Warten auf Woelki
Am Mittwoch soll der Kardinal wieder ins Erzbistum Köln kommen. Aber die Katholiken wissen nicht, wie es zusammen weitergehen soll und kann. Sie sind frustriert, enttäuscht und wütend.
Am Mittwoch soll der Kardinal wieder ins Erzbistum Köln kommen. Aber die Katholiken wissen nicht, wie es zusammen weitergehen soll und kann. Sie sind frustriert, enttäuscht und wütend.
Im Jahr 2021 haben mehr Menschen als je zuvor die Kirche verlassen. Besonders betroffen ist nach Recherchen der F.A.Z. das Erzbistum Köln. Das liegt auch an Kardinal Woelki.
Nach einer knapp fünfmonatigen „Auszeit“ will der Kölner Kardinal Woelki seine Amtsgeschäfte in der nächsten Woche ungeachtet der großen Widerstände im Erzbistum Köln wieder aufnehmen. Aber seinen ersten öffentlichen Termin sagte er ab.
Selbst das engste Beratergremium Woelkis, der Erzbischöfliche Rat,hat sich laut einem Bericht fast einstimmig gegen die Rückkehr des Kardinals ausgesprochen. Woelki befindet sich derzeit noch in einer fünfmonatigen Auszeit.
Das im Herbst 2020 vom Kölner Erzbischof Woelki in Auftrag gegebene Gutachten macht nicht deutlich, dass einer der Beschuldigten dem Opus Dei angehört – ein politisch brisanter Fehler.
Der Mann, der Kardinal Woelki den Rücktritt nahelegt, ist nicht irgendjemand, sondern ein Vertrauter des Papstes. Jetzt wird es eng – und spannend.
Der Erzbischof von Luxemburg Hollerich empfiehlt dem Kölner Erzbischof Woelki, seinen Rücktritt einzureichen und „irgendwo in eine Gemeinde“ zu gehen. Im Umgang mit den Missbrauchsfällen habe Woelki „eine sehr schlechte Kommunikation“.
Ein Vertrauter von Papst Franziskus hat Kardinal Woelki nahegelegt, auf sein Amt zu verzichten. Er würde bei einem solchen Vertrauensverlust in eine Gemeinde zurückgehen, sagte der Luxemburger Erzbischof Jean-Claude Hollerich.
„Insolvenzrhetorik“ gibt es zur Zeit viel in der katholischen Kirche. Spielen wir also mal durch: Wie würde ein tatsächliches Insolvenzverfahren ablaufen? Klar scheint nur: Auf den Sanierer käme viel Arbeit zu.
Im Zuge der Missbrauchsvorwürfe in der katholischen Kirche kommt es vermehrt zu Austrittswellen. Dafür ist nicht nur der verlorene Glaube verantwortlich. Im bayerischen Holzkirchen hingegen bleiben die Menschen aktiv – doch auch sie hadern.
Hat Kardinal Woelki nach der Rückkehr aus seiner „Auszeit“ eine Zukunft an der Spitze des Erzbistums Köln? Für Weihbischof Rolf Steinhäuser, den kommissarischen Leiter des Erzbistums, ist diese Frage noch offen.
Joshua Kimmich +++ Bauministerium +++ Kardinal Woelki +++ Afghanistan +++ Hessischer Rundfunk +++ Olav Hackstein
Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki ist in „Auszeit“. Das hätte eine Chance für einen Neuanfang im Erzbistum Köln sein können. Ändern sollen sich aber nur die Gläubigen.
Die Mitglieder des katholischen Reformprojekts „Synodaler Weg“ beraten über mehr Mitspracherechte für Gläubige in der Kirche. Doch die Papstentscheidungen zu Kardinal Woelki und Erzbischof Heße überschatten die Versammlung.
Man muss wohl ein unverbesserlicher Optimist sein, um zu hoffen, dass die Krise im Erzbistum Köln mit einer mehrmonatigen „geistlichen Auszeit“ Kardinal Woelkis zu lösen ist. Denn sie lässt nicht nur viele Betroffene ratlos zurück.
Das Missbrauchsgutachten sollte den Konflikt zwischen Kardinal Woelki und den Gläubigen in seinem Erzbistum entschärfen. Aber das Gegenteil trat ein. Der Graben wurde immer tiefer. Die F.A.Z. dokumentiert die wichtigsten Stationen.
