Die „Sardinen“ und der Sirenengesang der Macht
Bei der Regionalwahl in der Emilia-Romagna feierten die „Sardinen“ einen wichtigen Erfolg. Wenige Tage später ist die Bürgerbewegung tief zerstritten. Was ist passiert?
Bei der Regionalwahl in der Emilia-Romagna feierten die „Sardinen“ einen wichtigen Erfolg. Wenige Tage später ist die Bürgerbewegung tief zerstritten. Was ist passiert?
Deutsche Bischöfe und Laien debattieren auf dem „Synodalen Weg“ über Reformen. Die Weltkirche staunt und zweifelt. Dürfen die Deutschen das ihnen anvertraute Glaubensgut verändern?
Stundenlanges Warten auf den Gängen, ausgeladene Koffer – und ein aufgeregter Bürgermeister: Wegen des Verdachts auf den Coronavirus erleben 6000 Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes in Italien eine Farce.
Wegen des Verdachts auf das neuartige Coronavirus an Bord saßen rund 7000 Menschen auf einem Kreuzfahrtschiff vor Italien fest. Das Gesundheitsministerium gab nun Entwarnung.
Die beiden Coronavirus-Verdachtsfälle auf diesem Kreuzfahrtschiff in Civitavecchia bei Rom haben sich nicht bestätigt. Zwei chinesische Passagiere hatten über Atembeschwerden und Fieber geklagt. Daraufhin waren sie getestet worden. Keiner der Menschen an Bord hatte an Land gehen dürfen.
Bei ihren Reformgesprächen in Frankfurt werden die synodalen Weggefährten auch darüber entscheiden, was für sie mehr Gewicht hat: theologische Inhalte oder Konjunkturen der öffentlichen Meinung.
Italiens früherer Innenminister ist bei den Regionalwahlen gleich doppelt gescheitert und die Regierung von Ministerpräsident Conte bekommt Luft zum Atmen. Trotzdem darf Salvini hoffen, eines Tages Ministerpräsident zu werden.
Die Unternehmer unterstützten die Linksregierung, die seit 70 Jahren an der Macht ist. Die Region hält also an ihrem Wirtschaftsmodell mit mehr sozialem Zusammenhalt fest. Dennoch warten viele Herausforderungen.
Die Wahlniederlage der Lega macht Salvini einen Strich durch die Rechnung: Die Möglichkeit einer triumphalen Übernahme der Regierung in Rom könnte in weite Ferne rücken.
In der Emilia-Romagna und Kalabrien wird an diesem Sonntag gewählt, und es geht auch um die Macht in Rom. Die Regierung in Italien ist angezählt. Nur eine neue Protestbewegung steht der rechten Lega noch im Weg.
Vom Schicksal verbannt: Ein dreistündiges Hörspiel inszeniert Vergils „Aeneis“ als atemlos erzählte Radioreportage.
Zögern, Zaudern und Rückschritte: Die Hoffnung auf Reformen in der Katholischen Kirche, die mit der Wahl von Papst Franziskus vor sechs Jahren verbunden waren, schwindet. Dieses Jahr könnte das entscheidende Jahr seines Pontifikats werden.
Fällt die „Rote Emilia“ oder gerät Salvini auf seinem Marsch auf Rom ins Stolpern? Gewinnt der frühere Innenminister mit seiner rechts-nationalistischen Allianz in der Emilia Romagna, könnte es Neuwahlen in Italien geben.
In der Emilia-Romagna sind seit 1948 die Linken an der Macht. Genau deshalb will das Rechtsbündnis um Salvini dort am Sonntag die Wahl gewinnen.
Er war seit langer Zeit umstritten, nun schmeißt Italiens Außenminister Luigi Di Maio als Parteichef der Fünf-Sterne-Bewegung nach einer emotionalen Rede hin. Ein weiterer Tiefschlag für die angeschlagene Partei, der am Sonntag ein Wahldebakel droht.
Vom einstigen Höhenflug der Fünf-Sterne-Bewegung in Italien ist kaum noch etwas zu spüren. Dass Außenminister Luigi di Maio jetzt offenbar die Konsequenzen ziehen und als Parteichef zurücktreten will, dürfte die Bewegung weiter schwächen.
Die neuen Erkenntnissen in Bezug auf die Lungenkrankheit dürften die Angst vor dem Virus schüren. Die Zahl der Infektionen steigt rasant. Auch an einem europäischen Flughafen gibt es erste Fieberkontrollen. Die WHO beruft nun ein Krisentreffen ein.
