Immer bereit für einen Abend mit Egon Krenz
Trauern noch immer viele Ostdeutsche der Vorwendezeit nach? Klaus Härtl ist davon überzeugt – und versammelt einstige DDR-Größen zu einem denkwürdigen Abend.
Die Bonner Republik als geglückte liberale Demokratie? Claudia C. Gatzka und Sonja Levsen haben Historiker versammelt, die die beliebte Meistererzählung anzweifeln. Doch dabei übersehen sie selbst einiges.
Trauern noch immer viele Ostdeutsche der Vorwendezeit nach? Klaus Härtl ist davon überzeugt – und versammelt einstige DDR-Größen zu einem denkwürdigen Abend.
Barockmalerinnen in Gent, Fotografien von Daido Moriyama und Michelle Piergoelam aus Japan und Surinam in Wien, Vögel in Den Haag: Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons für April 2026.
Die Ost-West-Debatte dreht sich oft um Politisches. Dabei gibt es auch andere Themen: Unterschiedliche Kommunikationskulturen prägen ostdeutsch sozialisierte Menschen bis heute. Welche Geschichten erzählen welche Körper?
Legenden im Einsatz: Die Galerie Eigen + Art stellt ihre Anfänge in der DDR aus – und damit Kunstgeschichte. Zu sehen sind unter anderem Arbeiten der Fotografin Karin Wieckhorst.
Jahrzehntelang waren rechte Hooligans parteipolitisch heimatlos. Heute finden sie ihr Sammelbecken häufig bei der AfD. Eine Studie zeigt: Die Wurzeln dieser Entwicklung reichen bis in die DDR zurück.
Zwischen True Crime und Fiktion: Sophie Sumburane begibt sich in „Keine besonderen Auffälligkeiten“ auf die Spur eines Serienmörders, der während der Wendezeit in Brandenburg sein Unwesen trieb. Wie erzählt man davon, ohne die Opfer zu entwürdigen? Ein Gespräch mit der Autorin.
Seit Thomas Brussigs „Helden wie wir“ ist der Wenderoman so etwas wie der Prüfstand der deutschen Literatur. Lukas Rietzschel fügt der Reihe nun einen besonderen hinzu: „Sanditz“.
Zärtlich kühl und genau überlegt: Helene Bukowski erzählt in ihrem Roman „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ von einer jungen Pianistin in der DDR, die unter dem Leistungsdruck und der Kälte eines Systems zerbricht.
Vor der Landtagswahl im Osten stellt sich eine unbequeme Frage: Warum verfängt die Rhetorik der AfD gerade dort so stark? Die Antwort reicht zurück in die Anfänge der Bonner Republik.
Aus dem Titel winkt das DDR-Sandmännchen: Kerstin Hensels Band „Abendgruß“ enthält zwei lange, subtile Erzählungen. Über dieser Prosa liegt eine große, heitere Schwere.
Was weiß man im Westen über den Umgang mit dem Holocaust im Osten und umgekehrt? Ines Geipels Buch „Landschaft ohne Zeugen“ sucht nach Antworten.
Helene Bukowski erzählt in ihrem neuen Roman das Leben einer Klavierschülerin aus der DDR nach. Und erschließt dabei die Identitätssuche ihrer eigenen Nachwendegeneration: „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ ist für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.
Zwei Drittel aller DDR-Verlage verschwanden vor 1989 – durch Zwangsfusion, Lizenzentzug oder Flucht. Christoph Links rekonstruiert, was aus ihnen wurde und wer dahintersteckte.
Kantige Gesichter und dunkle Gassen: Keiner malte so schön mit Licht und Schatten wie Josef von Sternberg.
Als ich auf die Bücher dieses Schriftstellers stieß, lernte ich, über die DDR zu erzählen: Durs Grünbeins Dankesrede zum Erich-Loest-Preis.
Vor 50 Jahren bezwangen die westdeutschen Handballer die schier übermächtige DDR-Auswahl im heutigen Chemnitz. Das Spiel ging in die Geschichte ein – und legte den Grundstein für spätere Erfolge.
Das Meer gefroren, der Strand von Schnee bedeckt: In acht Tagen zu Fuß von Barth nach Swinemünde, immer an der Ostseeküste entlang – ein Tagebuch aus der Erinnerung.
