Wenn die KI die Rede zum Holocaust-Gedenktag schreibt
Mario Voigt verteidigt die Verwendung von KI in seinen Reden und Gastbeiträgen. Doch in Verbindung mit früheren Plagiatsvorwürfen sieht man in der Thüringer Staatskanzlei darin auch ein Problem.
Der Historiker Omer Bartov erklärt die Katastrophe im Nahen Osten aus den Fehlstellungen des Zionismus. Sein Buch nutzt er für einen Frontalangriff auf das Holocaustgedenken.
Mario Voigt verteidigt die Verwendung von KI in seinen Reden und Gastbeiträgen. Doch in Verbindung mit früheren Plagiatsvorwürfen sieht man in der Thüringer Staatskanzlei darin auch ein Problem.
Erstmals geht der Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland an einen Kabarettisten. Dieter Nuhr wendet sich in seiner Dankesrede vor allem gegen den grassierenden Antisemitismus der Linken.
Sie berichtete jungen Menschen von ihrem Schicksal und brachte Facebook dazu, Holocaustleugnung zu bannen: Die Zeitzeugin Aviva Goldschmidt ist im Alter von 87 Jahren gestorben.
Zum Auftakt seines Staatsbesuchs in den Niederlanden besucht der Bundespräsident das Holocaust-Museum – und hört von Juden, welche Sorgen sie heute haben.
Das Bildungswerk Maimonides will den Dialog zwischen Judentum und Islam stärken – durch die Betonung von Gemeinsamkeiten statt Unterschieden. Schulen nehmen das Projekt bislang positiv auf.
In Israel eskaliert der Streit um den Wehrdienst für Ultraorthodoxe – Dutzende beschädigten das Haus eines Richters am Obersten Gericht und versuchten offenbar, es zu stürmen. Dessen Frau spricht von einem Pogrom.
Raul Hilbergs bahnbrechende Studie über den Holocaust erschien 1961, die Übersetzung ins Deutsche erst zwei Jahrzehnte später. Auch wegen Widerständen in einem namhaften Forschungsinstitut.
Ein Mann hatte an seinem Schaufenster ein Plakat aufgehängt, auf dem er Juden den Zutritt verwehrt hatte. Vor Gericht äußert er nun Bedauern.
Dass antisemitischer und antimuslimischer Hass ineinander übergehen, zeigt sich auch hierzulande. Beide Minderheiten stehen auf der Auslöschungsliste der Neonazis. Trotzdem sind Juden und Muslime nur selten bereit, Seite an Seite gegen Diskriminierung zu kämpfen.
Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem will zwei Niederlassungen in Deutschland eröffnen. Die Befürchtung, die israelische Regierung könnte sie instrumentalisieren, ist übertrieben.
Impressionisten des Kunsthändlers Paul Cassirer in Berlin, das Künstlerduo Elmgreen & Dragset in Frankfurt und Anke Kuhl in Troisdorf: Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons für Juni 2026.
Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem errichtet ihr erstes Bildungszentrum außerhalb Israels in Deutschland. München wird Hauptstandort, Leipzig erhält eine Außenstelle.
Der Judenhass ist in Deutschland dramatisch gestiegen. Die Vorstellung, dass bereits Kinder antisemitische oder rassistische Bilder reproduzieren, scheint noch immer vielen abwegig. Warum eigentlich?
Kurt Salomon Maier wird als Kind aus Deutschland vertrieben. In New York studiert er deutsche Literatur, in Washington katalogisiert er jahrzehntelang deutsche Bücher. Nun ist er in sein Heimatland zurückgekehrt – mit 96 Jahren.
Der Politiker Volker Beck sollte zum Ziel eines Anschlags werden. Dahinter steckt mutmaßlich Iran. Der Bundesregierung wirft Beck vor, die Bedrohung nicht ernst genug genommen zu haben.
Die Bundesanwaltschaft hat zwei Männer angeklagt, die im Auftrag Teherans Anschläge geplant haben sollen – auch auf den Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster.
Der AfD-Politiker Bernd Baumann holt sich in der CDU-Parteizentrale eine Broschüre über seine Partei. „Voll von Lügen“ sei die, sagt er dann in einem Video. Die CDU reagiert – auf Tiktok.
