„Eine Menge Kohle hingeschaufelt“
Konservativ, katholisch, elitär verbunden. Das sind die Ritter des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Ihre Aufgabe: Sammeln und im Nahen Osten die Fahne der Christenheit hochhalten. Auch jetzt, auch im Krieg.
Konservativ, katholisch, elitär verbunden. Das sind die Ritter des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Ihre Aufgabe: Sammeln und im Nahen Osten die Fahne der Christenheit hochhalten. Auch jetzt, auch im Krieg.
Hilflos sieht die Staatengemeinschaft zu, wie in Gaza die vierte Woche eines Kriegs beginnt, dem schon mehr als tausend Menschen zum Opfer gefallen sind. Sowohl Israel als auch die Hamas glauben noch immer, sie könnten durch die Kämpfe etwas gewinnen.
Antisemitismus ist einfach irre nützlich. Er entspringt einer fundamentalen Verzagtheit an der Moderne und reduziert die Komplexität der Probleme auf eine Ursache.Neid und Hass gehen dabei Hand in Hand.
Israels Ministerpräsident Netanjahu will vorerst keine neue Waffenruhe ausrufen. Zuvor hatte sich die palästinensische Hamas bereit erklärt, die Angriffe für 24 Stunden einzustellen. UN-Generalsekretär Ban fordert derweil eine längere „Pause der Gewalt“.
Die Waffenruhe von Samstagabend ist gescheitert - und mit ihr der Verhandlungsversuch des amerikanischen Außenministers und der Vereinten Nationen. Im Grunde wollen die israelische Regierung und die Hamas nicht verhandeln. Sie wollen kämpfen.
Die Hamas hatte erst gar nicht zugestimmt, nun beendet auch Israel die einseitig versprochene Waffenruhe. Die Armee werde ihre Angriffe aus der Luft, vom Meer und vom Boden aus fortsetzen, sagte ein Militärsprecher. Schuld sei die Hamas.
Ein Protestmarsch gegen die israelische Offensive im Gazastreifen in Paris ist eskaliert: Zwischen propalästinensischen Demonstranten und der Polizei kam es zu teils heftigen Krawallen. Zahlreiche Teilnehmer wurden festgenommen.
Wieder haben Palästinenser und Israel-Kritiker in der Frankfurter Innenstadt gegen die Militäroffensive in Gaza demonstriert. Die Veranstaltung blieb diesmal friedlich. Radikalen Demonstranten hatten die Veranstalter selbst eine Absage erteilt.
Mehr als 1000 Menschen sind seit Beginn des Gazakrieges ums Leben gekommen, darunter zahlreiche Kinder. Viele Palästinenser sind auf der Flucht. Doch der Tod droht überall. Die Vereinten Nationen warnen vor Kriegsverbrechen.
Palästinensische Rettungskräfte nutzen die zwölfstündige Feuerpause in Gaza, um Dutzende Leichen zu bergen. Der amerikanische Außenminister Kerry und mehrere Kollegen fordern derweil, die Waffenruhe zu verlängern.
Seit Samstagmorgen gilt im Gazastreifen eine halbtägige Feuerpause. Israels Armee kündigte jedoch an, weiterhin Tunnel der Hamas zu zerstören. Zudem tötete die Luftwaffe wenige Stunden vor Inkrafttreten der Waffenruhe 20 Menschen.
Israel hat den Vorschlag des amerikanischen Außenministers für eine Waffenruhe in Gaza abgelehnt, will nun aber zumindest für zwölf Stunden das Feuer einstellen. Eine internationale Außenminister-Konferenz soll am Samstag eine langfristige Lösung finden.
Laut der Deutsch-Israelischen Gesellschaft haben Demonstranten bei Protesten gegen Israel antisemitische Parolen skandiert und den Hitlergruß gezeigt. Nun fordert die Jüdischen Gemeinde Auflagen für Demos.
Die Gefechte dauern an, die Lufthansa fliegt trotzdem von Samstag an wieder nach Tel Aviv. Bis alle Verbindungen wieder planmäßig verkehren, dauert es aber noch.
Trotz Regens zogen mehrere hundert Demonstranten für und gegen Israel durch Berlin. Obwohl es immer wieder Aggressionen gab, hatte die Polizei die Lage unter Kontrolle.
Der Gaza-Konflikt wird auch im Internet ausgetragen. Die Hamas verfolgt dort eine neue Strategie: mehr Sachlichkeit, weniger Emotionen. Das soll westliche Leser überzeugen.
Das Justizministerium arbeitet seine Vergangenheit auf. Justizminister Maas erhält dafür den Preis der Union Progressiver Juden. Auf die antisemitischen Töne auf den Demonstrationen gegen Israel geht er erst am Schluss ein.
