Wie Syrien sich seit dem Sturz Assads verändert hat
Auf einer Konferenz in Qatar zeigt Syriens Präsident Scharaa sich selbstzufrieden. Doch besonders innenpolitisch liegt ein Jahr nach dem Sturz Assads vieles noch im Argen.
Auf einer Konferenz in Qatar zeigt Syriens Präsident Scharaa sich selbstzufrieden. Doch besonders innenpolitisch liegt ein Jahr nach dem Sturz Assads vieles noch im Argen.
Israelische Soldaten geraten in einem syrischen Dorf unter Beschuss und fordern Luftschläge an. Syriens Regierung spricht von einem Kriegsverbrechen.
Wie sicher ist es in Syrien? Kann man dort menschenwürdig leben? Müssen Syrer in ihre Heimat zurückkehren? Wir haben mit Deutschsyrern gesprochen.
Die „Übergangsregierung“ in Syrien ist keine Demokratie. Und der Islamismus ist eine weltweite Ideologie. Stärkt man ihn dort, stützt man ihn auch hier.
Unter syrischen Tatverdächtigen in Nordrhein-Westfalen spielt Clankriminalität bisher nur punktuell eine Rolle. Sorgen bereitet den Kriminalisten, dass die Gewaltkriminalität stark zugenommen hat.
Viele Syrer kehren in ihre Heimat zurück – aber nur wenige aus Deutschland. Man sollte Syrien nicht überfordern, sagt die Vertreterin des UNHCR in Deutschland, Katharina Thote.
Die USA halten an der Lockerung von Sanktionen gegen Syrien fest. Als erstes syrisches Staatsoberhaupt wurde Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa zuvor von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus empfangen.
Syriens Außenpolitik orientiert sich gen Westen, Damaskus untermauert das mit einem „historischen Besuch“ von Präsident Scharaa in Washington. Trump preist ihn als „jungen, attraktiven, harten Kerl“.
Außenminister Wadephul kommuniziert nicht immer glücklich, wie jetzt in Syrien. Trotzdem hilft Nervosität der Union nicht weiter.
Die USA werten das Votum als Signal für einen politischen Neubeginn – China ist allerdings anderer Ansicht.
Außenminister Johann Wadephul beschreibt bei seinem Besuch in Syrien die Zerstörung und sagt, so schnell könne „niemand zurückkehren“. Damit gerät die bislang klare Migrationslinie der Union ins Wanken.
Im Streit über die Aussagen von Außenminister Johann Wadephul über Rückführungen nach Syrien warnen Wissenschaftler vor neuen Konflikten in dem zerstörten Bürgerkriegsland. Die Frage ist, wer Damaskus die Sicherheit finanziert.
Der Außenminister muss sich für seine Aussage zu Syrien vor der eigenen Fraktion rechtfertigen. Ein Problem: Johann Wadephul kommuniziert mehr nach außen als nach innen.
Nicht nur in der Union tobt die Debatte, ob Syrer in ihre Heimat zurückkehren können und sollen. Ein Überblick über die wichtigsten Fragen.
Kanzler Merz spricht vom „Problem“ im Stadtbild, Außenminister Wadephul vom „würdigen Leben“ in Syrien. Bei Maischberger streiten die Gäste darüber, was die CDU-Politiker damit sagen wollen.
Der Fraktionschef hadert mit dem Außenminister aus der eigenen Partei: Mit seinen Sätzen zu Abschiebungen habe Wadephul das Bild der Koalition beschädigt. Der Bundespräsident dagegen verteidigt den Minister.
Außenminister Wadephul bekräftigt das Ziel, mehr Rückführungen durchzuführen – auch nach Syrien. Vorrangig sollen Straftäter und Gefährder betroffen sein, daneben soll die freiwillige Rückkehr gefördert werden.
Die Vorsitzende des Verbands deutsch-syrischer Hilfsvereine, Nahla Osman, ist gegen Abschiebungen nach Syrien. Stattdessen solle die Bundesregierung Erkundungsbesuche erlauben.
Außenminister Wadephul will die Abschiebung Krimineller nicht aufhalten. Die Frage nach der Rückkehr der unbescholtenen Syrer aber lässt die Regierung weiter offen.
CDU und Regierung versuchen, den Streit über die Rückkehr von Syrern kleinzuhalten. Führende Unionspolitiker versichern, dass es bald Abschiebungen in das Land geben wird.
Der Innenminister drückt aufs Tempo, doch der Außenminister bremst: So bald werde man nicht im großen Maßstab nach Syrien abschieben können.
Eine kriminelle syrische Großfamilie aus Stuttgart reist kontrolliert in ihr Heimatland aus. Vorausgegangen war intensive Überzeugungsarbeit der Behörden.
Syrien im Wechselgefühl von Triumph und Ratlosigkeit: Ronya Othmann reist ins Herkunftsland ihrer jesidischen Familie. Ihr Buch ist eine Momentaufnahme unmittelbar nach dem unverhofften Ende des Assad-Regimes.
Österreich schiebt als erster EU-Staat in das frühere Bürgerkriegsland ab. Innenminister Karner verteidigt das im F.A.Z.-Gespräch – und spricht über sein Verhältnis zu Dobrindt.
Die sogenannten Wahlen können dem syrischen Übergangspräsidenten Scharaa kaum demokratische Legitimation bieten. Aber wenn Minderheiten eine Repräsentation und ein Forum erhalten, wäre schon etwas gewonnen.
Das neue syrische Parlament spiegelt die Machtverhältnisse im Land wider – und wird doch als Chance für Veränderung gesehen.
Syrien hat die Wahl für das erste Parlament nach dem Sturz von Assad durchgeführt. Rund 6.000 Wahlleute waren aufgerufen, in regionalen Wahlkollegien abzustimmen.
An diesem Sonntag findet in Syrien gewiss keine demokratische Musterwahl statt. Dennoch birgt die Parlamentswahl eine Chance für das instabile, geteilte Land.
2015 war er aus Syrien nach Deutschland geflohen. Nun ist Ryyan Alshebl der Bürgermeister einer kleinen, schwäbischen Gemeinde. Wie hat er das geschafft?
Nach fast 60 Jahren spricht erstmals ein syrischer Staatschef bei der UN-Generaldebatte. In seiner Rede betont Ahmed al-Scharaa die Ziele für Syrien. Trotz Einladung nach New York wird er von den Vereinten Nationen als Terrorist geführt.
In Baden-Württemberg streitet die AfD darüber, welche Ausländer sie außer Landes schaffen will. Einen Bürgermeister etwa, weil er aus Syrien stammt? Rechtliche Grundlagen geraten da zur Nebensache.
Syrien erlebt einen besonderen Ansturm: Geflohene Landsleute kehren als Touristen zurück – viele kommen aus Deutschland.
Syriens Präsident Al-Golani soll voraussichtlich im September vor der UN-Vollversammlung in New York sprechen. Noch vor gut einem Jahr hatten die USA noch ein Zehn-Millionen-Dollar-Kopfgeld auf das ehemalige Al-Qaida-Mitglied ausgesetzt.
Assads Regime ist gestürzt. Aber selbstbewusste Sieger, alte Eliten und ängstliche Minderheiten misstrauen einander. Reise durch ein Land, in dem die neue Freiheit schon wieder zu schwinden scheint.
Warum ist im Falle Syriens nicht möglich, was im Falle Bosnien-Hercegovinas vor Jahren möglich war: die organisierte Rückkehr der Flüchtlinge. Weil sich die Politik das Wort „Remigration“ hat rauben lassen?