Italienische Marine rettet 3400 Menschen vor der libyschen Küste
Die Flüchtlingswelle über das Mittelmeer von Afrika nach Europa hält unvermindert. Mehr als 3000 Menschen rettete die italienische Küstenwache allein an einem Tag aus Seenot.
Die Flüchtlingswelle über das Mittelmeer von Afrika nach Europa hält unvermindert. Mehr als 3000 Menschen rettete die italienische Küstenwache allein an einem Tag aus Seenot.
Fast täglich helfen deutsche Handelsschiffe im Mittelmeer Flüchtlingen in Seenot. Am 12. April rettete die „Santa Giorgina“ 417 Menschen. Auszüge aus dem Bericht des Kapitäns.
Der Mainzer Obdachlosenarzt Gerhard Trabert geht im Juni an Bord der „Sea Watch“. Dort will er Flüchtlinge im Mittelmeer retten. Seinen Einsatz hält er auch für einen politischen Akt.
Angesichts der jüngsten Schiffskatastrophen im Mittelmeer mit bis zu 1000 Toten verdreifacht die Europäische Union das Geld für die Seenotrettung. Auf einem Gipfel in Brüssel bot Kanzlerin Merkel auch an, zwei Schiffe der deutschen Marine zu schicken.
Mehr Geld für „Triton“ - aus einer Operation zur Grenzüberwachung soll die Speerspitze der europäischen Seenotrettung werden. Auch der militärische Einsatz soll verstärkt werden.
Mehreren tausend in Seenot geratenen Flüchtlingen hat die Hilfsorganisation „MOAS“ 2014 geholfen. Ab Mai sticht ihr Rettungsschiff wieder in See. Ein Großteil des benötigten Geldes kommt dabei aus Deutschland.
Tatenlos zusehen wollte er nicht länger, deshalb hilft Harald Höppner jetzt selbst den Menschen im Mittelmeer. Von Mai an wird sein Kutter in Seenot geratenen Flüchtlingen helfen.
Mehr Schiffe, mehr Geld: Die EU-Kommission will die Seenotrettung nach den jüngsten Flüchtlingskatastrophen ausbauen und verstärkt gegen Schlepper vorgehen. Die Bundesregierung unterstützt den Vorstoß. Doch reicht das?
Angesichts der dramatischen Situation auf dem Mittelmeer versucht Italien, andere EU-Staaten für eine gemeinsame Operation zu gewinnen. Unterdessen sind mehrere weitere Flüchtlingsschiffe in Seenot geraten. Eines ist gesunken.
Nach dem vermutlich schwersten Flüchtlingsdrama im Mittelmeer seit langer Zeit gerät Bundesinnenminister De Maizière unter Druck. Er hatte eine Seenotrettungsmission abgelehnt. Die Grünen sprechen von einer „Katastrophe mit Ansage“.
Abermals sind afrikanische Flüchtlinge vor Küste Libyens in Seenot geraten, weil ihr Schiff kenterte. Die italienische Küstenwache konnte nur 144 der wahrscheinlich mehr als 500 Menschen retten. Italien fühlt sich alleingelassen.
Im Mittelmeer sollte Europa mehr tun, um Flüchtlinge aus Seenot zu retten. Noch wichtiger ist, dass sie sich gar nicht erst auf den Weg machen müssen.
280 aus Seenot gerettete Flüchtlinge haben nach langen Verhandlungen in Zypern ein Kreuzfahrschiff verlassen. Die Syrer hatten sich nach ihrer Rettung zunächst geweigert, auf der Mittelmeerinsel an Land zu gehen. Sie forderten, nach Italien gebracht zu werden.
Vor der italienischen Insel Lampedusa hat ein italienisches Kriegsschiff ein Boot mit zweihundert Flüchtlingen aus Seenot gerettet. Rom hatte zuletzt seine Patrouillen im Mittelmeer verstärkt.
Mitten in der Debatte über die Flüchtlingspolitik nach der Tragödie vor Lampedusa hat das EU-Parlament zugestimmt, neue Technologie zur Überwachung ihrer Außengrenzen einzusetzen. Das System „Eurosur“ soll auch helfen, rechtzeitig Migrantenboote in Seenot zu orten.
Vor dem Sondierungsgespräch zwischen Union und Grünen an diesem Donnerstag gehen führende CDU-Politiker in Fragen der Seenotrettung auf die Grünen zu. Die Flüchtlingsbeauftragte Böhmer und Parteivize Laschet verlangen einen besseren Schutz für Immigranten.
Die EU-Innenminister wollen härter gegen Schlepperbanden vorgehen und Flüchtlingen besser helfen. Eine Aussprache in Luxemburg ergab aber auch Meinungsunterschiede - etwa zwischen Deutschland und Italien.
So verständlich wie hilflos klingen viele Reaktionen auf das Flüchtlingselend an den Rändern Europas: Mehr Seenotrettungskreuzer ändern nichts an den Zuständen.
Auf dem deutschen Forschungsschiff „Heincke“ wird ein Matrose vermisst. Der Mann war zuletzt in der Nacht zum Mittwoch gesehen worden. Seenotkreuzer suchen vor Helgoland nach dem Matrosen.
F.A.Z. FRANKFURT, 5. August. Nach einem neuerlichen Flüchtlingsdrama mit angeblich 100 Toten vor der Mittelmeerinsel Lampedusa fordert Italien Auskunft über die Rolle eines Nato-Schiffes. Nach Berichten über unterlassene Hilfeleistung ...