„Zuerst überreagieren, später nachdenken“
Die deutschen Ökonomen sind erschreckt über das Brexit-Votum. Bedauern mischt sich mit Rezessionsängsten. Denn, so sagt es ein Banker treffend, „die Märkte werden zuerst überreagieren und später nachdenken“.
Die deutschen Ökonomen sind erschreckt über das Brexit-Votum. Bedauern mischt sich mit Rezessionsängsten. Denn, so sagt es ein Banker treffend, „die Märkte werden zuerst überreagieren und später nachdenken“.
Es kann nicht erstaunen, wenn in der Sendung von Maybrit Illner vor allem die bekannten Argumente aus der vorhergehenden Kampagne wiederholt wurden. In Wirklichkeit aber geht es um Identität.
Die Briten stimmen noch bis 23 Uhr ab. Aber was passiert dann? Und wann gibt es belastbare Ergebnisse? Eine Übersicht.
Im Falle eines britischen EU-Austrittes kämen auch auf die Premier League einige Veränderungen zu. Theoretisch dürften deutsche Profis wie Robert Huth oder Emre Can dann gar nicht mehr auf der Insel spielen.
Wenn eine Mehrheit der Briten für den EU-Austritt stimmt, wird vieles möglich. Auch, dass sie am Ende irgendwie doch drin bleiben.
Die EU will ein neues Kapitel in den Verhandlungen mit der Türkei über einen Beitritt öffnen. Präsident Erdogan poltert jedoch abermals: Er bringt ein Referendum über die Beitrittsgespräche mit der EU ins Gespräch.
Die Abstimmung über den Brexit wird für einen turbulenten Handel sorgen. Halten die Systeme dem Ansturm stand oder kommt es zu einer Überlastung?
Was geschieht, wenn die Briten sich für einen Austritt aus der Europäischen Union entscheiden? Der britische Politikwissenschaftler Ben Worthy hat darauf eine überraschende Antwort.
Die Briten ticken anders als das kontinentale Europa. Das nutzt beiden Seiten. Ein Brexit hieße: Zurück zur Provinzialität – und eine Schwächung aller Beteiligten. Eine Analyse.
Der EU-Kommissionspräsident muss an vielen Fronten kämpfen. Mit den Ungarn über Flüchtlinge, mit den Briten über den Brexit und den Türken über das Abkommen. Im Gespräch mit der F.A.Z. erklärt Jean-Claude Juncker seine Sicht der Dinge. Und warum mehr Europa für ihn keine Lösung ist.
Bislang hatte sich EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Sachen Brexit zurückgehalten: Im Gespräch mit der F.A.Z. erklärt er nun, weshalb die Briten in der EU bleiben sollten – und warum er kein großer Freund von Referenden ist.
Ein Austritt aus der EU sei wirtschaftlich gefährlich, ist das Hauptargument der Proeuropäer. Der Anführer der Brexit-Bewegung, Boris Johnson, hält das für eine „Angstkampagne“. Falls es nach dem EU-Austritt doch zu einer Wirtschaftskrise kommen sollte, werde er sich entschuldigen.
In zwei Tagen entscheiden die Briten, ob sie in der EU bleiben. Hessens Wirtschaft ist gespalten: Die einen fürchten den Brexit - andere glauben, der Finanzplatz Frankfurt kann profitieren.
Am Donnerstag stimmen die Briten über den Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union ab. Die Folgen für deutsche Unternehmen liegen im Ungewissen.
Die Kampagne der EU-Gegner sei voller Hass, sagt die frühere Co-Vorsitzende der Torys, Sayeeda Warsi. Sie werde die Brexit-Kampagne nicht weiter unterstützen. Einer neuen Studie zufolge hofft die Mehrheit der Europäer, dass die Briten in der EU bleiben.
Wenige Tage vor dem Referendum erinnert Premier David Cameron seine Landsleute daran, dass sie bei der Brexit-Abstimmung nur eine Chance haben. Mittlerweile hat sich nach dem Cox-Attentat die Stimmung wieder leicht gedreht.
