Über 100.000 „Empörte“ protestieren in Rom
Bei einer Massenkundgebung in Rom mit über 100.000 „Empörten“ liefern sich Autonome Straßenschlachten mit der Polizei. Nach dem Vertrauensvotum im Parlament für Berlusconi waren Randale befürchtet worden.
Bei einer Massenkundgebung in Rom mit über 100.000 „Empörten“ liefern sich Autonome Straßenschlachten mit der Polizei. Nach dem Vertrauensvotum im Parlament für Berlusconi waren Randale befürchtet worden.
Vorsicht vor Lustgreisen: Nach zwei Jahren öffnet die Kunsthalle Bremen wieder und präsentiert sich mit Erweiterungsanbauten und einem neu entdeckten Gemälde Edvard Munchs.
Silvio Berlusconi hat am Freitag eine Vertrauensabstimmung abermals knapp gewonnen. Das Vertrauensvotum im Parlament ergab 316 Stimmen für und 301 gegen den Ministerpräsidenten.
Mitten im europäischen Hagelsturm ist es Ministerpräsident Donald Tusk gelungen, in Polen in sein Amt zurückkehren. Sein Sieg steht für den Erfolg des europäischen Kernprojekts „Ost-Erweiterung“.
Seit Wochen verliert Berlusconi seine Macht: nun sucht seine eigene Partei einen „Brutus“, der den Ministerpräsidenten stürzen soll. Denn die PdL will nur die Spitze opfern, nicht Macht und Mandat.
Und wenn Michelangelo der Einladung des Sultans damals gefolgt wäre? Mathias Énard schickt den Bildhauer auf die verpasste Reise nach Konstantinopel und schreibt ein kleines, feines Buch über die manipulative Kraft der Geschichten.
In seinem neuesten Buch setzt sich Roberto Zapperi seine eigene Kindheit unterm italienischen Faschismus zusammen. Diesmal ganz ohne historische Spurensuche.
Der Italiener ist noch wie der Italiener. Aber der Franzose wird schon immer deutscher. Was soll da aus den Deutschen werden?
Ein Rundbild erweckt in Berlin das antike Pergamon zu neuem Leben: Das Pergamonmuseum öffnet mit neuem Bestand einen atemberaubenden Blick auf die griechische Metropole.
Können Neutrinos schneller als Licht fliegen? Zweifel bleiben, doch den Wissenschaftlern gebührt großes Lob dafür, wie sie ihre brisanten Ergebnisse in die Öffentlichkeit trugen.
Papst Benedikt XVI. hat in Berlin, Erfurt und Freiburg seinen Landsleuten jedweder Konfession erklärt, wie sich der Katholizismus aus seiner Sicht wandeln müsse. Dabei erinnerte vieles an Martin Luther.
Nach dem Besuch von Papst Benedikt XVI. zieht die katholische Kirche in Deutschland eine positive Bilanz und sieht sich ermutigt, den „Weg der Erneuerung“ weiterzugehen. Der grüne Ministerpräsident Kretschmann und der Tübinger Theologe Hans Küng sind dagegen enttäuscht.
Benedikt XVI. hat seinen viertägigen Besuch in Deutschland mit einem Plädoyer für einen Verzicht der katholischen Kirche auf Macht und Privilegien beendet. Nötig sei eine „Entweltlichung“. Forderungen nach einer Reform weist der Papst zurück.
Im liberalen Freiburg stößt der Papst mit dem Ruf nach einer „Entweltlichung“ der Kirche auf wenig Begeisterung. Die Katholiken in Baden finden sich gut zurecht in der Welt. Die politischen Farben Freiburgs und des Vatikans scheinen sich trotzdem zu ergänzen.
Benedikt XVI. sieht die Moderne in düsteren Farben. Ursache liberaler Verirrungen ist für ihn maßgeblich der Protestantismus. Deshalb sucht der Papst im Verhältnis zu den evangelischen Kirchen weiter die Abgrenzung.
Er appellierte an die Vatikantreue der Katholiken, mahnte zu Demut und rief dazu auf, weiter auf Gott zu vertrauen: Papst Benedikt XVI. hat bei seinem letzten öffentlichen Auftritt mit rund 100.000 Gläubigen in Freiburg eine Heilige Messe gefeiert. Am Abend fliegt er zurück nach Rom.
Aus dem gottlosen Berlin ist der Papst ins thüringische Eichsfeld gereist. Dort üben sich die Katholiken seit Jahrhunderten in Beharrung. Erst haben sie die Reformation überstanden, dann die DDR. Besuch bei freundlichen Widerständlern.
