Mit Moral aus der Klimakrise?
Je näher der Pariser Klimagipfel rückt, desto deutlicher der Stimmungswandel: Nicht Ideologie oder Apokalypsenrhetorik prägen die Debatte, sondern soziale Werte.
Je näher der Pariser Klimagipfel rückt, desto deutlicher der Stimmungswandel: Nicht Ideologie oder Apokalypsenrhetorik prägen die Debatte, sondern soziale Werte.
Wegen ihrer Weigerung, homosexuelle Paare zu trauen, kam die amerikanische Standesbeamtin Kim Davis in Beugehaft. Jetzt hat Papst Franziskus sie offenbar empfangen - und ihr für ihren Mut gedankt.
Zum ersten Mal seit 70 Jahren haben die Strafvollzugsbehörden in Georgia eine Frau hingerichtet. Zahlreiche Geistliche baten vergeblich um Gnade für Kelly Gissendaner. Sogar der Vatikan schaltete sich ein.
Deutlich wie nie zuvor hat Papst Franziskus eingestanden, dass auch Bischöfe Minderjährige sexuell missbraucht haben. Zum Abschluss seiner Reise durch Amerika betete er gemeinsam mit fünf Missbrauchsopfern.
Beim Besuch in den Vereinigten Staaten bleibt sich Franziskus seiner Linie treu, nicht im Dreieck Verhütung, Abtreibung, Homoehe zu verharren. Obamas progressive Gesellschaftspolitik aber lehnt der Papst ab.
Auf seiner Amerikareise hat Papst Franziskus ein Plädoyer für die Familie gehalten. Mit deutlichen Worten warb der Pontifex für mehr gesellschaftliche Unterstützung – auch wenn das Leben in einer Familie auch Schattenseiten habe.
Bei seinen öffentlichen Auftritten wird Papst Franziskus wie ein Rockstar gefeiert - zuletzt in New York und auf Kuba. Passend dazu veröffentlicht das Oberhaupt der katholischen Kirche sein erstes Musikalbum.
Man mag und muss darüber streiten, ob Papst Franziskus mit seiner bildreichen Sprache und seinen eindringlichen Gesten immer den richtigen Ton trifft. Doch an Authentizität kann es niemand mit ihm aufnehmen.
In New York hat sich die Weltgemeinschaft versammelt, es ist ein neues Superlativ in der Stadt der Superlative. Die Botschaft: Wir meinen es ernst.
In seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York fordert der Papst eine Reform des Sicherheitsrats, des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank. Franziskus geißelt „egoistisches und grenzenloses Streben nach Macht und materiellem Wohlstand“.
Als erster Papst hat Franziskus vor dem amerikanischen Kongress gesprochen. Deutliche Kritik übt er an „ungerechten Strukturen“ des Kapitalismus. Angesichts einer weltweiten Flüchtlingskrise ruft er dazu auf, „menschlich, gerecht und brüderlich zu handeln“.
Ob Klimawandel, Flüchtlinge oder Menschenrechte – bei seinem ersten Besuch in den Vereinigten Staaten sind sich Franziskus und Barack Obama in fast allem einig. Deutlicher wird der Papst gegenüber anderen.
Franziskus hat auf dem Flug nach Washington versichert, er sei „kein Linker“. Im Weißen Haus warnt er vor der Zerstörung der Ehe. Doch die Demokraten hören: Klimaschutz und Kapitalismuskritik.
Die von ihr geführte oberste amerikanische Umweltschutzbehörde EPA setzte das Untersuchungsverfahren gegen VW wegen Manipulationen der Abgaswerte in Gang. Doch EPA-Chefin Gina McCarthy steht selbst politisch unter Druck.
Es ist seine erste Visite bei Präsident Obama: Papst Franziskus ist zu seinem Besuch in den Vereinigten Staaten eingetroffen. Bis Sonntag wird er neben Washington auch New York und Philadelphia besuchen.
Am heutigen Dienstag wird Papst Franziskus in den Vereinigten Staaten erwartet. Noch ist der katholische Oberhirte auf beiden Seiten des politisch-ideologischen Grabens im Land populär. Doch das könnte sich schon bald ändern.
„Diese Wirtschaft tötet“, sagt Präsident Raúl Castro zur Begrüßung des Papstes in Kuba – ein Zitat aus dem Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“. Wenig später trifft Franziskus wie sein Vorgänger Benedikt auf Fidel Castro.
Früher war Michael Diegmann Banker, mittlerweile hält er Havanna sauber. Davon profitiert auch der Papst bei seinem Besuch in Kuba. Ohne Diegmann müsste Franziskus die Vesper heute in einer heruntergekommenen Kathedrale feiern.
