Die Abgründe der anderen
Bei der Wahl in Bayern mussten SPD und CSU herbe Verluste hinnehmen. Aber Bayern sei nicht Hessen, betonen nun die Spitzenkandidaten Bouffier und Schäfer-Gümbel. Doch nicht alle reagieren so.
Bei der Wahl in Bayern mussten SPD und CSU herbe Verluste hinnehmen. Aber Bayern sei nicht Hessen, betonen nun die Spitzenkandidaten Bouffier und Schäfer-Gümbel. Doch nicht alle reagieren so.
Die Partei von Markus Söder will sich auch mit den Grünen und den Sozialdemokraten zu Sondierungsgesprächen treffen.
Im Freistaat ist ein „Weiter so“ möglich: Die CSU kann mit den Freien Wählern regieren. Die blockieren nur bei einem wichtigen Wirtschaftsthema.
Besonders erfolgreich war die Ökopartei in München – sie passt zum Lebensgefühl. Auch in Giesing, wo Gülseren Demirel das Direktmandat geholt hat.
CSU-Parteichef Seehofer ist dazu bereit, sich nach dem schlechten Ergebnis bei der Landtagswahl in Bayern einem Parteitag zu stellen. Und er erklärt, wie er Wähler von den Grünen zurückgewinnen will.
Wahl in Bayern? Davon wollen sie in der CDU schon am Montag nichts mehr wissen. Es gibt nur noch ein Thema: Wie kann ein ähnliches Debakel in Hessen verhindert werden?
Vor der Hessenwahl macht die CDU die CSU zum Sündenbock. Aber wenn die CDU der Empfehlung ihrer Generalsekretärin folgt und vor ihrer eigenen Haustür kehrt, steht dort nicht Horst Seehofer im Weg.
Der CSU-Vorsitzende und Bundesinnenminister Horst Seehofer äußert sich in der Bundespressekonferenz zu den Auswirkungen der Wahl auf Regierung und Republik.
Die Verlierer machen es auch nicht besser: Das Ergebnis der bayerischen Landtagswahl offenbart einen messbaren Wähler-Überdruss an Schicksalsfragen.
Wenn in Berlin nicht endlich Ruhe einkehre, gebe es nicht mehr viel, was dafür spreche, in der Regierung zu bleiben, heißt es aus der SPD. CDU-Politiker fordern derweil personelle Konsequenzen – bei der CSU.
Trotz hoher Wahlbeteiligung ist es der SPD in Bayern nicht gelungen, ehemalige Nichtwähler wieder anzusprechen. Die Sozialdemokraten halten ein Klientel für entbehrlich, das ihr zu alter Stärke verhelfen könnte.
Horst Seehofer und Joachim Löw haben sich vertan. Ihre Bayern spielten nicht mit. Warum für beide heute der Tag der Entscheidung sein könnte, lesen Sie im FAZ.NET-Sprinter.
Während die CSU heute mit den Sondierungen beginnt, warnen Politiker aus Union und SPD vor den Folgen des Wahldebakels für die große Koalition auf Bundesebene. Nur Bundesinnenminister Seehofer findet, dass es ganz gut laufe.
Die Grünen sahen sich schon in einer Koalition mit der CSU, im Wahlergebnis erkennen sie einen „Gestaltungsauftrag“ in Bayern – umso enttäuschter sind sie, dass die CSU lieber mit anderen koalieren will.
Bundesinnenminister Horst Seehofer nimmt für den eskalierten Asylstreit in der Bundesregierung zumindest eine Mitschuld auf sich und räumt ein, dass der Stil der Debatte ein Fehler gewesen sei – der Inhalt jedoch nicht.
Die Verluste treffen die CSU empfindlich, im Vorstand machen viele ihrem Ärger Luft. Doch die Analyse wird vertagt – erst gilt es, den Ministerpräsidenten zu wählen.
Die Grünen in Bayern erklärten mit Blick auf eine etwaige Koalition mit der CSU, sie wollten knallhart verhandeln und sich nicht auf die Rolle eines Mehrheitsbeschaffers reduzieren lassen.
Der AfD muss man politisch begegnen, unabhängig von einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz. Und zwar nicht durch durchschaubares Nachäffen, sondern durch eine glaubhafte Einwanderungspolitik.
