Generation Willy
Dass Gernot Erler ausgerechnet 1970 Mitglied der SPD wurde, war kein Zufall. In einem Gastbeitrag schildert er, wie ihn die Ereignisse dieses Jahres geprägt haben.
Dass Gernot Erler ausgerechnet 1970 Mitglied der SPD wurde, war kein Zufall. In einem Gastbeitrag schildert er, wie ihn die Ereignisse dieses Jahres geprägt haben.
Im Frühjahr 1975 reist der Schriftsteller Hubert Fichte nach Mexiko. Kurz nach ihm trifft ein anderer in Mexiko-Stadt ein: Willy Brandt. Geschichte der Begegnung zweier Männer, die mehr gemeinsam haben, als sie voneinander wissen.
Kurz vor dem AfD-Parteitag darf Bundessprecher Jörg Meuthen in der Sendung von Sandra Maischberger was vom Pferd erzählen. Wären da nicht auch noch Jan Fleischhauer und Albrecht von Lucke, wäre das zum Davonlaufen.
War es wirklich die „Umgründung“ der Republik? Vor 50 Jahren wurde Willy Brandt Bundeskanzler.
Die SPD befindet sich in der schwersten Krise seit 1945. Der frühere Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann erinnert seine Partei an das Godesberger Programm und das darin enthaltene Erfolgsrezept, um wieder auf die Beine zu kommen.
Die Linke kann dank Bodo Ramelow jubeln wie nie und feiert frühere Niederlagen weg. Die CDU erlebt eine historische Niederlage – und klare Mehrheiten scheinen in Thüringen auch wegen des AfD-Erfolgs aussichtslos.
Helmut Schmidt hatte auf Erhard Eppler das Wort gemünzt: „Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.“ Gerhard Schröder wusste besser mit dem Provokateur umzugehen. Ein Nachruf.
Vor 50 Jahren wurde Willy Brandt Bundeskanzler. Ohne seine Zeit in Norwegen ist er nicht zu verstehen. Der frühere Ministerpräsident Thorbjørn Jagland redet darüber, wie das Land Brandt formte – und wie er Norwegen beeinflusste.
Einst galt Erhard Eppler in seiner Partei als Unruhestifter. Doch manches von dem, was der Vordenker sagte, bewahrheitete sich später. Nun ist das Urgestein der SPD gestorben.
Willy Brandt belegt in der ewigen Bestenliste der SPD-Vorsitzenden immer noch Platz eins, aber es muss ja weitergehen mit der Partei. Eindrücke von der Regionalkonferenz in Duisburg, wo sich 24 Personen um Brandts Nachfolge bemühen.
Wie sich das Gedenken und die Bekenntnisse gewandelt haben – von Willy Brandt, dem eine große Geste reichte, bis Frank-Walter Steinmeier.
Fast alle wollen SPD-Chef werden. Ich jetzt auch – irgendwie.
Seit der Wiedervereinigung waren Brandenburg und Sachsen die politisch stabilsten Länder im Osten, denn SPD und CDU regierten unangefochten – doch zu „Staatsparteien“ wurden sie nicht. Sonntag endet eine Ära der Illusionen.
Im Wahlkampf in Brandenburg bedient sich die AfD beim SPD-Heiligen Willy Brandt. Die Sozialdemokraten sind empört – und kleben Gegen-Plakate.
Man sollte der brandenburgischen AfD dankbar sein, dass sie mit der Vereinnahmung Willy Brandts in den märkischen Wahlkampf Bewegung gebracht hat. Nun sind die Bürger Brandenburgs am Zug.
„Willy Brandt hätte für Rechtspopulisten nur eines übrig gehabt: abgrundtiefe Verachtung“: Dieser Einschätzung von Heiko Maas zum Trotz ist der frühere SPD-Kanzler auf einem AfD-Wahlplakat zu sehen. Nicht nur die SPD ist empört.
„Bundesumweltminister“ nannte sich Hans Dietrich Genscher vor 50 Jahren zwar noch nicht. Doch mit seiner „Abteilung U“ setzte er ein ambitioniertes Reformprogramm um. Was hat sich seitdem verändert?