Wer das Brexit-Referendum verstehen will, der muss seine Vorgeschichte kennen. Schon Churchill wollte nicht so recht zur europäischen Familie gehören – und doch wurde diese später für die Briten zur Rettung.
Sollten die Briten für einen EU-Verbleib stimmen, bliebe das Verhältnis zu Brüssel belastet – denn einige europäische Gesetze müssten verändert werden.
Bei einem Treffen in Wien forderten Europas Rechte Volksabstimmungen in der EU. Ein deutscher AfD-Politiker machte dabei klar, dass es ein Leben nach der Europäischen Union gebe.
Die britische Regierung warnt ihre Landsleute schon lange vor den wirtschaftlichen Folgen eines EU-Austritts. Finanzminister Osborne ist nun sehr konkret geworden.
Die EU wappnet sich für das britische Referendum: Ganz gleich, welches Lager siegt, Brüssel steht vor großen Herausforderungen.
Bislang sahen die Wettbüros Großbritannien auch nach dem Referendum weiterhin in der EU. Doch der Optimismus ist einer zunehmenden Skepsis gewichen.
Das Wahlrecht schließt Briten, die länger als 15 Jahre im Ausland gelebt haben, vom Referendum aus. Diese hätten das Referendum wohl zu Camerons Gunsten beeinflussen können – doch der hat es versäumt, die Regelung rechtzeitig abzuschaffen.
Das Wort Brexit ist ein Tabu in Brüssel - dabei dreht sich alles um dieses Thema. Beamte bangen um ihre Zukunft, die Kommission versucht, die Briten nicht zu verprellen. Und für den Tag danach gibt es schon einen Plan.
Unter Besitzern von Eigenheimen in London geht die Angst um: Stürzen die Preise ab, wenn die Briten für einen EU-Austritt stimmen? Erste Anzeichen gibt es schon.
Spanier, Polen, Portugiesen: Viele Menschen aus Süd- und Osteuropa bescherten Großbritannien zuletzt eine regelrechte Einwanderungswelle. Das Thema wird zum Wahlkampfschlager der Brexit-Befürworter.
Die Schweizer haben einer Reform zugestimmt, die Asylverfahren deutlich beschleunigen soll. Die national-konservative SVP erleidet damit abermals eine Schlappe.
Die Schweizer lehnen die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ab. Laut Hochrechnungen sprach sich eine große Mehrheit dagegen aus. Eine Reform des Asylrechts ist hingegen gewollt.
Erstmals stimmt ein Land über das Grundeinkommen ab. Beobachter gehen von einer Ablehnung der Initiative aus. In der Zukunft ist die Einführung aber durchaus denkbar - auch in Deutschland.
Kiffen für den guten Zweck? Das gibt’s wirklich. Zum ersten Mal werden Stipendien für Studenten mit Einnahmen aus Marihuanasteuern finanziert.
Am 23. Juni stimmen die Briten über ihre Mitgliedschaft in der EU ab. Entscheiden sie dagegen, dürfen sie nicht mehr mitbestimmen. Es gibt schon Länder, die ein solches Verhältnis zu Brüssel haben.
Viele Briten sehen das Referendum im Juni als Gelegenheit, ihren Politikern eins auszuwischen. Das macht es Wahlkämpfern bei den Hausbesuchen schwer – auch in Labour-Gegenden.
Erst die Griechen, dann die Flüchtlinge, jetzt der Brexit: Europa hat keine Kraft, Konflikte zu befrieden. Angela Merkels Deal mit Erdogan macht das nur noch schlimmer.
Caracas steht vor dem endgültigen Kollaps. Das Regime entzieht dem Parlament die Rechte und das Volk leidet unter einer immer katastrophaleren Versorgungslage. Präsident Maduro baut derweil am „Parallelstaat“.
Tausend Euro im Monat für jeden, einfach so. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde die Wirtschaft auf den Kopf stellen. Die Idee ist so populär wie nie zuvor.
Das britische Referendum kommt ins Kino: Mit „Brexit: The Movie“ wollen die EU-Ablehner die Wähler für den Austritt gewinnen. Ausgewogenheit ist unerwünscht.