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Hombach vor dem Abschied von der WAZ: Bodo macht was Neues

Bodo Hombach kennt man nicht; Bodo Hombach glaubt man zu kennen. Das geht vielen Menschen so. Denn es gibt in Deutschland nur wenige, die so gut vernetzt sind wie Hombach - und die deshalb so vielen Menschen bekannt sind. Exklusiv hingegen ist Hombachs Kombination aus höchsten Ämtern, Parteiaufgaben und Managementfunktionen. Das macht ihn schillernd: Würde man dem jeweils ehemaligen Gewerkschafter, SPD-Landesgeschäftsführer in Nordrhein-Westfalen, Wahlkampfstrategen, wirtschaftspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Geschäftsführer der Preussag Handel GmbH, Minister für Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Chef des Bundeskanzleramtes unter Gerhard Schröder, Sonderkoordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa und heutigen Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe in Essen deshalb aber Sprunghaftigkeit vorwerfen, hätte man schon den ersten Fehler gemacht. Wer also ist Hombach, den die Menschen in seiner Heimat gerne einfach Bodo nennen?

Carsten Knop
27.12.2011 15:37 Uhr

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Wahrscheinlich hätte Oskar Lafontaine auf dem jüngsten Parteitag der Linken auch das Manna vom Himmel regnen lassen können - die vernichtende Kritik der erhabenen Loge der Leitartikler wäre keinen Strich positiver ausgefallen. NATO abschaffen? Mindestlohn einführen? Vermögenssteuer für Reiche? - Gleich in mehrfacher Hinsicht der casus belli für das Elitekommando der bundesdeutschen Nachrichten-Streitkräfte: Was nicht sein darf, das kann nicht sein. Ende der Durchsage. Over and out. Sehr schade, meiner bescheidenen Meinung nach, zumal ich glaube, dass das professionelle Auge der medialen Beobachter sich von Kindereien wie dieser Ode an die Friedfertigkeit, die in dem Beschluss zur NATO zum Ausdruck kommt, allzu leicht ablenken hat lassen. Denn seien wir uns mal ehrlich: Einseitig die NATO abschaffen oder auf einen Weltmeistertitel für die DFB-Elf pochen - worin bestünde da in der Praxis der Unterschied? Beide Anliegen sind jenseits von Gut und Böse, nicht spruchreif, absolut unrealistisch, damit muss man sich doch wirklich nicht lange aufhalten! Wer so was fordert, der will lediglich ein Zeichen des guten Willens gegenüber den zahlreich erschienen Fans setzen, sie für ihre Mühen und ihr persönliches Engagement belohnen, aber damit doch nicht wirklich ein politisches bzw. sportliches Programm bestreiten! Das weiß man doch. Jede Zeile darüber deshalb eine verschwendete Zeile.

Thomas Strobl
22.06.2009 18:01 Uhr

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