Wolfgang Nowak, früherer Planungschef unter Kanzler Schröder, hat direkten Zugang zu Nordkoreas Regierung. Ein Gespräch über das angeblich spontane Treffen von Kim und Trump, Kims Pläne – und die Gefahr, sich instrumentalisieren zu lassen.
„Normal“ werden die Beziehungen Deutschlands zu Israel wohl nie sein. Diese Buch erzählt von den schwierigen Anfängen.
Die Berliner Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19|19“ der Autorinnen Ute und Bettina Frevert presst hundert Jahre Geschichte in zwanzig Gefühlsbegriffe.
Er war BND-Chef, Außenminister und Vorsitzender der FDP. Nun ist Klaus Kinkel im Alter von 82 Jahren gestorben.
Sandra Maischberger lädt die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer zum Soloauftritt ein. Was dabei rauskommt ist erschreckend.
Ein ganz persönlicher Rückblick auf das Jahr 1969.
In der SPD will eine neue Generation den Umgang mit der russischen Führung ändern – ein schwieriges Unterfangen für eine Partei, die früher bei vielen mit ihrer Ostpolitik gepunktet hat.
Die Stimmen seiner Werke lassen sich jetzt online einzeln aufrufen, die editorischen Eingriffe ihrer Ausgaben sichtbar machen. Mehr noch: Mit der Digital-Interaktiven Mozart-Edition beginnt die Ära des Neukomponierens.
Nicht gefeit gegen Irrtümer: Der junge Willy Brandt und sein Weg zum Frieden
Willy Brandt hat Intellektuelle und Arbeiter in der SPD vereint. Jetzt wandern beide Gruppen ab – in unterschiedliche Richtungen. Die Hoffnung auf einen Neubeginn bleibt.
Olympia 1968: Die DDR bereitete auf politischer Ebene den Aufstieg zur Sportgröße vor. Und die Mannschaft setzte den „Erziehungsauftrag“ bei den Spielen in Mexiko um.
In der CDU gibt es eine Sehnsucht nach der Zeit ohne Merkel. Einerseits. Und was ist mit Annegret Kramp-Karrenbauer?
Weiß die Parteiführung der SPD noch, was die Basis will? Auch viele Wähler haben das Gefühl, dass die Sozialdemokraten sie und ihre Themen vergessen haben. Die Umfragewerte bleiben miserabel.
Die Erinnerung an das eigene historische Erbe ist für die SPD zum Ballast geworden. Doch die Genossen sollten nicht vergessen, wie tief ihre Gegenwart und Zukunft in der Vergangenheit wurzeln.
Er war nicht nur Kanzler der Einheit, sondern ist auch der einzige Kanzler mit dem Titel „Ehrenbürger Europas“. All diese Verdienste waren hart erkämpft – mit Mut, Entschlossenheit und der Helmut Kohl eigenen Portion Gottvertrauen. Sein Vermächtnis bleibt Auftrag für die Zukunft. Ein Gastbeitrag.
Mit seiner kritischen Haltung zu Russland ist Außenminister Heiko Maas in der SPD angeeckt. Nun musste er sich vor der Parteiführung rechtfertigen und sich mit deren Verklärung von Willy Brandt auseinandersetzen.
Mit seinen kritischen Tönen gegenüber Moskau verschreckt Heiko Maas weiter viele Genossen in der SPD. Die Partei muss sich entscheiden: Pflegt sie das Erbe Willy Brandts oder doch lieber eine Tradition der Anbiederung?
Im Mai 1988 reiste Helmut Kohl privat in die DDR. Die allgegenwärtige Stasi konnte nicht verhindern, dass der Kanzler einen ungeschönten Eindruck von der Stimmung im Land bekam. Ein Gastbeitrag.
Der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt unterstützt im Interview den harten Russland-Kurs von Außenminister Heiko Maas. Nur so könne der Westen als Verhandlungspartner ernst genommen werden.