Mit leeren Händen
Besser keine Einigung als eine schlechte: Es ist gut, dass die EU und andere bei der Klimakonferenz hart geblieben sind. Der Gipfel in Madrid war dennoch der schwächste seit dem Desaster von Kopenhagen.
Besser keine Einigung als eine schlechte: Es ist gut, dass die EU und andere bei der Klimakonferenz hart geblieben sind. Der Gipfel in Madrid war dennoch der schwächste seit dem Desaster von Kopenhagen.
Die Minimalbeschlüsse der UN-Klimakonferenz haben weithin Enttäuschung ausgelöst. Umwelt- und Entwicklungsorganisationen riefen die EU zu einer Führungsrolle beim Klimaschutz auf.
Die UN-Klimakonferenz in Madrid ist nur mit Minimalbeschlüssen zuende gegangen. Die Delegierten aus fast 200 Ländern verständigten sich lediglich darauf, dass es eine Notwendigkeit gebe, die nationalen Klimaschutzziele anzuheben.
Mit dem Minimalkonsens der Madrider Klimakonferenz sind die Staaten auf dem Stand von vor einem Jahr geblieben. Vielleicht sollte das Format grundsätzlich überdacht werden.
Der Abschluss der Klimakonferenz verzögerte sich so lange, wie noch nie zuvor. Mit rund 40 Stunden Verspätung einigten sich die Abgesandten von etwa 200 Staaten auf ein gemeinsames Abschlussdokument. Allerdings wurden wichtige Entscheidungen auf den nächsten Gipfel in einem Jahr im schottischen Glasgow verschoben.
Vietnam plant den wirtschaftlichen Aufstieg auf dem Reißbrett. Für Bauern und die Regierung ist der Klimawandel dabei Bedrohung und Chance zugleich.
Während in Madrid der Klimagipfel zu scheitern droht, fordert am anderen Ende der Welt ein Flash Mob mehr Klimaschutz: Vor dem berühmten Opernhaus in Sydney erheben Demonstranten singend ihre Forderungen.
Es geht um die Absichtserklärung für mehr Klimaschutz: Die fast 200 Staaten können sich nicht einigen. Die Verhandlungen, die Freitag enden sollten, dauern bis zum Sonntag. Ein Ende ist nicht in Sicht.
Vertreter verschiedener Umwelt- und Entwicklungsorganisationen haben mit eindringlichen Worten vor einem kompletten Scheitern der UN-Klimakonferenz in Madrid gewarnt.
Ein entschiedenes Signal gegen den Klimawandel ist aus Madrid nicht zu erwarten. Ein Hauptstreitpunkt könnte um ein weiteres Jahr verschoben werden.
Viele hatten große Hoffnung in die Klimakonferenz gesetzt. Kurz vor Schluss sieht es aber eher nach einer Enttäuschung aus. Was in Madrid geschehen müsste, damit es keine Katastrophe gibt.
Drinnen wird mühsam um Formulierungen gerungen, draußen lautstark mehr Klimaschutz gefordert – der planmäßig letzte Tag auf der UN-Klimakonferenz in Madrid dürfte lang werden. Viele Fragen sind noch offen.
Der EU-Gipfel sagt zu, die EU bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen – ausgenommen Polen. Warschau blockiert so das erhoffte Signal zum Ende der Klimakonferenz in Madrid.
Beim Klimagipfel in Madrid trifft Protest auf Politik, ehrgeizig wollen alle sein. Doch im Inneren der Messehalle sind selbst kleine Kompromisse mühsam – vielversprechend klingt nur der „Green Deal.“
Beim Klimaschutz der Nationen tritt man auf der Stelle. Deshalb trumpfen in Madrid andere auf: die Städte etwa, die beachtliche Pläne und Bilanzen weltweit vorlegen – und nebenbei die Pleite in Washington kaschieren sollen.
Die EU will die Emissionen reduzieren. Sie weiß, dass sie dafür auch China und Indien ins Boot holen muss. Doch wie sehr die sich beim Klimaschutz engagieren, hängt maßgeblich vom Kurs Europas ab.
Viele Staats- und Regierungschefs würden nur so tun, als ob sie etwas gegen die Klimakrise tun würden, sagte die 16-jährige Klimaaktivistin auf der UN-Klimakonferenz in Madrid.
