Im Land der letzten Dinge
Außenminister Steinmeier besucht ein gespaltenes Land, Saudi-Arabien: Dem Königshaus fällt es immer schwerer, sich die Gefolgschaft der Bevölkerung zu sichern. Und in der Herrscherfamilie ist die Einhelligkeit bedroht.
Außenminister Steinmeier besucht ein gespaltenes Land, Saudi-Arabien: Dem Königshaus fällt es immer schwerer, sich die Gefolgschaft der Bevölkerung zu sichern. Und in der Herrscherfamilie ist die Einhelligkeit bedroht.
Firas al-Shater ist der erste Flüchtling mit einem YouTube-Kanal – in den vergangenen Tagen ist er zum Internetstar avanciert. Wer ist dieser Mann, der selbst die Herzen von Trollen und Ausländerfeinden erweicht?
Überzeugt vom zivilisatorischen Auftrag, reitet die englische Abenteurerin und Wüstenkönigin Gertrude Bell 1905 durch Syrien. Und findet nirgends einnehmendere Araber als in Damaskus. Eine Reisebericht der zeigt, was der Krieg heute alles zerstört.
Bundeskanzlerin Merkel will einem Zeitungsbericht zufolge eine halbe Milliarde Euro mehr für syrische Flüchtlinge geben. Das Geld soll bei einer Geberkonferenz zugesagt werden. CDU-Politiker Röttgen sieht Russland und Iran in der Pflicht.
Die Bundeswehr hat nachgerüstet. Dank grüner Lichter sind die deutschen Tornados, die Syrien und den Irak überfliegen, jetzt auch bereit für den Nachteinsatz im Kriegsgebiet.
Die Türkei sagt, sie tue alles, um illegale Migration zu unterbinden. Die Polizei im türkischen Bodrum sagt: nichts. Alle anderen aber wissen, wann und wo die Schlauchboote nach Griechenland ablegen.
Die Mainzer Polizei klärt Flüchtlinge über die Bräuche zu den tollen Tagen auf. Aber auch das Medieninteresse an der Veranstaltung in der Erstaufnahmeeinrichtung ist groß.
Unterstützung für die Syrien-Gespräche und Vermittlung zwischen den Streithähnen Riad und Teheran: Chefdiplomat Steinmeier hat sich für die nächsten Tage viel vorgenommen. Obendrein will er sich in Iran und Saudi-Arabien auch um die Menschenrechte kümmern.
Erste Geste des guten Willens? Die syrische Regierung in Damaskus hat nach Angaben der Vereinten Nationen zugesagt, künftig Hilfskonvois in Städte zu lassen, wo die Menschen hungern.
Für viele unerwartet ist der Traum vom „ewigen Frieden“ in Europa durch eine schnelle Folge von Krisen an der europäischen Peripherie abgelöst worden, deren Auswirkungen noch nicht abzusehen sind.
Kurz nach ihrer Ankunft in Genf haben die Gegner Assads bereits mit dem Abbruch der Gespräche gedroht. Sollte der syrische Machthaber weiter Zivilisten bombardieren, werde man gleich wieder abreisen.
Im Kampf gegen die Flüchtlingskrise fordert die Türkei einem Bericht zufolge zwei Milliarden Euro mehr von der EU als ursprünglich vereinbart. Mit dem Geld sollen die Lebensbedingungen der Millionen Syrien-Flüchtlinge in der Türkei verbessert werden.
Der Hohe Verhandlungsrat wollte erst nicht. Nun schickt Syriens wichtigste Oppositionsgruppe doch Vertreter mach Genf. Der Sinneswandel hat einen Grund.
Er wollte nach Syrien reisen und sich über das Internet Kampfkleidung besorgen. Nun hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft den mutmaßlichen Salafisten angeklagt - wegen der Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat.
Die Journalisten Can Dündar und Erdem Gül fanden heraus, dass die Türkei Waffen an Extremisten in Syrien liefert. Nun wird ihnen der Schauprozess gemacht. Werden sie verurteilt, ist die Pressefreiheit in der Türkei am Ende.
Heute beginnen in Genf Friedensgespräche über Syrien. In vielen Orten des Landes wird immer noch gekämpft. Die Lage ist unübersichtlich, die Allianzen wechseln und auch das Eingreifen Russlands hat keine Entscheidung gebracht.
Die Amerikaner warnen davor, dass die Terrormiliz IS in Libyen ähnlich mächtig werden könnte wie in Syrien. Präsident Obama kündigte an, die Islamisten überall zu bekämpfen, wo es notwendig sei.
