Rituelle Ablenkung vom Täternetzwerk
Haben deutsche Bischöfe Minderjährige missbraucht? Gibt es in der Kirche Täternetzwerke wie anderswo? Eine Kanzlei sagt, dafür gebe es keine Hinweise. Wurde wirklich danach gesucht?
In Spanien können sich Missbrauchsopfer künftig an den staatlichen Ombudsmann wenden. Die meisten der bis zu 3000 Opfer hatten bisher der Kirche misstraut.
Haben deutsche Bischöfe Minderjährige missbraucht? Gibt es in der Kirche Täternetzwerke wie anderswo? Eine Kanzlei sagt, dafür gebe es keine Hinweise. Wurde wirklich danach gesucht?
Ein neuer Bericht zum Missbrauch im Bistum Trier zeigt: Es gab seit 2010 deutliche Fortschritte – aber immer noch Versäumnisse. Opfer vermissen die Perspektive der Betroffenen.
Die Päpstliche Kinderschutzkommission attestiert Italiens Bischöfen große Defizite im Umgang mit Missbrauch. Die Bischofskonferenz bedankt sich und sagt, die Zahlen seien unvollständig.
Gegen Woelki klagen Missbrauchsbetroffene jetzt vor dem Vatikan. Aber jeder Unmut, der dem Kardinal entgegenschlägt, bestärkt ihn nur darin, sich als unschuldig leidender Gottesknecht zu sehen.
Im Prinzip ja, im konkreten Fall nein: Wieder einmal hat eine Betroffene von sexuellem Missbrauch durch Geistliche das Nachsehen. Die Haltung des Kölner Landgerichts ist verstörend.
Beging ein Priester sexuellen Missbrauch als Privatperson? In einem konkreten Fall meint das Landgericht Köln: ja. Die Kirche muss damit nicht für seine Taten haften.
Die Missbrauchsstudie für das Bistum Fulda zeigt: Die Vertuschung dieser Fälle war schon lange vor dem Missbrauchskandal ein Thema für Justiz und Medien. Der Fall von Erzbischof Johannes Dyba.
Sexualisierte Gewalt ist nicht nur ein Problem der katholischen Kirche. Das ist nur eine beunruhigende Erkenntnis der nationalen Missbrauchsstudie.
In Indien haben Männer das Sagen. Eine Nonne setzt sich für die Rechte von Frauen ein – und gegen sexuelle Gewalt an Ordensleuten.
Missbrauchsfälle +++ Antike Ausnahme +++ Transparentere Finanzen +++ 8. Mai 1945 +++ Karfreitag
Das Hilfswerk Missio zeigte jahrelang die Sammlung eines Priesters, der Minderjährige missbraucht haben soll. Betroffene baten vergeblich darum, sie zu entfernen. Ein Gutachten wirft Fragen gegenüber zwei Bischöfen auf.
Bei einem Hackerangriff auf die Deutsche Bischofskonferenz sollen laut einer Betroffeneninitiative auch Daten von Missbrauchsopfern gestohlen worden sein. Die Bischofskonferenz dementiert.
Nach einem Bischofsrücktritt und zahlreichen Missbrauchsfällen versucht die englische Kirche einen vorsichtigen Neuanfang. Den Opfern geht er nicht weit genug.
Die Kirche in Italien unternimmt allenfalls Trippelschritte in der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen. Nur in Südtirol wagt man eine unabhängige Untersuchung.
Vor 15 Jahren wurde der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche öffentlich. Bis heute seien viele Opfer nicht angemessen entschädigt worden, kritisiert die Betroffeneninitiative „Eckiger Tisch“.
Spirituelle, gesellschaftliche und politische Fliehkräfte machen die Suche nach einem Nachfolger von Erzbischof Justin Welby schwierig. Der musste wegen Vertuschung sexuellen Missbrauchs zurücktreten.
Vergewaltigungen, Elektroschocks, Sterilisation: Bis zu 200.000 Menschen in Obhut von Staat und Kirche wurden in Neuseeland missbraucht. „Es hätte nie passieren dürfen“, sagt Ministerpräsident Luxon nun. Manche zweifeln an seiner Aufrichtigkeit.
Das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, Justin Welby, hat zugegeben, die Behörden über einen Fall von schwerem Missbrauch nicht informiert zu haben. Opfer sowie eine Bischöfin hatten seinen Rücktritt gefordert.
