EU-Staaten einigen sich auf Gaspreisdeckel
Die EU will gemeinsam in der Energiekrise handeln. Unterdessen stimmt der Bundestag für den 200-Milliarden-Fonds der Bundesregierung.
Die EU will gemeinsam in der Energiekrise handeln. Unterdessen stimmt der Bundestag für den 200-Milliarden-Fonds der Bundesregierung.
Nur mit viel Mühe kann die Bundesregierung einen EU-Gaspreisdeckel beim Gipfel abwehren. Lange wird sie ihn aber kaum noch verhindern können. Das gilt auch für einen anderen heiklen Vorschlag: gemeinsame EU-Schulden
Die Bundesländer wollen die geplanten Entlastungen durch eine Gaspreisbremse im kommenden Jahr vorziehen, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil.
Alles wird teurer, das macht den Hoteliers zu schaffen. Gleichzeitig verzichten selbst Stammgäste auf die sonst übliche Vorbuchung fürs nächste Jahr.
„Wir brauchen zügige Entscheidungen“, sagt Niedersachsens Ministerpräsident Weil. SPD-Fraktionsvize Miersch schlägt ein früheres Greifen der Preisbremse oder eine weitere Abschlagszahlung vor.
Die Gastochter der Energieversorgung Offenbach (EVO) muss die Preise erhöhen. Zum 1.Dezember wird der Erdgaspreis im Schnitt um 68 Prozent steigen.
Der Bundestag hat zur Finanzierung der geplanten Gas- und Strompreisbremsen abermals eine Ausnahme der Schuldenbremse genehmigt. Die Opposition kritisiert, dass für die Verwendung des Geldes ein Konzept fehle.
Die Regierungschefs setzen sich über die deutschen Sorgen hinweg und sprechen sich für einen vorübergehenden Deckel für Gas aus. Scholz kann zwar Bedingungen dafür durchsetzen. Ob das ausreicht, um Lieferengpässe zu verhindern, muss sich zeigen.
Die Flächenstaaten sind stärker von den hohen Gaspreisen betroffen als die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. NRW-Ministerpräsident Wüst spricht sich für ein Vorziehen der Gaspreisbremse ab Januar 2023 aus.
Russlands Überfall auf die Ukraine hat böse Folgen für Osteuropa. Das Wirtschaftswachstum flacht ab, im angegriffenen Land wächst die Armut. Aber es gibt auch Profiteure.
Der Bundestag entscheidet über den milliardenschweren Abwehrschirm der Ampel. Die EU diskutiert weiter über den Gaspreisdeckel. Und: Spekuliert Johnson auf ein Comeback in der Downing Street? Der F.A.Z. Newsletter.
„Einheit und Solidarität“ haben sich laut Ratspräsident Charles Michel durchgesetzt. Sowohl Kanzler Scholz als auch Frankreichs Präsident Macron zeigen sich zufrieden. Doch längst nicht alle Fragen sind geklärt.
Ob EU-Gaspreisdeckel oder Marktkorrekturmechanismus: Die Diskussion über die hohen Energiepreise läuft auf dem EU-Gipfel zunehmend in eine Richtung, die Deutschland Sorgen bereiten muss.
Rund ein Drittel weniger sollen Industrie, kleinere Unternehmen und Privathaushalte an Gas verbrauchen, erklären die Forscher des Kopernikus-Projekt Ariadne. Die Energiesicherheit und der Klimaschutz sind ihrer Auffassung nach miteinander vereinbar.
Im Dezember sollen wegen der hohen Energiekosten alle Verbraucher entlastet werden. Vermieter halten den Plan so kurzfristig aber nicht für realisierbar.
Auf der iberischen Halbinsel hatte man sich mehr vom Preisdeckel erwartet. Der heiße Sommer und der französische Strombedarf ließen den Gasverbrauch in die Höhe schnellen.
Es ist gut, dass die Kommission sich weiter gegen die Rufe nach einem Gaspreisdeckel stemmt. Mit den Vorschlägen für einen neuen Preisindex und einen vagen Marktkorrekturmechanismus aber wird sie die Rufe danach nicht zum Schweigen bringen. Das birgt eine große Gefahr.