Mit einer bisher beispiellosen Aktion hat die Polizei eine kleine Gruppe Algerier in einer Erstaufnahmestelle zur Registrierung gezwungen. Es handelte sich weder um Flüchtlinge, noch kamen sie direkt aus Algerien.
Italiens Ministerpräsident Renzi hat sich deutlich gegen die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin gestellt. Im Gespräch mit der F.A.Z. rechtfertigt er seine Haltung und wirft Deutschland und Frankreich vor, die EU zu dominieren.
Noch ist unklar, wer an den Syrien-Verhandlungen teilnimmt. Die wichtigste Kurden-Partei erhielt keine Einladung. Das könnte den Erfolg der Gespräche gefährden.
In Berlin soll ein kranker Flüchtling gestorben sein, nachdem er tagelang vor dem Flüchtlingsamt Lageso anstand. Die Meldung kommt von einem Flüchtlingsbündnis, bestätigen können die Behörden sie nicht. Jetzt fragt sich ganz Berlin: Ist die Geschichte nur erfunden?
Europa blockiert sich selbst, Amerika hält sich zurück. Der Westen glaubt nicht mehr an sich, diagnostiziert die Münchner Sicherheitskonferenz. Mit Blick auf Syrien verheißt das wenig Gutes.
Die Friedensgespräche sind schon verschoben: Jetzt stellt der russische Außenminister die Forderung, auch die Kurden zu Verhandlungen nach Genf einzuladen. Die Vertreter der syrischen Opposition geben sich verhalten.
Eigentlich sollten die Syrien-Friedensgespräche in Genf schon begonnen haben, doch der Streit um die Teilnehmerliste behindert das Fortkommen. Bis Freitag soll nun Klarheit herrschen, sagt UN-Unterhändler de Mistura.
In Genf sollen in dieser Woche die Friedensgespräche für Syrien beginnen. Schon das Ringen um die Einladungsliste mit den Kriegsparteien zeigt, wie sehr jetzt Diplomatie gefragt ist – und der Zeitplan ist ambitioniert.
Es ist eine Illusion, zu glauben man könne mit Russland gemeinsame Strategien gegen den „Islamischen Staat“ entwickeln. Es ist nicht sicher, dass Putin Interesse an einem Ende des Bürgerkriegs hat.
Bevor die Gespräche zur Lösung des Syrien-Konflikts beginnen, meldet sich Wolfgang Schäuble in der F.A.Z. zu Wort. Der Bundesfinanzminister weist Russland eine Schlüsselrolle zu, um Frieden zu schaffen und so auch die Flüchtlingskrise zu entschärfen.
Der Bundesaußenminister dringt darauf, dass auch islamistische Rebellengruppen an den Friedensverhandlungen für Syrien beteiligt werden. Frank-Walter Steinmeier appelliert zudem an Russland.
Sollte es im Syrien-Konflikt keine Aussicht mehr auf einen politischen Ausweg geben, wüssten sich die Vereinigten Staaten militärisch zu helfen. Vizepräsident Joe Biden zufolge habe eine friedliche Einigung jedoch oberste Priorität.
Wann beginnen die Friedensgespräche für Syrien? Der Starttermin steht in Frage. Die Opposition wirft Russland Einmischung vor.
Amerikas Außenminister John Kerry ist sich sicher: „Der Kampf gegen den IS wird gewonnen.“ Für die Friedensverhandlungen gab er sich optimistisch. Für die Flüchtlinge müssten die Geberländer deutlich mehr Geld in die Hand nehmen.
Der mutmaßliche IS-Terrorist Nils D. beschreibt im Prozess in Düsseldorf, wie er Festgenommene in Syrien ins Gefängnis der Miliz gebracht hat – und wie sie über lange Zeit massiv gefoltert wurden.
Um im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ größere Fortschritte zu erzielen, fordert Amerika eine direkte Beteiligung der Nato am Einsatz in Irak und in Syrien ein. Auf Bundeswehrsoldaten könnte ein weiterer Einsatz zukommen.
Nils D. ging aus Dinslaken nach Syrien zum „Islamischen Staat“. Vor Gericht gibt er nun bereitwillig Auskunft. Doch will er nicht an Gewalttaten beteiligt gewesen sein.
Raus aus dem Krieg - das war alles, was Modar Rabbat wollte, als er noch in Syrien lebte. Jetzt fühlt er sich in Berlin sicher. Vor allem will er nun eines: Arbeit finden. Wir begleiten ihn auf seiner Suche nach einer Stelle in Deutschland.
Der „Islamischer Staat“ hat den Tod des aus Enthauptungsvideos berüchtigten Mörders „Dschihadi John“ bestätigt. Eine Drohne habe Mitte November ein Auto getroffen und ihn getötet.