Das ist eine Kapitulation
Wenn die USA den aktuell kursierenden Deal mit Irans Regime absegnen, verlieren nicht nur sie. Dann ist die Glaubwürdigkeit des Westens dahin. Und der Islamismus feierte seinen größten Erfolg seit Jahrzehnten.
Nachbeben um Peter Thiel: Die Wiener Festwochen neigen sich mit zwei Diskussionsforen und einer banalen Performance des Regisseurs Romeo Castellucci ihrem Ende zu.
Wenn die USA den aktuell kursierenden Deal mit Irans Regime absegnen, verlieren nicht nur sie. Dann ist die Glaubwürdigkeit des Westens dahin. Und der Islamismus feierte seinen größten Erfolg seit Jahrzehnten.
Die Schweiz macht es vor. Aber auch in der Europäischen Union gilt: Die Legitimationskette zum Bürger darf nicht unterbrochen werden.
„Der Vorleser“-Autor Bernhard Schlink ist auch ehemaliger Verfassungsrichter. Im Interview spricht er über Klimaurteile, den Aufstieg der AfD – und die Kunst, mit Ungerechtigkeiten zu leben.
Angriffskrieg ohne Gegenwehr, Streik ohne Waffengleichheit, KI ohne Verantwortung: Überall dort, wo das Recht aus dem Gleichgewicht gerät, entsteht Unrecht. Eine Suche nach dem gemeinsamen Nenner.
Schüler würden von Politikern zu selten gehört, meint Leon Pelikan. Seine neue App soll das ändern – und Jugendliche mit Kommunalpolitik vertraut machen.
Von Puschkin bis Gogol: Sie gingen in ganz Europa in Bibliotheken, nahmen Maß an wertvollen Ausgaben von Literaturklassikern und ersetzten sie später durch Fälschungen. Nun fiel das Urteil gegen sechs Georgier.
Angesichts des russischen Angriffskriegs schüttelt die Bundesrepublik ihren falsch verstandenen Pazifismus ab. Zugleich gewinnt eine Partei an Gewicht, die wieder in Bismarckschen Kategorien von Großmachtpolitik denkt.
Trotz milliardenschwerer Lobbyarbeit wächst Widerstand gegen KI-Einrichtungen. Populisten nutzen das – quer zu den Lagern. Das eröffnet interessante Aussichten.
Sigmar Gabriel und Thomas de Maizière saßen jahrelang am Kabinettstisch von Angela Merkel. Sie fanden das Regieren früher leichter, halten wenig vom Tankrabatt und fordern eine entschiedene Politik, die Kritik aushält.
Am Rand der CDU wollen manche mit der AfD kooperieren. Stimmen aus Ostdeutschland fordern Pragmatismus. Prominente Kritiker warnen vor Parteiaustritten.
Die AfD beklagt Mobbing beim Planspiel „Jugend und Parlament“. Andere Teilnehmer beschweren sich über rechtsextreme Äußerungen. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung.
Musik stabilisiert die Demokratie, glaubt Intendantin Ursula Haselböck. Sie veranstaltet ein Konzert mit 600 Kindern auf einem Kreuzfahrtschiff. Um die Festspiele zu erhalten, muss sie neue Sponsoren finden – womöglich aus der Rüstung.
Johann Wadephul erklärt in Mainz sein Selbstverständnis als Außenminister. Er grenzt sich von seiner Vorgängerin ab – und warnt eindringlich vor der AfD.
Dieser Frage widmet sich PEN Deutschland mit seiner Gesprächsserie „frei & geist“. Zu deren Auftakt in Nürnberg versammelt sich eine erstaunliche Besetzung – auch Boris Palmer und Jan Philip Reemtsma sind dabei.
Die Bildungsminister der Länder wollen mehr Medienkompetenz in den Lehrplänen. Dafür verfolgen sie einen dreifachen Ansatz.
Die Schweiz will ihre Bevölkerung deckeln: unter 10 Millionen. Jetzt wird darüber abgestimmt und zwischen Befürwortern und Gegner ist ein erbitterter Streit entbrannt. Dabei kommt die eigentliche Schlacht erst noch.
Der Ethikrat spricht sich gegen ein Social-Media-Verbot für Kinder aus, die Bildungsminister formulieren fromme Wünsche. Sie kapitulieren vor der zerstörerischen Macht der Digitalkonzerne und dreschen Phrasen.
