Pioniere in Neustadt
Schräge historische Analogien in Sachsen, Lebenswege nach einer Geburt im iranischen Frauengefängnis und eine guatemaltekische Gesellschaftsstudie: Drei besondere Filme in Nebenreihen der Berlinale.
Schräge historische Analogien in Sachsen, Lebenswege nach einer Geburt im iranischen Frauengefängnis und eine guatemaltekische Gesellschaftsstudie: Drei besondere Filme in Nebenreihen der Berlinale.
Barbara Honigmann erzählt in „Georg“ das Leben ihres Vaters. Es ist diesmal kein Roman, sondern ein knapp 160 Seiten langes Stück erzählter Erinnerung über den Wiesbadener, Juden und Kommunisten.
Die Kanzlerin, Hiltrud Werner, Thomas Krüger – und dann hört’s recht schnell auf mit den Promis. Ostdeutsche in Führungspositionen sind noch immer rar. Woran liegt’s?
Die frühere Treuhandanstalt versucht seit Jahren, verstecktes DDR-Vermögen zurückzuholen. In der Schweiz ist sie damit jetzt vorangekommen. Ob sie das Geld tatsächlich bekommt, ist aber noch unklar.
Vor 30 Jahren wurde mit Chris Gueffroy zum letzten Mal ein Flüchtling an der Berliner Mauer erschossen. Die DDR versuchte anschließend alles, um den Fall zu vertuschen.
Professor Werner Franke und drei Mitstreiter verfolgen das Ziel, die Doping-Opferhilfe zu vernichten. Statt Empathie für die Opfer zu zeigen, ergehen sich die Autoren in Selbstgerechtigkeit.
„Schluss mit der Opfer-Politik“, fordern vier Autoren in einem Dossier und greifen seit Monaten den Doping-Opfer-Hilfe-Verein frontal an. Erstaunlich – denn die Autoren kennen Fakten und Grundsätze des Zwangssystems Doping genau.
Stilprägend: Die Berliner Reinbeckhallen zeigen Modegrafiken aus der DDR. Sie beweisen, dass die Modekunst im Sozialismus mehr war als lediglich die typisch pragmatische, unauffällige Kleidung der Straße.
Der Dopingbekämpfer Professor Werner Franke hat kürzlich die Arbeit des Vereins Doping-Opferhilfe scharf angegriffen. In einem offenen Brief wendet sich nun der Vorsitzende Michael Lehner an seinen einstigen Mitstreiter.
Der Schriftsteller Christoph Hein greift den Film „Das Leben der Anderen“ und dessen Regisseur an. Die Motivation ist klar: Donnersmarck ist mit „Werk ohne Autor“ nun wieder für die Oscars nominiert – und steht in der Kritik.
Vor 40 Jahren veränderten konservative Revolutionäre die Welt. Papst Johannes Paul II., Ajatollah Chomeini, Deng Xiaoping und Margaret Thatcher prägten nicht nur ihre eigenen Länder nachhaltig.
Der Verfassungsschutz prüft jetzt die AfD auf ihre verfassungsfeindlichen Bestrebungen. Das ändert leider nichts an der Hilflosigkeit im Umgang mit dieser Partei, wie bei Sandra Maischberger deutlich wurde.
Statt rasch Bauland auszuweisen, tun Berliner Regionalpolitiker alles, um Geldgeber und Vermieter zu vergraulen. Haben sie vergessen, welche Ruinen der eigentumsfeindliche Sozialismus hinterlassen hat?
In nur noch vier Bundesländern stehen die Germanen ausführlicher in den Lehrplänen für den Geschichtsunterricht. Wie es so weit kommen konnte, erklärt der Historiker Lars Deile im Interview.
Den Wiederaufbau der ostdeutschen Gesellschaft findet der Thüringer CDU-Vorsitzende Mike Mohring bewundernswert. Doch gleichwertige Lebensstandards sind noch lange nicht erreicht. Ein Gastbeitrag.
Andreas Goldsteins erstaunlicher Film „Adam und Evelyn“ nimmt sich Zeit: Er erzählt in lakonischem Tonfall von Adam und Evelyn, die mit Schildkröte und Oldtimer in den Westen fahren – eine tiefstapelnde Utopie in Zeitlupe.
Ein ganz persönlicher Rückblick auf das Jahr 1969.
