Die Linke ist am Ende – mit Wagenknecht oder ohne
Sahra Wagenknecht kann nicht nur die Linksfraktion zerstören, sondern die ganze Partei. Soll sie nur. In diesem Zustand ist die Linke schon jetzt Geschichte.
Sahra Wagenknecht kann nicht nur die Linksfraktion zerstören, sondern die ganze Partei. Soll sie nur. In diesem Zustand ist die Linke schon jetzt Geschichte.
Die Linke verliert im Saarland mehr als zehn Prozentpunkte. Die AfD freut sich über den Einzug in den Landtag, FDP und Grüne scheitern knapp an der Fünfprozenthürde.
Die Energiewende zwingt das Land zu einem neuerlichen radikalen Umbau seiner Industrie.
Grüne, FDP, Linke und AfD im Saarland sind gebeutelt von Intrigen und Skandalen. Nun müssen sie um den Einzug in den Landtag zittern. Einzelne Parteimitglieder wünschen sich sogar ein Scheitern.
Oskar Lafontaine war politisch hochbegabt, aber ist als Politiker hinter seinen Möglichkeiten geblieben. Auf seinem Weg hat er sich selbst am meisten geschadet.
Für die diejenigen, die hart für wenig Geld arbeiten, liegt eine Tragik darin, dass sie in der Linken kaum glaubwürdige Interessenvertreter vorfinden.
Vor 23 Jahren hat er alle Ämter bei der SPD hingeworfen, nun verlässt Oskar Lafontaine auch die Linkspartei. Im Saarland hinterlässt er einen Scherbenhaufen.
Es ist die Partei, die er mitbegründet hat. Auf seiner Internetseite heißt es, die Linkspartei habe ihren Anspruch aufgegeben, eine linke Alternative „zur Politik sozialer Unsicherheit und Ungleichheit“ zu sein.
Oskar Lafontaine, der 2005 die heutige Linkspartei mitgegründete, verlässt die Partei. Sie habe den Anspruch aufgegeben, im politischen Spektrum eine linke Alternative zur Politik sozialer Unsicherheit und Ungleichheit darzustellen.
Die Wähler weg, die Positionen unklar, die Partei zerstritten: Die Linke hat nach der Bundestagswahl gleich mehrere Probleme. Manche davon haben mit Sahra Wagenknecht zu tun – andere mit einem Hufeisen.
Oskar Lafontaine will bei der kommenden Landtagswahl im Saarland nicht mehr antreten – weder für die Linke, noch für eine andere Liste. Die Parteispitze in Berlin kritisierte er heftig. Sie wisse nicht, wie man Wahlen gewinne.
Im Sommer 2005 galt Angela Merkel als sichere Siegerin der bevorstehenden Bundestagswahl. Doch Bundeskanzler Gerhard Schröder führte den Wahlkampf seines Lebens. Erinnerungen an eine Zeit, die vieles verändern sollte.
19 Wahlen, 19 Geschichten. Heute: In der Bundestagswahl 2009 gelingt der Union knapp die Wunschkoalition mit der FDP. Doch schon bald ist von Harmonie nicht mehr viel zu spüren. Teil 17 unserer Wahlserie.
19 Wahlen, 19 Geschichten. Heute: Gerhard Schröder, Joschka Fischer und Oskar Lafontaine lösen Helmut Kohl nach 16 Jahren schwarz-gelber Koalition ab. Teil 14 unserer Wahlserie.
19 Wahlen, 19 Geschichten. Heute: Die Wiedervereinigung beschert der FDP in der Bundestagswahl 1990 das erste Direktmandat seit mehr als 40 Jahren – in der Heimatstadt eines prominenten Liberalen. Teil 12 unserer Wahlserie.
Angenommen, weder Armin Laschet noch Annalena Baerbock gelingt der Einzug ins Kanzleramt. Dann werden Markus Söder und Robert Habeck sagen, sie hätten das geschafft. Ähnliche Konstellationen hat es auch früher gegeben.
Schon viele Finanzminister wollten Kanzler werden. Geklappt hat es erst einmal. Ganz abwegig erscheint es nicht mehr, dass Olaf Scholz es schaffen könnte.
Die Linke beschließt auf ihrem Parteitag das Programm für die Bundestagswahl – und versucht, dabei ein Bild der Geschlossenheit abzugeben. Mit der ist es aber nicht allzu weit her.
