Rambo mit Kardinalshut
Geduldiges Zuhören und Moderieren zählen nicht zu den Stärken von Reinhard Marx. Nun war das Maß voll – der Erzbischof von München und Freising gibt den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz auf.
Geduldiges Zuhören und Moderieren zählen nicht zu den Stärken von Reinhard Marx. Nun war das Maß voll – der Erzbischof von München und Freising gibt den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz auf.
Der deutsche Erzbischof hat über Jahre das schier Unmögliche geschafft: Er arbeitete im Vatikan für den emeritierten und den amtierenden Papst – zwei Männer, die vieles trennt. Der Streit der beiden um den Zölibat läutet das Ende dieses Konstrukts ein.
Die hierarchische Verfassung der katholischen Kirche steht hierzulande unter Rechtfertigungsdruck. Solange sich in Rom nichts ändert, haben die deutschen Bischöfe einen schweren Stand.
Erzbischof Georg Gänswein ist auf unbestimmte Zeit nicht mehr Präfekt des Päpstlichen Hauses. Offiziell soll er sich mehr um den emeritierten Papst kümmern. Es geht wohl auch um Zölibats-Äußerungen von Benedikt XVI.
Deutsche Bischöfe und Laien debattieren auf dem „Synodalen Weg“ über Reformen. Die Weltkirche staunt und zweifelt. Dürfen die Deutschen das ihnen anvertraute Glaubensgut verändern?
Die Versammlung des „Synodalen Wegs“ in Frankfurt endet mit einer positiven Bilanz. Aber ein Kardinal kritisiert die Veranstaltung. Ihn erinnere das an ein „protestantisches Kirchenparlament“.
Daniela Marschall-Kehrel hat hohe Erwartungen an den Synodalen Weg: Im Interview formuliert die Laienvertreterin der Frankfurter Katholiken ihre Hoffnung auf konkrete Ergebnisse.
Zögern, Zaudern und Rückschritte: Die Hoffnung auf Reformen in der Katholischen Kirche, die mit der Wahl von Papst Franziskus vor sechs Jahren verbunden waren, schwindet. Dieses Jahr könnte das entscheidende Jahr seines Pontifikats werden.
Ist unser Essen zu billig? Ist Greta Thunberg schlimmer als Donald Trump? Sandra Maischberger lässt unaufgeregt die Woche Revue passieren. Doch dann kommt Gloria von Thurn und Taxis – und sorgt für ein dickes Ende.
Auf der Digitalkonferenz DLD trifft F.A.S.-Ressortleiter Wirtschaft, Patrick Bernau, auf Wikipedia-Gründer Jimmy Wales. Was Donald Trump und der Papst mit Wikipedia zu tun haben, und wie sich das Unternehmen gegen Fake-News wehrt, verrät er in unserem Video-Interview.
Der einflussreiche Michelin-Verlag hat das Restaurant des vor zwei Jahren verstorbenen Gastronomie-Papstes Paul Bocuse degradiert. Das Kochteam in Lyon zeigt sich vom Urteil erschüttert.
Im Streit um die Äußerungen Benedikts zum Zölibat hatte dessen Privatsekretär gefordert, die Gestaltung des umstrittenen Buchs zu verändern. In Frankreich ist es nun unverändert erschienen.
Der emeritierte Papst hat in einem neuen Buch mit Aussagen zum Zölibat Aufsehen erregt. Nun bestreitet er, Koautor des Werks zu sein. Wurde er von konservativen Kräften instrumentalisiert?
In einem Buch wendet sich der emeritierte Papst Benedikt deutlich gegen jegliche Aufweichung des Zölibats für katholische Priester. Damit eröffnet sich für Papst Franziskus, der schon genug Probleme hat, eine neue Front.
Mit seinen Äußerungen über die unauflösliche Verbindung von Priesteramt und der Verpflichtung zu sexueller Enthaltsamkeit fällt Benedikt Papst Franziskus offen in den Rücken. Die Saat der Selbstzerstörung ist nach sieben Jahren aufgegangen.
Ausgerechnet der Papst sorgte an Silvester für Aufruhr in den sozialen Medien. Vor seiner Ansprache für mehr Respekt vor Frauen gibt er einer hartnäckigen Pilgerin einen Klaps auf die Hand. Wenig später entschuldigt er sich für sein schlechtes Beispiel.
Der Papst verlangt in seiner Neujahrspredigt mehr Mitsprache für Frauen bei Entscheidungen. In der katholischen Kirche ist das nach wie vor nicht der Fall.
