Rom leitet Ermittlungen gegen deutsche Seenotretter ein
Die „Sea-Watch 5“ erreicht nach mutmaßlichen Schüssen der libyschen Küstenwache den Hafen von Brindisi in Italien. Ermittelt wird nun gegen den Kapitän.
Nach dem Kentern eines Bootes mit Migranten vor Malta sind nach Angaben der Hilfsorganisation Sea-Watch mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Rund 60 Menschen waren an Bord.
Die „Sea-Watch 5“ erreicht nach mutmaßlichen Schüssen der libyschen Küstenwache den Hafen von Brindisi in Italien. Ermittelt wird nun gegen den Kapitän.
Die spanische Seenotrettung hat vor Gran Canaria Migranten aufgegriffen. Die Ankünfte fallen zeitlich mit dem Beginn des Amnestie-Programms der spanischen Regierung zusammen.
Das Schiff der Sea Watch-Kapitänin Carola Rackete wurde 2019 nach einer illegalen Anlandung auf Lampedusa festgesetzt. Trotzdem muss der Staat die Organisation jetzt entschädigen.
Die Hilfsorganisation „SOS Méditerrané“ berichtet von einem Beschuss des Rettungsschiffes „Ocean Viking“ vor der lybischen Küste. An Bord sollen sich derweil 87 Gerettete befunden haben.
Der Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand“ zeigt in teils drastischen Bildern die Herausforderungen der Seenotrettung im Mittelmeer. Die Arbeit der Helfer wird zunehmend durch eine Politik der Abschottung erschwert.
Etwa 1000 Kilometer von seinem ursprünglichen Ziel entfernt, entdeckten Fischer das Boot eines Seglers. Von den drei Passagieren war nur noch einer am Leben.
Das Rettungsschiff Mare Ionio ist mit Unterstützung der katholischen Kirche auf dem Weg ins Mittelmeer, um Bootsmigranten aufzunehmen. Das richtet sich auch gegen die gewählte Regierung Italiens.
Die italienischen Behörden wiesen der „Humanity“ den über 1000 Kilometer entfernten Hafen von Livorno zu. An Bord befinden sich zahlreiche Minderjährige, darunter Kleinkinder und Babys.
Vor sieben Jahren setzten Italiens Behörden die Iuventa fest. Der Vorwurf: Beihilfe zur illegalen Einwanderung. Ein Gericht hat die Crew-Mitglieder nun freigesprochen. Sie sind erleichtert – aber auch empört.
Rund 120 Migranten hat die Küstenwache Zyperns in Sicherheit gebracht. Die Menschen kamen an Bord von zwei Booten aus dem Libanon. Vor Frankreich wurden knapp 80 in Seenot geratene Menschen gerettet.
Die Stadt Wiesbaden wird von einem Bündnis aus Grünen, SPD, Linken und Volt regiert. Seenotrettung im Mittelmeer und obdachlosenfreundliche Sitzmöbel scheinen dieser Koalition wichtiger zu sein als Wirtschaftskompetenz.
Italien setzt an beiden Seiten des Mittelmeers an, um Migration zu unterbinden. Es kooperiert mit Transitländern und macht privaten Seenotrettern das Leben schwer. Die Zahl der Ankünfte sinkt – doch die Kritik nimmt zu.
Die italienische Küstenwache evakuiert vier Flüchtlinge in kritischem Zustand von einem Boot der Sea-Watch. Für einen 17-Jährigen kommt jede Hilfe zu spät. Die Hilfsorganisation macht die Küstenstaaten für dessen Tod mitverantwortlich.
Nahostkonflikt +++ Klimaprotest und Seenotrettung +++ Neugestaltung des Wahlrechts
Leserzuschriften zu dem Beitrag „Warum es ist falsch ist, Klimaprotest und Seenotrettung zu kriminalisieren“
Natürlich kann man über Strafrecht reden. Aber dann sollten wir auch darüber reden, welche Antwort die Rechtsordnung auf all die Externalitäten gibt, die unser Lebensstil in anderen Weltregionen erzeugt.
Die EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus hält die Forderung nach einer Obergrenze für eine populistische Nebelkerze. Als reiches Land müsse Deutschland in der Lage sein, noch mehr Menschen aufzunehmen.