Frank-Walter Steinmeier zieht um, und das Schloss Bellevue öffnet seine Türen in den nächsten zwei Wochen für eine Kunstschau. Als 3D-Druck ist der Bundespräsident auch dabei. Aber wer ruft da um Hilfe?
Eine aktivistische Wissenschaft ist so fehlgeleitet wie eine Politik, die blind den Experten folgt. Die wachsende Verzahnung der beiden Sphären schadet am Ende beiden.
Kein „Spaßkandidat“ für Schloss Bellevue: Eine Petition sieht Hape Kerkeling als besten Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl im nächsten Jahr. Er hat schon prominente Unterstützer – und hält selbst alles für möglich.
Mark B. Smith taucht in die Lebenswelten der sowjetischen Bürger ein: überfüllte Metrozüge, leere Geschäfte, enge Wohnungen – und doch Momente des Glücks in einer Parallelrealität mit eigenen Regeln.
Sebastian Münzenmaier gilt als Strippenzieher in der AfD. Er will die Partei professioneller machen. Jetzt geht er in die Offensive.
Die Festspiele auf dem Heidelberger Schloss wollten einst denen in Salzburg Konkurrenz machen – und Heidelberg zur Hauptstadt Europas. Eine Ausstellung zeigt nun ihre wechselhafte Geschichte über hundert Jahre.
WM 1978 in Argentinien: Der Militärdiktatur diente das Turnier als Bühne. Doch wurden FIFA und DFB ihrer Verantwortung gerecht? Und wie agiert die FIFA bei der WM 2026?
Der Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises, Sandro Zehner, schlägt Alarm. Die in Berlin beschlossene Neuordnung von Pflege- und Krankenversicherung verschiebe Kosten in die ohnehin unterfinanzierten Haushalte der Kommunen.
Völkerrecht interessiert sie nicht und Gewalt wird zum normalen Mittel der Politik: Friedensforscherin Nicole Deitelhoff warnt im neuen Friedensgutachten vor den Akteuren, die den Verfall der alten Weltordnung beschleunigen.
Im Podcast mit Publikum sprechen wir mit Bernhard Schlink über Fragen der Gerechtigkeit – in der Politik, im Umgang mit der AfD, im Krieg und im eigenen Leben als Jurist und Schriftsteller.
Der Paragraph 118 des Strafgesetzbuchs soll Politiker vor Beleidigungen schützen. Hessens Justizminister Christian Heinz plädiert dafür, diesen Schutz künftig nur noch auf Kommunalpolitiker einzugrenzen.
Es wird ernst für die geregelte Streitkultur: Das von Sophie Schönberger an der FU Berlin gegründete Berliner Zentrum für Parteien- und Parlamentsrecht hat seine Arbeit aufgenommen.
Vor 250 Jahren wurden die Vereinigten Staaten von Amerika gegründet. Ihr Selbstverständnis lässt sich maßgeblich an bestimmten Büchern ablesen. Wir stellen in einer Serie fünfzig davon vor: Amerika, wie es im Buche steht.
1776 fordert Thomas Paine: Nicht ein König soll herrschen, sondern das Gesetz. Warum seine Flugschrift heute auf Protestschildern wieder auftaucht – der erste Teil der neuen F.A.Z.-Serie „Amerika, wie es im Buche steht“.
In Antoni Gaudís Leben und Werk spiegelt sich die politische Geschichte Kataloniens. Bis heute steht er im Zentrum geschichtspolitischer Deutungskämpfe.
Weniger Möglichkeiten, steigende Kosten, Zweifel an den eigenen Institutionen: Die „westlichen Demokratien“ erleben eine lange nicht gekannte Hilflosigkeit. Europa hat den transatlantischen Partner verloren und damit auch die Selbstverständlichkeit seiner Wertebasis.
Timon Gremmels (SPD) ist seit zweieinhalb Jahren für die Kultur in Hessen verantwortlich. Von deren Rolle habe er bis heute ein falsches Verständnis, meint die FDP.
Plattformen wie Instagram oder Youtube entziehen sich jeder gesetzlichen Kontrolle, weil sie ihren Daten geheim halten. Das muss sich ändern, sagt der Datenforscher Simon Mayer. Er hat ein paar Vorschläge.
Nach dem Willen von CSU-Chef Markus Söder soll Klaus Holetschek die Führung der Hanns-Seidel-Stiftung übernehmen – und sie zum Thinktank ausbauen.