Keine Seenotrettung wegen Corona-Pandemie
Aktuell liegen die Schiffe privater Organisationen in verschiedenen Häfen. Die Reisebeschränkungen, fehlende Ersatzteile und Quarantäne-Maßnahmen erschweren die Einsätze.
Aktuell liegen die Schiffe privater Organisationen in verschiedenen Häfen. Die Reisebeschränkungen, fehlende Ersatzteile und Quarantäne-Maßnahmen erschweren die Einsätze.
Um das massenhafte Ertrinken im Mittelmeer zu beenden, gibt es mehrere Optionen. Eine von ihnen führt direkt in einen gemeinsamen europäischen Asylraum. Ein Gastbeitrag.
Beim Grimme-Preis zeigt sich, dass die Tage des linearen Fernsehens gezählt sind. Denn einige wichtige Preise gehen an Streamingdienste. Gleichzeitig werden gegen zwei Preisträger Fälschungsvorwürfe bekannt.
Die evangelische Kirche will Flüchtlinge im Mittelmeer retten und dafür ein Schiff ersteigern. Betreiben soll es nicht die Kirche selbst, sondern „Sea Watch“. Der Plan sorgt für internen Streit – und moralischen Druck.
Zuletzt hatten sich mehrere Politiker für eine Neuauflage der EU-Seenotrettungsmission ausgesprochen. Laut Innenminister Seehofer wäre Deutschland in diesem Fall bereit zur Aufnahme von Migranten. Unionskollegen befürchten jedoch „neue Pull-Faktoren“.
Die Rettung von Migranten stand früher im Zentrum der EU-Mission „Sophia“ im Mittelmeer. Künftig soll sie vor allem das Waffenembargo gegen Libyen überwachen.
Die Staatsanwaltschaft in Italien ist mit ihrer Beschwerde gegen die Freilassung von Carola Rackete gescheitert. Die deutsche Kapitänin des Rettungsschiffs „Sea-Watch 3“ war unerlaubt in den Hafen von Lampedusa eingelaufen.
Noch im Januar will das Bündnis „United4Rescue“, dem unter anderem die Evangelische Kirche angehört, das frühere Forschungsschiff „Poseidon“ erwerben. Dieses soll dann der Seenotrettung im Mittelmeer dienen.
„Recht konkrete Drohungen“ habe er wegen der Seenotrettungspläne der evangelischen Kirche erhalten, sagt der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm. Mitverantwortlich dafür sei ein Mangel an Ethik im Internet.
Das private Rettungsschiff der deutschen NGO Sea-Eye hatte die Menschen am Freitag aus Seenot gerettet. Bereits am Samstag erhielt es die Erlaubnis den italienischen Hafen anzusteuern.
Das deutsche Rettungsschiff „Alan Kurdi“ hat vor der Küste Libyens 32 Migranten aus Seenot gerettet. Vor der spanischen Küste und in der Ägäis nahmen Boote der Küstenwachen an den Weihnachtstagen mehrere hundert Menschen auf.
Die Beschlagnahmung der „Sea-Watch 3“ ist aufgehoben. Mit dem Rettungsschiff hatte Kapitänin Carola Rackete im Sommer im Hafen von Lampedusa angelegt. Nun soll es laut der Hilfsorganisation schnell wieder zum Einsatz kommen.
Private Seenotretter haben den Papst gebeten, unter vatikanischer Flagge fahren zu dürfen. Der Vatikan lehnt das ab – möglich wäre es aber. Warum also beteiligt sich der Vatikan nicht?
Als Kapitänin der „Sea-Watch 3“ und „Iuventa“ rettete sie etwa fünftausend Flüchtende vor dem Ertrinken im Mittelmeer. Jetzt hat Pia Klemp einen Roman über die Kriminalisierung ihrer Einsätze geschrieben. Ein Gespräch.
Die Evangelische Kirche in Deutschland macht ernst und stellt „United4Rescue“ vor. Über die Seenotrettung hinaus scheint das Bündnis auch migrationspolitische Ziele zu verfolgen.
In insgesamt drei Einsätzen haben die beiden Rettungsschiffe „Ocean Viking“ und „Alan Kurdi“ 144 Menschen an Bord genommen. Mehrere Personen mussten bereits als medizinische Notfälle nach Lampedusa gebracht werden.
Heldin, Unruhestifterin und jetzt Autorin: Carola Rackete macht sich in ihrem Buch für eine bessere Welt stark. Müssen wir deshalb die Demokratie abschaffen?
Der EKD-Vorsitzende Bedford-Strohm hat seine Kirche in der Frage der Seenotrettung angetrieben. Auf der Synode in Dresden wird auch darüber diskutiert ein Schiff zu ersteigern, was nicht ohne Widerspruch bleibt.
