Der gemeinsame Gegner ist weg
Ein Grund für die Geschlossenheit der SPD war ihre Gegnerschaft zur Union. Und jetzt? Olaf Scholz will sich seine Ampel-Koalition nicht von den Jusos schlechtreden lassen.
Ein Grund für die Geschlossenheit der SPD war ihre Gegnerschaft zur Union. Und jetzt? Olaf Scholz will sich seine Ampel-Koalition nicht von den Jusos schlechtreden lassen.
Zu viel Harmonie: Kevin Kühnert kritisiert die FDP für ihre Wohnungspolitik. Es ist auch eine Attacke gegen den baldigen Kanzler Olaf Scholz.
Die jungen Delegierten äußerten zuvor Kritik am Koalitionspartner FDP. Die Vereinbarungen zu den Themen Grundsicherung und Migration seien nicht ausreichend.
Die Jusos kritisieren den Ampel-Vertrag deutlich. Die Asylpolitik finden sie „scheiße“. Der künftige Kanzler Olaf Scholz hält dagegen: „Wir können was Großes zustande bringen.“
Von Euphorie keine Spur: Die Jusos diskutieren auf ihrem Bundeskongress den Koalitionsvertrag der Ampel. Ihnen fehlen einige Punkte. Lars Klingbeil hält dagegen.
Nach Kritik an seiner Wortwahl in einem Interview hat sich Wolfgang Joop öffentlich entschuldigt. Der Designer hatte darin sexuellen Missbrauch von Frauen beschrieben und von einer einst so „wunderbar frivolen“ Modebranche gesprochen.
Die Corona-Situation spitzt sich wieder zu. Unter den Ampel-Parteien gibt es erste kleine Verspannungen. Und der 9. November als „Schicksalstag“ der Deutschen ist Anlass kritischer Selbstreflexion.
Die SPD soll künftig von dem Duo Saskia Esken und Lars Klingbeil geführt werden. Für Olaf Scholz bringt das auch mehr Spielraum bei der Besetzung seines Kabinetts.
In Sachsen gilt nun flächendeckend 2G. Nach 20 Monaten dürfen geimpfte Europäer wieder in die USA reisen. Und die EKD-Synode beschäftigt sich mit sexuellem Missbrauch durch Kirchenvertreter.
Wie kickt Berlin? SPD-Politiker Kevin Kühnert spricht im Interview über Rivalitäten im Fußball zwischen Ost und West, sein Verständnis für die Ultras und die entscheidende Frage an Joshua Kimmich.
Schon bald will die SPD geklärt haben, ob sie nur einen neuen Vorsitzenden sucht oder gleich zwei – und wer das sein soll. Esken und Klingbeil müssen sich zwischen Partei- und Ministeramt entscheiden – und das mitten in Koalitionsverhandlungen.
Olaf Scholz will sich voll auf die Arbeit als Kanzler konzentrieren und verzichtet darauf, sich für den Parteivorsitz zu bewerben. Ist das klug?
Die Ampel-Koalition dürfte eher Kompromisse suchen, als große Reformschneisen zu schlagen. Die Art, wie Scholz regieren wird, kennen die Deutschen seit 16 Jahren.
Nach der verlorenen Bundestagswahl sucht die CDU nach einem neuen Erfolgsrezept. Aber wie könnte das aussehen? Auch in Frankfurt diskutiert die Partei.
Während die Linke mit SPD und Grünen in Berlin regieren will, lehnt ihre Jugendorganisation eine Kooperation mit Jusos oder Grüner Jugend ab – ihr neuer Vorsitzender hat mit Gewaltfantasien auf sich aufmerksam gemacht.
In Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin ist die Linke der bevorzugte Koalitionspartner, im Bundestag sitzen jetzt lauter Jusos. Auch die Grünen-Fraktion ist jünger und linker geworden. Was folgt daraus?
Die Junge Union ist auf der Suche nach einer neuen Außendarstellung. Manche ihrer Mitglieder wollen die Rhetorik abrüsten und den Kleidungsstil ändern. Aber wofür stehen die Jungkonservativen?
