Italiens Lockdown, der nicht so heißen soll
Um jeden Preis wollte Italiens Regierung einen Lockdown vermeiden. Was sie jetzt beschließt, kommt dem aber sehr nahe. Im Land brodelt es – in Rom und Neapel kommt es zu gewaltsamen Ausschreitungen.
Um jeden Preis wollte Italiens Regierung einen Lockdown vermeiden. Was sie jetzt beschließt, kommt dem aber sehr nahe. Im Land brodelt es – in Rom und Neapel kommt es zu gewaltsamen Ausschreitungen.
Die Serie „Barbaren“ setzt die Varusschlacht im Wald in Szene. Die Römer sprechen Latein, Arminius wechselt die Seiten, und niemand gibt Kaiser Augustus seine Legionen zurück.
Von der Seelen- zur Planetenrettung: Beim interreligiösen Friedenstreffen in Rom verflüchtigte sich das christliche Heilsmonopol ins Politische.
Von Geschlossenheit im Kampf gegen die Pandemie ist in Italien derzeit nicht viel zu spüren: Die Bürgermeister liegen wegen des jüngsten Corona-Dekrets im Clinch mit Rom, die Regionen verordnen sich selbst strengere Regeln.
Nicht nur in Deutschland wird darüber gestritten, wie viel Einheitlichkeit in der Corona-Pandemie landesweit nötig ist. Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien gehen dabei ganz unterschiedliche Wege.
Der italienische Premierminister Giuseppe Conte hat in Rom eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen bekanntgegeben. Das Land hat sich nach den hohen Infektionszahlen im Frühling stabilisiert und versucht mit allen Mitteln, einen zweiten Lockdown zu vermeiden.
Die italienische Regierung hat ein neues Milliarden-Paket beschlossen, um dem Land aus der Corona-Krise zu helfen. Das Geld für das Haushaltsjahr 2021 kommt auch von der EU.
Mit kühner Beharrlichkeit hat der Bayer Heinz Beck „La Pergola“ zum besten Restaurant Roms gemacht. Doch damit erschöpfen sich seine Verdienste noch lange nicht. Die Kolumne Geschmackssache.
Vom Welternährungsprogramm der UN profitieren im Schnitt 100 Millionen Menschen. Auch während der Pandemie hört die Arbeit nicht auf. Exekutivdirektor David Beasley verschlägt der Friedensnobelpreis die Sprache.
In einem unterfränkischen Kloster hat die Post vor einigen Tagen eine ganz besondere Postkarte abgeliefert: Sie war vor 51 Jahren abgeschickt worden. Nun hat sie ihr Ziel erreicht.
Der Vatikan missbilligt ein ökumenisches Papier aus Deutschland scharf. Die Vorschläge deutscher Bischöfe für ein gemeinsames Abendmahl von Katholiken und Protestanten werden von Rom abgelehnt.
Als der Lega-Chef noch Innenminister war, ging er mit Härte gegen Seenotretter vor. Jetzt tilgt die regierende Linkskoalition sein politisches Erbe – und hebt die generelle Sperrung der Häfen für Schiffe mit geretteten Migranten auf.
„Fratelli tutti“ (auf Deutsch etwa: Brüder sind wir alle) ist die dritte Enzyklika von Papst Franziskus. Er will der Menschheit inmitten der Pandemie neue Wege weisen.
Bei seiner Rom-Reise wird der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen behandelt wie ein Staatenlenker der europäischen Oberklasse. Laschet selbst betont die engen Verbindungen zu Italien – und die Bedeutung der Treffen mit Papst Franziskus für ihn.
Auf der Suche nach dem europäischen Humanismus: Der französische Philosoph Gaspard Koenig reist wie einst Montaigne zu Pferd nach Rom – auf seiner Stute Destinada.
Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo macht keinen Hehl daraus, dass er die China-Politik des Vatikans für falsch hält. Während seines Rom-Besuchs wird er diesmal nur von zwei leitenden Mitarbeitern des Papstes empfangen.
Der Vatikan sieht wieder einmal die katholische Lehre in Deutschland in Gefahr. Der absolutistische Anspruch und der völlige Realitätsverlust sind ein Armutszeugnis.
In Rom werden für erste Flüge Passagiere vor dem Einstieg geprüft. Lufthansa plant für die nächsten Wochen mit einem Testanlauf, der mehr Amerika-Flüge ermöglichen soll. Ist das eine erste Rettung für die Luftfahrt?