Vor zwei Jahren beteiligte sich Adrian Pourviseh an den Rettungseinsätzen der Organisation „Sea Watch“ im Mittelmeer. Sein Comic „Das Schimmern der See“ erzählt davon und prangert das europäische Versagen an.
Außenministerin Annalena Baerbock will die zivile Seenotrettung im Mittelmeer weiter unterstützen. Der Kanzler ist skeptisch. Er hat den Konsens in der europäischen Asylpolitik im Blick.
Kanzler Scholz zeigte sich bei Fragen nach der Unterstützung für Seenotretter zurückhaltend. Kurz darauf kamen Berichte auf, dass die Finanzierung eingestellt würde. Das Auswärtige Amt widerspricht.
Italien und Griechenland behaupten, dass Seenotretter mit Schleusern zusammenarbeiteten, um Menschen in die EU zu bringen. Nun äußert sich EU-Ratspräsident Charles Michel ähnlich.
Wie Elon Musk mit dem Auswärtigen Amt über Seenotrettung streitet.
Elon Musk mischt sich nun auch in die deutsche Politik ein: Auf X teilt er einen Beitrag, in dem die Finanzierung von Seenotrettungsorganisationen angeprangert wird. Das Auswärtige Amt reagiert prompt.
Deutschland und Italien streiten über die Seenotrettung im Mittelmeer. Das blockiert die EU-Asylreform. Eine Lösung des Konflikts wird nur Bundeskanzler Scholz und Ministerpräsidentin Meloni persönlich zugetraut.
Die italienischen Behörden haben in den vergangenen Tagen drei Rettungsschiffe festgesetzt. Die linke Oppositionsführerin Elly Schlein spricht von einem „Verbrechen an der Solidarität“.
Problematisch ist für die Organisationen oft das Anlegen im Hafen: Immer wieder werden den Schiffen Anlegestellen außerhalb ihrer Such- und Rettungszone zugewiesen.
Mindestens 30 Menschen werden nach zwei Bootsunglücken vor Lampedusa vermisst. Schon jetzt sind dieses Jahr 900 Menschen mehr als im vergangenen Jahr auf der Fluchtroute umgekommen.
Ausschlaggebend für den Rückzug war wohl der Umgang der Parteiführung mit Sahra Wagenknecht. Die Partei steht auch wegen der Debatte um die Nominierung der Aktivistin Carola Rackete unter Druck.
Nein, will ein Team von Forschern berechnet haben. Fehlende Retter schreckten Migranten nicht ab – Pushbacks wie vor Libyen wohl schon.
Die Aktivistin wurde bekannt, als sie als Kapitänin des Schiffs Sea-Watch 3 mit geretteten Migranten nach wochenlangem Warten in den Hafen von Lampedusa einlief – trotz Verbots der italienischen Behörden.
Mehr als 2000 Migranten landeten allein im Juni auf den Kanaren. Zum Teil brechen die Menschen im Senegal auf; die Route gilt als besonders gefährlich. Gerade sucht die Seenotrettung nach vermissten Booten.
Staatliche Seenotrettung ist gut gemeint, aber zynisch. Anstatt Wirtschaftsmigranten legale Wege aufzuzeigen, wartet die EU darauf, dass sie sich in Lebensgefahr begeben.
Das deutsche Rettungsschiff solle gegen ein Gesetz verstoßen und statt bloß einem mehrere Seenotrettungen durchgeführt haben. Jedoch wird kritisiert, dass die Arbeit freiwilliger Seenotretter durch die neuen Gesetze behindert werden soll.
Die Videos des Zwischenfalls im zentralen Mittelmeer wurden von einem Aufklärungsflugzeug von Sea-Watch gemacht. Trotz jüngster verheerender Bootsunglücke wagen weiterhin sehr viele Migranten die Überfahrt über das Mittelmeer in Richtung Italien.
Die deutsche Außenministerin fordert eine europäische Seenotrettung und kritisiert die Unstimmigkeiten der Europäer in der Migrationspolitik. Auch bei Rüstungsexporten plädiert Baerbock für eine gemeinsame Linie.
Private Seenotretter müssen nach einem Einsatz direkt einen Hafen ansteuern. Sonst droht nach dem neuen Verhaltenskodex der Regierung Meloni ein Bußgeld. Die Besatzung der Geo Barents widersetzt sich diesen Regeln.