Leserbriefe vom 13. August 2022
Visavergabe an Russen +++ Geschlechtswechsel +++ Kolonialgeschichte +++ Männer- und Frauenfußball +++ Versäumnisse des Papstes
Visavergabe an Russen +++ Geschlechtswechsel +++ Kolonialgeschichte +++ Männer- und Frauenfußball +++ Versäumnisse des Papstes
Lange hatte Franziskus darauf bestanden, zuerst nach Moskau und dann nach Kiew zu reisen. Nun scheint ein Besuch in der Ukraine an die erste Stelle zu rücken.
Indigene in Nord- und Südamerika fordern eine Aufhebung der päpstlichen „Entdeckungsdoktrin“ aus dem 15. Jahrhundert. Der Heilige Stuhl vertröstet sie mit der Ausarbeitung einer neuen Erklärung.
Es verdichten sich die Hinweise, dass der Papst demnächst in die Ukraine reist. Bis dahin müssen aber noch einige Fallstricke beiseite geräumt werden. Sie berühren Grundprinzipien vatikanischer Außenpolitik.
Bei der Dressur-WM gilt Ingrid Klimkes volle Aufmerksamkeit einem einzigen Pferd: dem imposanten Hengst Franziskus. Das genießt es, im Mittelpunkt zu stehen, und dankt es ihr mit einer Bestleistung.
Im Parteiordnungsverfahren der SPD gegen Ex-Kanzler Gerhard Schröder soll eine Entscheidung fallen. Legt Cum-ex-Strippenzieher Hanno Berger ein Geständnis ab? Und: RBB-Intendantin Patricia Schlesinger zieht die Notbremse.
Die politischen Kontroversen um diesen Papst sind mit Sicherheit noch nicht zu Ende: David Kertzer legt eine teils aus neuen Quellen gearbeitete Darstellung der Politik von Pius XII. in den Kriegsjahren vor.
Das Opus Dei wurde von den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. stark gefördert. Franziskus erteilt der erzkonservativen katholischen Gemeinschaft nun einen Dämpfer.
Aus den oft improvisierten Äußerungen von Papst Franziskus schlau zu werden wird immer schwieriger. Schon gar für das Präsidium des „Synodalen Wegs“.
Der Vatikan hatte den „Synodalen Weg“ jüngst kritisiert. Papst Franziskus bezeichnete es nun als „Fehler“, dass die Erklärung namentlich nicht gezeichnet sei.
Das Musée de Cluny in Paris ist Frankreichs bedeutendstes Museum des Mittelalters und beherbergt weltberühmte Kostbarkeiten. Jetzt ist das Ensemble im Quartier Latin nach elfjährigen Sanierungsarbeiten wiedereröffnet worden.
Viele Katholiken in Deutschland waren empört darüber, dass der Vatikan das Reformprojekt „Synodaler Weg“ kritisiert – dazu noch mit einer Erklärung, die nicht namentlich gezeichnet ist. Der Papst hat das jetzt als „Fehler“ eingestanden.
Bis 1996 wurden mehr als 150.000 indigene Kinder in Kanada von ihren Familien getrennt und in katholisch geführte Internatsschulen gebracht. Sie wurden ausgehungert, geschlagen und sexuell missbraucht.
Papst Franziskus hat die Indigenen in Kanada um Vergebung gebeten für die Misshandlungen an kirchlichen Schulen. Und er hat den Kolonialismus angeprangert. Aber das reicht vielen nicht.
Franziskus entschuldigt sich auch in Quebec für kirchliches Unrecht an den Indigenen des Landes – und warnt gleichzeitig vor einer „cancel culture“. Ministerpräsident Trudeau fordert weitere Schritte.
Franziskus hat es gegenüber Indigenen in Kanada getan. Die Päpste vor ihm waren aber überaus sparsam mit Bitten um Vergebung. Vor allem der Schutz der Institution war immer überaus wichtig.
Der Lac Sainte Anne See in der Provinz Alberta gilt nicht nur bei der indigenen Bevölkerung als heilig, sondern hat auch für die römisch-katholische Kirche eine besondere Bedeutung. Papst Franziskus Hauptanliegen auf seiner Kanada-Reise ist das Bitten um Vergebung für die Vergehen katholischer Bedienstete an indigenen Kindern.