Im Februar ließ Papst Benedikt höchstpersönlich wissen, er selbst wolle in Erfurt einen „stärkeren Akzent“ auf dem Gebiet der Ökumene setzen. Nach der Begegnung an historischem Ort ringen die Evangelischen um Fassung.
Erstmals hat ein Papst im Deutschen Bundestag eine Rede gehalten. Wir dokumentieren den Wortlaut der Rede von Papst Benedikt XVI. in der vom Presseamt des Heiligen Stuhls veröffentlichten Fassung.
HEINZ-JOACHIM FISCHER, von 1978 bis 2009 Korrespondent dieser Zeitung in Rom für Italien und den Vatikan, hat sich in seiner Berichterstattung über die katholische Kirche naturgemäß auch mit der kirchlichen Sexualmoral befasst. Das Buch versammelt Fischers Beiträge zu dieser Materie aus vier Jahrzehnten. Jahrhunderte ...
Bei seinem Deutschlandbesuch in dieser Woche will der Papst auch Missbrauchsopfer treffen. Was sie erleiden mussten, untergräbt die moralische Autorität der katholischen Kirche. Doch im Vatikan gibt es Mächte, gegen die selbst der Papst machtlos ist.
Die Abstufung Italiens ist ein weiterer Schritt in die neue Welt der Staatsanleihen. Entweder sind sie riskant oder ertragsschwach. Das liegt am säkularen Umbruch der Weltwirtschaft.
Seine Dialogrhetorik kann nicht darüber hinwegtäuschen: Robert Zollitsch ist als Erzbischof von Freiburg wie als Vorsitzender der Bischofskonferenz ein Gefangener seiner Vergangenheit - und „regiert durch“.
Alles oder nichts: In nur einem Buch versucht Sabine Gruber die spannungsvolle Geschichte Südtirols, den deutsch-italienischen Faschismus und die Resistenza zu behandeln.
Der Wahlspruch „sola scriptura“ ist leider schon besetzt. Er hätte aber auch gut gepasst zu Papst Benedikt, der gerade in seinem Heimatland oft missverstanden wird. Ein Besuch bei ihm in Castel Gandolfo.
Noch immer sucht man nach der Dunklen Materie: Jetzt hat man abermals Hinweise auf Wimps-Teilchen gefunden. Fast siebzig Ereignisse in zwei Jahren wollen die Forscher von Cresst gemessen haben. Auf einer Tagung in München wollte aber keiner von einer Entdeckung sprechen.
Plötzlich stand die missliebige Tätigkeit doch auf der Agenda: Ein Dokument aus der Berliner Staatsbibliothek wirft neues Licht auf Michelangelos Tätigkeit als Maler.
Italiens Abgeordnetenkammer hat Ministerpräsident Berlusconi das Vertrauen ausgesprochen. Die Abgeordneten billigten das Sparpaket von 54 Milliarden Euro.
Rom bittet Peking um Beistand in der Schuldenkrise: Gespräche des italienischen Finanzministers Tremonti mit dem chinesischen Staatsfonds CIC lösen Spekulationen über Käufe von Staatsanleihen aus.
Der Herbst im Zeichen der Renaissance. Die größte Sensation dazu findet sich in Dresden: Hier werden die beiden berühmtesten Madonnenbilder von Raffael zusammengeführt.
Der italienische Senat hat die milliardenschweren Sparpläne der Regierung gebilligt. Ministerpräsident Berlusconi hatte die Abstimmung mit einem Misstrauensvotum verknüpft und hätte bei einem Nein zurücktreten müssen.
Die Verbindungen Libyens zu Niger und Burkina Faso sind eng - Gaddafi betrachtete Niger stets als seinen Hinterhof. Aber beide Länder gehören noch immer zum Einflussbereich Frankreichs. Würde der gestürzte Despot dort Zuflucht suchen?
Die Chancen auf einen Freispruch für Amanda Knox stehen nicht schlecht: Ein neues Gutachten entlastet die Amerikanerin im Berufungsprozess wegen des Mordfalls von Perugia.
Die Europäische Union verhängt angesichts der anhaltenden Gewalt in Syrien ein Öl-Embargo gegen das Land. Italien blockiert ein rasches Inkrafttreten; Frankreich und Großbritannien fordern weitere Sanktionen gegen das Assad-Regime.
In der Alpenrepublik ist die katholische Kirche in einer Krise: Immer mehr Priester vereinen sich im Widerstand gegen Rom. Es gärt und rumort im Klerus. Die Gläubigen laufen davon.
Enthüllungen über den sexuellen Missbrauch durch Priester und dessen systematische Vertuschung spülen hinweg, was in Jahrhunderten aufgebaut worden ist. Der Katholizismus in Irland liegt darnieder.