Während in Deutschland noch gestritten wird, macht die Bürgermeisterin von Rom Nägel mit Köpfen: Sie verhängt Fahrverbote für Diesel. Echte Umweltsünder dürfen dagegen weiter in die Stadt.
Die in Aussicht gestellte Option auf einen österreichischen Pass für deutsch- und ladinischsprachige Südtiroler hat Italien verärgert. Die neue Regierung in Wien hat sich von dem Projekt zwar verabschiedet. Aber die Debatte dürfte weitergehen.
Die Staatsanwaltschaft in Italien ist mit ihrer Beschwerde gegen die Freilassung von Carola Rackete gescheitert. Die deutsche Kapitänin des Rettungsschiffs „Sea-Watch 3“ war unerlaubt in den Hafen von Lampedusa eingelaufen.
Louise Erdrich gehört zu den großen Autorinnen der Gegenwart. Sie ist die Nachfahrin von deutschen Auswanderern und amerikanischen Ureinwohnern. Jetzt erscheint ihr phantastischer Roman „Die Wunder von Little No Horse“ in deutscher Übersetzung.
In Italien bezichtigen sich die politischen Gegner jeweils der Aufstachelung zu Hass und Gewalt. Die Presse ist mittendrin.
Die Themen im Umweltbereich wandeln sich beständig. Und wenn es um nachhaltiges Investieren geht, gibt es vor allem in der Zementproduktion große Probleme. So sieht es jedenfalls die norwegische DNB.
„Wie der Klimawandel das Römische Reich zu Fall brachte“: Althistoriker entdecken die Klimafrage für sich. Und verlieren dabei die eigentlich interessante Frage aus dem Blick.
Claus-Peter Reisch soll 300.000 Euro zahlen, weil er 2019 trotz einer Hafensperrung Migranten nach Sizilien gebracht hat. Die einst von Salvini erlassenen „Sicherheitsdekrete“ wurden noch nicht abgeschafft – aus Angst vor einem Popularitätsschub für den Lega-Chef.
Goethe gefiel es hier noch gut, heute ist der Brenner ein Nicht-Ort, der Völker trennt: Die Gedenktafeln auf dem Pass erzählen davon, wie es so weit kommen konnte.
Als einstige Kolonialmacht möchte Italien im Libyen-Konflikt eine Vermittlerrolle einnehmen. Doch ein geplanter diplomatischer Coup misslang – und die Opposition ereifert sich über den „Anfängerfehler“ der Regierung.
Nach dem Ausscheiden aus der Koalition strebt Matteo Salvini eine baldige Rückkehr in die italienische Regierung an – als Ministerpräsident. Dabei will er Teil einer speziellen Allianz werden.
Erst forschte sie im Nationalmuseum in Rom, dann im Schweizer Büro: eine deutsche Epigraphikerin liebt Latein und entschlüsselt Schriften.
Der Papst verlangt in seiner Neujahrspredigt mehr Mitsprache für Frauen bei Entscheidungen. In der katholischen Kirche ist das nach wie vor nicht der Fall.
Ob in Rom oder Bethlehem: Tausende Gläubige haben an Heiligabend an den berühmten Stätten der Christenheit der Geburt von Jesus gedacht. Für Franziskus ist es das siebte Weihnachtsfest als Papst.
Als Jesus von Nazareth geboren wurde, gab es schon einen Sohn Gottes: Kaiser Augustus. Der Religionswissenschaftler John Dominic Crossan über einen politischen Aktivisten, der gegen Rom und für die Fischer von Süd-Galiläa kämpfte.
Eine Großkundgebung in Rom ist der vorläufige Höhepunkt der Sardinen-Bewegung. Die italienischen Linken wollen den öffentlichen Raum und politischen Diskurs zurück. Lega-Chef Salvini hat die Herausforderung angenommen.
Vor einem Monat begannen sie als spontaner Flashmob in Bologna. Jetzt füllten die „Sardinen“ einen symbolträchtigen Platz in Rom. Sie wollen ein Italien ohne Rechtspopulismus.
Die Rettungsschiffe „Alan Kurdi“ und „Ocean Viking“ dürfen mit mehr als 120 Migranten an Bord Italien ansteuern. Ein Teil der Geretteten soll nach Deutschland kommen.
Auch unter Papst Franziskus sind die die Finanzen des Vatikans undurchsichtig geblieben. Nur soviel scheint fest zu stehen: die Lage ist desaströs.