Wegen des Streiks bei der Lufthansa werden hunderte Flieger ausfallen. Und Papst Franziskus bittet in Kanada für Missbrauch und Gewalt an katholischen Internaten um Vergebung. Alles Wichtige im F.A.Z. Frühdenker.
Franziskus hat die Indigenen um Vergebung gebeten. Die Anerkennung ihres Leids ist wichtig. Aber es geht um viel mehr.
In Kanada sollten Indigene an die „christliche Zivilisation“ herangeführt werden. Für das erlittene Leid hat Papst Franziskus nun um Verzeihung gebeten.
Wir spüren überall verstärkt das gar nicht so neue Bedürfnis nach einem maß- und mußevollen Leben, das nicht auf ein moralisierendes „Weniger“ abzielt, sondern vielmehr auf ein intensiveres Leben mit mehr Freiheiten in der Realität des Klimawandels und der Sparzwänge.
Seit Sonntag befindet sich Papst Franziskus auf einer fünftägigen Reise nach Kanada. Er bedauere die Mitwirkung der Kirche an „kultureller Zerstörung“ der indigenen Gesellschaften. In Kanada traf der Papst auch direkt auf Indigene-Vertreter.
Der Vatikan hat sich eine neue Anlagestrategie gegeben. Sie zielt auf Applaus ab, ist aber zutiefst scheinheilig.
Er bedauere die Mitwirkung der Kirche an „kultureller Zerstörung“, so Franziskus bei einem Besuch in dem Ort Maskwacis. Dort trifft der Papst Indigenen-Vertreter.
Am Sonntag ist Papst Franziskus am Flughafen von Edmonton in Kanada begrüßt worden. Im Mittelpunkt seiner Reise soll eine Entschuldigung stehen.
Im vergangenen Jahr wurden im Westen Kanadas unmarkierte Gräber auf dem Gelände einer ehemaligen katholischen Schule für Indigene entdeckt. Seitdem ist in dem Ort nichts mehr, wie es war.
Es wird erwartet, dass Franziskus bei den Ureinwohnern Kanadas um Vergebung für Missbrauch, Erniedrigung und Gewalt bittet, die in einst von der katholischen Kirche geführten Internaten begangen wurden.
Für den Papst ist diese Reise von großer Bedeutung. Bei seinem Besuch in Kanada wird Franziskus die Indigenen um Vergebung für das Verhalten der katholischen Kirche bitten.
Der Mitgliederrückgang in den Kirchen setzt die Theologie unter Reformdruck. Auf staatliche Schutzgarantien kann sie sich nicht mehr verlassen. Ein Gastbeitrag.
Bislang hat sich der Kreml gegen einen Besuch des Papstes gesperrt. Das könnte sich nun ändern, sagte Franziskus in einem Interview. Auch zu den Gerüchten über einen Rücktritt und eine Krebserkrankung äußerte er sich.
„Wer abtreibt, tötet“: Papst Franziskus hatte schon vorher in harschen Worten Schwangerschaftsabbrüche kommentiert. Jetzt geht er auf das Urteil des Supreme Court in den USA ein.
Der Vatikan verkauft eine umstrittene Luxusimmobilie in London mit 134 Millionen Euro Verlust. Spendengelder wurden bei dem Geschäft offiziell nicht eingesetzt.
Wie groß die Summen sind, die die deutschen Bistümer als „Peterspfennig“ an den Vatikan überweisen, war bislang nur ungefähr bekannt. Die F.A.Z. hat erstmals die Gesamtsumme ermittelt.
Tesla-Chef Elon Musk gilt als unreligiös. Warum der reichste Mann der Welt diese Woche das Oberhaupt der katholischen Kirche aufsuchte bleibt unklar.
Die Vatikanzeitung „L'Osservatore Romano“ ist bekannt, jetzt kommt der „L'Osservatore di Strada“ hinzu. Ein Blatt, produziert von denen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Sie sollen in den Mittelpunkt rücken.
Die Menschen leiden, der Erzbischof bittet den Papst um Hilfe. Die Misswirtschaft der Regierung hat die strategisch wichtige Insel in den Abgrund geführt.