„Das Recht auf einen Asylantrag ist bedroht“
EU-Innenkommissarin Ylva Johansson kritisiert die langen Asylverfahren auf den griechischen Inseln. Die Migranten seien in einer Krise. Die Errichtung eines neuen Lagers auf Lesbos verteidigt sie.
EU-Innenkommissarin Ylva Johansson kritisiert die langen Asylverfahren auf den griechischen Inseln. Die Migranten seien in einer Krise. Die Errichtung eines neuen Lagers auf Lesbos verteidigt sie.
Zur besten Sendezeit werfen Joko und Klaas ein Schlaglicht auf die Zustände an der EU-Außengrenze: Eine Viertelstunde lang lassen sie einen Flüchtling über die Zustände im inzwischen abgebrannten Flüchtlingscamp Moria berichten.
Der Bundesinnenminister beteuert, „die Dinge im Griff“ zu haben und sichert zu: „Das wird gut ablaufen.“ In der Werteunion ist hingegen von einem „Dammbruch im europäischen Einwanderungssystem“ die Rede.
Die Entscheidung kam schneller als erwartet. Union und SPD haben sich zur Aufnahme von weiteren 1553 Flüchtlingen aus Griechenland geeinigt.
Bundeskanzlerin Merkel und Innenminister Seehofer haben sich offenbar darauf verständigt, zusätzlich rund 1500 weitere Migranten aus Griechenland aufzunehmen.
Es gehe um 400 Familien, deren Asylersuchen bereits positiv beschieden worden sei, hieß aus Regierungskreisen.
Deutschland kann Schutzbedürftige aus Griechenland aufnehmen, aber nicht Migranten mit ungeklärtem Status. Davor haben die aufnahmewilligen Kommunen immer (bewusst?) die Augen verschlossen.
Der Brand im Flüchtlingslager Moria ruft die Reform des EU-Asylrechts auf den Plan und Israels Ministerpräsident Netanyahu reist heute in die Arabischen Emirate. In Deutschland könnte bald ein Transrapid fahren. Der F.A.Z.-Newsletter.
Nach jahrelangem Leerstand wohnen jetzt anerkannte Asylbewerber und Menschen ohne Obdach am Altenhöfer Weg in Oberursel. Die Erzieherinnenschule nebenan soll umziehen.
Mit Blick auf die dramatische Lage der Migranten auf der griechischen Insel Lesbos drängt das UN-Flüchtlingshilfswerk Deutschland und die EU zu raschen Taten. Auch der deutsche Städtetag fordert eine schnelle Entscheidung der Bundesregierung.
Soll Österreich Flüchtlinge aus Griechenland aufnehmen? Die Grünen fordern: Unbedingt! Die Konservativen: Keinesfalls!
Vor Tagen haben zehn deutsche Städte, darunter Gießen und Köln, die Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria bekundet. Dies soll auch Frankfurt tun, wie der Bürgermeister und der Gesundheitsdezernent meinen.
Hessens Regierungschef will Flüchtlingen auf der griechischen Insel Lesbos humanitäre Hilfe leisten. Dies bekräftigt sein Sprecher. Wenn es um die Aufnahme von Menschen geht, möchte Hessen aber nicht vorpreschen.
Einst galt Moria als Durchgangslager für Migranten. Dann wuchs es zur zweitgrößten Stadt auf Lesbos an und wurde zur Endstation – mit Protesten, Bränden, Toten. Ein Überblick in Wort und Bild.
Kanzlerin Merkel plant bis zur Kabinettssitzung am Mittwoch eine Entscheidung über die Aufnahme von zusätzlichen Geflüchteten aus dem Lager Moria. Die Errichtung eines neues Lagers für Flüchtlinge auf Lesbos würde sie gutheißen, sagt der Regierungssprecher.
Die Behörden wollen die Bewohner des abgebrannten Lagers Moria in ein provisorisches Lager umsiedlen. Doch hunderte Migranten demonstrieren stattdessen für ihre Verlegung in andere Staaten.
Alle oder die meisten Menschen aus dem zerstörten Flüchtlingslager in Moria nach Deutschland zu holen wäre kein Problem. Trotzdem wäre das Signal falsch.
