Hexen sollen brennen
Wie es ist, wenn man einen Deutungskampf am eigenen Leib erlebt: Vermutungen über kommunikative Ursachen der Empörung über eine Verteidigung der Demokratie von rechts.
AfD-Abgeordnete wollen sich in Zukunft besser benehmen. Das soll die Union günstig stimmen – und vor Gericht gegen den Verfassungsschutz helfen. Denn der müsste das Gebaren der Partei dann neu bewerten.
Wie es ist, wenn man einen Deutungskampf am eigenen Leib erlebt: Vermutungen über kommunikative Ursachen der Empörung über eine Verteidigung der Demokratie von rechts.
Alice Weidel sagt, sie strecke der Union die Hand aus. Das kann sie nur tun, weil klar ist, dass niemand ihre Hand ergreifen wird. Sonst gäbe es großen Streit in ihrer Partei.
Fünf Kapitel, fünf Karrieren und eine heimliche Hauptfigur: Eva Kienholz schildert in ihrem Buch „Eine kurze Geschichte der AfD“, wie sich die Partei in den vergangenen elf Jahren radikalisiert hat.
Die Doku „Aufstieg rechts“ zeichnet den Weg der AfD seit ihrer Gründung bis heute nach. Sie verdeutlicht: Die Unterwanderung begann direkt am Anfang.
In einer sehenswerten Dokumentation erzählen Aussteiger von der Partei, die am rechten Rand immer radikaler und zu der Gefahr wurde, die sie heute darstellt.
In Schnellroda gibt es ein AfD-nahes Institut. Der Verfassungsschutz wertet es als „gesichert rechtsextrem“. Welchen Einfluss hat der Thinktank wirklich? Und wo sind seine geistigen Wurzeln?
Nicht nur in der Russlandfrage, auch beim Klima, Gendern und Asyl ähneln sich ganz Rechte und ganz Linke. Das ist kein Zufall. Die AfD will der Linken die Arbeiterklasse streitig machen.
Die AfD feiert im Taunus ihr zehnjähriges Bestehen – und deutet ihre Geschichte um: Radikalisiert habe sich nicht die Partei, sondern die Welt um sie herum.
Die AfD feiert im Taunus ihr zehnjähriges Bestehen – und deutet ihre Geschichte um: Radikalisiert habe sich nicht die Partei, sondern die Welt um sie herum.
Vor zehn Jahren wurde in Oberursel eine neue Partei gegründet, die „Alternative für Deutschland“. Schon ganz am Anfang gab es Zweifel, ob der Name zu nationalistisch klingen könnte. Später endete alles im Radikalismus. Warum?
Als vor zehn Jahren 18 Männer in Oberursel die AfD gründeten, war Markus Keller einer von ihnen. Die Gemäßigten wie er wurden schnell an den Rand gedrängt. Heute fühlt sich der ausgetretene Keller politisch heimatlos.
Identifikation mit dem Aggressor als Grundgefühl: Wie Alexander Gauland die AfD auf antiwestlichen Kurs brachte.
Wieder hat ein AfD-Vorsitzender den Kampf gegen die Extremisten verloren und die Partei verlassen. Genauso wie die zwei Vorsitzenden vor ihm. Die AfD lebt in einer Dauerschleife. Es ist die einzige Form, in der sie existieren kann.
Ohne Jörg Meuthen könne es nur besser werden, heißt es von vielen in der AfD. Und dass man größere Probleme hat als einen abtrünnigen Vorsitzenden.
So lange wie kein anderer hat sich Jörg Meuthen an der Spitze der AfD halten können. Doch seine Begründung für den Parteiaustritt ist scheinheilig.
An der Universität Greifswald sorgt der Juraprofessor Ralph Weber wieder einmal für Unruhe. Der ehemalige AfD-Abgeordnete ruft zum Bruch der Hygiene-Regeln auf. Ministerpräsidentin Schwesig nennt er eine Diktatorin.
Wer sich an der Diskussion über die akademische Cancel Culture beteiligt, sollte sich nicht dumm stellen. Die Fakten liegen auf dem Tisch. Eine Replik auf Sebastian Huhnholz.
Die Kläger sind zwar gescheitert. Das heißt aber nicht, dass das Bundesverfassungsgericht unbesehen alles durchgehen lassen wird, was die Europäische Zentralbank in Sachen Geldpolitik veranstaltet.