Er prägte den Begriff des „Zivilisationsbruchs“, um den Holocaust zu bezeichnen, und folgte dem Eigenleben der Kriege und Konflikte des 20. Jahrhunderts: dem Historiker Dan Diner zum achtzigsten Geburtstag.
Polnische Bischöfe verurteilen Antisemitismus und rufen zum Besuch von Synagogen auf. Sie ernten eine Protestwelle.
Wie man über ein Buch urteilt, ohne es überhaupt gelesen zu haben: Warum Maxim Billers Text in der „Zeit“ über unser Gespräch und gemeinsames Mittagessen für mich rätselhaft geblieben ist.
Den Zionismus gibt es so lange wie seine Gegner. Doch die Verbindung von Zionismus und radikalem Judentum prägt Israel immer stärker.
In Berlin werden erstmals Fotos gezeigt, die auf bewegende Weise die erste Großrazzia gegen ausländische Juden im besetzten Paris 1941 dokumentieren.
Ludwig Börne schuf eine neue Form des Journalismus: Seine scharfsinnigen Beobachtungen prägen bis heute den Feuilletonstil. In seiner Rede anlässlich des Ludwig-Börne-Preises würdigt Christopher Clark Börne als erstaunlich gegenwärtig.
Die griechische Stadt Thessaloniki hat vieles zu bieten: eine sieben Kilometer lange Promenade, eine lange Liste an Weltkulturerbe und eine lebhafte internationale Musikszene. Höchste Zeit, sie zu entdecken.
Der Streit über die Wehrpflicht für ultraorthodoxe Juden in Israel spitzt sich zu – und bringt sogar Netanjahus Regierung in Bedrängnis.
Bei den Anhörungen der Untersuchungskommission zum Anschlag von Bondi Beach im Dezember 2025 berichten jüdische Zeugen über antisemitische Anfeindungen vor der Bluttat.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat recht: Die Zustände sind unhaltbar. Zumindest am Befund schwindender Solidarität kann jeder etwas ändern.
Nach der Messerattacke in London wird dem Verdächtigen „versuchter Mord in zwei Fällen“ zur Last gelegt. In der englischen Hauptstadt wurde derweil die Terrorwarnstufe erhöht.
Juden machen sich in der Öffentlichkeit zunehmend unsichtbar, weil sie Angriffe fürchten. Jüdische Gemeinden berichten von vermehrten Anfeindungen – und schwindender Solidarität.
Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel 2023 ist auch für Juden in Deutschland nichts mehr wie vorher. Der Zentralrat der Juden hat ein neues „Lagebild“ erstellt.
Israels Existenzrecht zu leugnen, ist bislang von der Meinungsfreiheit gedeckt. Hessen will das ändern. Ein Interview mit Justizminister Christian Heinz über antisemitische Gewalt und Grenzen der Meinungsfreiheit.
Nach dem Messerangriff in London schwankt die Regierung zwischen Ohnmacht und Aktionismus. Die Situation bringt die Labour-Partei in eine schwierige Situation.
Vor 90 Jahren raubten die Nazis William Freund die Staatsbürgerschaft. Nun hat der ehemalige Chefökonom der New Yorker Börse sich den deutschen Pass wiedergeholt – aus Angst vor dem politischen Kurs der USA.
Während in Berlin nahezu verzweifelt über das Schicksal der Ukraine verhandelt wird, sucht die jüdische Gemeinschaft in Sydney nach der schrecklichen Terrortat nach Trost und Halt.
Eine Arte-Doku würdigt die Rolle von Emilie Schindler bei der Rettung von 1200 Juden vor dem Holocaust. Dabei macht der Film Oskar Schindler kurz und klein. Das ist ziemlich unwürdig.
Allianz versicherte KZ-Fabriken, Degussa schmolz Zahngold ein, Topf & Söhne lieferte Krematorien: Peter Hayes zeigt, wie deutsche Unternehmen sich mit dem NS-Regime arrangierten. Ideologie spielte nur eine nachrangige Rolle.