Der europäische Schlamassel
Erst die Griechen, dann die Flüchtlinge, jetzt der Brexit: Europa hat keine Kraft, Konflikte zu befrieden. Angela Merkels Deal mit Erdogan macht das nur noch schlimmer.
Erst die Griechen, dann die Flüchtlinge, jetzt der Brexit: Europa hat keine Kraft, Konflikte zu befrieden. Angela Merkels Deal mit Erdogan macht das nur noch schlimmer.
In Großbritannien beginnt die heiße Phase des Wahlkampfes vor dem Referendum über einen Austritt des Landes aus der EU. Premierminister Cameron warnt eindringlich vor den Gefahren eines Brexits.
Der Euro ist in seiner ursprünglichen Form gescheitert. Befürworter der Währung machen einen Fehler, wenn sie die Renovierungsarbeiten auf die lange Bank schieben. Die Zeit drängt.
Es gibt drei Möglichkeiten, den Zustrom von Flüchtlingen nach Europa zu stoppen. Zwei davon führen zurück in eine düstere Vergangenheit, einer davon führt aber in die Zukunft.
London besteht auf seinen Extrawürsten, Wien auf der Flüchtlings-Obergrenze. Zumindest in Sachen Türkei gibt es nach der Nachtsitzung beim EU-Gipfel Neues zu vermelden.
Ob im Wahlvolk, bei den Eliten oder der öffentlichen Meinung: Wir wundern uns, warum so viele Briten die EU verlassen wollen. Dabei genügt ein Blick in die britische Geschichte, um das zu verstehen. Ein Gastbeitrag.
Der italienische Senat beschließt eine Verfassungsreform - und beschneidet damit seine eigenen Kompetenzen. Die politische Selbstlähmung soll ein Ende haben.
Als die Bundeswehr in Afghanistan eingriff, waren die Ziele hoch gesteckt. Jetzt ist das einst von deutschen Soldaten gesicherte Kundus eine Kampfzone. Afghanische Regierungstruppen müssen nun beweisen, dass sie auch alleine den Taliban standhalten können.
Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi will Steuern senken und die Post an die Börse bringen. Doch Kritiker bezweifeln, dass Renzi genug Geld für Steuersenkungen hat.
Die deutsche Politik im Schulden-Streit war genau richtig. Denn es ging nicht nur um Griechenland und den Euro, sondern um viel mehr.
Entscheidet sich heute Griechenlands Zukunft im Euro und in der EU? In Brüssel treffen sich erst die Finanzminister und dann die Regierungschefs. Auch Angela Merkel muss sich entscheiden - in die eine oder andere Richtung.
Nach dem Nein der Griechen kommt es auf die Gruppe der Eurostaaten an. In ihr gilt: Niemand will (viel) Geld verlieren oder der Tsipras-Truppe einen großen politischen Sieg bescheren. Allerdings zeigen sich erste Haarrisse.
Bekommt Griechenland nach seinem „Nein“ in der Volksabstimmung einen Reformrabatt oder einen Schuldenschnitt? Die Gläubiger sortieren sich – und klingen nicht sehr begeistert.
Hinter dem ideologisch aufgeladenen Referendum in Griechenland verbirgt sich ein Strategiewechsel der Regierungspartei. Die Bürger schwanken zwischen Frust, Verzweiflung und Angst. Egal, wie sie entscheiden – es droht eine Katastrophe.
Die Aktie von K+S kann noch weiter steigen. Der Gesamtmarkt bewegt sich dagegen vor dem Referendum in Griechenland kaum.
Die Abhängigkeit von den Staaten erhöht die Ansteckungsgefahr für Banken. Griechenlands Krise trifft Geldhäuser deshalb stärker. Vor allem in einer Region.
Die Situation in Griechenland lässt die Aktienkurse fallen. Doch der Euro holt seinen anfänglichen Kursrutsch am Ende auf und notiert fester.
Die drohende Pleite Griechenlands wird die Aktienkurse am Montag in die Tiefe schicken. Trotzdem rechnen die Aktionäre nicht mit einem Crash. Es gibt schon erste Erholungszeichen.
Amerika, Irland und bald Italien? Die Regierung unter Matteo Renzi will die Gleichstellung homosexueller Paare regeln. Die katholische Kirche mobilisiert nun Gegner des Gesetzes für Großdemonstrationen in Rom.