Fakten, Fakten, Fakten: Mehr Klimawissen gab es nie, mehr Einigkeit auch nicht. Und doch zeigt Madrid: Die Lösung der Klimakrise bleibt für die meisten höhere Mathematik – mit einer Unbekannten.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat vor den Delegierten der UN-Klimakonferenz das Klimapaket als wesentlichen Beitrag zum Kampf gegen die Erderwärmung präsentiert. Deutschland stelle damit sicher, dass es sein Klimaziel für das Jahr 2030 erreiche.
Bei der etwa zweiwöchigen Weltklimakonferenz in Madrid sind Vertreter von rund 200 Staaten anwesend. Sie endet am 13. Dezember. Bei einer Diskussion fordert sie dazu auf, nicht nur Protestierenden, sondern auch Experten und Wissenschaftlern zuzuhören.
Der amerikanische Präsidentschaftsanwärter Michael Bloomberg hat auf der UN-Klimakonferenz in Madrid für ein Umsteuern in der Umweltpolitik geworben und dabei die gegenwärtige Regierung in Washington kritisiert.
Auf der UN-Klimakonferenz in Madrid wirbt die Bundesumweltministerin für „mehr Mut im internationalen Klimaschutz“. Doch die deutschen Anstrengungen bleiben laut mehreren Umweltorganisationen unzureichend.
Auf der Klimakonferenz in Madrid wird es ernst, mit dem Kohleausstieg allerdings noch nicht – und auch das Klimapaket lässt auf sich warten. Was sonst noch wichtig ist, steht im F.A.Z.-Sprinter.
Als müsste in einer klimafreundlicheren Welt jemand aufs Auto, aufs Heizen, Fliegen oder auf Kinder verzichten! Das Vertrauen in die Technik ist bei denen, die den Innovationsgeist am lautesten für sich reklamieren, am geringsten.
Klimaschutz ist teuer – so teuer, dass einige Schwellenländer die Industriestaaten auffordern, einen Großteil der Kosten zu tragen. Weil öffentliche Gelder allein nicht ausreichen, greift Deutschland nun auf eine private Allianz zurück.
Eine halbe Million Menschen demonstrierten laut Greta Thunberg in Madrid für eine andere Klimapolitik. Die Polizei zählte allerdings deutlich weniger. Die Aufmerksamkeit der Weltpresse verzerrt das Bild.
Klimaschutz braucht klare, gemeinsame Regeln. Sie zu finden fällt Deutschland, Amerika und den anderen Teilnehmern der UN-Klimakonferenz schwer – vor allem, wenn es um viel Geld geht.
Zehntausende Menschen sind am Rande der UN-Klimakonferenz in Madrid für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen. Auch die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg beteiligte sich am Protest und sprach zu den Demonstranten.
Während die Europäer auf Klimaneutralität drängen, erlebt die Kohle in China eine Renaissance. In Amerika macht zumindest eine Entwicklung – etwas – mehr Hoffnung. Unsere Korrespondenten berichten.
Pünktlich zur geplanten Großkundgebung erreicht Greta Thunberg Madrid – und verschafft den bereits anwesenden Klimaaktivisten Aufmerksamkeit. Auf der Abschlusskundgebung erhält sie prominente Unterstützung.
Die 16-Jährige hoffe, dass die 25. Weltklimakonferenz etwas Konkretes hervorbringt. Denn bisher habe sich immer noch nichts geändert, so die Schwedin.
Die Klimaschützerin wurde in Madrid mit viel Medienrummel empfangen. Die 16-Jährige ist zur UN-Klimakonferenz in die spanische Hauptstadt gereist.
Konzentriert, etwas scheu, aber sehr herzlich: Fürst Albert II. von Monaco erzählt im exklusiven F.A.Z.-Interview von seinen Naturerfahrungen als Kind, wie er Klimaschutz im Palast betreibt – und wie sein Fleischkonsum aussieht.
Laut Klima-Risiko-Index steht Deutschland erstmals auf dem dritten Platz – direkt hinter Japan und den Philippinen. Dennoch tragen Entwicklungsländer die Hauptlast der Folgen des Klimawandels.
Die Klimaaktivistin Greta Thunberg ist nach zwei Reisen über den Atlantik zurück in Europa. Aber wie geht es jetzt weiter?
In der Klimapolitik geht es nur schleppend voran. Das ist aber kein Grund, in Panik zu geraten. Im Gegenteil: Ständig Untergangszenarien zu beschreien, kann zu Frust führen, der die politischen Ränder weiter stärkt.