Der Gründer sagt: „Italien den Italienern“
Italien hat mit Futuro Nazionale eine neue rechtsextreme Kraft. Der Parteigründer und einstige General Roberto Vannacci ist stolz darauf, „der Abschaum und niemandes Kind“ zu sein.
Ein brutaler Mord erschüttert Italien. Nicht zum ersten Mal kommen Migranten ums Leben, die wie moderne Sklaven auf den Feldern schuften. Wird sich diesmal etwas ändern?
Die in Südeuropa liegende parlamentarische Republik Italien gehört zu den Gründungsmitgliedern der EU und zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Die Wirtschaft des 301.338 km² großen Landes ist durch ein starkes Nord-Süd-Gefälle geprägt: Während die Regionen Norditaliens einen hoch entwickelten Industrie- und Dienstleistungssektor vorzuweisen haben, gehört Süditalien mit einer hohen Arbeitslosenquote und einer hohen Kriminalitätsrate zu den strukturschwächsten Regionen in Westeuropa.
Meilensteine in der Geschichte Italiens
In der Antike waren Italien und die Stadt Rom Mittelpunkt des Römischen Reiches. Von der Macht und Größe des einstigen Weltimperiums zeugen bedeutende antike Bauwerke und archäologische Ausgrabungen wie das Kolosseum oder die Stadt Pompeji. Eine erneute wirtschaftliche und kulturelle Blüte erlebte das Land vom 14. bis zum 16. Jahrhundert: Mächtige Stadtstaaten wie Mailand, Venedig und Florenz bestimmten die Geschicke des Landes; Dichter und Schriftsteller prägten mit ihren Werken die Epoche der Renaissance.
Politica all’italiana
Das politische System Italiens ist geprägt durch eine starke Polarisierung des Parteiensystems sowie eine hohe politische Instabilität. Korruption, Verbindungen zur Mafia und umstrittene Persönlichkeiten wie der Medienzar Silvio Berlusconi bringen das Land politisch und wirtschaftlich immer wieder in Bedrängnis.
Italien hat mit Futuro Nazionale eine neue rechtsextreme Kraft. Der Parteigründer und einstige General Roberto Vannacci ist stolz darauf, „der Abschaum und niemandes Kind“ zu sein.
Kontaktabbruch als Rettungsplan für einen desillusionierten Sohn: Andrea Bajanis in Italien preisgekrönter Roman „Der Jahrestag“.
An diesem Freitag tritt das neue EU-Asylrecht in Kraft. Was ändert sich, welche Probleme gibt es noch? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.
Südlich der Alpen erwarten die Deutschen vor allem Strände und Kultur. Doch plötzlich wirbeln Manager und Unternehmer aus Italien die deutsche Wirtschaft auf. Was steckt dahinter?
FCAS ist nicht das erste fehlgeschlagene internationale Rüstungsprojekt. Eine Geschichte guter Absichten ohne guten Ausgang.
Nach dem Aus für FCAS wird nach Alternativen gesucht. Großbritannien, Italien und Japan arbeiten am „Tempest“, Schweden hat einen eigenen Plan. Und auch in Bayern gibt es Ideen.
Mit dem Auto in Rom oder Florenz nicht aufgepasst – und schon sind 100 Euro weg. Die 485 verkehrsberuhigten Zonen in Italiens Städten sorgen immer wieder für Ärger. Nirgendwo in Europa gibt es mehr.
Israels Polizeiminister ist wegen eines entwürdigenden Videos von festgenommenen Gaza-Aktivisten in Frankreich bereits Persona non grata. Nun ermitteln italienische Staatsanwälte wegen des Verdachts auf Folter und Freiheitsberaubung.
Intesa Sanpaolo und Banco BPM liefern sich eine Übernahmeschlacht um die älteste Bank der Welt, Monte dei Paschi di Siena. Der fusionierte Konzern wäre wohl deutlich mehr wert als etwa die Commerzbank.
Der Pariser Erzbischof lehnte Eintrittsgeld für Notre Dame ab. In Rom und Mailand müssen Besucher bezahlen. Und Karten für die Sagrada Família werden auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Ein Überblick.
Alle Jahre wieder erhitzen die Kosten für die kalten Kugeln die Gemüter. Über die Jahre hat sich Eis deutlich stärker verteuert als etwa Bratwurst – es war früher aber auch außergewöhnlich billig.
Vier Saisonarbeiter in der italienischen Landwirtschaft werden grausam umgebracht. Ihre Leben endeten in einer Welt der Ausbeutung. Was hat das mit Erdbeeren für deutsche Kunden zu tun?
Die rechte Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat sich vorgenommen, die Familie zu stärken. Dazu soll nun auch gehören, dass Sexualkunde nur mit Einstimmung der Eltern unterrichtet werden darf.
Der Fall erschüttert Italien: Mehrere Landarbeiter wurden bei lebendigem Leib in einem Auto verbrannt. Inzwischen sind zwei Verdächtige gefasst. Auch der Polizeichef und Ministerpräsidentin Meloni zeigen sich schockiert.