Nicht nur Laien gehen auf Konfrontationskurs mit dem Vatikan. Auch immer mehr Bischöfe lassen sich das Denken und Sprechen nicht länger verbieten. Droht jetzt eine deutsche Nationalkirche?
Die Rechtspopulisten um Matteo Salvini haben ihr wichtigstes Ziel verfehlt. Die rote Toskana wurde nicht erobert. Doch ob das reicht, um die Mitte-Links-Regierung in Rom zu stabilisieren, muss sich noch zeigen.
Während viele westliche Staaten auf Konfrontationskurs zu China gehen, will der Vatikan ein Abkommen mit Peking verlängern. Kritiker werfen ihm vor, er verrate damit die Untergrundkirche.
Die Regionalwahlen in Italien stabilisieren die Regierung um Giuseppe Conte. Eine persönliche Niederlage erlebt der frühere Innenminister Matteo Salvini. Denn im rechten Lager triumphiert die Konkurrenz.
Giorgia Meloni ist die beliebteste Parteivorsitzende Italiens. Sie ist die Chefin der Postfaschisten von „Fratelli d’Italia“ – und könnte als die große Siegerin der Regionalwahlen dastehen.
Im Frühjahr war Italiens Rechte noch an einer sozialdemokratischen Bastion gescheitert. In der Toskana könnte sie triumphieren. Der ehemalige Ministerpräsident Matteo Renzi warnt: „Die roten Festungen gibt es nicht mehr.“
Seit zwei Wochen sind die Besatzungen von zwei sizilianischen Fischerbooten in Libyen in der Gewalt der Miliz von General Khalifa Haftar. Freilassen will er sie nur, wenn die Regierung in Rom zu einem „Gefangenenaustausch“ bereit ist.
In Italien waren die Schulen so lange geschlossen wie nirgends sonst in Europa. Vielen Kindern blieben seit Februar nur das Internet, Videospiele und das Fernsehen. Am Montag geht es wieder los. Doch die Zeichen stehen schlecht.
Italien ist aufgewühlt nach dem Tod eines jungen Kochs: Auf dem Parkplatz vor einer Bar wurde der schwarze Mann totgeschlagen und totgetreten, Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Was war das Motiv?
Ins Stereotyp eines italienischen Politikers mag der ehemalige Journalist Paolo Gentiloni nicht passen. Seine Besonnenheit und Noblesse könnten ihn als EU-Kommissar erfolgreich werden lassen.
Ein junger angehender Koch stirbt in Italien nachdem zwei junge Männer ihn zusammengeschlagen haben. Er stammte von den Kap Verden. Nun diskutiert Italien über die Frage nach einem rassistischen Motiv der Tat.
In Rom haben am Wochenende rund 2000 Menschen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen demonstriert. Dabei verbrannten sie auch ein Bild von Papst Franziskus. Deutlich gestiegene Infektionszahlen nähren derweil die Angst vor einer zweiten Welle.
Mit scharfer Kritik haben italienische Politiker auf die Corona-Proteste reagiert. Die Leugner des Virus sollten „zumindest den Familien der Toten“ Respekt zollen, sagte Außenminister Di Maio. Ministerpräsident Conte will ihnen „mit Zahlen“ antworten.
Der Chinese in Rom +++ Haplologie +++ Kirchengemeinden +++Walter Benjamin +++ Öffentlich-rechtliches Fernsehen
Zum finanziellen Überleben brauchen italienische Hoteliers eine gute Herbstsaison. Sie hoffen auf Urlauber aus dem Norden – und wenige Corona-Ansteckungen.
In Italien steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus stark an. Das heizt den Streit zwischen Rom und den Regionalregierungen um den Umgang mit Migranten noch weiter an.
In seiner Zerrissenheit ist Italien ein Musterfall europäischer Erfahrung. Als wir nach dem Lockdown in unser römisches Wohnviertel zurückkehren, staunen wir, wie weltunabhängig das Land dem Leid trotzt. Ein Gastbeitrag.
Immerhin im August sind die Hotels in italienischen Badeorten voll. Aber in vielen beliebten Urlaubsorten fehlen in diesem Sommer die ausländischen Touristen. Das wird sich bemerkbar machen.