Lukaschenka und der neue Zeuge
Vor 20 Jahren ermordete eine Todesschwadron in Weißrussland Oppositionelle – auf Befehl von oben. Nun sagt ein Täter aus.
Vor 20 Jahren ermordete eine Todesschwadron in Weißrussland Oppositionelle – auf Befehl von oben. Nun sagt ein Täter aus.
Greta Thunberg rüttelt den Planeten wach, Donald Trump ringt mit der amerikanischen Verfassung und die große Koalition in Deutschland mit sich selbst: Welche politische Themen uns 2019 beschäftigt haben – und weiter beschäftigen werden.
Halten EU-Mitglieder sich nicht an Beschlüsse zur Verteilung von Flüchtlingen, sollten sie das zu spüren bekommen – so die Grünen im Europaparlament. Sie haben auch eine Idee, wer das Geld stattdessen bekommen könnte.
Unter den Opfern sind laut Polizeiangaben auch drei türkische Staatsbürger. Hinter der Explosion an einem belebten Kontrollpunkt wird die terroristische Shabaab-Miliz vermutet, die um die Vorherrschaft in dem Land kämpft.
So könne man „die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten“ erreichen, sagt der italienische Regierungschef. Den türkischen Präsidenten Erdogan habe er vor einer militärischen Intervention in dem Land gewarnt – wegen der hohen Zahl ziviler Opfer.
Der Präsident des EU-Parlaments kündigt harte Verhandlungen über die künftigen Beziehungen an. Kommissionschefin von der Leyen hält die dafür eingeplante Zeit für „extrem kurz“. Denn London will die Gespräche bis Ende 2020 abgeschlossen haben.
Nach drei Jahren Rückgang haben die von der Bundesregierung genehmigten Rüstungsexporte 2019 einen neuen Rekordwert erreicht. Die meisten Waffen gingen an Ungarn und Ägypten – die Opposition reagiert empört.
Der Vizepräsident der EU-Kommission wendet sich mit emotionalen Worten an Großbritannien. Das Königreich sei auch nach dem Brexit jederzeit willkommen, in die Europäische Union zurückzukehren.
In Deutschland ist die Zahl der Asylanträge in diesem Jahr weiter zurückgegangen – in der EU aber angestiegen. Dort geht der Streit über die Aufnahme von Flüchtlingen weiter.
Besonders betroffen war Burkina Faso. Bei schweren Kämpfen wurden nach offiziellen Angaben mehr als hundert Menschen getötet. Die Vereinten Nationen äußern sich besorgt und fordern eine Bestrafung der Täter.
Erdogans Pläne, die libysche Regierung militärisch zu unterstützen, sollten den Europäern zu denken geben: Wenn sie nicht – wie in Syrien – mittelbar Leidtragender des Eingreifens anderer sein wollen, müssen sie handeln.
Der deutsche Staat hat 2019 mehr als drei Milliarden Euro durch den Verkauf von CO2-Zertifikaten eingenommen. Europaparlamentspräsident Sassoli warnte vor dem „sozialen Sprengstoff“, den das Thema Klimaschutz mitbringe.
Hat der Rechtspopulismus die Kultur besser verstanden als deren Produzenten? Eine neue Arbeit von Hito Steyerl und ein Buch des Whistleblowers Christopher Wylie zeigen, was die Kampagnen für Trump und Brexit von der Mode lernten.
In diesem Jahr ist die Zahl der Asylanträge in Deutschland weiter zurückgegangen – auf EU-Ebene aber angestiegen. Auch aus einem südamerikanischen Land suchen nun viele Menschen Asyl in Europa.
Das Gas aus der Leitung sei 30 Prozent günstiger als die Alternative aus Amerika, stellt Moskau klar. Und: Jetzt sei die EU am Zug.
Bei der Präsidentenwahl in Kroatien muss Amtsinhaberin Kolinda Grabar-Kitarović wider Erwarten in die Stichwahl. Denn mit dem Thema Korruption scherzt man nicht.
Die Zahl der Migranten, die wegen des Kriegs in Syrien in die Türkei fliehen, sei hoch, heißt es aus türkischen Sicherheitskreisen. Präsident Erdogan hatte zuvor vor einer neuen Migrationswelle in Richtung Europa gewarnt.
Union und FDP finden harte Worte für den Vorstoß von Grünen-Chef Habeck, Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern nach Deutschland zu holen – man müsse die Situation vor Ort verbessern. SPD-Innenminister Pistorius zeigt sich da offener.
