Söder und der mangelnde Mannschaftsgeist
Der frühere CSU-Chef Huber wirft Söder vor, die Gespräche über Reformen mit überzogenen Forderungen zu belasten. Merz dürfte ihm wohl kaum widersprechen.
Der syrische Präsident al-Scharaa besucht Berlin, die Kommission zur Reform der Krankenversicherung legt ihre Vorschläge vor, und die Fußball-Nationalspieler kämpfen gegen Ghana um einen Platz im WM-Kader. Der F.A.Z.-Frühdenker.
Markus Söder ist ein deutscher Politiker und seit 2018 Ministerpräsident von Bayern. Seit 2019 ist er zudem Parteivorsitzender der Christlich Sozialen Union Bayerns (CSU).
Familie, Ausbildung und Beruf
Markus Söder wurde am 5. Januar 1967 in Nürnberg geboren. Seine Eltern führten eine Baufirma. Nach dem Abitur studierte er von 1987 bis 1991 Rechtswissenschaften in Erlangen. Dem Studium schloss er von 1992 bis 1993 ein Volontariat beim Bayerischen Rundfunk und 1998 eine Promotion an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg an. Mit seiner Frau Karin Baumüller-Söder, die für das familieneigene Bauunternehmen Baumüller arbeitet, hat Markus Söder vier Kinder.
Politische Karriere
Söder trat 1983 in die CSU ein. Von 1995 bis 2003 war er Landesvorsitzender der Jungen Union Bayern. Ab 2003 war er bis 2007 CSU-Generalsekretär. Danach war er für ein Jahr Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten in der Bayerischen Staatskanzlei. Im Jahr 2008 wurde er Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, ein Amt, das er bis zu seinem Wechsel an die Spitze des Bayerischen Finanzministeriums 2011 innehatte. Ab 2013 war er Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. 2018 wurde Söder zum Bayerischen Ministerpräsidenten gewählt und 2023 wiedergewählt.
Der frühere CSU-Chef Huber wirft Söder vor, die Gespräche über Reformen mit überzogenen Forderungen zu belasten. Merz dürfte ihm wohl kaum widersprechen.
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Der SPD-Chef kündigt Reformen an und wird erstaunlich konkret. Handlungsbedarf sieht er etwa beim Ehegattensplitting und in der Einkommensteuer. Auch Kanzler Merz und CSU-Chef Söder positionieren sich.
Christiane Schenderlein spricht gegenüber dem CSU-Chef ein Machtwort: Die geplante Spitzensportagentur werde nicht unter das Dach des DOSB gestellt. Ihr Plädoyer für das Gesetz lässt sich auch mit Blick auf die DESG lesen.
Markus Söder muss sich fragen, warum rechts von der CSU zwei Parteien einen festen Stammplatz haben. Denn genau das ist das Ergebnis der Kommunalwahl.
Der Nockherberg beweist, wie schicksalhaft Politik und Humor in Bayern verwoben sind. Sicherheitshalber setzt der neue Prediger auf bayerische Stärke. Ungemütlich wird es für die herrschende CSU dennoch.
Für zwei Milliarden Euro soll in Garching ein Forschungsreaktor entstehen. Söder spricht von einem „neuen Kapitel in der Energiepolitik“ – und hofft auf Geld des Bundes.
Söder verneigt sich auf dem CDU-Parteitag vor Merz – der alte Kanzlerwahlverein funktioniert. Nur einmal werden die Delegierten aufmüpfig.
In Berlin oder Bremen gibt es immer neue Sozialgeschenke, während der Süden sparen muss. Der Länderfinanzausgleich braucht eine klare Maßgabe: Hilfe nur gegen Reformen.
Der CSU-Chef schließt höhere Steuern und neue Schulden zu Recht aus. Damit wird zwar die versprochene Einkommensteuersenkung unwahrscheinlicher. Aber Schwarz-rot erhielte zumindest die Chance auf einen Agenda-Moment.
Der CSU-Chef teilt gegen Links und Rechtsaußen aus, doch die Gegnerschaften scheinen blass. Dass der Applaus stimmt, hat Söder wohl seinem Generalsekretär zu verdanken.
CSU-Chef Markus Söder hat bei seinem Auftritt beim Politischen Aschermittwoch in Passau gegen seine politischen Gegner ausgeteilt, vor allem die Grünen. Lob hatte er dagegen für sich selbst übrig.
Es war gut, dass Söder mit Babiš gesprochen hat. Der tschechische Regierungschef hat den Deutschen etwas ins Stammbuch geschrieben. Wann empfängt ihn Merz?
Tschechiens Regierungschef reist zuerst nach München statt nach Berlin. Die Kontakte zu Ministerpräsidenten von CDU und CSU sollen Andrej Babiš von Orbán und Fico weglocken.
