Scharaa hat Verständnis für Merz, aber weniger Eile
Der Bundeskanzler fordert die Heimkehr von 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer. Damit stößt er in Damaskus auf offenere Ohren als beim Koalitionspartner SPD.
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Friedrich Merz ist seit Mai 2025 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Seit 2021 ist er außerdem Abgeordneter im Deutschen Bundestag für die Partei Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU). Zuvor saß er bereits von 1994 bis 2009 im Bundestag. Seit Januar 2022 bekleidet er den Bundesvorsitz der CDU.
Familie, Ausbildung und Beruf
Merz wurde am 11. November 1955 in Brilon im Hochsauerland geboren, sein Vater war Richter. Nach dem Abitur leistete Merz Wehrdienst und begann ein Studium der Rechtswissenschaften in Bonn, das er 1985 abschloss. Nach dem zweiten Staatsexamen war Merz ein Jahr lang als Richter tätig, bevor er als Syndikus zum Verband der Chemischen Industrie wechselte. Dort war er bis zu seinem ersten politischen Mandat im Jahr 1989 tätig. Von 2005 bis 2021 gehörte er einer Wirtschaftskanzlei an. Seine Ehefrau ist die Richterin Charlotte Merz, gemeinsam haben sie drei Kinder.
Politische Karriere
Von 1989 bis 1994 saß Friedrich Merz im Europäischen Parlament, im Anschluss daran bis 2009 im Bundestag. Von 2000 bis 2002 bekleidete er den Fraktionsvorsitz der Unionsfraktion (CDU/CSU). Im Jahr 2009 zog er sich vorerst aus der Politik zurück, um sich stärker beruflichen Tätigkeiten zu widmen. 2021 wurde er erneut in den Deutschen Bundestag gewählt, wo er seit Februar 2022 wieder den Vorsitz der Unionsfraktion innehat. Im September 2024 nominierte ihn die Union zu ihrem Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2025. Am 6. Mai 2025 wurde er vom 21. Deutschen Bundestag zum Kanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt.
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