Ein Salafist an der Spitze des Protests
Nach der Parlamentswahl kommt Mali nicht zur Ruhe. Die Opposition fordert den sofortigen Rücktritt des Präsidenten – und hat selbst einen umstrittenen Anführer.
Nach der Parlamentswahl kommt Mali nicht zur Ruhe. Die Opposition fordert den sofortigen Rücktritt des Präsidenten – und hat selbst einen umstrittenen Anführer.
Ein Goldrausch hat die Sahara erfasst: Die Goldsucher riskieren Leben und Gesundheit, die ökologischen Schäden sind irreparabel. Und die Profite gehen an Milizen, kriminelle Netzwerke – und an korrupte Beamte und Politiker.
Im Westen Afrikas versinken die Staaten in einem Strudel der Gewalt. Islamischer Staat, Al Qaida und ethnische Milizen kämpfen gegeneinander – in den Städten eskalieren Proteste.
Tränengas, Gummigeschosse und scharfe Munition: Auf die jüngsten Unruhen in dem westafrikanischen Land reagierten Polizei und Militär mit Härte. Nun kündigt Präsident Keïta an, der Opposition entgegenzukommen.
Das westafrikanische Krisenland Mali wird von Protesten gegen Präsident Ibrahim Boubacar Keita erschüttert. Der hat nun Auflösung des Verfassungsgerichts angekündigt und kam damit einer Forderung der Opposition nach. Die Regierungskritiker wollen allerdings so lange weiterdemonstrieren, bis Keita zurücktritt.
Frankreich verkündet den Tod des berüchtigten Kommandeurs von Al Qaida im Maghreb und hofft, die Verbündeten für seinen Kampf in der Sahelzone zu gewinnen. Dort zieht der Terror weiter von Land zu Land.
Berlin will mehr deutsche Soldaten zur europäischen Ausbildungsmission nach Mali schicken, um die Streitkräfte in der Sahel-Zone zu trainieren. Aber macht das angesichts der Corona-Pandemie noch Sinn?
Die Hilflosigkeit, einem Angriff zuschauen zu müssen, sei extrem, sagt ein deutscher Drohnenflieger. Waffen könnten da helfen und Leben retten. Man brauche ja nicht immer auf die Menschen zielen.
Die Union verlangt mehr militärisches Engagement in der Sahelzone, inklusive Drohnen, um den Kampf gegen islamistische Terrormilizen zu verstärken. Der Koalitionspartner SPD sieht das anders.
Das Bundeskabinett hat beschlossen, die deutsche Beteiligung an der europäischen Ausbildungsmission EUTM Mali auszuweiten. Die Linke erhebt Widerspruch.
Ein Soldat hat bei dem Vorfall „mittelschwere“ Verletzungen erlitten, vier weitere wurden leicht verletzt. Sie werden im Lazarett in Gao behandelt. Ursache war die ungeklärte Explosion einer eigenen Nebelgranate.
Auslandseinsätze der Bundeswehr sollen auch in der Pandemie weiterlaufen. Terroristen könnten sonst die Situation ausnutzen. Dabei geht es besonders um die Sahelzone. Die Bundesregierung will die Einsätze verlängern.
Hunderte europäische Elitesoldaten sollen ab kommenden Sommer den Anti-Terror-Kampf in Mali unterstützen. Der Beitrag Deutschlands soll vorerst allerdings vor allem politischer Natur sein.
Wird die Bundeswehr bald im Innern eingesetzt, um in der Krise auszuhelfen? Wo sich Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer den Einsatz der Truppe vorstellen kann, wieso sie sich auf lange Einschränkungen einstellt – und was das für den CDU-Vorsitz bedeutet.
Auch afrikanische Länder verhängen drastische Maßnahmen gegen die Pandemie. Doch manche warnen vor den negativen Folgen, die die Einschränkungen haben könnten: Die Wirtschaften brechen zusammen.
Immer mehr Terrorgruppen terrorisieren im Westen Afrikas die Bevölkerung. Auch Burkina Faso gerät nun vermehrt unter Druck. Die Regierung will sogar Zivilisten bewaffnen.
Die Sahel-Koalition kämpft gegen einen Feind, der stärker wird, den islamistischen Terror. Doch Paris, das sich verantwortlich fühlt, fehlen die Partner. Auch auf Berlin ist kein Verlass.