Er entwickelte eine ganz andere Vorstellung vom tänzerischen Ausdruck innerer Bewegtheit als Pina Bausch: Zum Tod von Tom Schilling, dem berühmtesten Choreographen der DDR.
In wenigen Tagen beschließt Peking einen neuen Fünf-Jahres-Plan. Die Welt wundert sich, dass Planwirtschaft das Land so mächtig gemacht hat. Dahinter steht ein besonderes Belohnungssystem.
Der Webteppich als Medium politischer Obstruktion in Frankfurt, Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch in Dresden und die Fotografin Germaine Krull im Museum Folkwang: Der kuratierte Ausstellungskalender des F.A.Z.-Feuilletons für den März 2026.
1971 erschüttert die Aktion „Wir haben abgetrieben.“ die Bundesrepublik. Im Gespräch mit der Initiatorin Alice Schwarzer blickt der Podcast auf fünf Jahrzehnte Debatte um den § 218 – und auf die Frage, was sich wirklich verändert hat.
Als 1978 in der DDR keine Nachauflage von Erich Loests Roman „Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ebene“ erscheinen durfte, nahm Loest den Kampf mit der Zensur auf. Auszüge aus seiner Korrespondenz zum 100. Geburtstag.
Die Humboldt-Universität will ihr Archäologisches Institut schließen. Gabriel Zuchtriegel, Direktor von Pompeji, plädiert für dessen Erhalt. Ein Gespräch über die Bedeutung klassischer Kultur – und warum Grundschulkinder Latein lernen sollten.
Bundeswehr und Nationale Volksarmee sollten nach der Wiedervereinigung zu einer „Armee der Einheit“ werden. Matthias Rogg zeigt: Die Realität sah anders aus.
Staatlich verordnete Rituale und Schweigen: Die Erinnerungskultur der DDR bildete einen Nährboden für Antisemitismus.
Heraus aus dem Schattendasein: Rumänien wird 2028 Gastland der Frankfurter Buchmesse, aber bis es so weit ist, muss sich viel an der Wahrnehmung in Deutschland ändern.
Keine fremden Hände auf den Tasten, keine fremden Füße an der Orgel: Ulrich Thein zeigt als Komponist in diesem Bach-Biopic vollen Körpereinsatz.
In Leipzig soll eine monströse Hochstraße aus der DDR-Zeit durch einen identischen Neubau ersetzt werden. Der Plan ist eine baukulturelle Bankrotterklärung.
Bruno Leipold untersucht die Ursprünge des politischen Denkens von Karl Marx und stößt auf die Grundsatzfrage, ob sich Eigentum in der Bevölkerung verteilen lässt, ohne die Produktionsmittel zu vergesellschaften.
AfD-Politiker versuchen, das DDR-Kultmoped Simson zu vereinnahmen. Die Nachfahren der jüdischen Herstellerfamilie wehren sich jetzt dagegen.
Die Heimkehr von Rosi Mittermaier prägt den Tag nach Olympia 1976. Ab der Grenze säumen Menschen die Straße, in München wird sie beschenkt. Deutschland hat einen Superstar, der gar keiner sein will.
Die Biennale in Venedig wird zu ihrem Vermächtnis: Zum viel zu frühen Tod der Künstlerin Henrike Naumann.
Egon Krenz macht auf seiner Autobiographie-Tour bei der DKP in Gießen Station. Der ehemalige führende DDR-Politiker lässt am Westen kein gutes Haar, überrascht aber mit einem Geständnis.
DDR-Hymne und Sportler aus einem Staat, der gar nicht existierte: Die erste gesamtdeutsche Mannschaft brachte die Bundesregierung vor 70 Jahren in Erklärungsnot.
In unserer Q&A-Folge beantworten wir Ihre Kritik und Fragen zur Arbeitsmigration in Ost und West – mit O‑Tönen aus dem Gespräch mit dem Migrationshistoriker Jochen Oltmer.
Ein unersättlicher Leser, ein großer Durchdringer: Paul Ingendaay spricht mit Helmut Böttiger über die literarischen Essays von Fritz Rudolf Fries, die jetzt erstmals gesammelt erschienen sind.