Zu Beginn des Parteitags versucht die Ko-Vorsitzende Hennig-Wellsow der verunsicherten Linkspartei Mut zu machen. Aber der nächste Streit dürfte nicht lange auf sich warten lassen. Schließlich muss noch ein Programm verabschiedet werden.
Dietmar Bartsch und Bernhard Riexinger haben Oskar Lafontaine dafür kritisiert, einen Kandidaten aus den eigenen Reihen nicht unterstützen zu wollen. In der Saar-Linken ist eine Diskussion um den Spitzenkandidaten Thomas Lutze entbrannt.
Vergessen wir mal alle Politik: Wären die Deutschen überhaupt mental bereit für einen Bayern im Kanzleramt? Unser Redakteur hat die Beweise gesichtet.
Viele Kanzlerkandidaten waren zuvor Ministerpräsidenten. Erfolgreich waren nicht alle dabei. Doch auch für manche Wahlverlierer war die Niederlage nicht das Ende der politischen Karriere.
Rot-Grün galt mal als modernes Gesellschaftsprojekt, heute gibt es das nur noch in Hamburg. Haben sich die einstigen Partner auseinandergelebt oder glüht da noch etwas?
Die erste gesamtdeutsche Bundestagswahl 1990 wird zum Triumph für Helmut Kohl und die Union. Doch zwei Attentate überschatten den Wahlkampf im wieder geeinten Deutschland. Teil 13 unserer Serie: „Deutschland seit 1945“.
In der SPD mehren sich die Stimmen, die die Bindung der Bundesrepublik an die Nato lockern wollen. Sie stehen in einer langen Tradition. Ein Rückblick auf neutralistische Bestrebungen und deutschlandpolitische dritte Wege. Ein Gastbeitrag.
In der Linken haben Trotzkisten einen großen Einfluss, bis hin zur stellvertretenden Parteivorsitzenden: Janine Wissler gehört „Marx21“ an. Die Radikalen in der Partei übernehmen eine Scharnierfunktion ins linksextreme Milieu.
Der Stand der deutschen Einheit ist besser als ihr Ruf. Warum sind trotzdem viele unzufrieden? Ein Essay über die Bereitschaft, Unterschiede unverzerrt wahrzunehmen, aus dem vergangenen Januar.
Während der frühere SPD-Vorsitzende Lafontaine den Ausstieg aus der Groko empfiehlt, mehren sich die moderaten Stimmen aus der Partei. Esken und Walter-Borjans bestehen aber auf Nachverhandlungen – sehr zum Ärger einiger CDU-Politiker.
Mit dem überraschenden Rückzug von Sahra Wagenknecht aus der Fraktionsspitze verliert die Linke den einzigen Star, den sie hatte – ein harter Schlag für die Partei. Wie es weitergeht, ist ungewiss. Dabei stehen wichtige Wahlen an.
Sahra Wagenknecht behauptet, sie ziehe sich aus ihrer linken Sammlungsbewegung „Aufstehen“ zurück, um Verantwortung abzugeben. Eigentlich will sie nur nicht mit deren Misserfolg in Verbindung stehen.
Die Sammlungsbewegung „Aufstehen“ stößt bislang auf eher geringes öffentliches Interesse. Initiator Oskar Lafontaine ist „sehr happy“ über die Zahl der Unterstützer – gesteht aber auch Schwierigkeiten ein.
Muss eine Partei des Internationalismus für oder gegen die EU sein? In der Linkspartei wird darüber gerade heftig gestritten.
Die „Aufstehen“-Bewegung um Sahra Wagenknecht will am Samstag in vielen Städten demonstrieren – doch auf viel Interesse stößt sie damit bislang nicht. Protestforscher Dieter Rucht erklärt, warum „Aufstehen“ der Antrieb fehlt.
Schluss mit internen Lenkungsgruppen im Willy-Brandt-Haus und Besinnungsrunden in den Ortsvereinen: Nach Monaten der Selbstverzwergung hat die SPD wieder etwas vor. Das ist aber erst die halbe Miete.
1994 wurde Helmut Kohl zum fünften Mal in Folge als Bundeskanzler vereidigt. Danach gab es in Bonn nur ein Thema: Wann endet die Ära Kohl?
Am 27. Oktober 1998 wurde die erste rot-grüne Bundesregierung vereidigt. Ein Rückblick auf eine Zeit, in der das Projekt Rot-Grün keines sein wollte und Machos der weiblichen Macht der Politik weichen mussten.