UN: Blutigster Tag in Myanmar seit Militärputsch
Bei Demonstrationen in Myanmar wurden laut UN am Mittwoch 38 Menschen getötet. Der örtliche Kardinal zieht einen Vergleich zur Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 in Peking.
Bei Demonstrationen in Myanmar wurden laut UN am Mittwoch 38 Menschen getötet. Der örtliche Kardinal zieht einen Vergleich zur Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 in Peking.
Das behördliche Stigma des Verdachts ist kein Zeichen der Unwählbarkeit, macht eine Partei aber nicht gerade attraktiver. Das letzte Wort haben die Bürger.
Expertenkritik überhöht gerne die politische Rolle der Ratgeber. Forscher sind Forscher, Virologen wie Klimatologen. Wenn es jedoch um globale Risiken geht, brauchen sie unser aller Gehör.
Auch liberale Demokratien können die Pandemie bekämpfen – und dabei freiheitlich bleiben. Aber man muss wachsam sein.
Der Bruch ist vollzogen: Nach langem Streit haben die Abgeordneten der ungarischen Fidesz-Partei die Fraktion der bürgerlichen Europäischen Volkspartei (EVP) verlassen. Damit kommt Ungarns Ministerpräsident Orbán einer Suspendierung zuvor.
Ein ehemaliger deutscher Minister soll als Hoher Repräsentant in Bosnien-Hercegovina das Friedensabkommen überwachen. Doch Unterstützung des Kremls für die Personalie ist fraglich – und seine Hebel sind wirksam.
Der Putsch in Myanmar belastet den südostasiatischen Staatenbund Asean. Erstmals beraten die Außenminister über die Lage in dem Land. Sie stehen vor einer entscheidenden Frage: Gilt noch das Prinzip der Nichteinmischung?
1941 proklamierte der amerikanische Präsident Roosevelt vier grundlegende menschliche Freiheiten. Die wichtigste: Angstfreiheit. Auf Einladung des Thomas Mann House nehmen Künstler in Videos dazu Stellung.
Die BBC erlebt schwere Zeiten. Die Regierung von Boris Johnson rückt dem Sender auf den Leib. Angeblich geht es um eine Reform. Doch manche fürchten Schlimmeres.
Alexander Graf Lambsdorff hat Zeitung gelesen und über Deutschlands Rolle in der Welt nachgedacht.
Bill Gates bietet die ideale Projektionsfläche für alles Gute und Böse. Seit Beginn der Corona-Krise polarisiert er wie nie zuvor. Jetzt hat er einen Plan vorgelegt, mit dem er uns vor dem Untergang bewahren will. Wie lautet der?
Im Westen wird Michail Gorbatschow bis heute gefeiert als Staatsmann, der für Abrüstung und Dialog über Systemgrenzen hinweg stand. In Russland dagegen gilt der letzte Staats- und Parteichef der Sowjetunion als derjenige, der das Imperium verspielt hat. Nun wird er 90 Jahre alt.
Ist die deutsche Art, der eigenen Verbrechen zu gedenken, borniert? Muss die Ermordung der europäischen Juden aus postkolonialer Perspektive betrachtet werden? Über den neuen Historikerstreit.
Zum zweiten Mal seit ihrer Festnahme nach dem Putsch vor einem Monat erscheint die Friedensnobelpreisträgerin wieder per Videolink vor Gericht. Trotz des blutigen Vorgehens am Vortag protestieren die Menschen weiter für ihre Freilassung.
Heute beginnt die Berlinale als „industry event“ für Branchen- und Medienvertreter. Das normale Kinopublikum muss dagegen bis zum Juni warten. Aussichten auf ein Festival, wie es noch keines gab.
In Spanien wächst der Unmut über den früheren König Juan Carlos. Der hat mehr als 5 Millionen an den Fiskus nachgezahlt – doch ist damit alles geklärt?
Muhammad Bin Salman steht nach dem Geheimdienstbericht zum Mord am Journalisten Khashoggi im Kreuzfeuer der Kritik. Das könnte ihm auch in der Heimat zum Verhängnis werden. Doch der Kronprinz hat vorgesorgt.
Janine Wissler, die Fraktionsvorsitzende der Linken im Hessischen Landtag, ist zu einer der beiden Bundesvorsitzenden ihrer Partei gewählt worden. Ob sie nun auch für den Bundestag kandidieren wird, verrät sie noch nicht.