Als Provisorium für die Zeit der Teilung wurde es geschaffen, zum Definitivum im vereinigten Deutschland ist es geworden. Nun steht der 70. Geburtstag des Grundgesetzes bevor. Ist es noch immer auf der Höhe der Zeit?
In diesem Jahr ist es 30 Jahre her, dass die Mauer fiel. Unser Autor erinnert sich an seinen eigenen Versuch, sie zu überwinden. Als das scheiterte, holte ihn die DDR zurück. Die lange erträumte erste Flugreise – im Stasi-Flugzeug.
In Brandenburg, Sachsen und Thüringen sind 2019 Landtagswahlen. Gelegenheiten um politische Bildung zu vermitteln. Die fehlt nämlich im von Umbrüchen gebeutelten Osten.
Bundesrepulik und DDR waren Rivalen. Das zeigte sich auch in sehr entferneten Ländern.
Der frühere F.A.Z.-Herausgeber Johann Georg Reißmüller ist tot. Er starb im Alter von 86 Jahren in Frankfurt am Main. Sein journalistisches Lebensthema war das Schicksal Mittel-, Ost- und Südosteuropas.
Angela Merkel hat lange vor dem Höhepunkt ihrer Karriere darüber nachgedacht, wie sie aus der Politik aussteigen will. Nun ist sie den ersten Schritt auf diesem Weg gegangen. Was bedeutet das für Merkel – und für die CDU?
Detlef Schlegel wollte immer schon gut kochen. In der DDR war ihm das kaum möglich, in seinem Leipziger Restaurant „Stadtpfeiffer“ macht er es seit Jahren mit Bravour. Die Kolumne Geschmackssache.
Trauma ist ein Leiden mit vielen Gesichtern. Der ICD-Index legt weltweit fest, in welchen Fällen es eine Krankheit ist. Andreas Maercker gibt der Kultur dabei wieder ein Mitspracherecht.
Bückware und Zweitwährung in der DDR: Der Wein hat eine lange Tradition in Sachsen. Doch was mittlerweile dort entsteht, darf sich auch der Westen schmecken lassen.
Im Osten war nicht alles schlecht. Polikliniken sollten Schule machen.
Zu DDR-Zeiten war Bodo Quart Mitarbeiter im ZK, heute führt er Reisegruppen durch Nordkorea – wo er auch ein Stück seiner untergegangenen Heimat wiederfindet. Unser Reporter hat ihn 2018 besucht.
Der 8. März à la DDR war ein Tag, an dem die obwaltende Ungleichheit vergessen werden sollte. Jetzt soll er in Berlin zum arbeitsfreien Feiertag werden. Warum ein Gedenktag für Frauen eher am 7. Februar sinnvoll wäre.
35 Jahre lang arbeitete Thomas Verch in der Verwaltung der Stadt Neubrandenburg. Nun ist Schluss. Im Interview spricht er mit seinem Schwiegersohn über die Bürokratie in der DDR, Stasi-Überprüfungen im Rathaus und die erste Müllsatzung nach der Wende.
Über Bertolt Brechts politische Haltung glaubt man sich im Klaren: immer auf der linken Seite. Aber als vor hundert Jahren die alte Ordnung des Kaiserreichs zusammenbrach, agierte er unerwartet.
Vor 39 Jahren war Deutschland gespalten. An der Mauer scheiterten die meisten Fluchtversuche. Günter Wetzel hatte aber eine zündende Idee – und baute einen Heißluftballon.
Zweiter Weltkrieg, deutsche Teilung, Wiedervereinigung: Nicht nur in „Deutschland 86“ spielt Ludwig Trepte sich durch die jüngere deutsche Geschichte. Dabei überragt er oft alle anderen – auch in seinen Nebenrollen. Ein Treffen.
Der Streit um die Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen schwelt weiter: von Sexismus, alten Feindschaften zwischen Linken-Politikern und Antikommunisten und bockigem Schweigen.
„Belastete“ Beamte konnten nach 1945 in Ost und West weiterarbeiten. Die DDR verschelierte das aber besser.
Geschönte Zahlen, Trittbrettfahrer? Ines Geipel über Kritik an der Doping-Opfer-Hilfe und die Kluft zwischen dem Bild vom Sport und dem Alltag: „Es geht um Chemie, Druck, Gewalt, Missbrauch.“