300 Unterhändler machen für SPD, Grüne und FDP die Einzelheiten des Koalitionsvertrags aus. In 22 Arbeitsgruppen ringen sie um Kompromisse. Doch die harten Nüsse müssen die Parteichefs selbst knacken.
Armin Laschet kritisiert die Wahlkampfstrategie seiner Partei: „Keine klare soziale Botschaft gehabt zu haben, war ein Fehler.“ Das Scheitern von CDU und CSU führt er auch auf eine Charakterfrage zurück.
Welche Partei welches Ministerium bekommt, soll erst am Schluss der Koalitionsverhandlungen besprochen werden. Doch im Hintergrund hat das große Verteilen längst begonnen. Ein Überblick aus der Berliner Gerüchteküche.
Drei Jahre lang hat ein ARD-Team Kevin Kühnert begleitet. Wir sehen, wie er in der SPD die Strippen zieht. Was lernen wir dabei über die deutsche Politik und die künftige Regierung?
Über die Jusos wird viel gesprochen, aber auch die Jugendorganisation der Grünen könnte die Partei künftig vor sich hertreiben. Als die Grüne Jugend gerade dabei war, sich richtig warmzulaufen, wurde es allerdings erst einmal still.
In Washington feiert Scholz die globale Mindeststeuer. Weil viele Wähler vor allem ihn wollten, steht er auch in Deutschland stark da. Doch Personalentscheidungen und die jungen SPD-Linken könnten noch herausfordernd werden.
Nach dem ersten Sondierungstag über eine mögliche Ampel-Koalition zeigen sich SPD, Grüne und FDP optimistisch. Mit Blick „auf das, was verloren geht“, wenn die Verhandlungen scheiterten, wollen die Parteien kompromissbereit bleiben.
Jan Dieren ist 30 Jahre alt, Rechtsanwalt und einer der 104 neuen Bundestagsabgeordneten der SPD. Wie hat er die ersten Tage in der Hauptstadt erlebt?
Ob jung oder alt, Nord oder Süd, West oder Ost, Führungskraft oder angestellt, das ist egal. Hauptsache die Ansichten sind möglichst kontrovers. Die Debattenaktion von „Deutschland spricht“ bringt Menschen zusammen, die sonst nicht miteinander reden würden.
Für viele Studierende hat sich das Leben an der Uni durch Corona verändert. Auch das Studierendenparlament leidet – vor allem, wenn schon vorher viele gar nicht wussten, was es überhaupt macht. Unterwegs mit Mainzer StuPa-Abgeordneten.
Die SPD-Linken mochten Pragmatiker wie Olaf Scholz noch nie. Aber sie haben sie immer gebraucht. Kann das gut gehen?
An diesem Wochenende beginnen die Sondierungen über eine Ampel-Koalition. Politiker des linken SPD-Flügels erwarten von Kanzlerkandidat Scholz, gegenüber FDP und Grünen klare Kante zu zeigen.
Scholz kann seiner Partei viel abverlangen. Aber nicht alles. Darüber wacht der linke Flügel. Wird es Leute geben, die Unruhe stiften wollen?
Einst wollten Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans die SPD in die Opposition führen. Können ausgerechnet die beiden Parteivorsitzenden nun dabei helfen, ein Regierungsbündnis zu schmieden?
Im Willy-Brandt-Haus jubeln die Sozialdemokraten am Sonntagabend wie lange nicht. Olaf Scholz wertet das Ergebnis nach ersten Hochrechnungen als klaren Regierungsauftrag – doch sein Vorsprung ist dünn.
Alle Versuche, sich der Ehe für alle noch in den Weg zu stellen, sind gescheitert: Mit deutlicher Mehrheit haben die Schweizer in einem Referendum gegen Bedenken gestimmt.
Angela Merkel wollte sich lange nicht in die Nachfolgefrage einmischen. Das musste sie auch nicht: Alle Kandidaten haben sich an ihr orientiert.