In Europas Flüchtlingspolitik bringt Deutschland Vorschläge zur Dublin-Reform. Doch werden ohne internationale Einbettung auch sie scheitern. Die Politik sollte auf Gesamtpakete so viel Kraft verwenden wie auf Seenotrettung. Ein Gastbeitrag.
Acht Tage nach der Rettung von mehr als 80 Migranten durfte die „Alan Kurdi“ in den Hafen von Tarent einlaufen. Die Organisation will sich nun erst einmal um die Crew kümmern – die war bei der Aufnahme der Migranten bedroht worden.
Wieder fährt Italiens Regierung einen deutlich anderen Kurs als ihre Vorgänger. Die „Alan Kurdi“ kann einen italienischen Hafen anlaufen, mehrere Länder nehmen die 88 Geretteten an Bord des deutschen Schiffes auf.
Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärt das Dublin-System für gescheitert. Flüchtlinge in Seenot will er weiterhin retten, an EU-Außengrenzen soll eine erste Prüfung auf Asylanspruch stattfinden.
Nach fast zwei Wochen darf die „Ocean Viking“ mit 104 Migranten an Bord in Sizilen einlaufen. Auch für die „Alan Kurdi“ soll es eine Lösung geben. Innenminister Seehofer will derweil einen Verhaltenskodex für die Seenotretter.
Bei einer Seenotrettung im Mittelmeer wurden die Aktivisten der privaten Seenotrettung Sea-Eye von Unbekannten auf einem bewaffneten Boot mit libyscher Flagge bedroht.
Der Bundesinnenminister traf am Dienstag in Luxemburg auf seine europäischen Kollegen. Deutschland habe laut ihm nur 225 Bootsflüchtlinge in den vergangenen 14 Monaten aufgenommen.
Sollte die Zahl der ankommenden Migranten stark steigen, sei Bundesinnenminister Seehofer bereit, die eingegangen Verpflichtung zu widerrufen, sagt er. Die deutsche Diskussion über die Flüchtlingsaufnahme kritisiert er.
Die Umweltaktivisten von „Extinction Rebellion“ legen den Verkehr rund um die Berliner Siegessäule lahm. Auch Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete tritt auf – und wirft der Bundesregierung „unterlassene Hilfeleistung vor“.
Die Mitglieder des Innenausschusses des EU-Parlaments haben der deutschen Seenotretterin Carola Rackete viel Zuspruch gegeben. Doch einige Abgeordnete fordern eine Gefängnisstrafe.
Das Bild seines ertrunkenen Sohnes wurde zum Symbolfoto der Flüchtlingskrise. Nun möchte sich der Vater des Jungen einer Seenotrettungsmission anschließen – auf dem Boot, das nach seinem Sohn benannt ist.
Vor mehr als einem Jahr startete Fernsehmoderator Klaas Heufer-Umlauf einen Spendenaufruf zur Seenotrettung. Knapp dreihunderttausend Euro gingen ein, doch ein Schiff stach nie in See. Warum nicht?
Immer wieder sitzen aus Seenot gerettete Bootsflüchtlinge teils wochenlang auf zivilen Rettungsschiffen fest. Damit könnte bald Schluss sein. Eine wichtige Grundsatzeinigung steht.
Die „Ocean Viking“ darf mit 182 Geretteten an Bord in Sizilien anlegen. Damit unterstreicht Italiens Regierung abermals ihren Kurswechsel nach dem Abgang von Matteo Salvini. Zu dem Thema trifft heute auch Bundesinnenminister Seehofer europäische Kollegen.
Horst Seehofers Ankündigung, ein Viertel der aus dem Mittelmeer vor dem Ertrinken geretteten Migranten aufzunehmen, verdient Anerkennung.
Ein neuer Horst Seehofer? Der Innenminister lobt die Harmonie mit Angela Merkel – und wirft seinen Kritikern aus der Union Ahnungslosigkeit vor, wenn es um die Seenotrettung geht.
Dass Deutschland generell ein Viertel der geretteten Migranten aufnehmen soll, missfällt Innenpolitikern in Horst Seehofers eigener Partei. Die Vorsitzende des Innenausschusses Lindholz kritisiert in der F.A.Z., das sei „keine vorausschauende Migrationspolitik“.
Das Rettungsschiff „Ocean Viking“ hat wieder Flüchtlinge von einem in Seenot geratenen Holzboot aufgenommen. Unterdessen streiten Italien und Malta, wer für 90 zuvor gerettete Migranten verantwortlich ist.