniveau ja auch bestens ausschlachten. Ein Kommentar.
Es sah aus wie Schnee im Oktober in Rom: Ein heftiges Unwetter hat die „Ewige Stadt“ teilweise ins Chaos gestürzt. In den Bergen des Apennin fiel tatsächlich der erste Schnee.
Italien lehnt Forderungen der EU ab – das Land will mehr Schulden machen als erlaubt. Die Regierung in Rom glaubt, auf diese Weise mehr Wachstum erzeugen zu können.
Im Haushaltsstreit zwischen der italienischen Regierung und der EU-Kommission sind die Fronten verhärtet. An der Börse setzen Experten auf eine bestimmte Lösung.
Populistische Parteien wie die Lega und die AfD verbreiten die Vorstellung, dass sie in schönster Harmonie die Macht von Brüssel in die Nationalstaaten zurückverlagern könnten. Aber das würde in gewaltigen Konflikten enden. Der Streit um Italien bietet einen Vorgeschmack darauf.
Die italienische Regierung gibt sich im Streit um ihre Neuverschuldung kompromisslos. Auch ein Warnschuss aus der Finanzwelt schreckt sie nicht.
Wegen der Schuldenpläne der Regierung bewertet die Ratingagentur Moody’s Italiens Bonität nur noch eine Stufe höher als Ramschstatus.Top-Ökonomen warnen vor den Folgen für Europa.
Die Schelte der EU kam erst per Brief, dann legten Juncker und seine Kollegen verbal nach: Die Kritik an seinem Haushaltsentwurf lässt Italiens Ministerpräsident Conte aber freilich nicht auf sich sitzen.
Die Europäische Kommission hat der Regierung in Rom eine Frist bis Montag gesetzt, um den italienischen Haushaltsentwurf zu erläutern. Nur wenn die Italiener bis dahin einlenken, werde die Kommission den Haushalt nicht zurückweisen.
Ein diplomatischer Streit sorgt für Unruhe im beschaulichen Südtirol: Österreichs Vorschlag, Bürgern der italienischen Alpenprovinz die österreichische Staatsbürgerschaft zu verleihen, verärgert die Regierung in Rom - und trifft den Nerv vieler Südtiroler.
Österreichs Regierungschef warnt vor Nachsicht mit Italien. Angela Merkel hat derweil ihren italienischen Amtskollegen zum vertraulichen Gespräch getroffen.
Während Salvini von einem „beispiellosen Affront“ spricht, nennt man den Vorfall aus Paris ein Versehen: Französische Beamte bringen Flüchtlinge über die Grenze nach Italien. In Rom vermutet man ein System.
Kurz vor dem Ende der von Brüssel gesetzten Frist einigt sich die italienische Regierung auf eine Haushaltsplanung. Auf den ersten Blick entspricht der Entwurf den EU-Vorgaben. Doch die Prüfung wird kompliziert.
Katharina Kasper gründete die Ordensgemeinschaft Dernbacher Schwestern und setzte sich für Alte und Kranke ein. Jetzt wurde die deutsche Nonne heiliggesprochen, ebenso wie Bischof Romero und Papst Paul VI.
Trotz der Turbulenzen in Rom treibt der deutsche Finanzminister Scholz die Bankenunion voran. Die Bundesbank warnt, die EZB spricht schon von Rettungsaktionen.
Am Sonntag wird der Papst die Gründerin der Dernbacher Schwestern Katharina Kasper heiligsprechen. Was für viele Menschen Hokuspokus ist, ist für den Vatikan eine ernste Angelegenheit – Protokoll eines bürokratischen Verfahrens
Laut Seehofer stand eine Einigung wegen der Rückführung von Flüchtlingen kurz bevor, doch anschließend wurde es turbulent. Salvini polterte wegen einer vermeintlichen Rückführung per Charterflug. Dabei klappt die deutsch-italienische Zusammenarbeit eigentlich gut.
Johann Sebastian Bach verhindert, dass er heute zu melancholisch ist: Eine Begegnung mit dem Schriftsteller László Krasznahorkai.
Bayerische Polizisten könnten in Zukunft Abschiebeflüge auch ohne die Bundespolizei durchführen. Sollte ein Flugzeug jedoch nach Italien unterwegs sein, schließe Rom die Flughäfen, droht Innenminister Salvini.
Italiens Regierung aus rechtsnationalistischer Lega und linkspopulistischer Fünf-Sterne-Bewegung bietet bisher ein Bild der Geschlossenheit. Und im Budgetstreit mit Brüssel ist der Schulterschluss offenbar noch enger geworden.
Die italienische Regierung hat ihre Wachstumspläne kassiert. In diesem Jahr werde man nur 1,2 Prozent erreichen, hieß es in der neuen Haushaltsplanung. Nach wie vor machen vor allem die Schulden sorgen.
Italiens Regierung will Brüssel und die Finanzmärkte besänftigen. Deshalb soll das Haushaltsdefizit erst steigen und dann wieder sinken. Daneben fordert Rom einen Haushaltsausgleich zwischen europäischen Ländern – der wäre teuer für Deutschland.