In den armen Ländern südlich der Sahara kommt es noch immer zu dauernden Anschläge von Terrorgruppen. Mehr als 4000 Soldaten der früheren Kolonialmacht Frankreich sind im Einsatz. Präsident Macron will noch mehr schicken.
Besonders betroffen war Burkina Faso. Bei schweren Kämpfen wurden nach offiziellen Angaben mehr als hundert Menschen getötet. Die Vereinten Nationen äußern sich besorgt und fordern eine Bestrafung der Täter.
Amerikas Verteidigungsminister Mark Esper erwägt laut einem Bericht, im Kampf gegen dschihadistische Milizen eingesetzte amerikanischen Soldaten aus Westafrika abzuziehen. Das wäre besonders für die französischen Streitkräfte ein harter Schlag.
Französische Soldaten haben bei der Anti-Terror-Mission in Mali 33 Kämpfer außer Gefecht gesetzt und malische Geiseln befreit. Das sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in der Elfenbeinküste.
In Mali baut eine Einheit der französischen Armee jeden Abend ein Feldlager an einem anderen Ort auf. Im Inneren des Fahrzeugkreises findet fast normaler Alltag statt - trotz Sand und der ständige Gefahr von Angriffen.
In einer Trauerfeier in Paris nimmt das Land Abschied von den 13 Soldaten, die in Mali während eines Kampfeinsatzes starben – auf sehr persönliche Weise.
Die Rolle als Gendarm Westafrikas überfordert die frühere Kolonialmacht Frankreich. Auch vor diesem Hintergrund sind die eindringlichen und oftmals auch aufdringlichen Appelle Macrons zu verstehen, eine europäische Armee anzustreben.
Die deutschen Soldaten in Mali sehen bislang von ihrem Camp aus zu, wie die französischen Kameraden in den Kampf gegen Terroristen ziehen. Das soll sich nach den Wünschen Frankreichs bald ändern.
Zwei französische Hubschrauber sind über Mali in einen Unfall verwickelt gewesen und abgestürzt. Präsident Macron sprach den Angehörigen sein Beileid aus.
Schwerer Rückschlag für die Friedensbemühungen in Mali: 49 Soldaten sind bei einem vermutlich terroristischen Angriff getötet worden, auch Frankreich beklagt den Verlust eines Soldaten.
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer besucht erstmals deutsche Soldaten in Mali und Niger. Doch die Bundespolitik lässt sie auch dort nicht los.
Seit Jahren verschärft sich der Konflikt zwischen den Volksgruppen der Fulbe und der Dogon in Mali. Nun sollen bei einem Angriff auf ein Dorf mindestens 100 Zivilisten getötet wurden sein.
Malis Regierung bestätigt, dass bei dem jüngsten Angriff auf einen Militärstützpunkt mindestens 23 Soldaten getötet wurden. Täter sollen „Terrorgruppen“ unter der Führung eines desertierten Offiziers gewesen sein.
Die Pannenserie um die Regierungsflieger geht weiter. Nach Merkel, Müller und Steinmeier hat es nun den Außenminister erwischt. Heiko Maas nimmt die Verzögerung gelassen.
Der Algerier Jaha Abu Al Hamame sei zusammen mit anderen Terroristen von Luft- und Bodenkräften getötet worden. Al Hamame, der „Kopf und Finanzier“ diverser Anschläge, soll auch westliche Staatsbürger in Afrika entführt haben.
Ein Bundeswehr-Konvoi ist offenbar von malischen Soldaten beschossen worden. Die deutschen Einsatzkräfte erwiderten das Feuer. Ein malischer Soldat wurde bei dem Zwischenfall verletzt.
Ins Elend entführt: Zu Tausenden werden Mädchen und junge Frauen aus Nigeria verschleppt und zur Prostitution gezwungen. Sie landen auch in Europa. Die Regierung ist daran nicht unschuldig.
Ein Bericht der Bundeswehr zeigt, dass mehrere Fehler zu dem tödlichen Absturz des „Tiger“-Hubschraubers in Mali führten. Unter anderem der Hersteller Airbus muss sich erklären.
Im Juli 2017 stürzte in Mali ein „Tiger“-Hubschrauber der Bundeswehr ab, zwei Soldaten starben. In einem Unfallbericht macht die Bundeswehr nun den Hersteller Airbus für den Absturz verantwortlich.