Am Silvesterabend ergreift eine Frau den Papst an der Hand und reißt ihn an sich. Franziskus ist sichtlich verärgert und befreit sich mit einem Klaps auf die Hand der Frau.
Prickeltrip mit Aufstoßgebet: Eine Tour de Force mit dem Schaumwein-Kenner Boris Maskow durch die Zukunft des Champagners.
Papst Franziskus hat in seiner Weihnachtsbotschaft zum Frieden in der Welt aufgerufen. Er erinnerte dabei an die Opfer von Gewalt, Naturkatastrophen und Krankheiten.
An Weihnachten erinnert Franziskus an die Ungerechtigkeiten, die Menschen auf die Flucht trieben. Ungerecht sei es auch, wenn Migranten in Europa auf „Mauern der Gleichgültigkeit“ stießen.
In der traditionellen Weihnachtsmesse im Petersdom hat Papst Franziskus die Gläubigen daran erinnert, dass die Liebe Gottes "bedingungslos" ist. "Gott liebt dich nicht, weil er denkt, dass du richtig handelst. Er liebt dich einfach", sagte Franziskus.
Ob in Rom oder Bethlehem: Tausende Gläubige haben an Heiligabend an den berühmten Stätten der Christenheit der Geburt von Jesus gedacht. Für Franziskus ist es das siebte Weihnachtsfest als Papst.
Frédéric Martel glaubt Rom entschlüsselt zu haben und betreibt Vatikanologie als gefallsüchtiges Geschwätz. Der homosexuellen Gemeinschaft innerhalb der Kirche schadet er damit.
Der Rücktritt als lange geplanter Schachzug: Netflix zeigt „Die zwei Päpste“ von Anthony McCarten – wie Papst Benedikt mit der Hilfe Gottes seinen Nachfolger entdeckte.
Das Christentum sei „keine dominante Größe“ mehr, sagt Papst Franziskus. Vor allem in einem Kontinent sieht er die Relevanz der katholischen Kirche schwinden.
Der Papst zeichnet kurz vor Heiligabend ein nüchternes Bild von der Situation des Christentums. Die katholische Kirchenleitung schwört er auf tiefgreifende Veränderungen ein.
Franziskus hat das „päpstliche Geheimnis“ für Missbrauchsfälle abgeschafft. Das ist ein starkes Signal – in der Praxis ändert sich wenig.
Dass kirchenrechtliche Missbrauchsermittlungen dem Päpstlichen Geheimnis unterlagen, diente dem Täterschutz. Doch auch nach der Reform bleibt die Kirche hinter rechtsstaatlichen Mindestnormen zurück.
Der Papst schafft bei Missbrauchsfällen das „päpstliche Geheimnis“ ab. Ermittlungen staatlicher Behörden dürfen nicht mehr mit Bezug auf eine Schweigepflicht behindert werden. Ein allgemeines Regelwerk zum Umgang mit dem Thema steht aber weiter aus.
In der katholischen Kirche soll künftig mehr Transparenz bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch herrschen. Durch eine Verfügung hat Papst Franziskus mit sofortiger Wirkung die Möglichkeit abgeschafft, sich bei Fällen von sexuellem Missbrauch auf Geheimhaltung zu berufen.
Private Seenotretter haben den Papst gebeten, unter vatikanischer Flagge fahren zu dürfen. Der Vatikan lehnt das ab – möglich wäre es aber. Warum also beteiligt sich der Vatikan nicht?
Aussagen in Kirchenprozessen könnten so künftig auch an zivile Behörden gehen. Bei der Verbreitung und dem Besitz von Kinderpornografie verschärft Papst Franziskus zudem die kirchenrechtlichen Strafen.
Der Papst hat den Erzbischof von Manila mit einem wichtigen Amt im Vatikan betraut. Das hat Spekulationen genährt, er wolle einen Nachfolger installieren.
Dante, Weltfrieden und ein kleines Gästezimmer: Hat sich Papst Franziskus wirklich von der klassischen vatikanischen Außenpolitik abgekehrt – oder betreibt er seit Jahren deren konsequente Fortentwicklung?
Über die Vertuschung sexueller Gewalt durch frühere katholische Bischöfe werden immer mehr Details bekannt. Doch vielen Bistümern fehlt der Wille zu einer Aufarbeitung – ein fataler Zustand für die Opfer.