Die Stimmung unter den Migranten auf Lesbos bleibt schlecht. Auf Steinwürfe reagierte die Polizei mit Tränengas. SPD und Grüne machen derweil Druck auf Bundesinnenminister Horst Seehofer.
Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz warnt die EU-Staaten davor, dass „wir dieselben Fehler machen wie im Jahr 2015“. Nach dem Brand von Moria dürfe die europäische Politik dem Druck nicht nachgeben, Migranten aufzunehmen.
400 unbegleitete Minderjährige aus dem abgebrannten Flüchtlingslager auf Lesbos sollen in anderen EU-Staaten unterkommen. Tausende Menschen harren dort noch aus. Seit Monaten stehen in Deutschland viele Aufnahmeeinrichtungen teilweise leer.
Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria fragen sich viele: Wie konnten Griechenland und die EU solche Zustände zulassen? Die Antwort ist einfach. Aber sie tut weh.
Deutschland will bis zu 150 minderjährige Migranten und Flüchtlinge von der Insel Lesbos aufnehmen. Bundesinnenminister Horst Seehofer weist Forderungen aus der Union zurück.
Auf Lesbos protestieren Flüchtlinge gegen ihre Umsiedelung in ein neues Lager. Nach den Bränden im Lager Moria haben tausende Menschen kein Obdach.
Deutschland wird nach Angaben von Innenminister Horst Seehofer 100 bis 150 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria aufnehmen.
Zehn europäische Staaten hätten sich bereit erklärt, unbegleitete Minderjährige aufzunehmen. Deutschland und Frankreich stehen für den Großteil ein. Die Flüchtlinge auf Lesbos harren derweil weiter im Freien aus.
Zehn deutsche Oberbürgermeister wollen Migranten aus dem abgebrannten Lager auf Lesbos rasch helfen. Sie richten einen Appell an Bundeskanzlerin Merkel und Bundesinnenminister Seehofer.
Wie steht es um die Ängste der Deutschen, fragte eine Studie. Statt Angst vor Terroranschlägen und vor islamistisch motiviertem Extremismus, haben die Deutschen die meiste Angst vor der Politik des amerikanischen Präsidenten.
Die griechische Regierung beschuldigt Migranten, den Brand im Flüchtlingslager Moria gelegt zu haben – und wählt drastische Worte. Derweil sind Tausende auf der Suche nach einer neuen Bleibe.
In ganz Deutschland haben mehrere tausend Menschen für die Unterbringung der Flüchtlinge aus Moria protestiert. Eine Evakuierung des Lagers sei schon vor dem Feuer nötig gewesen, sagten Redner.
Der Co-Vorsitzende der Grünen fordert, Menschen aus Moria „in größeren Kontingenten“ aufzunehmen in Deutschland.
Sollte durch den Brand in Moria eine Auflösung des Lagers erzwungen werden? Darüber zu lamentieren, hilft nicht. Die EU müsste nur tun, was sie längst hätte tun sollen: die Gestrandeten auf das europäische Festland zu verteilen.
In der Nacht zum Mittwoch hat ein Feuer das griechische Flüchtlingslager Moria zerstört. Etwa 13.000 Menschen sind nun ohne Bleibe. „Man muss die Leute hier rausholen“, sagt der freie Journalist Niklas Fischer im Gespräch.
Die Zustände im griechischen Lager Moria waren schon vor dem Brand erbärmlich. Bereits die Regierung Tsipras nahm das zumindest hin, um Migranten abzuschrecken. Die Regierung Mitsotakis geht noch weiter. Berlin guckt zu.
In und um das Flüchtlingslager auf der Insel Lesbos waren in der Nacht zum Mittwoch zahlreiche Brände ausgebrochen. Die griechische Regierung spricht von Brandstiftung.
Deutsche Politiker fordern die Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria. NRW-Innenminister Joachim Stamp (FDP) sieht den Bund in der Pflicht. Auch die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock sagt: „Deutschland muss handeln.“
Eine neue Publikation in der sozialwissenschaftlichen Zeitschrift „Soziale Welt“ will herausgefunden haben, dass es gar keine Flüchtlingskrise gegeben hat. Wie sind die Autoren zu dieser Schlussfolgerung gekommen?