Heimvorteil im Häuserkampf
Die Hamas setzt den Soldaten Israels zu. Viele von ihnen hatten keine Kampferfahrung, bis sie in Gaza unter heftigen Beschuss gerieten.
Die Hamas setzt den Soldaten Israels zu. Viele von ihnen hatten keine Kampferfahrung, bis sie in Gaza unter heftigen Beschuss gerieten.
Die Appelle des israelischen Verkehrsministers waren vergebens: Aus Angst vor Raketenbeschuss haben zahlreiche Fluggesellschaften ihre Flüge nach Tel Aviv gestrichen, darunter Lufthansa und Air Berlin.
Sie waren gerade erst aus dem Norden nach Gaza-Stadt geflüchtet: Bei einem israelischen Raketenangriff mitten im Stadtzentrum sind offenbar sieben Mitglieder einer deutsch-palästinensischen Familie getötet worden.
Israel führt Krieg - und zum ersten Mal wird er von der arabischen Welt gebilligt. Die Feinde von gestern entdecken gemeinsame Interessen - und neue gemeinsame Feinde. Für Israel, Saudi-Arabien und Ägypten sind die Muslimbrüder bedrohlicher als der Palästinakonflikt.
Yakov Hadas-Handelsman äußert sich entsetzt über die antisemitischen Parolen auf Kundgebungen zum Gaza-Konflikt. Die Meinungsfreiheit werde von Islamisten sowie Rechts- und Linksextremisten missbraucht.
Alle, die anders denken, gelten als Saboteure: Wie die Gedankenpolizei meine Heimat dominiert und warum sich die wahren Probleme nicht einfach wegbomben lassen. Ein Gastbeitrag des israelischen Schriftstellers Etgar Keret.
Auch, wenn Amerika nun humanitäre Hilfe für den Gazastreifen gibt: Der Konflikt hat schon mehr als 500 Menschenleben gefordert und droht noch blutiger zu werden. Israels Offensive gegen militante Palästinenser entwickelt sich zum verlustreichen Häuserkampf.
Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas gerät zunehmend unter Druck. Seine Unbeliebtheit nimmt zu – der Hamas wird für das Leid der Menschen in Gaza nicht die Schuld gegeben.
Die von Peter Ullrich konstatierte „diskursive Hyperkomplexität“ bewegt sich zwischen den Extremen einer unkritischen Israel-Solidarität auf der einen Seite und einer ans Antisemitische grenzenden, ebenso uneingeschränkten Israel-Kritik auf der anderen Seite.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland zeigt sich entsetzt über den offenen Antisemitismus bei den Demonstrationen gegen den israelischen Militäreinsatz. Bei einer Kundgebung in Göttingen blieb es nicht bei Parolen.
Im Pariser Vorort Sarcelles eskalieren Proteste gegen das israelische Vorgehen im Gazastreifen. Demonstranten liefern sich vor zwei Synagogen Straßenschlachten mit der Polizei. Der französische Innenminister Cazeneuve verurteilt die antisemitischen Exzesse.
Die vom UN-Sicherheitsrat geforderte Feuerpause im Gazastreifen ist vorerst nicht in Sicht. Bei Gefechten zwischen der israelischen Armee und Hamas gibt es weitere Tote. Nach palästinensischen Angaben wurden vier Menschen beim Beschuss eines Krankenhauses getötet.
Im Gaza-Streifen tobt ein Krieg, der ebenso Unschuldige das Leben kostet wie der Abschuss von Flug MH 17 in der Ukraine. Dagegen nehmen sich die Wirtschaftsnachrichten trivial aus.
In der Linkspartei ist Kritik an Israel weit verbreitet. Doch nach den Ausschreitungen in Essen regt sich Widerstand aus den eigenen Reihen.
Die Zahl der Toten und Verletzten in Gaza steigt weiter, tausende Palästinenser sind auf der Flucht. Israelische Soldaten gerieten bei der Offensive unter starken Beschuss, 13 wurden getötet. Eine von der Hamas gemeldete Entführung dementierte Israel.
Das Leid der Zivilbevölkerung wird weitergehen. Denn die israelische Armee hat gerade erst begonnen, ihre Ziele abzuarbeiten. Und allein mit einer Bodenoffensive wird es ihr nicht gelingen, der Hamas ihre Terrorbasis zu entziehen.
Die Angst der Stadt Frankfurt vor erneuten Ausschreitungen war groß. Doch eine Kundgebung am Sonntag gegen den israelischen Einsatz in Gaza ist friedlich geblieben.