Die Bayern und Hessen ärgern sich, dass sie Berliner und Bremer unterstützen müssen. Die Stadtstaaten sind wirtschaftsstark und finanzschwach zugleich. Das komplexe System des Finanzausgleichs sorgt einmal mehr für Ärger.
Söder, Hagel, Rhein - die „Drei‑Löwen‑Allianz“ greift den Länderfinanzausgleich frontal an. Um was geht es inhaltlich, was ist Strategie, und was sagt uns dieser Streit über die Innenpolitik in Deutschland gerade?
Die Unionspolitiker Söder, Rhein und Hagel wettern gegen den Länderfinanzausgleich. Die drei selbst ernannten „Löwen“ wollen, dass ihre Bundesländer keine Lastesel der Republik mehr sind.
Luis Bobgas vulgärer Seitenhieb auf Markus Söder ist eine peinliche Entgleisung. So begann auch die Verrohung in Amerika.
Seit seiner Parteitagsschlappe fragen Beobachter, wie fest Söder noch im Sattel sitzt. Er selbst gibt sich kurz seriös. Doch schnell findet er wieder in die Spur.
„Einfach knuffig“: Vor zwei Jahren hatte Söder bei einer Chinareise Interesse an Pandas bekundet. Nun will die Volksrepublik zwei Bären für zehn Jahre an den Tierpark Hellabrunn in München verleihen.
CSU-Chef Söder fordert die Fusion kleinerer Bundesländer. Die widersprechen umgehend – mit Verweisen auf die deutsche „Space City Nr. 1“ und den „Saarland-Stolz“.
Aus Frust über schlechte Umfragewerte erhöht die SPD bei der Erbschaftssteuer den Druck. Auch bei Rente, Schuldenbremse und Wahlrecht dürfte sie sich mit der Union nicht so leicht einig werden.
Auf ihrer Klausurtagung setzt die CSU-Landtagsfraktion bemerkenswerte Schwerpunkte. So fordert Parteichef Söder etwa, die Bundesländer neu zuzuschneiden.
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder entzieht Weimers Ludwig- Erhard-Gipfel seine Unterstützung und provoziert Bundeskanzler Friedrich Merz damit. Wie wird er darauf reagieren?
Die Bayerische Staatskanzlei hat geprüft, inwieweit das Werben mit Politiker-Kontakten beim Erhard-Gipfel problematisch ist. Das Ergebnis ist ein vorläufiges.
In Seeon inszenierte Markus Söder seine „neue Ernsthaftigkeit“. Die Abstrafung auf dem Parteitag und der Applaus für Innenminister Dobrindt scheinen ihm zu denken gegeben zu haben.
Wenn sich die CSU zur Klausur trifft, sind Klamauk und Krawall oft garantiert. Dieses Jahr war es anders – und der Kanzler wurde umschmeichelt.
Kanzler Merz hat angekündigt, dass deutsche Truppen einen Frieden in der Ukraine absichern könnten, Darüber wird auch bei der CSU-Klausurtagung in Kloster Seeon heftig diskutiert. Ein Gespräch mit dem Militärexperten Sönke Neitzel über den Stand deutscher Kriegstüchtigkeit.
Der Sound stammt von Reinhard Mey, die Botschaft von Tino Chrupalla: Markus Söder nimmt Wehrpflichtige unter seinen rhetorischen Schutzschirm und spielt Deutsche und Ukrainer gegeneinander aus.
Nach dem Messerangriff von Aschaffenburg wurde er von Markus Söder für seine Zivilcourage ausgezeichnet, nun droht dem Helfer die Festnahme. Die Behörden wissen nicht, ob er Deutschland verlassen hat.
Als Reaktion auf Amerikas Eingriff in Venezuela fordert Markus Söder mehr „faktische Stärke“ von Deutschland. Bei der juristischen Bewertung hält er sich zurück.
Bayerns Ministerpräsident zeigt sich mal wieder besorgt um den deutschen Wirtschaftsstandort. Doch das Schauspiel sollte ihm niemand mehr abnehmen.
Der ehemalige CSU-Vorsitzende Erwin Huber spricht über den „Populismus“ von Söder und Seehofer, „abscheuliches“ Grünen-Bashing – und frühere Positionen, die er heute bereut.
Viele CSU-Promis fühlen sich bei Executive Nights am Tegernsee wohler als in der von Strauß beschworenen Leberkäs-Etage. Ins Vakuum stößt nicht zuletzt die AfD.
Markus Söder bleibt Parteivorsitzender der CSU. Er erhielt beim Parteitag in München 83,6 Prozent der Stimmen — sein bisher schlechtestes Ergebnis.
Der bayerische Ministerpräsident zeigt sich mal wieder zufrieden mit sich selbst. Dass es niemanden gibt, der ihn zu kritisieren wagt, ist für die Partei aber nicht gut.