Mehr Demokratie – aber wie?
Ein Buch stellt Entwürfe für eine reformierte Demokratie vor. Aber sie stoßen schnell an Grenzen.
Ein Buch stellt Entwürfe für eine reformierte Demokratie vor. Aber sie stoßen schnell an Grenzen.
Entschieden überfordert: Für Axel Honneth untergraben heutige Arbeitsverhältnisse die Chancen auf Teilnahme an den Prozessen demokratischer Willensbildung.
Im Mai 1973 entstand im Bonner Kanzlerbungalow eines der bekanntesten Bilder der Bundesrepublik. Barbara Klemm fotografierte Breschnew mit Brandt. Zum fünfzigsten Jubiläum sprechen wir mit der Fotografin.
Sollte Putin siegen, wird er zum Hegemon Europas. Nur die atlantische Allianz kann das verhindern. Sie muss die Ukraine aufnehmen.
Vor 50 Jahren wurde die Sozialistische Partei Portugals in Bad Münstereifel gegründet – mit Hilfe der SPD. Heute regiert sie mit absoluter Mehrheit. Bundeskanzler Scholz lernt, dass die Sozialisten trotzdem zu kämpfen haben.
„Ruhm den Helden“ wurde am Ghetto-Denkmal gerufen. Am Jahrestag des Kampfes der Warschauer Juden gegen die Besatzer erhebt ein Überlebender seine Stimme gegen das Russland von heute.
Gerhard Schröder hat nach seiner Kanzlerschaft weiterhin die Russlandpolitik der Bundesrepublik mitbestimmt. Der Schlüssel dazu waren seine Netzwerke in Politik und Wirtschaft sowie der SPD-Mythos Entspannungspolitik.
Während der Nürnberger Prozesse richtete die amerikanische Besatzungsbehörde auf Schloss Faber-Castell ein Domizil für die internationalen Berichterstatter ein. Eine Studie erzählt nun vom Leben unter lauter Egozentrikern.
Vor vierzig Jahren war das Dreiparteiensystem der Nachkriegszeit am Ende: Die Grünen wurden in den Deutschen Bundestag gewählt. Einer ihrer ersten Anträge: Vollwertkost und fleischloses Kantinenessen.
Um ihren Anspruch auf das Bürgermeisteramt von der zweiten Reihe aus geltend zu machen, bemüht die SPD historische Vergleiche. In der Tat ist die bundesdeutsche Geschichte reich davon.
Die SPD wird gerade durchgeschüttelt. Aber das ist gut so. Sie braucht einen zweiten Godesberg-Moment, um moralisch und regierungspraktisch zu überleben.
Annalena Baerbocks Umbenennung des Bismarck-Zimmers im Auswärtigen Amt ist kein Einzelfall. Die Grünen tun sich schwer mit dem ersten Reichskanzler – und kommen dennoch nicht von ihm los.
Als selbst das neue Eigenheim vom Versandhaus kam: Ein Eifler Freilichtmuseum lädt ein zur Reise in die bürgerliche Wohnwelt der Sechzigerjahre.
Eine Wahl wie ein Plebiszit: Der beinahe gestürzte Bundeskanzler Brandt wurde 1972 wie ein Filmheld in Szene gesetzt. Nie wieder gab es in der Bundesrepublik so viel Polarisierung und so viel Beteiligung.
Die SPD war die Partei des, wie man damals sagte, technischen Fortschritts. Das galt auch für die Kernenergie. Wie sich das wandelte, schildert ein Buch, dessen Lektüre wenig Spaß macht.
Willy Brandt galt vielen SPD-Anhängern als säkularisierter Heiland. 1972 führte er die Partei zu einem fulminanten Sieg. Doch gleichzeitig begann sein politischer Abstieg.
Ist die Ostpolitik von Willy Brandt schuld an den Fehlern gegenüber Putin? Ein Abend in Berlin zeigt die Gemütslage der Partei.
Die Regierungschefs der Länder wollten Extremisten aus dem öffentlichen Dienst fernhalten. Der Radikalenerlass polarisierte aber das politische Leben mehr als er half.
