Erpressung, Drohung und Abschreckung auf der Balkanroute
Es kommen längst nicht so viele Flüchtlinge wie 2015/16. Die aber kommen, leben unter üblen Bedingungen. Nun rufen Griechenland und Bosnien um Hilfe.
Es kommen längst nicht so viele Flüchtlinge wie 2015/16. Die aber kommen, leben unter üblen Bedingungen. Nun rufen Griechenland und Bosnien um Hilfe.
Die versprochenen sechs Milliarden Euro im Flüchtlingsabkommen zwischen Deutschland und der Türkei sind fast aufgebraucht. Den 3,5 Millionen Flüchtlingen in der Türkei will Merkel aber weiterhin helfen.
Vier Personen beschießen im niedersächsischen Schöningen mehrere Flüchtlinge – darunter ein fünf Monate altes Baby – mit Leuchtmunition. Als zwei Passanten eingreifen, geraten sie selbst in die Schusslinie und werden nur knapp verfehlt.
Wie Italien bezahlt offenbar auch der Inselstaat Malta die libysche Küstenwache dafür, Flüchtlingsboote im Mittelmeer abzufangen. Andernfalls, fürchtet ein Regierungsmitglied, würde Malta „unter Migranten ertrinken“.
Die Zahl der Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung ist in Europa seit 2015 gesunken – wenn auch nicht allzu stark, wie eine Studie feststellt. Annähernd die Hälfte lebt demnach in Deutschland und Großbritannien.
In Europas Flüchtlingspolitik bringt Deutschland Vorschläge zur Dublin-Reform. Doch werden ohne internationale Einbettung auch sie scheitern. Die Politik sollte auf Gesamtpakete so viel Kraft verwenden wie auf Seenotrettung. Ein Gastbeitrag.
Walter Momper war Regierender Bürgermeister in Berlin, als am 9. November 1989 die Mauer fiel. Ein Gespräch über die Nacht seines Lebens, die Panik der DDR-Führung – und die unterschiedliche Selbstwahrnehmung in Ost und West.
Abermals werden dutzende Flüchtlinge in einem Kühllastwagen entdeckt. Doch diesmal haben die Menschen Glück - es gibt keine Toten.
Übersiedlungsprobleme, Sieg-Heil-Geschrei und so viele tote Flüchtlinge wie nie: Hören Sie im F.A.Z.-Essay Podcast Impressionen aus den letzten Monaten des SED-Staates.
Übersiedlungsprobleme, Sieg-Heil-Geschrei und so viele tote Flüchtlinge wie nie: Hören Sie im F.A.Z.-Essay Podcast Impressionen aus den letzten Monaten des SED-Staates.
Auf dem Mittelmeer sterben Menschen auf der Flucht, die noch größere Tragödie könnte sich für viele auf dem Landweg zum Mittelmeer ereignen, warnt das UN-Flüchtlingshilfswerk.
Wieder fährt Italiens Regierung einen deutlich anderen Kurs als ihre Vorgänger. Die „Alan Kurdi“ kann einen italienischen Hafen anlaufen, mehrere Länder nehmen die 88 Geretteten an Bord des deutschen Schiffes auf.
Ein Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Oberursel soll zwei ebenfalls dort lebende Frauen verletzt haben. Beide Opfer sind im Krankenhaus. Die Polizei sucht den Mann auch per Hubschrauber.
Bundesinnenminister Horst Seehofer erklärt das Dublin-System für gescheitert. Flüchtlinge in Seenot will er weiterhin retten, an EU-Außengrenzen soll eine erste Prüfung auf Asylanspruch stattfinden.
Während die „Alan Kurdi“ etwa 90 Menschen aus dem Mittelmeer rettet, steuern libysche Einsatzkräfte mit hohem Tempo auf das Rettungsschiff zu und bedrohen Retter und Flüchtlinge. Auch Schüsse fallen.
Die Verteidigungsministerin hatte eine Idee, sie weihte nur wenige ein. Den Außenminister und die SPD überrumpelte sie. Die Schlagzeilen gehörten ihr, doch zuständig für Sicherheitspolitik ist ein anderer.
Wer hässliche Bilder an den nationalen oder an den europäischen Außengrenzen vermeiden will, der muss vorsorgen. Auch mit deutschen Soldaten.