Die EKD präsentiert Standards für den Umgang mit Missbrauch. Es muss noch mehr geschehen, auch beim Zusammenwirken innerhalb der Kirche..
Die EKD befasst sich gleich mit zwei heiklen Themen: Es geht um Kirchenasyl und den Umgang mit Missbrauch. Die zurückgetretene Ratsvorsitzende Kurschus erhält warmen Applaus, für ihre Nachfolge steht Kirsten Fehrs bereit.
In Frankreich flammt die Debatte um Missbrauch in der katholischen Kirche neu auf. Auslöser ist eine Statue des Künstlers James Colomina, die den toten Priester Abbé Pierre mit erigiertem Penis zeigt. Über Jahrzehnte missbrauchte er Minderjährige.
Erstmals legt die vatikanische Kinderschutzkommission einen Jahresbericht vor. Darin zeigt sich, dass das Thema vor allem in der südlichen Hemisphäre noch immer kaum angekommen ist.
„Liebesbeziehung“ oder „gesundheitliche Probleme“: Eine Missbrauchsstudie für das Bistum Osnabrück zeigt, mit welchen Narrativen Missbrauch von Tätern und Bistumsleitung verharmlost oder verheimlicht wurde.
Die Worte, die der Papst in Belgien zum Missbrauch wählte, waren nicht hohl. Der Papst sprach vom „Verbrechen“ des Missbrauchs. Dem müssen Taten folgen. Das betrifft auch eine Debatte über den Zölibat.
In Belgien spricht Franziskus klare Worte und weicht dabei von seinem Manuskript ab. Laut dem Regierungschef des Landes reichen Worte bei den vielen Fällen des Missbrauchs aber nicht mehr aus.
Für seinen Kampf gegen Armut wurde Abbé Pierre in Frankreich wie ein Nationalheiliger verehrt. Jetzt werden immer neue Missbrauchsfälle bekannt. Hat die Kirche sie vertuscht?
Der slowenische Pater und Mosaikkünstler Marko Rupnik wird des Missbrauchs von Ordensschwestern verdächtigt. Auch Papst Franziskus gilt als Fan seiner Werke. Nun tobt Streit, ob die weiter gezeigt werden sollten.
Skulptur „Schreitender Stier“ mit Farbe beschmiert +++ Autofahrerin bei Auffahrunfall schwer verletzt +++ Schiff reißt Fahrwassertonne auf Rhein ab +++ Der Liveblog für Frankfurt und Hessen.
Gegen den verstorbenen Hildesheimer Bischof Janssen werden neue Missbrauchsvorwürfe erhoben. Zum ersten Mal liegen in Deutschland damit „plausible“ Anschuldigungen gegen einen Bischof vor.
Landesbischof Ralf Meister soll sich nicht genug für die Aufklärung von Missbrauchsfällen eingesetzt haben – Opfer fordern seinen Rücktritt. Die Kirche hält aber noch an ihm fest.
Ulrich L. Lehner legt eine Studie über den Missbrauch an Jesuiten im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert vor.
Jahrelang hat der Künstler und Geistliche Marko Rupnik Nonnen missbraucht. Bis heute hat die Kirche gegen ihn keine Sanktionen verhängt. Immer noch werde die Gewalt gegen die Frauen verdrängt und vertuscht, klagen die Opfer.
„Unsensibel und falsch“ sei der Umgang der hannoverschen Landeskirche mit dem Missbrauchsfall von Oesede gewesen. Doch sein Amt will der zuständige Bischof deswegen nicht aufgeben.
Die ForuM-Studie zu sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche sorgt auch bei der Frankfurter Stadtsynode für Diskussionen.
Der Psychiater Harald Dreßing hat Sexualdelikte in beiden Kirchen erforscht. Sein Ergebnis: Priester und Pfarrer sind nicht anfälliger als andere Männer - aber kirchliche Strukturen begünstigen die Verbrechen.
Vor dem Landgericht Schweinfurt muss sich ein mutmaßlicher Sektenführer wegen Vergewaltigung und schwerer Körperverletzung verantworten. Bei einer „Dämonenaustreibung“ soll der Angeklagte eine Frau schwer misshandelt haben.