Die Freien Wähler mit ihrem Vorsitzenden Hubert Aiwanger bieten sich als Koalitionspartner der gebeutelten CSU an. Doch was wollen sie eigentlich? Hier kommt der Überblick.
Sie schreiben von einer „historischen Ohrfeige“, einem „Erdbeben“ und erwarten Merkels politisches Ende: Europäische und deutsche Zeitungen kommentieren die Bayernwahl. Eine Presseschau.
Der bayerische Ministerpräsident bekommt in der Vorstandssitzung seiner Partei viel Applaus und soll nach dem Willen der Funktionäre seinen Posten behalten. Namhafte CSU-Politiker raten ihm gar zu einer Machterweiterung.
Noch vor den ersten offiziellen Gesprächen formuliert Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger erste Forderungen an eine mögliche Koalition mit der CSU. Neben drei Ministerposten nennt er einen pragmatischeren Kurs in der Flüchtlingspolitik.
Im Fernsehen hören wir am Wahlabend andauernd: Das ist ein „historisches“ Ereignis! Doch wie lautet das Ergebnis überhaupt? Das wird bei ARD und ZDF nicht wirklich klar.
Die Parteien der großen Koalition scheinen das Ergebnis der Bayernwahl unterschiedlich zu verarbeiten. Während die Union Ruhe haben möchte, ist die SPD zumindest zu Diskussionen bereit – intern und mit den Koalitionspartnern.
In der Sache zu weich, im Ton zu harsch? Der frühere Innenminister und CSU-Politiker Hans-Peter Friedrich macht die Flüchtlingspolitik seiner Partei mitverantwortlich für die Wahlschlappe – aber nicht nur.
So wie Stoiber einst das Lied von Laptop und Lederhose sang, so haben die Grünen auf dieselbe Melodie einen neuen Refrain gedichtet: Bio und Bayern. Es könnte sich als das Fundament des Aufstiegs zu einer zweiten Volkspartei erweisen. Ein Kommentar
Im Fernsehen hören wir am Wahlabend andauernd: Das ist ein „historisches“ Ereignis! Doch wie lautet das Ergebnis überhaupt? Das kommt bei ARD und ZDF nicht wirklich heraus.
Die Suche nach den Schuldigen hat begonnen: Bei der Wahl in Bayern stürzen die Sozialdemokraten unter 10 Prozent, entsprechend verärgert regiert SPD-Chefin Nahles. Auch in der Union werden Konsequenzen gefordert.
Die bayerische Politik war immer besonders – und so wird es auch bleiben. Wenn auch anders, als es den Protagonisten recht sein kann.
Noch wollen viele in der CDU die Hessen-Wahl abwarten. Aber Wolfgang Schäuble spricht offen aus, was der Union bevorsteht: Eine Debatte über die Zukunft von Angela Merkel.
Nach dem schwächsten Wahlergebnis der CSU seit Jahrzehnten in Bayern wird die Forderung nach Konsequenzen immer lauter. Der frühere Parteichef Erwin Huber äußert sich im F.A.Z.-Videointerview positiv über Markus Söder – nicht aber über Horst Seehofer.
Bei der Landtagswahl in Bayern hat die CSU ihre absolute Mehrheit verloren. Ministerpräsident Markus Söder sieht dennoch einen „klaren Regierungsauftrag“.
Nach einem Spitzenergebnis bei der bayerischen Landtagswahl werden die Grünen die neue dominierende Kraft links der Mitte. Damit sind sie ein möglicher Koalitionspartner für Markus Söder. Aber können die Grünen mit der CSU?
Für die einen schrumpft die CSU auf Normalmaß, für die anderen ist die Schlappe der Christsozialen schlichtweg eine „Katastrophe“. Der großen Koalition in Berlin und Bundeskanzlerin Merkel dürften unangenehme Wochen bevorstehen.
Das Wahlergebnis ist für die einstige Ausnahmepartei ein Debakel. Die Frage nach den Konsequenzen wird nicht nur in München gestellt werden.
Das prophezeite Wahldebakel für die CSU ist eingetreten: Sie stürzt ebenso wie die SPD ab und verliert die absolute Mehrheit. Die Grünen werden zweitstärkste Kraft – und die AfD erzielt ein zweistelliges Ergebnis.