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) äußert Bedenken in Bezug auf neue Migrationsbewegungen: Grenzkontrollen sollen verlängert werden; die Länder sollen vermehrt abschieben.
Der SPD-Politiker Joe Weingarten wird den Platz von Andrea Nahles im Bundestag einnehmen. In seinem rheinland-pfälzischen Landesverband ist er umstritten – vor allem wegen Äußerungen über Flüchtlinge und die AfD.
Ibrahim Kalin ist Sprecher und außenpolitischer Berater des türkischen Präsidenten. Im Interview spricht er über die Sichtweise seiner Regierung auf den gegenwärtigen Syrien-Einsatz der Türkei – und bei welchem Thema, Europa angeblich falsch liegt.
Bei seinem Besuch in Sotschi am Dienstag will Erdogan mit Putin über die angestrebte Sicherheitszone in Syrien sprechen. Drei Dinge sind der Türkei dabei am wichtigsten.
Björn Höcke ist unter den thüringischen Wählern nicht gerade beliebt. Viele wollen ihre Stimme trotzdem der AfD geben. Ein Besuch in einer ihrer Hochburgen.
Ein Sozialverband macht aus einem Pflegeheim eine Flüchtlingsunterkunft. Weil die in der Nähe des Frankfurter Flughafens liegt, klagt er auf Entschädigung wegen Fluglärms. Jetzt hat der Verwaltungsgerichtshof entschieden.
Abermals ist es den Brexit-Gegnern gelungen, den Ausstiegsprozess aufzuhalten. Es klingt widersinnig, aber Johnson ist seinem Ziel, einem Austritt Ende des Monats, dennoch ein Stück näher gekommen.
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier freut sich über gelungene Integrationsmaßnahmen von Flüchtlingen. Doch nur weil die Lage etwas besser ist, ist sie noch nicht gut.
Millionen syrische Flüchtlinge leben in der Türkei. Wenn Erdogans Krieg vorbei ist, sollen sie in ihre Heimat zurück. Aber wollen sie das auch?
Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier sieht im Bundesland deutliche Erfolge bei der Integration. Die AfD hingegen warnt vor einer Zuwanderung in die Sozialsysteme.
Auf der türkischen Seite der Grenze zu Nordsyrien ist der Jubel über den Einmarsch der Armee Erdogans groß. Auf der syrischen Seite weiß niemand, was ihn erwartet.
Die Übereinkunft zwischen Erdogan und Pence hat die Türkei ihren Zielen in Nordsyrien nähergebracht. Dass die Kurden das Abkommen mittragen, ist jedoch zweifelhaft.
Trump zieht aus Syrien ab und überlässt das Krisenland den Russen. Ob Erdogan seine Ziele erreicht, ist noch nicht klar. Aber zwei Sieger dürften schon feststehen. Von unseren F.A.Z.-Woche-Korrespondenten und -Autoren.
Ünal Ceviköz, der Vize-Vorsitzende der größten türkischen Oppositionspartei CHP, erklärt im Interview die innenpolitischen Motive des Nordsyrien-Feldzugs – und warum er die Ansiedlung von zwei Millionen Flüchtlingen in der „Sicherheitszone“ für utopisch hält.
Der türkische Krieg hat in nur drei Tagen Zehntausende zur Flucht getrieben. Möglich gemacht hat ihn Trump, der seine kurdischen Bündnispartner fallen ließ. Das kann sich noch rächen.
Trotz Amtsenthebungs-Ermittlungen und Ukraine-Affäre: Amerikas Präsident lässt sich abermals für Beschimpfungen bejubeln. Sein Wahlkampf bleibt so aggressiv wie zuvor.
Der türkische Präsident reagiert auf die Kritik an seinem militärischen Eingreifen in Nordsyrien – und schickt eine Drohung Richtung Brüssel. „Dann öffnen wir eben die Türen“, sagt er mit Blick auf den Flüchtlingspakt mit der EU.
Dem türkischen Präsidenten Erdogan geht es um territoriale Ansprüche und den Kampf gegen die Kurden. Der Politikwissenschaftler Roy Karadag erklärt im Interview, wie der türkische Präsident die syrischen Flüchtlinge dabei zur Waffe macht.
Menschen, die aus Krisengebieten fliehen, leiden oftmals unter psychischen Erkrankungen. Zwar gibt es Beratungsangebote für solche Fälle. Doch das reicht nicht.