Tief unter dem Gran-Sasso-Massiv, abgeschirmt von mächtigen Felsschichten, suchen Forscher nach Neutrinos und Dunkler Materie. Dort lernen sie, wie schwer es ist, kosmische Signale von irdischem „Noise“ zu trennen.
Die Präsidentin der EU-Kommission reagiert prompt auf die Forderungen aus Italien, die EU-Schuldenregeln abermals zu lockern. Ihr Vorstoß hat eine neue Qualität.
In Süditalien haben zwei Männer Erntehelfer in einen Minivan eingesperrt und das Fahrzeug in Brand gesetzt. Vier verbrannten bei lebendigem Leibe, einer konnte sich retten.
Die EU-Kommission beugt sich Forderungen aus Italien: Die bisher für Verteidigungsausgaben vorgesehenen Ausnahmen vom EU-Stabilitätspakt sollen künftig auf Energiehilfen ausgeweitet werden.
Am 2. Juni 1946 wurde in Italien die Monarchie abgeschafft – dank der Stimmen der Frauen, die erstmals wählen durften. So wurde die Republik geboren. Eine Entscheidung, mit der die Italiener bis heute zufrieden sind.
An einer Tankstelle im süditalienischen Kalabrien findet die Polizei vier Leichen. Die Opfer sind Migranten aus Pakistan. War es ein Gewaltverbrechen?
Italiens Autobahnen sind teuer. Auch Ausländer sollen Maut erstattet bekommen, wenn sie wegen Baustellen viel Zeit verlieren – doch an der Abwicklung gibt es viel Kritik.
Die Bundeswehr soll zur stärksten Armee Europas werden. Macht das im Ausland jemanden nervös? Eine Spurensuche.
Gute Nachricht für demonstrierende Anwohner: Am Brenner steht der längste Tunnel der Welt vor dem Durchbruch. Er soll den Alpentälern Lärm und Abgase ersparen. Aber sein Vorbild am Gotthard zeigt: Nicht alle Versprechen lassen sich erfüllen.
Im österreichischen Gries demonstrieren Tausende Menschen gegen das Verkehrsaufkommen. Nun ist die wichtigste Verbindung von Deutschland über Österreich nach Italien nach einer Sperrung wieder freigegeben.
Italiens Regierungschefin ist ein beliebtes Objekt für sexualisierte Deepfakes. Eine britische NGO hat deren Spur jetzt bis nach Südasien verfolgt.
Mit einer Straßenblockade der Autobahn 13 sowie der Landstraße über den Brenner wollen die Anwohner protestieren. Italienische Gewerkschaften rufen zudem zum Generalstreik auf.
In Deutschland kursieren sie auf Schulhöfen, in Frankreich werden Touristen selbst für kleinste Mengen hart bestraft. Nikotinbeutel sind auf dem Vormarsch und sorgen für einen diplomatischen Eklat.
Vor der Roma Pride im Juni gibt es Streit. Mitmachen darf nur, wer den „Genozid in Gaza“ verurteilt. Jüdische Aktivisten beklagen Antisemitismus.
Nach dem Unfall auf den Malediven wollen Ermittler in Italien mehr über die Ursache herausfinden. Haben die fünf Taucher in der Höhle die Orientierung verloren? Oder war ihre Ausrüstung unzureichend?
Die Zukunft ist vielleicht nicht rosig, aber man kann viel für sie tun. Von dem Apokalypse-Gerede der Rechten sollte man sich nicht beeindrucken lassen. Denn man ist nicht machtlos in einer Demokratie.
Europas zweitgrößter Autokonzern steckte in einer tiefen Krise. Der neue Chef Antonio Filosa versucht eine Sanierung mit einem breit differenzierten Programm für den Neustart.
Die italienische Ministerpräsidentin sieht sich in vielem durch das neue Europäische Asylsystem bestätigt. Aber im Umgang mit privaten Seenotrettern geht Italien seinen eigenen Weg.
Die Enkelin des faschistischen Diktators Benito Mussolini hat sich nie von ihrem Großvater distanziert. Jetzt hat sie die italienische Promi-Ausgabe von Big Brother gewonnen. Was sagt das über Italiens Gesellschaft aus?
Die Neuverschuldung wird in diesem und im kommenden Jahr in Deutschland höher ausfallen als in Italien. Das erwartet jedenfalls die EU-Kommission.
Antonio Scuratis „M“ erzählt Mussolinis Geschichte aus der Sicht Mussolinis. Warum ihn die Hälfte der Italiener deswegen hasst und was die heutigen Demokratiefeinde von damals unterscheidet, erzählt der Autor im Gespräch.
Giorgia Meloni will die EU-Ausnahmeklausel nicht für Verteidigung, sondern für Energieausgaben nutzen. Die Kommission reagiert kühl, ohne erst mal Nein zu sagen.