Tuareg-Rebellen und Islamisten rücken vor
Mit dem Abzug der UN-Friedensmission MINUSMA nehmen die Angriffe von Islamisten und Tuareg-Rebellen in Mali wieder zu. Vor allem in Timbuktu ist die Lage dramatisch.
Mit dem Abzug der UN-Friedensmission MINUSMA nehmen die Angriffe von Islamisten und Tuareg-Rebellen in Mali wieder zu. Vor allem in Timbuktu ist die Lage dramatisch.
In Westafrika scheitert Europa wie in Afghanistan. Eine Lehre daraus lautet, dass wir die Welt nicht so machen können, wie wir selbst leben. Es wird Zeit für mehr Realpolitik.
Terroristen griffen im Nordosten des Landes ein Schiff und ein Armeelager an. Die Regierung rief eine dreitägige Staatstrauer aus. Die UN-Mission zur Stabilisierung Malis zieht trotz der Gewalt auf Wunsch der Militärregierung planmäßig bis Jahresende ab.
In Ländern wie Niger sind die Eliten keine westlichen Marionetten. Staatsstreiche haben andere Ursachen. Die Aussichten bleiben düster, Entwicklungshilfe ist nur eine Art internationaler Sozialhilfe. Ein Gastbeitrag.
Frankreich verhandelt über einen geordneten Abzug, während die Machthaber eine Einigung mit ECOWAS suchen. Von einer Militärintervention ist kaum noch die Rede.
Die Putsch-Serie in Frankreichs einstigem „Hinterhof“ offenbart eine neue Geisteshaltung in Paris. Militärische Interventionen sieht Präsident Emmanuel Macron als Falle, in die er nicht treten will.
Moskau hat die Verlängerung von Sanktionen gegen Mali im UN-Sicherheitsrat verhindert. Auch der UN-Expertenrat muss seine Arbeit einstellen. Er hatte der Wagner-Miliz schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.
Nach dem Putsch in Niger fürchtet die EU, ihren letzten Partner in der Sahelzone zu verlieren. Die Verteidigungs- und Außenminister beraten über Sanktionen. Doch der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS reicht das nicht.
In Afghanistan ließ Deutschland Tausende gefährdete Ortskräfte und ihre Familien zurück. Das soll sich in Mali nicht wiederholen. Pragmatismus geht vor.
Deutschland hat große Teile der Entwicklungshilfe an Niger eingefroren und fordert eine friedliche Rückkehr zur Demokratie. Eine militärische Intervention der ECOWAS scheint derweil immer unwahrscheinlicher.
Die Tage des französischen Einflusses im subsaharischen Afrika scheinen gezählt. China und Russland stehen als Nachfolger des Westens schon bereit.
Die Eltern von Aminata Touré waren Flüchtlinge. Davon hat sie in ihrer steilen Karriere bei den Grünen oft erzählt. Doch nun hadert die schleswig-holsteinische Sozialministerin mit ihrer Partei.
Der Putsch in Niger hat sich angekündigt. Doch in Europa wurde lange nicht wahrgenommen, wie sich in den Sahel-Staaten eine antifranzösische Stimmung ausbreitete.
Mohamed Bazoum befindet sich weiterhin in Gefangenschaft. Unterdessen berät die ECOWAS noch einmal über Reaktionen auf den Putsch in Niger.
In Niger ist die Bundeswehr schon wieder der Willkür einer Militärregierung ausgesetzt. Die Lageeinschätzung muss bei Auslandseinsätzen realistischer werden.
Eine US-Diplomatin traf sich in Niger mit Militärs. Als „äußerst offen und manchmal ziemlich schwierig“ beschrieb Victoria Nuland die Gespräche. Es ging auch um Wagner-Söldner im Nachbarland Mali.
Die ECOWAS hatte den Putschisten in Niger mit militärischem Eingreifen gedroht. Viel hängt nun von Nigerias neuem Präsidenten ab. Gerüchte über die angebliche Ankunft von russischen Söldnern machen die Runde.
