Wovon die Autokratie in der Türkei lebt
Der türkische Präsident nutzt den Iran-Krieg für seine eigene Machterhaltung. Gegen die Opposition kennt er kein Erbarmen. Und wieder landet ein Journalist im Gefängnis.
Der syrische Präsident al-Scharaa besucht Berlin, die Kommission zur Reform der Krankenversicherung legt ihre Vorschläge vor, und die Fußball-Nationalspieler kämpfen gegen Ghana um einen Platz im WM-Kader. Der F.A.Z.-Frühdenker.
Die Türkei ist seit 1982 eine parlamentarische Demokratie mit einem Ministerpräsidenten und einem Staatspräsidenten. Geografisch gesehen liegen drei Prozent des Landes in Europa.
Geschichte
Die Ursprünge des türkischen Staates gehen auf den Anfang des letzten Jahrhunderts zurück: Nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches verwandelte der Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk die Türkei ab 1923 in einen modernen laizistischen Nationalstaat nach europäischem Vorbild. Die Hauptstadt des Landes ist das in Anatolien liegende Ankara. Größte Stadt und kulturelles Zentrum ist jedoch die Metropole Istanbul am Bosporus.
Währung und Wirtschaftssektionen
Die offizielle Währung der Türkei ist die Türkische Lira (TRY).
Regionen der Türkei
Hohe Gebirge, mediterrane Küsten, immergrüne Wälder und karge Steppenlandschaften - das insgesamt 814.578 km² große Land lässt sich geografisch in sieben Regionen unterteilen, die sich klimatisch und landschaftlich stark voneinander unterscheiden. Dazu zählen die Marmararegion, die Mittelmeerregion, die Ägäisregion, die Schwarzmeerregion sowie Zentral-, Ost- und Südostanatolien.
Der türkische Präsident nutzt den Iran-Krieg für seine eigene Machterhaltung. Gegen die Opposition kennt er kein Erbarmen. Und wieder landet ein Journalist im Gefängnis.
Italien gewinnt 2:0 gegen Nordirland und ist dem Ziel einer WM-Qualifikation somit einen Schritt näher. Die Türkei kann weiter darauf hoffen, zum ersten Mal seit 24 Jahren wieder an der WM teilzunehmen.
Die Türkei will nach 24 Jahren wieder an einer Fußball-WM teilnehmen. Dabei spielen die jungen Arda Güler und Kenan Yıldız eine besondere Rolle – weil sie genau verstehen, wann welche Entscheidung die richtige ist.
Höhere Energiepreise senken Europas Wachstum und treiben die Inflation. Einige Schwellenländer kommen noch stärker unter die Räder.
In Berlin werden türkische Unternehmer von Mafiagruppen terrorisiert, zum Beispiel von den „Daltons“. Über das Chaos in Istanbuls Unterwelt – und wie es nach und nach zu uns schwappt.
Jahreswechsel in der Fremde: Meiner Mutter hatte ich eigentlich versprochen, zum persischen Neujahrsfest bei ihr in Iran zu sein, so wie immer. Doch es kam anders.
Im Frankfurter Landgericht schildert die Schwester des im Frankfurter Hauptbahnhof getöteten Abdulkadir E., wie die Fehde ihre Familie in Angst versetzt. Ein Zeuge sagt zudem aus, die Familie glaube, es gebe einen Verräter.
Zur Wahl in Dänemark überbieten sich die Parteien mit Vorschlägen für eine noch härtere Migrationspolitik. Dabei kommen in dem Land kaum noch Flüchtlinge an.
Die türkische Regierung tut alles, um ihr Land aus dem Golfkrieg herauszuhalten. Aber die Wirtschaft spürt schon dessen Folgen.
Kein Job, keine Liebe, kein Geld, keine Chance: In ihrem „Brief aus dem Krieg“ erzählt eine iranische Autorin aus dem Leben mit dem Irankrieg – und davon, warum schon ihr Name sie ins Gefängnis bringen könnte.
Türken loben Spanien und dessen Regierungschef, der zum Irankrieg all das sagt, was sie gern von ihrem Präsidenten hören würden. Regelmäßige Liebesgrüße im Stadion oder Fernsehen gehen nach Madrid.
Nach einem Drohnenangriff auf die britische Militärbasis Akrotiri am 2. März 2026 schließt das Auswärtige Amt weitere Vorfälle auf Zypern nicht aus. Was Urlauber jetzt wissen müssen.
Wenn auf einem Bolzplatz ein Türke ein schönes Tor schießt, ruft von der Seite jemand: „Oh, Arda Güler!“ Warum, das zeigt der Einundzwanzigjährige am Samstag im Bernabéu – ein „Güler-Wunder“.
Dreimal hat Iran schon Raketen in Richtung Türkei abgefeuert. Doch Ankara spielt die Vorfälle herunter. Dafür gibt es auch innenpolitische Gründe.
