Sachsens Glanz, Preußens Gloria
Heute ist Wahltag bei zwei Nachbarn im Osten. Die haben schon Kriege gegeneinander geführt – aber sie haben auch manches gemeinsam. Hier wie dort geht eine Ära zu Ende.
Heute ist Wahltag bei zwei Nachbarn im Osten. Die haben schon Kriege gegeneinander geführt – aber sie haben auch manches gemeinsam. Hier wie dort geht eine Ära zu Ende.
Hat Berlin nichts gelernt aus der fatalen Wohnungspolitik der DDR? Ein Blick in die ostdeutsche Vergangenheit zeigt, was man heute besser unterlassen sollte. Ein Gastbeitrag.
Die Treuhandanstalt wird zum Sündenbock für viele Probleme der deutschen Vereinigung gemacht – dabei liegen die Ursachen viel tiefer.
Ist der deutsche Osten ein Brennglas oder ein Zerrspiegel gesellschaftlicher Stimmungen? Ein Gespräch über unausgeheilte Brüche, falsche Vorstellungen von Modernisierung und Versäumnisse in der Sozialwissenschaft.
Ein Junge sieht im letzten Sommer der DDR ein Mädchen am Strand. Ihr Bild lässt ihn von da an nicht mehr los: Emanuel Maeß entwickelt in „Gelenke des Lichts“ eine souverän erzählte Lebensliebesgeschichte.
Nach der Wiedervereinigung war Kurt Biedenkopf der erste Ministerpräsident Sachsens. Im Interview spricht er über seine Liebe zu dem Bundesland, die Lage im Osten, das Machtstreben der Populisten – und das Frühstück in einer Regierungs-WG.
In Sachsen will die AfD die Landtagswahl gewinnen – dafür bedient sie gezielt ein Zerrbild der Wirklichkeit. Ihre Wähler stört das nicht.
Der Liebe wegen wollte Johannes Senf 1981 von Weimar nach Köln. Eineinhalb Jahre lang schrieb er jeden Monat einen Ausreiseantrag, er verlor seinen Job und die Hoffnung auf ein Studium. Aber seine Ausdauer war größer.
Das Deutsche Tagebucharchiv sammelt Lebenserinnerungen und Briefe jeglicher Art – von ganz gewöhnlichen Menschen. Es sind faszinierende Dokumente,die die Vergangenheit spürbar machen.
Der Zuspruch der AfD im Osten hat seinen Ursprung nicht zuletzt in der DDR. Weil Ostdeutsche jahrzehntelang einem Klima der Lüge und der Demütigung ausgesetzt waren. Ein Gastbeitrag.
Bald werden die Renten im Osten denen im Westen gleichgestellt sein. Manchen gilt das als Vollendung der deutschen Einheit. Es hat aber auch seine Tücken.
Die Erfahrung mit tiefgreifenden Brüchen und Strukturwandel ist eine Ressource, die immer wichtiger wird. Die Sachsen mit ihren gebrochenen Biographien haben – wie andere Ostdeutsche auch – an dem Punkt mehr einzubringen als nur eine für viele beunruhigende Parteienlandschaft.
Ungarn hat 1989 als erstes Ostblock-Land mit dem Abbau der Grenzbefestigungen begonnen. Am 19. August 1989 nutzen etwa 600 DDR-Bürger eine politische Veranstaltung zur Flucht – und alles begann mit einem Picknick.
Wenn wir die politischen Wunden heilen wollen, müssen wir unser kulturelles Gedächtnis erweitern: Die DDR war nicht nur ein Unrechtsstaat, sondern auch ein Ort, an dem ästhetische Experimente stattfanden.
Queeres Leben in Ost- und Westdeutschland: Das Schwule Museum zeigt in seiner Ausstellung „Love at the First Fight“ die Entwicklung der Homosexuellenbewegungen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs.
1989 – in das Trauma der Doppeldiktatur krachte das Trauma der Verunsicherung. Verstörung, Abwehr, Gefühlsmüdigkeit, Desillusion machten sich breit. Nach vorn hin wurde saniert und saniert, inwendig blieb das Ganze ohne Boden.
Wer in der DDR einen Ausreiseantrag stellte, war der Willkür des Staates ausgesetzt. Eine Familie aus Saalfeld in Thüringen wartete fast drei Jahre auf die erlösende Nachricht.