Mit dem gegenseitigen Gas-Überbietungswettbewerb soll endlich Schluss sein. Zumindest ihre Speicher sollen die Staaten künftig gemeinsam füllen. Preisdeckel soll es hingegen zunächst einmal nicht geben.
Die Hauptstädte sollen sich am Markt nicht mehr gegenseitig überbieten und so den Preis nach oben treiben. Nach neuem EU-Gesetz sollen sie zumindest ihre Speicher gemeinsam füllen.
Dass Berlin jetzt für den gemeinsamen Gaseinkauf der EU wirbt, ist frech – aber besser als ein Preisdeckel für die Einfuhr. Die EU darf bei der Umsetzung aber keine Zeit verlieren.
Viele wünschen sich, dass der Staat die hohen Gaspreise senkt. Das klingt einfach, hätte aber gleich mehrere unerwünschte Effekte. Ein Gastbeitrag.
Gas wird in Europa dauerhaft teurer bleiben als in Asien oder Amerika. Darauf muss sich die Chemieindustrie einstellen. Das gilt insbesondere für den BASF-Standort in Ludwigshafen.
Viele Mitgliedstaaten fordern wegen hoher Energiepreise einen EU-Preisdeckel. Die Bundesregierung will das verhindern und wirbt nun dafür, den Gaseinkauf zu bündeln. Dabei hat sie das bisher ausgebremst.
Die Kosmetik- und Pharmaindustrie fragt viele Produkte beim Spezialverpackungshersteller Gerresheimer nach. Der kann deshalb auch Preiserhöhungen durchsetzen.
Die steigenden Gaspreise werden für das Unternehmen ArcelorMittal in Hamburg zur existenziellen Bedrohung. Denn für die Produktion von Eisenerz werden große Mengen an Gas benötigt. 530 Mitarbeiter sind in Kurzarbeit.
Auch Unternehmen sollen von den gebremsten Gaspreisen profitieren. Unter kleinen und mittelgroßen Betrieben finden die Vorschläge der Regierung ein gemischtes Echo. Und dann wäre da noch eine Herausforderung.
Das Unternehmen rechtfertigt das mit den hohen Beschaffungskosten. Schon im Sommer hatte ENBW die Preise erhöht.
Beim Gipfel des Maschinenbauverbandes VDMA begrüßte Bundeskanzler Scholz das Zwischenergebnis der Gaspreiskommission. Außerdem gab er an, dass die Gasspeicher im Land inzwischen zu 95 Prozent gefüllt seien.
Bundeskanzler Olaf Scholz lobt beim Maschinenbaugipfel den Kommissionsvorschlag zur Preisbremse. Die Branche sieht das anders.
Die G-7-Staats- und Regierungschefs beraten mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Kommunen fordern bei der Aufnahmen von Flüchtlingen Unterstützung vom Bund. Und: Wie setzt die Regierung die Gaspreisbremse um?
Zweistufenmodell im Volumen von 96 Milliarden Euro für Haushalte und Betriebe vorgesehen.
Von einem „pragmatischen Mix aus Schnelligkeit, Wirksamkeit und Erhalt von Einsparanreizen“ sprechen die Unternehmer.
Die Gaspreiskommission hat ihren mit Spannung erwarteten Zwischenbericht vorgestellt. Für diesen Winter soll es eine Einmalzahlung geben. Es gibt schon jetzt die ersten Zweifel an der Sinnhaftigkeit.
Eine Einmalzahlung für die deutschen Haushalte im Dezember und ein Gaspreisdeckel ab März - im Kampf gegen die hohen Gaspreise schlägt die eingesetzte Expertenkommission ein zweistufiges Entlastungsverfahren vor.
Die Expertenkommission der Bundesregierung hat sich auf eine Zwei-Stufen-Lösung geeinigt. Schon im Dezember soll es nach ihrer Vorstellung erste Hilfen für die Verbraucher geben.
Der Dax schwankt zum Wochenbeginn. Der Krieg und die Notenbanken belasten. Doch immer wieder gibt es auch positive Nachrichten.