Papp-Päpste, Papst-T-Shirts und Papst-Aufkleber für Autokennzeichen und Hundemarken: Wenn Franziskus in der kommenden Woche die Vereinigten Staaten besucht, ist das ein großer Rummel.
Papst Franziskus ist in Kuba eingetroffen und hat gleich zu Beginn seines Besuchs mehr Freiheiten für die Kirche gefordert. Seit der letzten Papst-Visite hat sich aber in dem kommunistischen Land bereits viel verändert.
Die „Unterdrücker“ in Kuba sind nicht Kapitalisten, sondern eine Clique, die ein ganzes Volk im Namen der kommunistischen Ideologie seiner Freiheit beraubt. Wird der Papst auch daran bei seinem Besuch Anstoß nehmen?
Der Papst ist unterwegs nach Kuba. Mitten im Alltag des Zerfalls fällt ein Lichtschein der Hoffnung auf die Karibikinsel. Aber wird der Pontifex in dem sozialistischen Staat mehr sehen als potemkinsche Dörfer?
Beim Toro-de-la-Vega-Turnier soll an diesem Dienstag wieder ein Stier sterben. Der sozialistische Bürgermeister von Tordesillas ist für den Kampf - und bekam schon Morddrohungen. Den Stier lässt er mit besonderen Mitteln vor den Tierschützern schützen.
Weil Papst Franziskus seine Sommerresidenz nicht selbst für Urlaube nutzt, öffnet er sie für Besucher. Ein historischer Zug bringt Gäste vom Vatikan nach Castel Gandolfo. Das Museum dort ist jedoch keine Attraktion.
Die Wiedereinführung der deutschen Grenzkontrollen hat Folgen: Menschenrechtler befürchten nun in Ungarn eine Katastrophe. An den Grenzen in Österreich bilden sich kilometerlange Staus. Derweil fordert Papst Franziskus Europa auf, alle Flüchtlinge aufzunehmen.
Saudi-Arabien verbietet die aktuelle arabische Ausgabe des Magazins „National Geographic“. Anlass ist das Cover und möglicherweise auch die Titelgeschichte.
Eine Scheidung im zivilrechtlichen Sinne kennt die katholische Kirche nicht. In bestimmten Fällen aber können kirchliche Ehen für ungültig erklärt werden. Das entsprechende Verfahren vereinfacht der Vatikan nun.
Der ungarische Bischof Laszlo Kiss-Rigo sorgt mit drastischen Äußerungen für Aufsehen. Muslimische Flüchtlinge in seinem Land seien eine Bedrohung und außerdem arrogant. Franziskus habe keine Ahnung von der Situation.
Ungarns Regierungschef Orban hat Österreich und Deutschland vor den Folgen ihrer Flüchtlingspolitik gewarnt. Der CSU-Vorsitzende Seehofer verlangt von Bundeskanzlerin Merkel eine klare Positionierung in der Flüchtlingsfrage.
Papst Franziskus braucht neue Brillengläser. Im Zentrum Roms hat er deswegen einen Optiker besucht. Das sollte möglichst unauffällig geschehen - was nicht ganz gelang.
Eigentlich gilt der Schwangerschaftsabbruch in der Katholischen Kirche als „verabscheuungswürdiges Verbrechen“. Jetzt erlaubt Papst Franziskus seinen Priestern, Abtreibungen zu vergeben - allerdings nur auf Zeit.
„Warum hast du zwei Mütter?“: Seit Monaten wird in Italien über die Kinderbücher von Francesca Pardi diskutiert. Der Papst schickte der lesbischen Autorin Segenswünsche - die aber nicht falsch verstanden werden dürften, stellt nun der Vatikan klar.
Einst war er Botschafter des Papstes in der Dominikanischen Republik. Der Vatikan hatte ihn wegen Missbrauchs Minderjähriger angeklagt. Nun wurde Józef Wesolowski tot aufgefunden.
Das hätte dem gelernten Schuhmachermeister und Sozialreformer Adolph Kolping gefallen: Der emeritierte Papst Benedikt XVI. spendet seine roten Schuhe für ein gemeinnütziges Projekt.
Erst hieß es nein, nun wartet man noch auf eine Antwort: Bei der Frage, ob der ehemalige Limburger Bischof Tebartz van-Elst Schadenersatz nach dem Finanzskandal zahlen soll, herrscht Verwirrung.
Jedes Jahr pilgern sechs Millionen Menschen nach Lourdes. Sie glauben an die heilende Kraft des Wassers aus der Grotte. Die Pilger wollen das Wunder – und fürchten es zugleich. Ein Besuch.