Bundespräsident Steinmeier schlägt einen „Solidarpakt der Wertschätzung“ zwischen West- und Ostdeutschland vor. Im Osten kämpft man seit Jahren aber um etwas ganz anderes.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wirft der AfD eine „perfide Verdrehung der Geschichte“ vor und bezeichnet die Mauer am Jahrestag ihrer Errichtung als „Schandmal aus Beton und Stacheldraht“.
Einfach das Land verlassen, wenn einem die Verhältnisse nicht gefallen? Im Steuerrecht gilt das als unredlich, in gesellschaftlichen Debatten wird es der Gegenseite allzu leichtherzig empfohlen - auch vom amerikanischen Präsidenten.
Es ist leicht, über den Westen zu klagen – aber was sagen jene, die die SED-Diktatur mitgetragen haben? Ein Beitrag des Theologen Hagen Findeis zur aktuellen Mauerfall-Debatte.
Der letzte Staatsratsvorsitzende der DDR, Egon Krenz, über die Grenzöffnung, seinen Vorgänger Erich Honecker und das, was er in der Bundesrepublik gut findet.
Die Abschaffung des Soli ist überfällig. Aber sein Prinzip hat Konjunktur.
Starke Kräfte, die ihren Ursprung im ungefügigen Teil der Kunstszene eines abgeschotteten Landes hatten: Eine große Leipziger Ausstellung zeigt die Wechselwirkung von Wende und Kunst.
„Willy Brandt hätte für Rechtspopulisten nur eines übrig gehabt: abgrundtiefe Verachtung“: Dieser Einschätzung von Heiko Maas zum Trotz ist der frühere SPD-Kanzler auf einem AfD-Wahlplakat zu sehen. Nicht nur die SPD ist empört.
Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner will das Erbe des Verlegers Axel Cäsar Springer wahren und zieht mit Blick auf die DDR eine Lehre aus der Geschichte. Gilt diese auch für den Einstieg amerikanischer Finanzinvestoren in den Konzern?
Nicht das Volk, sondern die Opposition mit den Kirchen an der Spitze hat die friedliche Revolution in der DDR ausgelöst, urteilt der Bürgerrechtler Werner Schulz. Eine Erwiderung auf Detlef Pollack.
Die Schlüsselfrage wurde verwischt: Ohne den Vergleich mit anderen osteuropäischen Ländern kommt die Debatte um Revolution und Protestkulturen von 1989 nicht voran. Ein Gastbeitrag.
Ines Geipel war selbst Leichtathletin. Hier schreibt sie über Zwangs-Doping in der DDR, die Kinder der Opfer, die selbst zu Opfern wurden – und den Fortbestand der Medaillenproduktion und dessen Motto: Schwamm drüber!
Eine Dokumentation im Ersten zeigt, wie Kinder und Jugendliche an der innerdeutschen Grenze ums Leben kamen. Die Verbitterung der Hinterbliebenen über das Grenzregime der DDR vergeht nicht.
Das Panorama Museum in Bad Frankenhausen zeigt Bilder, auf denen Werner Tübke die Eindrücke seiner zahlreichen Russland-Reisen verarbeitet hat. Zeitlos meisterlich zeigen sie den Maler als Alchimisten.
F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur präsentieren die besten Krimis: der Australier Garry Disher setzt sich souverän an die Spitze. Und dazu: Nazis in der DDR, brennende Engel und unbewohnte Zimmer.
In der Marktwirtschaft ist der Wert von Waren und Diensten subjektiv. Daher führte die Wiedervereinigung zu einem plötzlichen Wertverfall der DDR-Produkte.
1959 hatte SED-Chef Walter Ulbricht versprochen, dass „die seit Jahrhunderten bestehende Wohnungsnot“ beseitigt wird. Doch der Plan scheiterte. Wirken Wohnungsenteignung und Mietenstopp doch nicht? Ein Gastbeitrag.
In der Bundesrepublik fragte die junge Generation, was ihre Eltern in der NS-Diktatur getan hatten. In Ostdeutschland gibt es solche Fragen mit Hinblick auf die SED-Herrschaft nicht. Im Gegenteil, der Vorwurf kommt von den Alten.
Den Oppositionsgruppen der DDR ging es nicht darum, die Massen zu mobilisieren. Es mussten erst verschiedene Entwicklungen aufeinandertreffen, um die friedliche Revolution einzuleiten. Ein Gastbeitrag.