Wessis, Ossis und Wossis
Joachim Gauck weist auf die Verdienste von Westdeutschen beim Aufbau Ost hin. Deren Leistungen waren bedeutend – und sind heute beinahe vergessen.
Joachim Gauck weist auf die Verdienste von Westdeutschen beim Aufbau Ost hin. Deren Leistungen waren bedeutend – und sind heute beinahe vergessen.
Warum interessieren sich die Ostdeutschen eigentlich so wenig für ihre Befreiung von der Diktatur? Weil sie sich der eigenen Vergangenheit nicht stellen wollen. Ein Gastbeitrag.
Nach dem Mauerfall erfährt Klaus Brodführer, was Eigenverantwortung bedeutet. Der CDU-Politiker spricht über die einst marode Wirtschaft, das Selbstbild im Osten und das Ende der Ära Merkel.
Was beschäftigte junge Menschen in der DDR im Sommer und Herbst 1990? Welche Gefühle löste die Wiedervereinigung in ihnen aus? Auszüge aus Tagebüchern zeugen von großer Unsicherheit.
Der Spielfilm „Wendezeit“ liefert den Einstieg zum Thema „Spione im Kalten Krieg". Sandra Maischbergers Gäste geben einen Einblick in die Trivialität nachrichtendienstlicher Arbeit – die heutige Lage beurteilen sie jedoch ganz unterschiedlich.
Gelungenes Wende-Manöver: Ein pfiffig um die Rosenholz-Dateien konstruierter Spionage-Thriller ist so spannend wie entspannt. Das liegt nicht zuletzt an der überragenden Hauptdarstellerin.
Der letzte Staatsratsvorsitzende der DDR, Egon Krenz, bedauert vor allem den DDR-Bürgern „keinen reinen Wein eingeschenkt“ zu haben.“ Der Friede habe während der Wende 1989 am seidenen Faden gehangen.
Vor 30 Jahren wurde Jörg Behrend in Stuttgart der letzte DDR-Weltmeister im Turnen und erlebte kurz danach wie an den Ringen einen politischen Überschlag – die Wende. Er fand seine neue Heimat im Schwarzwald und ist dort noch immer Trainer.
Die Ko-Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen über die deutsche Einheit, die Anfänge des Bündnisses zwischen Ost- und West-Grünen und darüber, warum sie sich am 9. November 1989 nicht besonders gefreut hat
30 Jahre nach dem Mauerfall: BMW zeigt die Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung in einem bewegenden Film.
Dreißig Jahre nach Hans-Dietrich Genschers Auftritt in Prag: Wenn Europas Gräben nicht tiefer werden sollen, müssen sie zugeschüttet werden – von allen Seiten.
Nachdem der Außenminister den freien Weg in die BRD angekündigt hatte, flüchteten noch mehr DDR-Bürger in die deutsche Botschaft in Prag. Zwei ehemalige Flüchtlinge und ein früherer Botschaftsnachbar berichten.
Wir fielen vor dreißig Jahren in eine reife Demokratie wie Semmeln in einen Milchbach. Die Autorin Tanja Nause fragt in ihrem Gastbeitrag: Sind wir Ostdeutsche undankbar?
Warum es nach 1989 in der Sowjetunion und den Nachfolgestaaten keine Aufarbeitung der Geheimdienste gab, und was Russlandversteher bis heute missverstehen. Ein Interview.
Am 3. Oktober feiern wir wieder den Tag der Einheit. Aber wieso haben wir überhaupt einen staatlichen Feiertag? Und wie machen das die anderen Länder?
Das Internetarchiv Open Memory Box stellt hunderte Stunden privates Filmmaterial über den Alltag in der DDR zur Verfügung, bereitgestellt von unzähligen Bürgern.
Sigmund Jähn, der erste Deutsche im All, ist gestorben. Er war ein Idol für viele Raumfahrer und ein Vorbild an Bescheidenheit. Ein Nachruf.
Er schrieb für die DDR Weltraumgeschichte, war stets bescheiden und wurde deshalb von Generationen besonders verehrt: Der erste deutsche Raumfahrer Sigmund Jähn ist mit 82 Jahren gestorben.
Seine Familie wurde in der NS-Zeit verfolgt, zahlreiche Angehörige wurden ermordet. In DDR war er ein politischer Dissident. Geschrieben und gedacht hat er im Geiste Heinrich Heines. Nun ist der Dichter Günter Kunert im Alter von neunzig Jahren gerstorben.