Die Entscheidung von Papst Franziskus in dem Fall verlautete am Freitag aus Kirchenkreisen. Allerdings nehme Woelki auf eigenen Wunsch eine Auszeit von Mitte Oktober bis zum Beginn der Fastenzeit Anfang März kommenden Jahres.
Mehr als die Hälfte der deutschen Katholiken wollen, dass der Kölner Kardinal Woelki abberufen wird. Grund ist sein Verhalten bei der Aufklärung sexuellen Missbrauchs.
50. Todestag von Jim Morrison +++ Fernbahntunnel in Frankfurt am Main +++ Erzbistum Köln +++ Benin-Bronzen
Krise im Erzbistum Köln +++ 100 Jahre Wolfgang Borchert +++ Standpunkt von Jürgen Heraeus
Der Gesandte des Papstes geißelt den deutschen „Synodalen Weg“ als Alleingang. Nur der Pontifex könne als „Hirte und Lehrer aller Christen“ sprechen, sagt Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin.
Für den Kölner Kardinal wird der Kontakt mit der Basis in seinem Erzbistum immer schwieriger. Das zeigt eine Firmung mit Woelki in Pulheim. Mehrere Jugendliche wollen nicht von ihm gefirmt werden.
Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki kam am Wochenende mit seinem wichtigsten Beratungsgremium zusammen. Teilnehmern zufolge haben dem Erzbischof viele Mitglieder deutlich gemacht, das Vertrauen in ihn verloren zu haben.
Karlsruher EZB-Urteil +++ Greser & Lenz Tadel +++ Greser & Lenz Lob +++ Kommt Lokführerstreik? +++ Maybach +++ Strizz
Nach der Vorstellung des Kölner Missbrauchsgutachtens boten der Hamburger Erzbischof Heße und der Kölner Weihbischof Schwaderlapp dem Papst ihren Amtsverzicht an. Doch der ließ die Frist für die Annahme verstreichen.
Nach einer Woche in Köln reisen Anders Arborelius und Hans van den Hende wieder ab. Ihre Erkenntnisse über etwaige Fehler Kardinal Woelkis werden sie nun dem Papst vorlegen.
Auch der bewahrende Wiederaufbau forderte den durchgreifenden Willen zur Gestaltung. Gottfried Böhm, der Plastiker unter den deutschen Baumeistern, ist im Alter von 101 Jahren in Köln gestorben.
Schon vor der Apostolischen Visitation, die an diesem Montag beginnt, stand der Kölner Erzbischof Kardinal Woelki heftig in der Kritik. Das Rücktrittsgesuch von Kardinal Marx hat das noch einmal verschärft – doch Woelki gibt sich gelassen.
Reinhard Kardinal Marx bietet Papst Franziskus seinen Rücktritt an. Er wolle „Mitverantwortung“ für das „systemisches Versagen“ der Kirche beim Thema Missbrauch übernehmen. Aber was folgt daraus?
Alle versprechen sich viel von der vatikanisch bestellten Visitation des Kölner Erzbistums. Warum eigentlich? Solange der Papst das Recht nicht anwendet, das er sich gibt, ist Optimismus verfrüht.
Die Vertrauenskrise im Erzbistum Köln hat sich zugespitzt, die Gemeinden implodieren. Bringt jetzt die Untersuchung des Vatikans Licht ins Dunkel des Missbrauchsskandals?
Lange schien es so, als ob sich Papst Franziskus nicht sonderlich für die skandalösen Vorgänge im Erzbistum Köln interessieren würde. Doch jetzt hat auch er offenbar die Geduld mit Kardinal Woelki verloren.
Papst Franziskus hat eine Untersuchung für das Erzbistum Köln angeordnet. Es geht um den Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs. Kardinal Woelki sagt, er wolle die Visitatoren des Papstes „mit voller Überzeugung“ unterstützen.
Weil er seine Verantwortung bei der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen nicht wahrnehme, lädt eine Kirchengemeinde Kardinal Woelki von einer Firmfeier aus. In einem offenen Brief werden ihm noch weitere Vorwürfe gemacht.
Gordon Sobbeck ist Finanzdirektor des Erzbistums Köln. Bedroht der Missbrauchs-Skandal den Reichtum von Deutschlands größter Diözese?