Das „Bündnis Bürgerwille“ um den Hamburger Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke geht gegen die Finanzierung der EU-Corona-Hilfen vor.
Jörg Meuthen war lange Zeit nur der B-Vorsitzende der AfD. Doch in diesem Jahr ist er ihr starker Mann geworden und führt die Partei wie keiner zuvor. Aber wohin will er eigentlich?
„Keine Zukunft mehr als bürgerlich-konservative Kraft“: Nach Frauke Petry und Bernd Lucke verlässt auch das dritte AfD-Gründungsmitglied Konrad Adam aus Protest die Partei. Dem Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland macht er schwere Vorwürfe.
Die Kleinstpartei LKR sitzt jetzt im Bundestag. Weil ein ehemaliger AfD-Abgeordneter ihr beigetreten ist.
„Es ist doch absurd, dass Bundestag und Bundesrat selbst beurteilen können, ob sie ihrer Pflicht, gegen Mandatsüberschreitungen der EZB vorzugehen, genügend nachkommen“, sagt Bernd Lucke – und kündigt an, vor Gericht nachzulegen.
Das Ultimatum des Verfassungsgerichts an die Bundesbank läuft an diesem Mittwoch ab. Noch scheinen nicht alle Frage geklärt – zumindest aus Sicht der Beschwerdeführer.
Lange dachte Alexander Gauland, dass eine junge Partei wie die AfD heftige Auseinandersetzungen aushält. Jetzt bekennt der Fraktionsvorsitzende, dass er falsch lag.
Einige Ökonomen haben das EZB-Urteil als Angriff auf die Unabhängigkeit der Zentralbank kritisiert. Dabei darf und muss die EZB wirtschaftspolitische Effekte detailliert bewerten und gegeneinander abwägen. Ein Gastbeitrag.
„Die Brandmauer nach Rechtsaußen muss stehen“, sagt der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen. Ein Gespräch über den Umgang mit Extremisten wie Andreas Kalbitz und die Frage, ob er so enden wird wie sein Vorgänger Bernd Lucke.
Angeblich war die AfD anfangs sehr bürgerlich. In Wirklichkeit ist die Entwicklung der Partei im Denken ihrer Gründer angelegt, das sich erst in der Masse verstärkte.
Ereignisse in Hamburg wie die Proteste gegen Lucke befeuerten die Debatte über eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Nun soll von der Hansestadt ein Beitrag zur Problemlösung ausgehen. So will es die FDP – und steht damit ziemlich allein da.
Alexander Gauland wollte nie AfD-Vorsitzender werden. Er kandidierte vor zwei Jahren, um eine Katastrophe zu verhindern. Jetzt hat er Probleme, das Amt wieder loszuwerden. Den Grund dafür hat er sich selbst eingebrockt.
Bislang regelt die Unvereinbarkeitsliste der AfD, welchen extremistischen Organisationen Parteimitglieder nicht angehören dürfen. Doch einigen ist die Liste ein Dorn im Auge – sie wollen sie beim Parteitag Ende November abschaffen.
Ist die Sorge um die Meinungsfreiheit ein aufgebauschtes Problem? Eine Diskussion an der Universität Hamburg im Rahmen der Hochschulrektorenkonferenz sucht Antworten auf diese Frage.
Die hessische Wissenschafts- und Kunstministerin Angela Dorn hat im Landtag Versuche verurteilt, Vortragende an Hochschulen einzuschüchtern. Eine Nominierung für den Sacharow-Preis hat sie sich damit nicht verdient.
Nach mehreren Abbrüchen musste AfD-Mitgründer Bernd Lucke seine Vorlesung an der Universität Hamburg unter Polizeischutz halten. Die Verantwortlichen reagieren schwach – und senden falsche Signale an zukünftige Störenfriede.
Der Studierendenausschuss macht gegen AfD-Gründer und VWL-Professor Bernd Lucke mobil, das Präsidium reagiert zurückhaltend. Wie ist die Wissenschaftsfreiheit an der Hamburger Universität zu retten? Ein Gastbeitrag.
Verängstigte Studenten, Zäune und noch mehr Polizei: Unter besonderen Vorkehrungen hält der umstrittene Professor und AfD-Mitgründer Bernd Lucke seine Wirtschaftsvorlesung in Hamburg.