Zwar sei die Kritik an Nord Stream 2 berechtigt, doch die amerikanischen Sanktionen seien „aggressive Mittel von fossilem Energie-Krieg“, sagt Energieexpertin Claudia Kemfert. Sie plädiert an die EU, sich dagegen zur Wehr zu setzen.
Die rechte Präsidentin zog mit dem Amtsbonus, ihr linker Herausforderer mit dem Versprechen von Normalität ins Rennen. Überraschend hat nun der Sozialdemokrat Milanovic die Nase vorne. Die konservative Grabar-Kitarovic hofft auf die Stichwahl.
Die Union hält wenig vom Vorschlag, Flüchtlingskinder aus Lagern auf den griechischen Inseln aufzunehmen. Pro Asyl stellt sich hinter den Vorschlag des Grünen-Vorsitzenden.
Die Lage in den griechischen Flüchtlingslagern in der Ägäis ist katastophal. SPD-Politikerin Bärbel Kofler sagt: Es braucht ein Schutzprogramm für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge; schnell.
Kurz vor Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft wählen die Kroaten ein neues Staatsoberhaupt. Die konservative Amtsinhaberin Kolinda Grabar-Kitarovic bewirbt sich um eine zweite Amtszeit.
Der Ko-Vorsitzende der Grünen, Robert Habeck, über schnelle deutsche Hilfe für Flüchtlinge in Griechenland, Klimazölle gegen Amerika und eine nagelneue grüne Schuldenbremse.
Die Vereinigten Staaten wollen den Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 noch verhindern und daran beteiligte Unternehmen sanktionieren. Die SPD kritisiert das heftig – Gegenmaßnahmen planen Bundesregierung und EU derzeit allerdings nicht.
Kiew und Moskau haben mit Brüssel die Rahmenbedingungen für einen neuen Vertrag ausgehandelt.
Das Unterhaus hat für das Abkommen von Premierminister Johnson gestimmt. Der Entwurf für das entsprechende Ratifizierungsgesetz wurde mit großer Mehrheit in zweiter Lesung angenommen.
Das Verfassungsgericht in Nordrhein-Westfalen verwirft eine Wahlrechtsnovelle der schwarz-gelben Landtagsmehrheit. bei der Abschaffung von Stichwahlen habe die Regierung der Zersplitterung der Parteienlandschaft nicht genügend Rechnung getragen.
Lindsay Hoyle ist Nachfolger von John Bercow als Sprecher des britischen Unterhauses. Mit ihm dürfte sich der Stil im Parlament fundamental verändern – nicht nur optisch.
Während der NS-Zeit wurden mehr als 500.000 Sinti und Roma systematisch ermordet. Deutschland hat deshalb bei der Bekämpfung von Antiziganismus eine besondere Verantwortung. Ein Gastbeitrag von zwei Grünen-Politikern.
Wenn der Brexit durch ist, dürften sich bei den Briten die Sozialstandards verschlechtern. Davor warnt die frühere Bundesjustizministerin, die inzwischen im EU-Parlament sitzt.
Der Hauptangeklagte im Mordfall Kuciak pflegte beste Beziehungen zu Politik und Justiz. Nun hat der Prozess in der Slowakei begonnen.
Versucht Olaf Scholz seine Absichten zu verschleiern oder ist es schlicht Ignoranz? Fest steht, dass die Vorschläge des Finanzministers widersprüchlich sind. Und dass er in der EU als jemand wahrgenommen wird, der nicht weiß, was er will.
Auch nach dem 31. Januar wird das Leben der Briten ohne die EU noch nicht beginnen. Man wird sehen, wo man in einem Jahr steht – und ob dann wieder das Gespenst eines No-Deal-Brexits sein Unwesen treibt.
Boris Johnson drückt auf die Tube: Schon am Freitag soll das Parlament in London den Brexit-Deal abnicken. Nach seinem haushohen Wahlsieg dürfte der Premierminister sein Ziel problemlos erreichen. Gegenwind bläst ihm nur aus Schottland entgegen.
Die Deutschen verdankten ihren Wohlstand auch der EU und müssten daher mehr Kompromissbereitschaft zeigen, moniert der neue Haushaltskommissar Hahn. Der EU ständen „enorme Herausforderungen“ bevor, für die man entsprechende Mittel brauche.