Keine rationale Sache
Die Saarländer sind stolz darauf, es trotz ihrer schwierigen Geschichte und ihrer randständigen Lage zu etwas gebracht zu haben. Es ist ein trotziger Stolz. Denn die goldenen Zeiten sind vorbei.
Die Saarländer sind stolz darauf, es trotz ihrer schwierigen Geschichte und ihrer randständigen Lage zu etwas gebracht zu haben. Es ist ein trotziger Stolz. Denn die goldenen Zeiten sind vorbei.
Vor der Landtagswahl am Sonntag setzen die saarländischen Unternehmer auf einen Image-Wandel. Doch die neue Landesregierung wird sich auch mit der Haushaltsnotlage auseinander setzen müssen.
Kurz vor der Landtagswahl ist die saarländische Linkspartei von einstigen Höhenflügen weit entfernt. Dass Lafontaine dieses Mal ein Coup gelingt wie 2009, wird nicht erwartet. Doch die Furcht vor seinem Mobilisierungspotential bleibt - vor allem in der SPD.
Claudia Kohde-Kilsch, einst die Nummer vier der Tennis-Welt, nimmt für die Linke an der Bundesversammlung teil. Im Interview spricht sie über Gauck, Klarsfeld und die bitteren Momente in ihrem Leben.
Während Sarkozy im Wahlkampf Deutschland als Vorbild preist, dreht Oskar Lafontaine den Spieß um. Wie der französische Sozialist François Hollande fordert nun der Fraktionschef der Linken im Saarland eine Reichensteuer von 75 Prozent des Einkommens.
Die Linkspartei debattiert darüber, weshalb sie von der Krise nicht profitiert. Antworten findet sie in den eigenen Forderungen.
Im Saarland wurde Lafontaine zum Spitzenkandidaten der Linken gewählt. Vorher sprach er über die „Verbrechen“ der SPD. Ist eine Koalition dennoch denkbar?
Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im schleswig-holsteinischen Landtag Kubicki sowie Oskar Lafontaine haben Bundespräsident Wulff scharf kritisiert: Seine Darstellung über die Rückerstattung der Hotelkosten an Filmproduzent Groenewold sei „weltfremd“, sagte Kubicki.
Im Saarland endet das einstige Vorzeigeprojekt Jamaika in einem Scherbenhaufen. Die Verbitterung ist groß. Eine große Koalition ist möglich, aber auch vorgezogene Neuwahlen. Selbst rot-rote-Gedankenspiele kursieren.
Beim politischen Jahresauftakt der Linkspartei hat die Parteispitze ein „Ende der unsäglichen Selbstbeschäftigung“ gefordert. Ernst sagte, es sei möglich, „zu einem Thema einfach nichts zu sagen“.
An diesem Sonntag beginnen an der Saar die Sondierungsgespräche zwischen CDU und SPD. Auch wenn Beide betonen, alles sei offen, scheint eine große Koalition immer wahrscheinlicher - auch weil die Linkspartei eine Zusammenarbeit mit der SPD ausschließt.
Dietmar Bartsch hat nichts Genialisches wie Gysi, nichts Demagogisches wie Lafontaine. In der Linkspartei, die fürchtet, ohne ihre Stars nichts zu sein, war er aber immer der Profi. Reicht das, um Chef zu werden?
Seit Monaten versucht die Linkspartei verzweifelt, sich eine neue Führung zu geben. Gregor Gysi begibt sich dazu gerne in kleine Runden fernab der Gremien. Doch seine Versuche sind in der Partei inzwischen zum Gespött geworden.
Die Linkspartei streitet in der Krise über einen Mitgliederentscheid. Das Duo Lafontaine/Wagenknecht hat das entscheidende Wort - und beweist damit: An ihm kommt in der Partei niemand vorbei.
Bodo Hombach kennt man nicht; Bodo Hombach glaubt man zu kennen. Das geht vielen Menschen so. Denn es gibt in Deutschland nur wenige, die so gut vernetzt sind wie Hombach - und die deshalb so vielen Menschen bekannt sind. Exklusiv hingegen ist Hombachs Kombination aus höchsten Ämtern, Parteiaufgaben und Managementfunktionen. Das macht ihn schillernd: Würde man dem jeweils ehemaligen Gewerkschafter, SPD-Landesgeschäftsführer in Nordrhein-Westfalen, Wahlkampfstrategen, wirtschaftspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Geschäftsführer der Preussag Handel GmbH, Minister für Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Chef des Bundeskanzleramtes unter Gerhard Schröder, Sonderkoordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa und heutigen Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe in Essen deshalb aber Sprunghaftigkeit vorwerfen, hätte man schon den ersten Fehler gemacht. Wer also ist Hombach, den die Menschen in seiner Heimat gerne einfach Bodo nennen?
„Geht’s jetzt auch mit Deutschland bergab?“, fragte Günther Jauch nach dem EU-Krisengipfel. Man muss es wohl befürchten, wenn der Oberlinke Lafontaine und der Neoliberale Sinn so oft einer Meinung sind.
Dietmar Bartsch will Klaus Ernst in der Doppelspitze der Linkspartei ablösen. Am Mittwoch gab Bartsch seine Kandidatur für den Parteivorsitz bekannt.
Das neue Traumpaar Lafo und Sahra lassen neue Formen der Liebe entstehen. Auch Miriam Pielhau zeigt ungekannte Toleranz. Demi Moore und Christine Neubauer hingegen haben genug.
Gerüchte gab es schon länger, nun machte Oskar Lafontaine es amtlich: Er und die stellvertretende Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht seien „eng befreundet“.
Sahra Wagenknecht wurde in der Linkspartei, was sie in der PDS nie werden durfte: die Frau in der zweiten Reihe, die für Höheres in Frage kommt.