Zwischen 1986 und 1989 gab es beim Bachmannpreis vier aus der DDR stammende Gewinner. Was hatte das literarisch und politisch zu bedeuten? Ein Berliner Symposium brachte die Protagonisten von damals jetzt zusammen.
Steht es dreißig Jahre nach dem Ende der DDR wirklich so schlimm mit der deutschen Einheit und dem Osten? Nein. Die krasse Fehleinschätzung hat auch etwas mit denen zu tun, die heute die politische Meinung im Osten mitprägen.
Wandmalereien, Mosaike, Betonreliefs: In der DDR war Kunst am Bau allgegenwärtig. Nun droht sie zu verschwinden. Der Architekt und Fotograf Martin Maleschka dokumentiert, was davon noch übrig ist.
Pünktlich zum Wahlsonntag in Brandenburg und Sachsen wurde der Tagebau bei Deutschlands drittgrößtem Kraftwerk eingestellt. Die Wählerwanderung zur AfD versteht sich trotzdem nicht von selbst.
Während meine amerikanische Heimat im Begriff ist, neue Mauern zu errichten, blickt Deutschland zurück auf den Fall der Berliner Mauer. Doch einiges bleibt dabei ungesagt. Ein Gastbeitrag.
Wer im geteilten Deutschland hinter einer Mauer aufgewachsen ist, weiß, was er an Europa hat: Ein Vortrag im nordirischen Belfast.
Wolfgang von Schmettau leitete im September 1989 ein Auffanglager für DDR-Flüchtlinge in Budapest. Im Interview erzählt er von Baracken mit Stockbetten aber ohne Bettwäsche, fehlenden Sprachkenntnissen und Deutschen, die Besteck klauten.
Die Frankfurter Allgemeine trat stets für die Wiedervereinigung ein – während andere von einer „Lebenslüge“ der Bonner Republik sprachen und das Provisorium für einen Dauerzustand hielten.
Als F.A.Z.-Korrespondentin berichtete unsere Autorin 1989 aus Osteuropa: Hier erinnert sie sich an die bemerkenswert gute bulgarische Auslandspropaganda, die schwarze Liste Rumäniens – und die Telefonleitungen in Prag.
Erstmals wird in Westdeutschland die Malerei der DDR in historischer und ästhetischer Breite gezeigt. Die Düsseldorfer Schau „Utopie und Untergang“ konfrontiert dabei mit Vorurteilen, die über DDR-Kunst in Umlauf sind.
Angela Merkel weilt in China und pocht darauf, Hongkongs Freiheiten zu achten. Und doch stellt sie die chinesische Führung nicht bloß – wegen der wirtschaftlichen Beziehungen.
Die Erinnerung an die DDR findet im deutschen Kino selten eine angemessene Form. In Bernd Böhlichs Film „Und der Zukunft zugewandt“ aber gelingt es – und zwar höchst plausibel.
1952 in der DDR: Die zu Unrecht verurteilte junge Kommunistin Antonia Berger (Alexandra Maria Lara) kann in der DDR ein neues Leben beginnen – doch das hat seinen Preis. Regisseur Bernd Böhlich bietet einem Thema, über das Geschwiegen wurde, in seinem Film „Und der Zukunft zugewandt“ Raum. Ab dem 05.09.2019 in den Kinos.
Der Anführer der Proteste hat die deutsche Bundeskanzlerin vor ihrem Peking-Besuch am Freitag in einem offenen Brief um Beistand gebeten. Dabei erinnerte Joshua Wong auch an Merkels Erfahrungen in der DDR.
Am Donnerstag läuft „Und der Zukunft zugewandt“ an, ein Spielfilm von Bernd Böhlich über die DDR der frühen fünfziger Jahre. Das Thema hat Aussagekraft für die Folgen der deutschen Teilung bis heute.
Eine Ehrung für die Mutigen: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigt fünf Gemälde von DDR-Künstlern in der Eingangsgalerie seines Amtssitzes Schloss Bellevue.
Nach der Wende haben vor allem Frauen den Osten verlassen. Ein Jammer! Der männliche „Held der Arbeiterklasse“ war nicht nur von Deklassierung betroffen.