Seit Jahrhunderten ist Russland ein Player in Nahost, doch jetzt droht Moskaus Stern dort zu sinken. Putins Dilemma: Er hat weder politisches Kapital noch militärische Kapazitäten, das iranische Regime zu retten.
Ein neuer Bericht der Rockwool Foundation Berlin vergleicht Migrationsabsichten mit bisherigen Ansiedlungsmustern – und sieht eine starke Orientierung nach Europa.
„Arbeit, Brot, Freiheit!“, lautet die Parole, hinter der sich Menschen in der Türkei seit jeher versammeln. Bei Erdoğan gibt es davon nichts.
In der vom Irankrieg erschütterten Region kann Johann Wadephul nicht viel mehr als solidarische Worte anbieten. Das tut er dafür an umso mehr Orten.
Die europäischen Staaten tun so, als seien sie beim Krieg der USA und Israels nur Beobachter. Doch sie müssen die Konsequenzen tragen, wenn Iran zusammenbricht.
Teheran ernennt den Sohn des getöteten Ali Khamenei zum neuen obersten Führer, während Washington widersprüchliche Signale über die Kriegsziele sendet.
Bald müssen alle Nicht-EU-Bürger in einer neuen Datei erfasst werden. Die meisten Staaten sind gut vorbereitet – mit drei Ausnahmen.
Im Kampf um die Präsidentschaft hätte İmamoğlu gute Chancen gegen Erdoğan gehabt. Im Gerichtssaal soll dem CHP-Politiker keine Bühne geboten werden.
Flucht vor den Bomben? Von wegen. Viele Iraner empfinden Genugtuung über die Angriffe auf ihre Unterdrücker. Die Hoffnung auf einen Regimewechsel lebt.
Die Allianz reagiert damit auf die in der Türkei abgewehrte Rakete. Sie plant derzeit jedoch nicht, weitere Patriot-Systeme in das Land zu verlegen.
Alican Uludağ bleibt in Haft: Der Korrespondent der Deutschen Wellewird in der Türkei wegen „Präsidentenbeleidigung“ und „Verbreitung irreführender Informationen“ angeklagt. Sein Anwalt vermutet politische Motive.
Nachdem eine iranische Rakete über dem Mittelmeer abgefangen wurde, bemühen sich Ankara und Teheran um Deeskalation. Die Türkei ist aber noch aus anderen Gründen besorgt.
Berechtigte Angst und kalkuliertes Interesse, unauslöschliche Erinnerung und geographische Nähe: Iran ist für seine Nachbarn schon immer eine Herausforderung gewesen – und ein vielschichtiger Spiegel.
Die USA kündigen die Ausweitung der Angriffe auf Iran an. Im Bundestag geht es um die Grundsicherung. Schüler gehen gegen die Wehrpflicht auf die Straße. Und die Ministerpräsidenten beschäftigen sich mit schärferen Sanktionen für Schulschwänzer. Der F.A.Z.-Newsletter.
Seit dem vergangenen Sommer spielt der langjährige Zweitliga-Torwart Marko Johansson für den iranischen Klub Tractor FC. Nun erlebt er Luftangriffe.
Aufgrund des Krieges in ihrer Heimat überqueren einige Iraner die Grenze zur Türkei. Sie berichten auch von einem tödlichen Angriff auf eine Schule. Dies lässt sich aktuell nicht vollständig überprüfen.
Vor drei Jahren hat ein Erdbeben das türkische Antakya fast vollständig zerstört. Die Stadtplanerin Tuğçe Tezer führt trotzdem Menschen durch die Stadt – um daran zu erinnern, was einmal war. Und um zu zeigen, was kommt.
Die türkische Justiz inhaftiert den Investigativreporter der Deutschen Welle, Alican Uludağ. Er ist ein Korruptionsjäger und Erdoğan deswegen ein Dorn im Auge. Die Bundesregierung muss für Uludağs Freilassung alles tun.
Das türkische Bildungsministerium will, dass Schüler mehr über den Ramadan lernen. Die Opposition läuft Sturm dagegen.
Alican Uludag berichtet für den deutschen Auslandssender über die türkische Justiz – und wurde nun in Ankara wegen eines Social-Media-Posts festgenommen. Die Deutsche Welle fordert die sofortige Freilassung.
Zypern ist seit mehr als fünfzig Jahren zwischen dem griechischen Süden und dem türkischen Norden geteilt. Zwei Sozialpsychologen suchen jetzt nach Gemeinsamkeiten zwischen den getrennten Inselbewohnern.
Wie kann die EU wachsen und dabei handlungsfähig bleiben? Indem neue Mitglieder kein Vetorecht bekommen. Manche Kandidaten finden das attraktiv – etwa der serbische Präsident.