Die neue Lage in Niger könnte gravierende Folgen für Europa haben. Jetzt droht auch noch ein Krieg. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.
Es gab schon viele Staatsstreiche in Niger. Dieser aber könnte verheerende Folgen haben. Es ist nicht einmal klar, was die Putschisten eigentlich wollen.
Nach dem Putsch in Niger geht Verteidigungsminister Pistorius davon aus, dass der Abzug der Bundeswehr aus Mali weiter über die nigrische Hauptstadt Niamey erfolgen kann. Die Lage sei derzeit ruhig.
Die westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS droht den Putschisten in Niger damit, in das Land einzumarschieren. Mali und Burkina Faso würden das als „Kriegserklärung“ begreifen. Droht eine militärische Eskalation im Sahel?
In Niger macht die Gruppe M62 Stimmung gegen die ehemalige Kolonialmacht Frankreich – und hofft darauf, dass Russland den Westen besiegt. Das Auswärtige Amt fordert Deutsche zur Ausreise auf.
Nach dem Militärputsch in Niger haben Frankreich und Italien damit begonnen, ihre Staatsbürger in Sicherheit zu bringen. Auch Deutsche konnten das Land mit den Evakuierungsflügen Frankreichs verlassen.
Die Regierungen in Mali und Burkina Faso kamen selber durch einen Staatsstreich an die Macht. Die Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas hatte den Putschisten im Niger zuvor ein Ultimatum gestellt und mit „Einsatz von Gewalt“ gedroht.
Die ECOWAS droht den Putschisten mit Gewalt – es wäre nicht ihr erster militärischer Einsatz. Im Westen wächst die Sorge vor dem Einfluss Russlands.
Die Bundesregierung hat den Abzug aus Mali lange hinausgezögert. Nun ist der Ausgang über Niger versperrt. Die Vorräte in Gao reichen noch für eine Weile.
Die Gemeinschaft westafrikanischer Staaten will gegen die Putschisten harte Sanktionen verhängen. Auch Frankreich droht den neuen Machthabern - während Demonstranten in Niamey die französische Botschaft attackieren.
Rebellierende Militärs haben den nigrischen Präsidenten für entmachtet erklärt. Nun hat sich der Chef der Präsidentengarde zum neuen Machthaber ernannt.
Nach dem Sturz von Präsident Bazoum durch das Militär in Niger untersagt das Innenministerium öffentliche Proteste. Aus dem Ausland kommt scharfe Kritik am Putsch.
Niger galt bislang als Hoffnungsträger in der krisengeschüttelten Sahelzone. Nach der Präsidentengarde scheint sich nun aber auch die Armee gegen den demokratisch gewählten Präsidenten zu wenden.
Über Niger läuft das Drehkreuz für die deutsche Mali-Mission. Nun steht es still. Nach Information der F.A.Z. hat Bundeskanzler Scholz Präsident Bazoum bereits am Mittwochabend die Solidarität Deutschlands zugesichert.
Die Lage in Niger bleibt unübersichtlich. Sollte wirklich ein Putsch stattgefunden haben, wäre das laut Beobachtern eine „Katastrophe für den Westen“. In den Sahel-Staat wurde in den vergangenen Jahren viel investiert.
Die Angriffe auf Zivilisten in Mali nehmen kein Ende. Ein Bericht von Human Rights Watch wirft Söldnern in Mali Gräueltaten vor.
Paris hält nichts davon, das malische Regime weiter mit Entwicklungshilfe zu unterstützen. Berlin sieht das anders. Der zuständige Staatssekretär erklärt das.
Die französische Außenministerin Catherine Colonna über deutsche Naivität gegenüber der Gruppe Wagner in Mali, Berlins neue China-Strategie und die anstehende Indopazifik-Reise Emmanuel Macrons.
Verteidigungsminister Boris Pistorius bekräftigt, dass die Sicherheit der Soldaten beim Abzug aus Mali „absolute Priorität“ habe.