Zu retten ist bei Woelki nichts mehr
Gegen Woelki klagen Missbrauchsbetroffene jetzt vor dem Vatikan. Aber jeder Unmut, der dem Kardinal entgegenschlägt, bestärkt ihn nur darin, sich als unschuldig leidender Gottesknecht zu sehen.
Die deutschen Bischöfe wählen einen neuen Vorsitzenden. Wer Italienisch kann, ist im Vorteil. Aber einen Favoriten gibt es nicht. Sicher ist nur, wer es nicht wird.
Gegen Woelki klagen Missbrauchsbetroffene jetzt vor dem Vatikan. Aber jeder Unmut, der dem Kardinal entgegenschlägt, bestärkt ihn nur darin, sich als unschuldig leidender Gottesknecht zu sehen.
Beging ein Priester sexuellen Missbrauch als Privatperson? In einem konkreten Fall meint das Landgericht Köln: ja. Die Kirche muss damit nicht für seine Taten haften.
Wenn es um den Schutz von Tätern und die Erniedrigung von Betroffenen ging, waren sich alle einig, gleich ob radikal, liberal oder reaktionär.
Die langjährige Sekretärin des früheren Kölner Erzbischofs hat Woelki durch ihre Aussagen schwer belastet. Jetzt lässt der Kardinal die Glaubwürdigkeit der Frau infrage stellen – 2015 galt sie intern noch als „absolut integer“.
Kölns Erzbischof soll vom Prostituierten-Kontakt eines Priesters mehr gewusst haben, als er behauptet. Die Zeugin sagt: „Die Lügen müssen aufhören.“
Kardinal Woelki beförderte einen Priester, der sich mit einem jugendlichen Prostituierten eingelassen hatte. Woelki sagt, er habe davon nur „gehört“. Aber eine Äußerung seines Anwalts könnte nun unbequem für ihn werden.
Bischöfe wie Rainer Maria Kardinal Woelki führen ein Kirchenregiment im permanenten Notstandsmodus. Die Bindung an das Recht, und sei es nur das der eigenen Kirche, hat in ihrem Weltbild keinen Platz.
Dass man sich in Köln die Zeit unter Kardinal Meisner zurückwünschen könnte, war bis vor einigen Jahren nahezu ausgeschlossen. Doch sein Nachfolger Woelki hat auch das geschafft.
In Köln lässt sich immer deutlicher besichtigen, welche Spuren der Verwüstung Kardinal Woelki hinterlassen hat – in persönlichen wie finanziellen Bilanzen.
Der Kölner Erzbischof kehrt an diesem Aschermittwoch nach fast fünf Monaten aus seiner „geistlichen Auszeit“ zurück. Niemand weiß, wie es im Bistum mit ihm weitergehen soll.
Am Donnerstag wird ein Gutachten zu sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche veröffentlicht. Es geht darin um einen Priester als Täter – und um die Rolle des vormaligen Papstes.
Der Gesandte des Papstes geißelt den deutschen „Synodalen Weg“ als Alleingang. Nur der Pontifex könne als „Hirte und Lehrer aller Christen“ sprechen, sagt Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin.
Die Vertrauenskrise im Erzbistum Köln hat sich zugespitzt, die Gemeinden implodieren. Bringt jetzt die Untersuchung des Vatikans Licht ins Dunkel des Missbrauchsskandals?
Der frühere Kölner Kardinal Meisner hatte behauptet, „nichts geahnt“ zu haben vom Ausmaß sexuellen Missbrauchs in seinem Erzbistum. Das Missbrauchsgutachten widerlegt die Aussage von Woelkis Vorgänger.
Das Gutachten, das Erzbischof Woelki jetzt vorlegte, zeigt das ganze Ausmaß der Pflichtverletzungen im Erzbistum Köln. Wie konnten die Beteiligten glauben, dass sie davonkommen?
Dem Kölner Erzbischof Woelki werden im neuen Missbrauchsgutachten keine Pflichtverletzungen vorgeworfen. Schwer belastet wird jedoch der Hamburger Erzbischof Stefan Heße.
Die Enthüllungen im Erzbistum Köln bringen einen alten Fall wieder ans Licht. Ein Priester soll drei Mädchen missbraucht haben. Die Akten zeigen, wie zwei heutige Bischöfe gegen geltende Leitlinien verstießen.
Im Streit über den Umgang mit Missbrauchsfällen stellen sich in Köln immer mehr Geistliche gegen ihren Erzbischof. Ist der noch zu halten? Und würde ein Rücktritt etwas ändern?