Dank der verbesserten wirtschaftlichen Lage hat sich die Meinung der Bürger zur Europäischen Union verbessert. Auch die Deutschen finden sie mehrheitlich gut. EU-Ablehnung kommt dabei meist Populisten zu Gute.
Matteo Salvini bezeichnet Flüchtlinge nicht mehr als „Zecken“. So will er die Lega Nord zur stärksten Kraft auf der Rechten machen. Am Sonntag wählen die Italiener in Regionen und Kommunen.
Eine Wahlrechtsreform soll Italien mehr politische Stabilität verleihen. Ministerpräsident Renzi hatte sich für das Vorhaben starkgemacht – und musste deswegen Kritik aus den eigenen Reihen einstecken.
Dass die AfD sich seit Wochen mit Islamkritik und Asylbewerbern beschäftigt, gefällt vielen Mitgliedern nicht. Sie sind Eurokritiker und wollen es wieder sein. Beatrix Klingel ist eine von ihnen - und hat die Partei verlassen.
In Italien haben zwei Parteien den Austritt aus dem Euro gefordert. Die Währung sei für „Deutschland und Finanzoligarchien“ entwickelt worden. Man plane eine Petition für eine Volksabstimmung.
Sollten die Schotten ihre mehr als 300 Jahre dauernde Zweckehe mit London auflösen, wird sich der britische Premierminister Cameron rechtfertigen müssen. Er ist mit seiner Negativkampagne wie ein drohender Ehemann aufgetreten – und hat erst sehr spät eingelenkt.
Die amerikanische Marine beginnt gemeinsam mit ukrainischen Streitkräften eine Militärübung im Schwarzen Meer. Russland kritisiert die Aktion als „völlig unpassend“. Separatisten im Osten der Ukraine wollen unterdessen eine Abspaltung weiter vorantreiben.
Während die vereinbarte Waffenruhe immer brüchiger wird, irritiert die ukrainische Regierung die internationale Gemeinschaft: Einige Nato-Staaten, darunter die Vereinigten Staaten, hätten Waffenlieferungen zugesagt, erklärt Kiew. In den betreffenden Ländern weiß man davon nichts.
Die Rezession in Italien hält an. Ministerpräsident Renzi hat die Wahl zwischen unpopulären Reformen und Haushaltskürzungen. Zugleich läuft ihm die Zeit davon.
Die Band „Stiller Has“ wird in ihrer schweizerischen Heimat verehrt wie kaum eine andere. Endo Anaconda ist seit 25 Jahren ihre Stimme. Ein Porträt.
In der EU herrscht das gepflegte Desinteresse, das schon frühere Wahlkämpfe geprägt hat. Auch das zukünftige Parlament wird wohl keine Impulse für notwendige Veränderungen geben - mal wieder sind die Mitgliedsstaaten gefordert.
Italiens Politiker Beppe Grillo wandelt auf den Spuren von Silvio Berlusconi: Berlusconi hatte einst Martin Schulz mit einem KZ-Wächter verglichen. Im Wahlkampf zur Europawahl legt Grillo mit einem neuen Nazi-Vergleich nach.
Italiens Politiker gehen mit Parolen gegen den Euro auf Wählerfang, wenngleich sich Italien ohne den Rettungsanker Euro in einer misslichen Lage befinden würde.
Bei einer Onlineabstimmung haben sich 89 Prozent der teilnehmenden Venetier für eine Abspaltung der Region Veneto von Italien ausgesprochen. Eine rechtlich bindende Wirkung hat die Abstimmung nicht - ein Alarmsignal ist sie trotzdem.
Die Euroskeptiker würden im Europaparlament am liebsten alles verhindern. Bei bei der Europawahl im Mai könnte die kleine destruktive Truppe noch deutlich wachsen.
Die EU-Außenminister haben erste Sanktionen gegen Russland beschlossen. Der sich zuspitzende Konflikt könnte aber auch hiesige Banken treffen.
Bundeskanzlerin Merkel hat Russland mit weiteren Sanktionen gedroht. Es bestehe die Gefahr, „dass die Ukraine zugrunde geht“, sagte der polnische Ministerpräsident Tusk. Er kündigt die baldige Unterzeichnung eines Teils des Assoziierungsabkommens zwischen EU und Ukraine an.