Zum Wochenausklang hielten sich die Investoren vornehm zurück. Die Konflikte in Israel und der Ukraine machen die Anleger ängstlich. Auch der Ifo-Index gibt wenig Grund zur Hoffnung.
Amerikas Außenminister Kerry legt einen Vorschlag für eine Waffenruhe im Gazastreifen vor. Israel müsste sich dazu nicht aus dem Gazastreifen zurückziehen. Wie reagiert die Hamas?
In Berlin und anderen Städten gibt es seit Freitagnachmittag wieder Proteste gegen Israel. Politiker warnen die Demonstranten vor antisemitischen Übergriffen. Der israelische Botschafter verteidigt auf einer Gegenkundgebung den Militäreinsatz gegen die Hamas.
Der amerikanische Außenminister Kerry schlägt Israel und der palästinensischen Hamas vor, die Kämpfe für eine Woche einzustellen. Angeblich darf Israel in dem Zeitraum aber weiter Tunnel im Gazastreifen zerstören.
Bei einem israelischen Beschuss einer UN-Schule sind nach palästinensischen Angaben mindestens 17 Menschen getötet worden. Israels Armee beschuldigt die Hamas, vom Schulgelände aus Raketen abgeschossen zu haben.
Der israelische Präsident Peres scheidet aus dem Amt. Den Kampf für den Frieden will er aber weiter führen. Wenn auch mit einem Nachfolger, der nicht seiner Meinung ist.
Israel und Amerika wurden überstimmt, Europa enthielt sich: Der Menschenrechtsrat der UN fordert eine Untersuchungskommission für den Gazastreifen. Auch mögliche Kriegsverbrechen Israels und der Hamas kamen zur Sprache.
Amerikanische Fluggesellschaften dürfen den Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv wieder anfliegen. Israel lobt die Entscheidung der Luftfahrtbehörde FAA. Augenzeugen in Gaza berichten von neuen Bombenangriffen durch die israelische Armee.
Folgen des Gaza-Konflikts: Ein Testspiel zwischen Haifa und Lille muss abgebrochen werden, weil propalästinensische Fußballfans das Spielfeld stürmen. Ein Testspiel von Paderborn findet nun unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt.
Der Gaza-Krieg hat Israel schon jetzt Hunderte Millionen Euro gekostet. Dass die Flüge aus dem Ausland ausbleiben, schmerzt besonders. Für die Hamas ist es ein Triumph.
Zahlreiche Fluggesellschaften haben ihre Verbindungen zum internationalen Flughafen in Tel Aviv eingestellt. Israel bietet nun einen Militärflughafen in der Negev-Wüste als Alternative an. Die Kämpfe in Gaza gehen weiter.
Die ausgesetzten Flüge nach Tel Aviv offenbaren das Dilemma der Regierung Netanjahu. In einem asymmetrischen Krieg ist das ein strategischer „Sieg“ der Hamas. Den Preis dafür, die vielen Tote in Gaza, zahlt sie gerne.
Sie suchen nach Aufregern, haben den Humor von Erich Honecker und die Debattenkultur des Politbüros: Berufsempörte ruinieren den Netzdiskurs. Sieben besonders unerfreuliche Gruppen aus sechs Jahren Bloggerei.
Nach Tagen antisemitischer Hetze auf Demonstrationen gegen die israelische Militäroffensive setzt Bundespräsident Joachim Gauck ein starkes Zeichen. Zuvor hatte er mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden telefoniert.
Proteste gegen Israel münden in Gewalt. In Deutschland werden Juden auf offener Straße angegriffen. Gibt es eine neue antisemitische Koalition? Ein Gespräch mit Raphael Gross vom Fritz-Bauer-Institut.
Nach Amerikas Flugverbot herrscht immer noch reges Treiben am Flughafen in Tel Aviv. Nur 80 Flüge wurden gestrichen. Wer aus Europa nach Israel fliegen will, findet noch Fluggesellschaften.
Die CDU in Frankfurt hat nach den Ausschreitungen bei einer Anti-Israel-Demonstration Strafanzeige gegen unbekannt gestellt. Die Stadt betont ihre Solidarität und Freundschaft mit Israel.
Viele Luftverkehrsgesellschaften fliegen Tel Aviv aus Sicherheitsgründen nicht mehr an. Das trifft Israel. Die Deutsche Bank treffen Vorwürfe der Fed wegen schlampiger Rechnungslegung.
Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich am Dienstag relativ unbeeindruckt von den Krisen in der Ukraine und in Israel. Der Dax geht mehr als ein Prozent fester aus dem Handel.