Hat der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki 2015 einen Missbrauchsfall vertuscht? Der Verdacht wurde nach Rom gemeldet. Doch der Vatikan ließ die selbstgesetzte Antwortfrist verstreichen.
Rainer Maria Woelki wollte als schonungsloser Aufklärer in die Annalen der katholischen Kirche eingehen. Stattdessen rettet er sich nun vor der Rache der Verantwortlichen. Und instrumentalisiert dafür auch noch die Betroffenen.
Der katholische Hamburger Erzbischof Stefan Heße soll vor Jahren einen Priester gedeckt haben, der seine drei Nichten missbraucht hatte. Trotz eines Geständnisses wurde der Geistliche schon bald wieder in der Seelsorge eingesetzt.
Über die Vertuschung sexueller Gewalt durch frühere katholische Bischöfe werden immer mehr Details bekannt. Doch vielen Bistümern fehlt der Wille zu einer Aufarbeitung – ein fataler Zustand für die Opfer.
Die Auktion mit Alter und moderner Kunst bei Lempertz in Köln hat hohe Umsätze gebracht. Dazu trug auch die Versteigerung der Werke aus dem Nachlass von Joachim Kardinal Meiser bei. Ein Blick auf die Ergebnisse.
Lempertz präsentiert in zwei Auktionen am 16. Mai Altmeister und Werke des 19. Jahrhunderts. Darunter finden sich ein Klappaltar aus dem 14. Jahrhundert und das einfühlsame Porträt einer französischen Kammerzofe.
Der Kölner Dom war von Anfang an mehr als nur ein Gotteshaus. Er war Nationaldenkmal, Einheits-, Friedens- und Fortschrittssymbol, Monument für den politischen Machtanspruch der Erzbischöfe. Doch wofür steht er heute?
Die Stelle für seine Beisetzung im Kölner Dom hat Kardinal Meisner selbst gewählt. An der Trauerfeier nahmen am Samstag zahlreiche Erzbischöfe teil. Überraschend meldete sich auch ein alter Weggefährte zu Wort.
Mehr als 25 Jahre stand er an der Spitze des Erzbistums Köln. Seine erzkonservativen Ansichten waren umstritten, seine den Menschen zugewandte Art wurde geschätzt. Am Mittwoch starb er im Alter von 83 Jahren.
Joachim Kardinal Meisner stemmte sich gegen jede Form des Zeitgeistes in der Kirche. Für halbe Sachen war er nie zu haben. Wehe all dem, was sich nicht in sein Weltbild fügte.
Immer wieder entfachte er Diskussionen – und wurde oft heftig kritisiert: Ein Überblick über die umstrittenen Äußerungen von Joachim Kardinal Meisner.
Im Alter von 83 Jahren ist Kardinal Joachim Meisner gestorben. Der frühere Erzbischof von Köln scheute nie vor deutlichen Worten zurück. Er war der wohl umstrittenste deutsche Kirchenführer.
Mit dem Papst am Swimmingpool liegen – dieses Vergnügen hatten wohl noch nicht viele Menschen. Joachim Kardinal Meisner hat genau das erlebt. Warum die Audienz im Liegestuhl bei Johannes Paul II. trotzdem kein uneingeschränktes Vergnügen war, erzählt der Kardinal im Gespräch mit Matthias Brender.
Die katholische Kirche in Norddeutschland hat ein neues Oberhaupt. Für das Erzbistum Hamburg ist die Bestellung eines Kölners gleichwohl ein kleiner Kulturschock.
Kardinal Meisner spricht im Interview über seine Kindheit in Schlesien, Heilige Messen ohne Publikum, die Bedeutung des Festes der Familie und seinen Geburtstag am ersten Weihnachtstag.
Der Kardinal kehrt heim. Rainer Maria Woelki ist am Samstag als neuer Erzbischof von Köln eingeführt worden. Dort werden sich viele wundern. Berlin hat den Rheinländer verändert.
Das Kölner Domradio ist vielleicht die wichtigste Hinterlassenschaft des emeritierten Erzbischofs Joachim Kardinal Meisner. Hier zeigen Katholiken, wie lebendig Kirche sein kann. Ein Redaktionsbesuch.
Rainer Maria Kardinal Woelki wird Erzbischof von Köln. Der Dreiervorschlag des Domkapitels wurde in Rom übergangen. Der Vatikan erstellte eine neue Liste.