Mit einer Lohnforderung von fast 15 Prozent für öffentlich Bedienstete beschwören die Gewerkschaften die Übel der Vergangenheit herauf. 1974 ging so die Aufbruchsära von Hoffnungskanzler Willy Brandt zu Ende.
Der RMV wirbt auf Plakaten für Verbindungen „von Willy zu Günther“. Geht es vielleicht um den ehemaligen Kanzler und den Spion, über den er stürzte?
Am 17. September 1982 wurde in Bonn das Ende der ersten und bislang einzigen Bundesregierung von SPD und FDP besiegelt. Aus heiterem Himmel kam das Zerwürfnis nicht.
Olympia 1972 in München hat den Sport für alle massiv beeinflusst. Aber aus dem damals offiziell gewünschten Gegenentwurf zum DDR-System ist an mancher Stelle eine unheimliche Annäherung entstanden.
Olympia 1972 sollte für Modernität, Demokratie und eine Reform des Zusammenlebens stehen. Doch die Spiele waren gefangen zwischen der verfluchten Vergangenheit und der Zukunft in einem neuen Deutschland.
Die „heiteren Spiele“ von München dienten als Ersatzschauplatz für den Kampf der Blöcke. Im Sport ging die DDR als Sieger vom Platz. Ein koreanischer Schieß-Olympiasieger stellte sich vor, auf den „Feind“ zu zielen.
Die Sommerspiele von München dienten auch als Ersatzschauplatz für den Kampf der Blöcke. Ein Olympiasieger im Schießen erklärte seinen Erfolg mit der Vorstellung bei jedem Schuss, auf den „Feind“ zu zielen.
Die Ostpolitik der sechziger und siebziger Jahre lässt sich nicht in die Gegenwart übertragen. Ein dem Denken und Handeln Willy Brandts zugrundeliegender Anspruch bleibt jedoch aktuell. Ein Gastbeitrag.
Unkel ist ein Ort, in dem sich die Liste des Einwohnermeldeamts liest wie ein Who is Who der deutschen Kultur- und Wirtschaftsgeschichte. Ein Spaziergang.
In drei Jahren soll es in Berlin eine Ausstellung zum politischen Wirken von Bundeskanzler Helmut Kohl geben. Seine Witwe gründete eine eigene Stiftung. Wessen Erinnerung soll sich durchsetzen?
Die Antwort lautet: wahrscheinlich nie. Über den Juli, die Politik und die Jausenplatte des Holzingerbauern.
Die vorgrünen Öko-Propheten: Wie der Alt-Bundespräsident in Fridays-for-Future-Laune geriet und Kanzler Brandt das „Umwelt-Gruseln“ entdeckte. Fünfzig Jahre im UN-Umwelttheater.
Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken spricht im F.A.Z.-Interview über die Uneinigkeit ihrer Partei in Rüstungsfragen, die faschistische Rhetorik Wladimir Putins und ihren Genossen Gerhard Schröder.
Die CDU hat die Wahl in NRW gewonnen und sieht sich schon wieder an der Spitze der deutschen Parteien. Ist das verfrüht?
Moralischen Furor vermeiden: Was aus dem Ersten Weltkrieg und von der Ostpolitik unter Willy Brandt für den Umgang mit Russland zu lernen ist. Ein Gastbeitrag.
Bundeskanzler Olaf Scholz verteidigt im „Spiegel“-Interview seine Politik im Ukrainekrieg. Die deutsche Zurückhaltung bei der Militärhilfe begründet er unter anderem mit dem schlechten Zustand des Bundeswehr-Materials.
Das Fiasko der deutschen Russlandpolitik erneuert das Trauma des Vertrags von Rapallo, der vor hundert Jahren zwischen der Weimarer Republik und Sowjetrussland geschlossen wurde. Ein Gastbeitrag.
Wirtschaftsminister Robert Habeck ruft das Land zum Energiesparen auf. Doch autofreie Sonntage und der Pulli-Appell hatten schon früher nur überschaubare Effekte. Fachleute wünschen sich ein anderes Vorgehen.