Merkel muss nicht weg
Bei „Hart aber fair“ geht es um die Frage, wie lange sich die ewige Kanzlerin noch halten kann. Ausgerechnet ein ehemaliger Maoist unter Frank Plasbergs Gästen hält Merkel für alternativlos.
Bei „Hart aber fair“ geht es um die Frage, wie lange sich die ewige Kanzlerin noch halten kann. Ausgerechnet ein ehemaliger Maoist unter Frank Plasbergs Gästen hält Merkel für alternativlos.
Die Kritik am Wahlerfolg Donald Trumps wirkt einäugig. Sie verliert das andere Amerika aus den Augen, aber auch ein anderes Deutschland, von dem die AfD träumt. Bei Frank Plasberg erfährt man, woran das liegen könnte.
Die Linken gehen aufeinander zu, die Unionsparteien gehen getrennte Wege. Dass Gabriel Kanzler wird, ist dennoch nicht sehr wahrscheinlich.
Zum ersten Mal treffen sich auch hochrangige Vertreter von SPD, Linkspartei und Grünen, um über Rot-Rot-Grün zu sprechen. Entscheidend ist der Flügelstreit innerhalb der Linkspartei. Und ob sich die Konservativen in der SPD bewegen.
Früher ging es dem Kreml um den Status quo, doch jetzt steht Rückeroberung auf dem Programm. Wenn die Sozialdemokraten das nicht erkennen, sind sie auf dem Weg ins Land der frommen Wünsche.
Früher haben sich Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten beworben. Das stärkte ihre Stellung. Erst mit Angela Merkel fingen die Verhandlungen im Hinterzimmer an. Das feuert die Gerüchteküche an – auch heute.
Deutschland ist heute ohne Zweifel stark polarisiert. Es wäre die Aufgabe der Politik, diese Polarisierung zu thematisieren. Die Frage ist nur, warum das die etablierten Parteien der AfD überlassen haben.
Seine ironisch-patriotische Zuneigung zur Republik betrachtete der Publizist Klaus Harpprecht mit der kritischen Distanz eines Kosmopoliten – und der Klugheit eines Schwaben. Ein Nachruf.
Journalist, Schriftsteller, Verleger, Redenschreiber Willy Brandts: Über Jahrzehnte war Klaus Harpprecht eine der großen Stimmen des Landes. Jetzt ist der Publizist im Alter von 89 Jahren in Südfrankreich gestorben.
Der Schauspieler Matthias Brandt hat ein Buch über seine Bonner Kindheit geschrieben. Ein Gespräch über Lektüren im Kleiderschrank, Kanzlerväter auf dem Fahrrad und ein Urerlebnis mit Günter Netzer.
Der Schauspieler Matthias Brandt ist jetzt auch Schriftsteller. Und was für einer. In seinem ersten Buch erzählt er autobiographische Geschichten aus seiner Kindheit. Eine Begegnung.
Noch hat sich Angela Merkel nicht entschieden, ob sie für eine vierte Amtszeit kandidieren wird. Einen freiwilligen Verzicht auf eine Wiederwahl gab es bisher noch nie. Denn Rückzug gehört nicht zur Stellenbeschreibung von Bundeskanzlern.
Er hat die Ostpolitik entscheidend geprägt und die sozialliberale Ära vorbereitet: Der frühere Bundespräsident Walter Scheel ist heute im Alter von 97 Jahren gestorben.
Die Erosion der Religiosität und die nachlassende Prägewirkung der DDR-Vergangenheit lassen erwarten, dass sich die politisch-kulturellen Unterschiede zwischen den Ländern und Regionen weiter einebnen.
Seit dem Brexit-Votum der Briten beschleicht mich eine Furcht: Das historische Geschenk der europäischen Einigung wird verspielt. Was ist nun zu tun? Ein Gastbeitrag.
Willy Brandt hat es immer bestritten. Nun hat ein Historiker Erkenntnisse über Zahlungen der Vereinigten Staaten an den späteren deutschen Kanzler. Ließ sich der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin und SPD-Vorsitzende kaufen?
Die Bundespräsidentenwahl war immer wieder ein Zeichen. Kolitionäre in spe zeigten ihren Willen zusammenzuarbeiten. Doch was hat 2017 mit 1969 zu tun?
Nicht nur auf andere Europäer machen Deutsche einen Eindruck, der weit von ihrem heutigen Selbstbild abweicht. Woher kommt diese eigenartige Identität?