Die Ideen von Hayek und Co. geraten in rechtes Fahrwasser. Die liberale Lobby ist zerstritten und schwach. Warum tut sich freiheitliches Denken so schwer?
Sollen wir unsere ordnungspolitischen Prinzipien über Bord werfen und den Klimawandel so autoritär bekämpfen wie die Pandemie?
Der belarussische Schriftsteller Sasha Filipenko lebt in Russland und beobachtet die Demokratiebewegungen beider Länder. Im Schweizer Bergdorf Montricher sprachen wir mit ihm über die Proteste und seinen neuen Roman.
Tobias Hollitzer und Gesine Oltmanns waren in der Bürgerrechtsbewegung der DDR. Heute reden sie kein Wort mehr miteinander. Zu unterschiedlich sind ihre Vorstellungen von Aufarbeitung. Wer hat die Deutungshoheit?
Warum Plattformkonzerne wie Facebook, Google oder Twitter die Demokratie gefährden, hat der Sturm aufs Kapitol gezeigt. Europa kann dem entgegentreten und ein Zeichen für die Welt setzen. Ein Gastbeitrag.
Die Militärjunta sieht sich als die rechtmäßige Regierung Myanmars. Doch Kyaw Moe Tun verweigert ihr vor aller Welt die Gefolgschaft und spricht sich vor der UN-Vollversammlung gegen das Regime aus.
Ohne rot zu werden, begründet die Politik das Recht auf Haarschnitt mit der Würde des Menschen – und vergisst, wo diese Würde seit jeher wachgehalten wird. Gönnerhaft wird die Kultur weggetröstet. Ein Wutausbruch.
Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) spricht im Interview über Impfskeptiker, Astra-Zeneca-Impfstoff für alle, unsinnigen Datenschutz und die Rückgabe von Bürgerrechten.
Verschwörungstheorien und Falschinformationen verbreiten sich oft am Arbeitsplatz. Eine neue Initiative aus namhaften Unternehmen will gegensteuern. Mit Demokratietraining in der Mittagspause.
Vor 75 Jahren etablierte sich wieder die Demokratie in Frankfurt. Die Parteien im Römer stritten – doch SPD und CDU fanden schließlich für lange Zeit zusammen.
In ihrem Buch „Digitaler Faschismus“ beschreiben Maik Fielitz und Holger Marcks, wie soziale Netzwerke zu Resonanzräumen für extreme Rechte werden, und fordern deren Regulierung.
Geburtshelfer des autoritären Denkens und Vordenker der „Neuen Rechten“: Warum der französische Gegenaufklärer Joseph de Maistre auch zweihundert Jahre nach seinem Tod polarisiert.
Der Nato-Einsatz in Afghanistan wird wohl verlängert. Die Truppensteller müssen aber entscheiden, was sie am Hindukusch wollen – geht es nur um westliche Sicherheitsinteressen oder auch um Werte?
An dieser Stelle wurde unlängst argumentiert, dass die demokratische Krise der Vereinigten Staaten auch an ihrer unzeitgemäßen Verfassung liege. Doch nicht ein 230 Jahre altes Dokument ist das Problem, sondern die Spaltungen der Gegenwart. Ein Gastbeitrag.
Die Initiatoren des 100. Volksbegehrens wollen ein Wohnungsunternehmen enteignen. Bislang haben Volksbegehren nur auf Länderebene Wirkung entfaltet. Taugen sie auch darüber hinaus?
Jobst Plog war Intendant des NDR und Vorsitzender der ARD. Er war Freiheitskämpfer und Chefunterhändler. Er rettete Arte, holte Beckmann, Schmidt und Jauch ins Erste. Was noch? Heute wird Jobst Plog achtzig.
Das Land entrüstet sich über „Desaster“ und „Versagen“. Eine Sau nach der anderen wird durchs Dorf gejagt. Das verleiht ein Gefühl von Macht, zerstört aber das Vertrauen in die Demokratie.
Die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts (BAG) zieht Bilanz. Die guten Zahlen seien auch der Corona-bedingten Sondersituation geschuldet. Beim Thema Videoverhandlung zeigt sie sich zurückhaltend.