Bußpredigten wider die Macht der Banker können Kapitalismus und Kunst gut tun. An diese Renaissance-Erfahrung erinnert die Ausstellung über „Geld und Schönheit“ in Florenz.
Gesine Lötzsch gab bekannt, dass sie 2012 erneut für den Parteivorsitz kandidieren wird. Mit dieser Aussage solle die Debatte über das Führungspersonal beendet werden.
In diesen chronisch krisenhaften Zeiten sind die Weisheiten von Veteranen gefragt: Auch Marx wird von Oskar Lafontaine immer noch gern in Haftung genommen.
Auf dem Parteitag klappte, was sonst nie klappt - Absprachen hielten. Vier Jahre nach ihrer Gründung gibt die Linkspartei sich ein Programm und reklamiert nicht nur Willy Brandt für sich.
Die Linkspartei hat in Erfuhrt ihr erstes Grundsatzprogramm beschlossen. Doch wer wird die Partei künftig führen? Oskar Lafontaine will zurückkehren, Sahra Wagenknecht kommt - und die Reformer bangen.
Wie gleichgültig der Linkspartei ihr Parteiprogramm ist, demonstrierte der linke Flügel bereits mit einer Tagung vor zwei Wochen. Der Erfurter Parteitag wird kein Datum markieren, das man sich merken müsste.
Bundeskanzlerin Merkel versteht, warum „die Menschen auf die Straße gehen“. Darin drücke sich eine tiefe Sorge aus „und auch ein berechtigtes Gerechtigkeitsverlangen der Menschen.“ Es sei nötig, der Finanzwelt „Zügel anzulegen“.
WIESBADEN, 28. September. Der Vorwurf Oskar Lafontaines klang ungeheuerlich und nach Mafia an der Saar. Die Jamaika-Koalition im Saarland sei von einem "der FDP angehörenden Unternehmer gekauft", empörte sich der Vorsitzende der Linke-Fraktion im Landtag vor fast zwei Jahren.
Zumindest eines kann man den Sozialdemokraten diesmal nicht unterstellen: dass sie ihr nun mit einiger Verspätung vorgelegtes Finanzkonzept mit Schweißperlen auf der Stirn verfasst hätten, weil ihnen die Linkspartei im Nacken sitzt.
Von den drei älteren Herren, die zwischen 2005 und 2007 die Linkspartei gründen halfen und deren ersten Aufschwung in maßgeblichen Positionen genossen, hat wohl Lothar Biskys Leben seither die glücklichste Wendung genommen.
Es war ein besonderer Crashtest, den sich Oskar Lafontaine und Heiko Maas für die "Jamaika-Koalition" ausgedacht hatten. Den beiden saarländischen Oppositionsführern von Linkspartei und SPD gelang am Mittwoch der Coup, die Wahl der ...
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Maas hat auf die Brüchigkeit der „Jamaika“-Koalition gewettet - mit Erfolg: Die Spekulation über Namen und Gründe der Abweichler verunsichert das Regierungsbündnis in Saarbrücken. Annegret Kramp-Karrenbauer wird erst im zweiten Durchgang gewählt.
SAARBRÜCKEN, 10. August. Die Vorwarnzeit für Annegret Kramp-Karrenbauer und ihre "Jamaikaner" vor dem Einschlag der politischen Rakete im Saarbrücker Landtag betrug eine Viertelstunde. Um 9.45 Uhr informierte die saarländische SPD-Fraktion ...
holl. SAARBRÜCKEN, 10. August. Erst im zweiten Wahlgang ist die CDU-Politikerin Annegret Kramp-Karrenbauer zur ersten Ministerpräsidentin des Saarlandes gewählt worden. Die bisherige Sozialministerin erhielt am Mittwoch mit 26 von 51 Stimmen nur knapp die erforderliche absolute Mehrheit.
mk. BERLIN, 2. August. In der Linkspartei haben Einlassungen Oskar Lafontaines zur Aufarbeitung des Stalinismus den Widerspruch führender Politiker hervorgerufen. In einer Buchrezension hatte Lafontaine geschrieben, zwar sei die Auseinandersetzung "mit der Geschichte des Staatssozialismus im 20.
Wahrscheinlich hätte Oskar Lafontaine auf dem jüngsten Parteitag der Linken auch das Manna vom Himmel regnen lassen können - die vernichtende Kritik der erhabenen Loge der Leitartikler wäre keinen Strich positiver ausgefallen. NATO abschaffen? Mindestlohn einführen? Vermögenssteuer für Reiche? - Gleich in mehrfacher Hinsicht der casus belli für das Elitekommando der bundesdeutschen Nachrichten-Streitkräfte: Was nicht sein darf, das kann nicht sein. Ende der Durchsage. Over and out. Sehr schade, meiner bescheidenen Meinung nach, zumal ich glaube, dass das professionelle Auge der medialen Beobachter sich von Kindereien wie dieser Ode an die Friedfertigkeit, die in dem Beschluss zur NATO zum Ausdruck kommt, allzu leicht ablenken hat lassen. Denn seien wir uns mal ehrlich: Einseitig die NATO abschaffen oder auf einen Weltmeistertitel für die DFB-Elf pochen - worin bestünde da in der Praxis der Unterschied? Beide Anliegen sind jenseits von Gut und Böse, nicht spruchreif, absolut unrealistisch, damit muss man sich doch wirklich nicht lange aufhalten! Wer so was fordert, der will lediglich ein Zeichen des guten Willens gegenüber den zahlreich erschienen Fans setzen, sie für ihre Mühen und ihr persönliches Engagement belohnen, aber damit doch nicht wirklich ein politisches bzw. sportliches Programm bestreiten! Das weiß man doch. Jede Zeile darüber deshalb eine verschwendete Zeile.