Die Kanzlerin und ihr Fraktionsvorsitzender sind erstmals in offenem Gegensatz. In Volker Kauders Wortwahl schwingen Skepsis und Zweifel mit.
„Mehr Demokratie wagen“ – dieser Ausspruch von Willy Brandt aus seiner Regierungserklärung 1969 ist längst sprichwörtlich. Jetzt will die bayerische AfD den Satz in einer Kampagne für sich nutzen – und bringt die SPD damit in höchste Rage.
Auch bei der nächsten Bundestagswahl wird Angela Merkel wohl wieder als Kanzlerkandidatin für die CDU antreten. Ein freiwilliger Abschied aus dem Amt ist unwahrscheinlich – das zeigt auch die Historie. Eine Analyse.
Vergangenheitspolitischen Streit versuchte die SPD auf dem Weg in die Mitte eher zu vermeiden. Auch unter Willy Brandt, der wegen seiner Emigration nach Norwegen zur Zeit des „Dritten Reiches“ in den 1950er und 1960er Jahren noch attackiert wurde, blieb ein Versöhnungsnarrativ vorherrschend.
Im Norden von Mannheim haben bei der Landtagswahl am Sonntag gut 30 Prozent der Wähler die rechtspopulistische AfD gewählt. Auf Spurensuche in einem ratlosen Viertel, das früher sozialdemokratisch geprägt war.
Von einer „Zerreißprobe“ für die EU ist nun oft die Rede. Ich bezweifle, dass wir gut beraten sind, ihren Zerfall an die Wand zu malen. Sprechen aber muss man darüber, dass Europa diese Bewährungsprobe meistern kann. Ein Gastbeitrag.
Der Streit innerhalb der Koalition um die richtige Asylpolitik wird härter. Zu der Kritik von CSU-Mann Dobrindt machen Merkels Berater aber noch gute Miene zum bösen Spiel. Doch was folgt danach?
Die Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 durch die Warschauer-Pakt-Staaten markierte indes nicht nur das Ende der ostpolitischen Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik und Frankreich. Sie wirkte auch als „Katalysator“ für die künftige Bonner Ostpolitik.
Der Rückblick auf das „Schwellenjahr“ 1966.
Martin Rupps rechnet mit Helmut Schmidt und seiner Generation ab. So höhnt er, im „Raumschiff Bonn“ lebe ein „Männerbund von Flegeln zusammen, die sich im Bundestag für die Fernsehkameras und fürs Protokoll keilen, aber hinterher gemeinsam saufen und gemeinsam über ihre Ehebrüche schweigen“.
Zum ersten Mal seit acht Jahren sprach Gerhard Schröder wieder auf einem SPD-Parteitag. Und weckte bei den Genossen die Erinnerung an bessere Regierungszeiten. Als sie noch Köche und nicht Kellner waren.
Kühler Respekt, aber keine heiße Verehrung: Damit war über lange Jahre das Verhältnis zwischen Helmut Schmidt und der SPD beschrieben. Vor allem der Nato-Doppelbeschluss entzweite den damaligen Kanzler und seine Partei.
Am Tag nach dem Tod von Altbundeskanzler Helmut Schmidt würdigen deutsche und internationale Medien ihn als großen Staatsmann, dessen politische Lebensleistung noch lange andauern werde. Eine Presseschau.
Die Kanzlerjahre von Helmut Schmidt standen im Zeichen der Grenzen des Wachstums. Die Folge waren eine von Angst erfüllte Kultur und Gesellschaft. Schmidt ist dieses Gefühl immer fremd geblieben.
Mit seinem so kühnen wie zuweilen kühlen Auftreten hat sich Helmut Schmidt Respekt verschafft. Doch das allein hat den Politiker nicht ausgemacht.
An die politische Lebensleistung Konrad Adenauers und Helmut Kohls kam er nie heran, er war auch nicht so umschwärmt wie Willy Brandt, nicht so kumpelhaft wie Gerhard Schröder. Doch Helmut Schmidt übertrumpfte sie alle, weil er Eleganz und Macht verband.
Nach schwerer Krankheit ist der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt im Alter von 96 Jahren in Hamburg gestorben. Schmidt war jahrzehntelang als Bundespolitiker aktiv und hat die SPD wesentlich mitgeprägt.
Willy Brandt und Helmut Schmidt schätzen sich - aber nicht immer. Manchmal gingen sie mit Fotos um, wie man das aus dem Stalinismus kennt. Der Briefwechsel der SPD-Kanzler zeigt, warum.