Was nun, Europa?
EU-Skepsis verwandelt sich allzu schnell in das Generalurteil, an der EU sei nichts schützenswert. Dabei kommt das Freiheitsversprechen der EU unter die Räder.
EU-Skepsis verwandelt sich allzu schnell in das Generalurteil, an der EU sei nichts schützenswert. Dabei kommt das Freiheitsversprechen der EU unter die Räder.
Europa will mit einer Stimme sprechen: Fast zeitgleich mahnen EU-Kommissionschef Juncker, EU-Parlamentspräsident Schulz und Kanzlerin Merkel die Briten nach dem Brexit-Votum zur Eile. Britische „Rosinenpickerei“ soll es nicht geben. Wer aus der EU austritt, soll auch Privilegien verlieren.
Kommissionschef Jean-Claude Juncker spricht im EU-Parlament über die Folgen des britischen Brexit-Referendums. Angela Merkel will im Bundestag eine Regierungserklärung abgeben. Verfolgen Sie die Reden hier im Livestream.
Keine große EU-Vertragsdebatte beginnen – darüber sind sich Merkel und Steinmeier einig. Ansonsten gehen die Meinungen darüber, wie auf das britische Votum zu reagieren ist, aber weit auseinander.
Die Europäische Union bringt ihre Gegner nicht selbst hervor. Das ist nur deren Behauptung. In Wirklichkeit ist es nur eine dünne Schicht in Europa, der diese Union am Herzen liegt. Ein Kommentar.
Einer Umfrage zufolge plädiert jetzt eine deutliche Mehrheit für eine Abspaltung von Großbritannien. Aus der EU kommt bereits die erste Einladung an ein unabhängiges Schottland. Unterdessen gewinnt ein EU-Kritiker im Kampf um die Cameron-Nachfolge Unterstützung.
Nach Informationen der F.A.S. fordern die großen Fraktionen im EU-Parlament die britische Regierung dazu auf, bereits am Dienstag die Austrittsverhandlungen einzuleiten.
Eine Hängepartie beim Brexit schade allen, warnt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Auch der Chef der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament will Verzögerungen nicht akzeptieren.
Europas Rechtspopulisten feiern den Ausgang des Referendums. In Paris hofft Marine Le Pen auf Rückenwind für die Wahl. Die österreichische FPÖ fordert eine Entmachtung der EU-Institutionen.
Noch in der Nacht dürfte klar werden, ob die Briten für den Austritt aus der Europäischen Union gestimmt haben. Die Europäer haben sich seit Wochen darauf vorbereitet und einen Plan für den Tag X entwickelt.
Morgen stimmen die Briten ab, ob sie in der Europäischen Union bleiben wollen oder nicht. Die zehn wichtigsten Fragen zum Brexit haben wir hier beantwortet.
Georgische Banden begehen in großem Umfang Ladendiebstähle und Wohnungseinbrüche. Viele Täter missbrauchen dafür das deutsche Asylsystem. Nun gibt es Streit über eine Visumsfreiheit für das Kaukasus-Land.
Offiziell grenzen sich die rechtspopulistischen Parteien in Europa gerne voneinander ab. Doch im Hintergrund läuft die Vernetzung. Vor allem der politische Nachwuchs ist aktiv.
Die Kanzlerin möchte den Georgiern gerne die Visumfreiheit gewähren. Ranghohe Politiker aus den eigenen Reihen warnen im Gespräch mit der F.A.Z. jedoch davor - und verweisen auf die Kriminalitätsstatistik.
Sollten die Briten für einen EU-Verbleib stimmen, bliebe das Verhältnis zu Brüssel belastet – denn einige europäische Gesetze müssten verändert werden.
Die Europäische Union, wie sie über Jahrzehnte entstanden ist, hat keine Zukunft. Die Vorschläge ihrer Verächter wie ihrer Verehrer führen nicht weiter. Man muss die Skeptiker mit mutigen Ideen neu für Europa begeistern.
Es sei Zeit, reinen Tisch mit Ankara zu machen, fordert der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im Europäischen Parlament. Solange man sich weiter gegenseitig anlüge, führe das nur zu Enttäuschungen.
Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir sei „charakterlos“, sagt der türkische Präsident nun. EU-Parlamentspräsident Schulz redet von „absolutem Tabubruch“ und auch Bundestagspräsident Lammert ist entrüstet.