Tausende Palästinenser verlassen ihre Heimat, sie fliehen vor dem Krieg. Auf den Straßen im Gazastreifen liegen Tote und Verletzte – und Israel droht, die Offensive in Gaza „signifikant auszuweiten“. Bilder eines schrecklichen Krieges.
Die neue Runde des alten Konflikts ist für viele Kinder im Gazastreifen schon der dritte Waffengang, den sie miterleben. 50.000 von ihnen brauchen dringend professionelle Hilfe, um Verletzungen und den Tod von Verwandten zu verarbeiten.
Mindestens 87 Palästinenser sind am Sonntag nach Angaben von Ärzten im Gazastreifen bei israelischen Angriffen getötet worden. So viele Tote gab es in dem besetzten Gebiet seit fünf Jahren nicht mehr.
Bei einem Gefecht mit Hamas-Kämpfern sind zwei israelische Soldaten getötet worden. Abermals waren Palästinenser durch einen Tunnel auf israelisches Gebiet vorgedrungen.
Um die Hamas militärisch zu besiegen, müsste Israel den ganzen Gazastreifen besetzen. Dafür sind die Kosten zu hoch. Auch politisch wird das Umfeld für eine Lösung des Nahost-Konflikts immer schwieriger.
Durch einen israelischen Luftangriff auf den Gazastreifen sind in der Nacht mehrere Menschen getötet worden. Seit Beginn der Offensive starben damit wohl mehr als 300 Palästinenser.
Die geopolitischen Risiken steigen - und die Anleger greifen auf die als besonders sicher geltenden Bundesanleihen zurück. Gebrochen scheint indes der Aufwärtstrend des Euro.
Die Hassparolen auf Anti-Israel-Demonstrationen in ganz Deutschland sind schlimmste Hetze. Gut, dass Frankfurter Politiker für die Freundschaft mit Israel werben.
Bei einem Auftritt der Rockband Pearl Jam am vergangenen Freitag hielt Sänger Eddie Vedder eine aufgebrachte Rede gegen Krieg in der Welt. Die „Jerusalem Post“ interpretierte das als Kritik an Israels Vorgehen im Nahost-Konflikt.
Gegen die aus Tunneln geführten Attacken der Hamas fand Israels Armee bisher kein militärisches Mittel. Die Bodenoffensive in Gaza mit tausenden Soldaten soll die palästinensischen Kämpfer nun entscheidend schwächen.
Ministerpräsident Netanjahu hat angeordnet, dass sich die israelische Armee darauf vorbereitet, die Bodenoffensive im Gazastreifen auszuweiten. Bisher war von einer „begrenzten Operation“ gegen die Hamas die Rede.
Die israelische Armee hat den Beginn der Bodenoffensive im Gazastreifen bekanntgegeben. Ziel sei es, gegen die „Terrortunnel aus dem Gazastreifen nach Israel“ vorzugehen, teilte das Büro von Ministerpräsident Netanjahu mit.
Nachdem sich die Situation in der Ukraine und in Israel verschärft hat, reagiert der deutsche Aktienmarkt mit Kursverlusten.
Der Abschuss eines malaysischen Passagierflugzeugs über der Ukraine und die Bodenoffensive in Gaza reißen die Börsianer aus ihrer Sommerlethargie.
Bei einer Kundgebung für Israel haben Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann, Innenminister Boris Rhein und andere Politiker zu Solidarität mit dem bedrohtem Judenstaat aufgerufen.
Ihre Verbundenheit mit Israel haben rund 500 Männer und Frauen in Frankfurt ausgedrückt, unter ihnen auch Rathauschef Feldmann. Auf Plakaten hieß es: „Free Gaza from Hamas“ oder „Israel muss sich verteidigen“.
Unmittelbar nach dem Ende einer fünf Stunden langen Feuerpause heulen in Israel wieder die Sirenen. In Kairo wird mit der Hamas weiter um eine längere Waffenruhe gerungen. Erste Berichte über eine Einigung bestätigen sich nicht.
Für Antisemitismus darf es in Hessen keinen Raum geben - darin ist sich der Landtag einig. Außen am Gebäude schmieren Unbekannte Hetzparolen gegen Israel.
Die Gaza-Krise ist allgegenwärtig, auch weil ununterbrochen darüber berichtet wird. Wo man geht, steht, lebt und isst, ist das israelische Fernsehen mit seinen Frontberichten dabei.