Die zerrissene Nation
Nach der Großdemonstration in Paris hoffen viele, dass ein Ruck durch die Gesellschaft geht. Aber wie wird Frankreich zu einem Land, in dem Juden ohne Angst leben können?
Nach der Großdemonstration in Paris hoffen viele, dass ein Ruck durch die Gesellschaft geht. Aber wie wird Frankreich zu einem Land, in dem Juden ohne Angst leben können?
In Frankreich haben Zehntausende gegen Antisemitismus demonstriert. Unter ihnen auch Marine Le Pen – zwar verbannt ans Ende des Zuges, aber doch im Zentrum der Aufmerksamkeit.
Frankreichs Präsident Macron hatte in einem Interview den Eindruck erweckt, er fordere einen unverzüglichen Waffenstillstand im Gazastreifen. Nach heftiger Kritik aus Israel bemüht sich der Elysée-Palast um eine Klarstellung.
Der Präsident schreibt den Franzosen einen Brief, in dem er vor „entfesseltem Antisemitismus“ warnt. Doch einer Großkundgebung, an der auch Marine Le Pen teilnimmt, bleibt er fern.
Frankreich steht dem Freihandel deutlich skeptischer gegenüber als Deutschland. Das liegt auch an der jüngeren Vergangenheit.
Die Nahostkrise verschiebt in Frankreich die politischen Fronten. Marine Le Pens rechte Partei steht an der Seite Israels, der Führer des Linksbündnisses dagegen bedient antisemitische Vorurteile.
Der französische Innenminister beklagt nach dem abermaligen Mord an einem Lehrer eine „Atmosphäre des Dschihadismus“. Aber was heißt das? Eindrücke aus einem verstörten Land.
Der Politikerin des rechtsextremen Rassemblement National wird vorgeworfen, EU-Gelder veruntreut zu haben. Bislang konnten ihr Gerichtsverfahren nichts anhaben.
Zwei Spitzenkandidaten ziehen für Frankreichs Rechte in den Europawahlkampf. Sie wollen die europäische Zivilisation verteidigen – und fordern ein Referendum über die Zuwanderung.
Der Populismus hat der Globalisierung den Krieg erklärt. Gewonnen hat er ihn trotz allen Furors noch lange nicht.
Die Maut auf französischen Autobahnen steigt und steigt. Nun reifen Pläne, die privaten Betreiber an die Kandare zu nehmen.
Hilft nur rigide Ausgrenzung gegen Rechtspopulisten? Oder geht es auch entspannter? In Europa wurde viel ausprobiert. Was funktionierte und was nach hinten losging, verrät ein Blick in sieben Länder.
Italiens Ministerpräsidentin Meloni half im spanischen Wahlkampf den Rechtspopulisten. Trotz deren Niederlage arbeitet sie an einem rechten Bündnis in Europa.
Maximilian Krah führt die AfD in den Europawahlkampf. Er gilt als Höcke-Vertrauter und widerspricht ausdrücklich nicht dessen Wunsch nach dem Tod der EU.
In Frankreich lassen sich massenhaft Polizisten krankschreiben, um gegen die Untersuchungshaft eines Kollegen zu protestieren. Der oberste Polizeichef zeigt Verständnis.
Frankreichs Medienmogule setzen den Ton in der öffentlichen Debatte. Das bekam der Minister Pap Ndiaye besonders negativ zu spüren. Im „Journal du Dimanche“ steht der Rechtsruck derweil kurz bevor.
Die Unruhen lassen die Rechtspopulistin in neuem, staatsmännischen Licht erscheinen. Das Hetzen überlässt sie fortan anderen.
Nach einer Woche mit Krawallnächten meldet sich die schweigende Mehrheit in Frankreich zu Wort. Ein Ausflug in die Vorstadt L’Haÿ-les-Roses, die sich mit einem Solidaritätsmarsch gegen die Gewalt zur Wehr setzt.
Frankreichs Gretchenfrage: Polizei und Bürger stacheln sich gegenseitig zur Gewalt an. Die Eskalation kommt nur der politischen Rechten zugute.
Wie ein Flächenbrand haben sich die Unruhen in Frankreich ausgebreitet. Der Todesschütze muss in U-Haft.
Um Szenen wie in der Nacht auf Donnerstag zu verhindern, hat die französische Polizei 40.000 Einsatzkräfte mobilisiert. Nach einem Trauermarsch für den getöteten Jugendlichen kommt es jedoch abermals zu Zusammenstößen.
Marine Le Pen machte ihn zur Figur ihrer Weihnachtskrippe: Didier Raoults Forschungen zu Covid rufen die Justiz auf den Plan, die Wissenschaft geht auf Distanz.
In Frankreich werden Details zur Massenerschießung deutscher Soldaten durch Mitglieder der Résistance bekannt. Zugleich wird über den weiteren Umgang mit den Ruinen von Oradour debattiert.
Der Messerangriff eines abgelehnten Asylbewerbers aus Syrien am See von Annecy hat die Debatte über die Asylpolitik in Frankreich verschärft.
Die französische Nationalversammlung hat am Donnerstag nicht über die Abschaffung der Rentenreform abgestimmt. Das Match im Parlament hat Macron damit für sich entschieden. Von Le Pen kommt wütende Kritik.
Frankreich will mehr Geld für die Verteidigung ausgeben. Nur die Kommunisten und die Linkspartei stellen sich quer.
Die neue europäische Industriepolitik nimmt weiter Gestalt an: Die erste gemeinsame Batteriezellfabrik wird eröffnet. Der französische Staat fördert die Investition in dreistelliger Millionenhöhe.
In einem Untersuchungsausschuss zu Russlandverbindungen will die Rechtspopulistin keine Fehler in ihrer Haltung zum Kreml erkennen. Ein Vorwurf irritiert Le Pen besonders.
Der liberale britische Historiker Timothy Garton Ash erklärt, warum die Reichen für Europas Zukunft zahlen müssen. Und was Olaf Scholz tun muss, um sich einen Platz in der Reihe der großen Staatsmänner zu sichern.
Die Republikaner in Frankreich haben einen Gesetzentwurf zu Asyl und Migration vorgestellt. Sie wollen härtere Einwanderungsregeln. Von Europa verlangen sie Ausnahmen.
Gegen den Bürgermeister der bretonischen Stadt Saint-Brévin-les-Pins läuft seit Monaten eine teils gewalttätige Kampagne. Sie wurde von rechtsextremen Politikern wie Éric Zemmour angeheizt.
Gegen den Bürgermeister der bretonischen Stadt Saint-Brévin-les-Pins läuft seit Monaten eine teils gewalttätige Kampagne. Sie wurde von rechtsextremen Politikern wie Éric Zemmour angeheizt.
Rechte Politikerinnen wie Marine le Pen, Marjorie Taylor Greene und Alice Weidel spielen sich als Retterinnen des Vaterlands auf: Warum Weiblichkeit und aggressive, ausländerfeindliche Politik kein Widerspruch sind.
Der französische Innenminister geht die italienische Ministerpräsidentin in der Migrationsfrage hart an. Dabei ist Paris bewusst, dass ohne Rom keine europäische Lösung der Krise möglich ist.
Allein in Paris wurden am 1. Mai mehr als 30 Demonstranten verletzt. Der UN-Menschenrechtsausschuss ist wegen Polizeigewalt besorgt. Die Gewerkschaften kündigen einen neuen Streik an.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will die Wut auf seine Rentenreform mit vagen Versprechen besänftigen. Kommt das Land so wieder zur Ruhe?