Nach einem Jahr hat der EU-Investitionsfonds viel Geld ausgegeben. War das sinnvoll oder eine Verschwendung von Steuergeldern? Den Beweis über den Erfolg ist die Kommission bisher schuldig geblieben.
Der Unkrautvernichter Glyphosat wird in Europa höchstwahrscheinlich auch nach dem Stichtag Ende Juni erlaubt bleiben. Allerdings soll die Zulassung vorerst nur um 12 bis 18 Monate verlängert werden.
Der Unkrautvernichter Glyphosat wird in Europa höchstwahrscheinlich auch nach dem Stichtag Ende Juni erlaubt bleiben. Allerdings soll die Zulassung vorerst nur um 12 bis 18 Monate verlängert werden.
Zwischen den Schwestern CDU und CSU gibt es viel Gesprächsbedarf. Ein Treffen der Unionsspitzen soll die Wogen glätten, doch noch ist vieles ungeklärt – da meldet sich Stoiber.
In Brüssel trifft sich der Ministerrat der Finanz- und Wirtschaftsminister der Europäischen Union, in Rostock findet der russische Unternehmertag statt und aus Nürnberg kommt die GfK-Konsumklimastudie für Mai.
Erst die Griechen, dann die Flüchtlinge, jetzt der Brexit: Europa hat keine Kraft, Konflikte zu befrieden. Angela Merkels Deal mit Erdogan macht das nur noch schlimmer.
Der rechtsextreme französische Front National fühlt sich der AfD im Geist verbunden. In der rechtspopulistischen Partei streiten führende Vertreter nun über eine Einladung von FN-Chefin Le Pen an die AfD-Vorsitzende Petry.
Führende EU-Parlamentarier raten nach den jüngsten Aussagen des türkischen Präsidenten davon ab, das Flüchtlingsabkommen voreilig infrage zu stellen.
Papst Franziskus hat Europa angesichts der Flüchtlingskrise zu einem neuen Humanismus aufgerufen. Er träume „von einem Europa, in dem das Migrantsein kein Verbrechen ist“.
Mit der Verleihung des Karlspreises an Papst Franziskus soll dessen Einsatz in einer von Krisen zerrütteten EU gewürdigt werden. Doch seine Kirche selbst ist ein Ausdruck der Uneinigkeit.
Die EU-Kommission konzentriert sich auf drei wichtige Bereiche, um die Flüchtlingskrise in den Griff zu bekommen. Das sind die Kernpunkte der Vorschläge aus Brüssel.
Die von der EU-Kommission geplante Visafreiheit für die Türkei stößt bei deutschen Politikern auf gemischte Reaktionen. EU-Parlamentsvize Lambsdorff kritisierte den Vorschlag gegenüber FAZ.NET scharf. Auch der CDU-Europaabgeordnete Brok mahnt, die Regelung könne im Zweifel schnell wieder fallen.
Die EU-Kommission hat die umstrittene Aufhebung des Visa-Zwangs für türkische Staatsbürger ab Juni empfohlen, wenn Ankara bis dahin noch fehlende Voraussetzungen erfüllt. Zugleich will Brüssel verlängerte Grenzkontrollen im Schengen-Raum genehmigen.
Dürfen sich türkische Bürger bald ohne Visum 90 Tage lang im Schengen-Raum aufhalten? Die EU-Kommission will sich dafür einsetzen – sobald Ankara alle Voraussetzungen erfüllt hat. Auch deutsche Politiker pochen darauf.
„Plump“, „wirr“, „irrsinnig“ – die etablierten Parteien reagieren entsetzt auf die auf dem Parteitag beschlossenen Forderungen der AfD. Eine Zusammenarbeit schließen sie konsequent aus.
Auf dem AfD-Parteitag wird um die Zukunft der Partei gerungen. Der nach rechts hin offene Saar-Landesverband wird kein Teil mehr davon sein. Einige proben schon den Schulterschluss mit dem Front National.
Die zwei AfD-Abgeordneten im Europäischen Parlament sind gezwungen die Fraktion zu wechseln. Während von Storch zu den Europa-Kritikern geht, gibt Petry-Lebensgefährte Pretzell jetzt bekannt, dass er sich dem Front National anschließt.
Anhaltende Kritik an Merkels Türkeideal: Die Visafreiheit für Türken erkennen führende CSU-Politiker als „Aufregerthema“ für die Bevölkerung, manche wollen sie kippen. Aus Sorge, die AfD könnte Kapital daraus schlagen.