Guten Morgen!
Kiew schickt zusätzliche 8500 Nationalgardisten, Grenzschützer und Polizisten an die Grenze zum Nachbarland. Ein deutscher Vorschlag, Migranten vorübergehend in der Ukraine unterzubringen, stößt auf deutliche Ablehnung.
Alexandr Lukaschenko nutzt die Schwäche Europas aus. Es braucht aber keine Panzer, um die Erpressung aus Minsk abzuwehren.
In der Halbleiterindustrie läuft nicht nur ein Rennen um die neuesten Technologien, sondern auch um Subventionen. Es geht um mehr als 100 Milliarden Euro.
Die EU-Kommission drohte mit Sanktionen und führte Gespräche – das trägt nun Früchte. Auch die Emirate und Libanon wollen sich nicht länger am belarussischen Spiel beteiligen.
Die EU-Kommission ist gerade dabei, die Kontrolle von Netzkonzernen auf null zu bringen. Die Bundesregierung sollte etwas dagegen tun.
Indem Europa panisch auf ein paar tausend Migranten an seiner Ostgrenze reagiert, läuft es in die Falle Alexandr Lukaschenkos. Wenn Europa Stärke zeigen will, lässt es die Leute einfach herein.
Wo die Flüchtlinge an der Grenze von Belarus zu Polen ausharren, sinken die Temperaturen nachts unter den Gefrierpunkt. Sie sitzen dort in einer Falle. Einer, der es geschafft hat, herauszukommen, berichtet.
Minsk instrumentalisiere die Migranten an der Grenze zur EU zynisch, sagten von der Leyen und der US-Präsident bei einem Treffen in Washington. Der UN-Sicherheitsrat kommt am Donnerstag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen.
Lange sahen sich die Europäer vor allem als Soft Power. Doch so können sie ihre Interessen nicht mehr verteidigen, sagt der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell der F.A.Z. – und zieht Konsequenzen.
Die Lage an der Grenze spitzt sich zu. Deutsche Aktivisten wollten die Migranten unterstützen, wurden aber aufgehalten. Die EU fordert Unterstützung für betroffene Staaten.
Während man im Osten Polens darauf setzt, dass ein dauerhafter Grenzzaun die Migration stoppt, sucht Brüssel nach Wegen, den politischen und wirtschaftlichen Druck auf Lukaschenko zu erhöhen.
Nach dem Versuch von Migranten, die Grenze zu durchbrechen, kündigt die polnische Regierung die Schließung eines Grenzübergangs an. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert derweil neue Sanktionen.
Es gibt keine „europäische Perspektive“ für den Balkan mehr. Die EU sollte überlegen, welche Angebote sie der Region stattdessen machen kann.
Die Regierung in Warschau will die EU-Forderung nach Abschaffung der Disziplinarkammer am Obersten Gericht erfüllen. Der eigentliche Zweck eines Gesetzentwurfs dazu ist aber ein anderer: die Säuberung des Gerichts von Kritikern.
Der Fall Belarus führt zu einer neuen Debatte über den Umgang mit Migranten an den Außengrenzen Europas. Besonders beim Thema der Pushbacks stellt sich die Frage: Wie weit darf die EU gehen?
Der europäische Steuerzahlerbund spricht von einer „ökologischen Sünde“ mit Folgen für die Glaubwürdigkeit. Die EU-Kommission sagt Corona und andere Zwänge ließen „logistisch keine andere Möglichkeit“.
Emmanuel Macron weiß, dass Angela Merkel guten Wein schätzt. So lud er sie zum Abschied in die idyllische Kleinstadt Beaune nach Burgund ein. Dort wurde der scheidenden Kanzlerin eine Ehre zuteil, die selbst Kohl verwehrt blieb.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat bei der UN-Klimakonfeerenz in Glasgow rasche und wirksame Schritte im Kampf gegen den Klimawandel angemahnt. „Es ist unsere Pflicht, jetzt zu handeln“, sagte sie.
Im Fischereistreit stellen sich London und Paris gegenseitig Ultimaten. Macron fordert Johnson auf, binnen 24 Stunden die Lizenzpolitik für französische Fischer zu korrigieren. London fordert, das binnen 48 Stunden zurückzunehmen.
Der Emissionshandel weise der Wirtschaft den Weg zur Klimaneutralität, sagte Kanzlerin Angela Merkel in Glasgow. Die Ziele des Pariser Klimaabkommens will sie noch nicht aufgeben. Aber: „Wir sind noch nicht da, wo wir hinmüssen.“
Deutschland diskutiert über Auffrischungsimpfungen, CDU und SPD über ihr höchstes Parteiamt. Der Supreme Court beschäftigt sich mit dem Abtreibungsrecht in Texas. Und in Glasgow geht es um die Zukunft des Planeten. Der F.A.Z.-Newsletter.
Die britische Regierung beklagt im Fischereistreit eine französische Politisierung der Energieversorgung der Kanalinseln – und scheut auch den Vergleich zu Methoden Wladimir Putins nicht.
Die Staats- und Regierungschefs betonen zum Abschluss des G-20-Gipfels in Rom die gute Stimmung. Doch das kann nicht über große Differenzen insbesondere in der Klimapolitik täuschen.
Was die auf dem G-20-Gipfel in Rom verkündete Einigung im amerikanisch-europäischen Zollstreit konkret bedeutet. Ein Handelsexperte gibt Auskunft.
Seit Jahren streiten die EU und die USA über Zölle auf Stahl und Aluminium – nun gibt es offenbar eine Einigung. Der Handelskonflikt war noch vom früheren US-Präsidenten Donald Trump angezettelt worden.
Die EU-Kommission kann Zahlungen aus dem Haushalt an Mitgliedstaaten aussetzen, wenn sie gegen Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit verstoßen. Das EU-Parlament hat Brüssel nun verklagt, weil es dieses Instrument nicht anwendet.
US-Präsident Joe Biden versucht, die Wogen im U-Boot-Streit mit Frankreich zu glätten. Die Klimakonferenz wirft ihre Schatten beim G20-Treffen in Rom voraus. Und ein Deutscher fliegt ins All. Der F.A.Z. Newsletter.
Europäische Souveränität +++ Sowjetische Armee +++ Kragujevac +++ Erziehung in China +++ Rücktritt Jens Weidmann +++ Taiwan
Eine Million Euro am Tag muss Polen bezahlen, solange die politisch besetzte Disziplinarkammer am obersten Gericht des Landes fortbesteht. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden. Warschau spricht von „Erpressung“.
Sachsens Ministerpräsident fordert, Polen, Lettland und Litauen bei der Befestigung der EU-Außengrenze zu unterstützen. Die EU müsse zeigen, dass sie „nicht vor einem Diktator einknickt“.
So lange die umstrittene Disziplinarkammer der polnischen Justiz existiert, muss das Land Strafe zahlen. Grund ist die Weigerung des Landes, höchstrichterliche Entscheidungen zur Justizreform umzusetzen.
Seit Monaten schleust Belarus Migranten über die Grenze in die EU. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer sieht nur eine Lösung: „Wir brauchen Zäune und wir brauchen vermutlich auch Mauern“, sagt er.
Die Lage an der EU-Außengrenze zu Belarus spitzt sich zu. Am Wochenende hatten Migranten polnische Grenzer mit Steinen beworfen. In die Region werden nun mehr Soldaten verlegt.
Angela Merkel verlässt nach 16 Jahren die europäische Bühne. Bei ihrem letzten EU-Gipfeltreffen bekommt sie warme Worte, stehenden Applaus – und ein seltsames Geschenk. Sie selbst gab sich so nüchtern wie immer.