Mit Hurra in die Entmündigung
Der schutzbesessene Betreuungsstaat zweifelt an der Fähigkeit der Bürger, persönliche Risiken abzuwägen. Die nehmen es gern hin: Eigenverantwortung wird abtrainiert.
Der schutzbesessene Betreuungsstaat zweifelt an der Fähigkeit der Bürger, persönliche Risiken abzuwägen. Die nehmen es gern hin: Eigenverantwortung wird abtrainiert.
Dem Protest von Bürgerrechtlern schließen sich die Massen oft aus wirtschaftlichen Motiven an. Ist das schlimm, wie manche Aktivisten meinen? Überhaupt nicht.
Das Portal Nius verklagt das Land Schleswig-Holstein: Daniel Günther stünden zwei Aussagen, die er bei Lanz im ZDF machte, nicht zu. Indem er die Portalmacher „Feinde von Demokratie“ nannte, habe er als Staatsvertreter gegen das Grundgesetz verstoßen.
Vor Beginn des Weltwirtschaftsforums staunen Amerikaner über den Auftritt ihres Landes. Das war in Davos nicht immer so. Irgendwann wollten sie hier die NATO und die liberale Ordnung verteidigen.
Viele Jahrzehnte lang galten sogenannte Zivilklauseln als Ausdruck von politischer Verantwortung. Als Ausschlussklauseln haben sie sich überlebt, nicht aber als Orientierungspunkte.
Grönland-Debatte +++ Hans Speidel +++ Leïla Slimanis neuer Roman +++ Kurzromane von John Boyne +++ Bosch-Betriebsratschef Sell
Nach Trumps Zolldrohungen reagiert die EU. In Davos beginnt das Weltwirtschaftsforum. Und: In London startet der dritte Prozess von Prinz Harry gegen die Boulevardmedien. Der F.A.Z. Frühdenker.
Miosgas Gäste sind sicher: Trump lässt sich nur mit Härte von seinen Grönland-Ansprüchen abbringen. Ischinger und Schulz geben zu, sich geirrt zu haben.
Wer seine Stadt als marode und deren Verwaltung als unerreichbar erlebt, wendet sich von ihr und der Demokratie ab, sagt der Darmstädter Rathauschef. Auch die AfD sieht er als Bedrohung der Freiheit.
Mehr Wir-Gefühl und ein Schub für Gestaltung, Demokratie und den öffentlichen Raum: Mit einem „Grand Opening“ eröffnet die World Design Capital in Darmstadt und erläutert, was in der Region in diesem Jahr geplant ist.
Mit 3000 Milliardären gibt es so viele wie nie zuvor auf der Erde. Die Vermögen wachsen immer schneller.
In Paris entscheidet ein Gericht darüber, ob Marine Le Pen bei den Präsidentschaftswahlen antreten darf. Das zeigt, wie gut die rechtsstaatlichen Abläufe trotz politischer Blockaden funktionieren.
Von den Feiern zum 80-Jahre-Jubiläum Hessens sollen auch kleine Kinder etwas haben – und lernen. Landtagspräsidentin Astrid Wallmann empfiehlt dazu sechs große, farbige Doppelseiten.
Viele Deutsche fürchten sich vor einer zunehmenden Polarisierung. Zugleich driften die Einstellungen der Menschen gar nicht so gravierend auseinander. Wie das zu erklären ist, verrät der Soziologe Nils C. Kumkar im Podcast.
Frankfurt und die Rhein-Main-Region tragen 2026 den Titel World Design Capital. Zu Beginn des Designjahres ist fraglich, ob es gelingt, aus vielen guten Ideen ein Projekt mit nachhaltiger Wirkung zu formen.
Auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel trifft sich die politische Schickeria, dagegen ist nichts einzuwenden. Verheerend ist nur der Eindruck, man könne sich Zugänge zu Politikern kaufen.
Kritik an Charlie Hebdo +++ Konservatismus +++ W.H. Audens Liebesbriefe +++ Iran +++ Assistierter Suizid
Louisa Dellert wurde als Influencerin erfolgreich. Dann kam ein Burnout. Heute schenkt sie Kaffee ein. Und ist von Berlin nach Braunschweig gezogen.
Eines der wichtigsten Schienenprojekte steht vor dem Aus, der vermisste Noah soll bei seiner Mutter sein und Exil-Iraner demonstrieren. Der F.A.Z.-Podcast Rhein-Main Feierabend-Briefing informiert über die Themen der Region.
Die Zeitenwende macht vor dem Nachrichtendienst des Bundes nicht halt. Der BND muss aktiver werden und moderne Technik nutzen dürfen. Aber nicht in James-Bond-Manier.
María Machado gibt ihren Preis an Trump weiter. Der verwandelt Venezuela aber nicht in eine Demokratie, sondern in eine Kolonie der USA.
Von der „Zensur“-Legende zu Daniel Günther wollen die AfD und Nius nicht lassen. Auch wenn Markus Lanz in seiner Sendung zeigt, was wirklich war, und Beatrix von Storch als Schwätzerin entlarvt.
Entgegen der Logik von Handelskriegen unterzeichnen wir eines der umfassendsten Abkommen des 21. Jahrhunderts, schreibt Brasiliens Präsident Lula da Silva. Zusammenarbeit ist besser.
Die Proteste in Iran und die brutale Gewalt des Regimes bewegen viele Exiliraner in Deutschland. In Frankfurt zieht es die Unterstützer des Schah-Sohns Reza Pahlavi auf die Straße. Sie bangen um das Leben ihrer Verwandten.
Nach der Präsidentenwahl in Uganda sieht die Wahlkommission Langzeitmachthaber Museveni weit vorn. Sein Kontrahent kann sich nicht mehr frei bewegen, teilt seine Partei mit.
Justus Henke und Peer Pasternack erörtern, wie man die deutschen Hochschulen gegen autoritäre Versuchungen schützen kann. Neben Strukturreformen gehört dazu auch die Bereitschaft zur Mäßigung.
Die gesamte Rhein-Main-Region soll durch Design einen gesellschaftspolitischen Aufbruch erleben. Das erhofft sich die Initiative World Design Capital. Bis Jahresende sollen rund 2000 Veranstaltungen in Städten und Gemeinden stattfinden.
Viele Leute, beste Stimmung: Der Neujahrsempfang der Stadt Frankfurt fängt gut an. Ehrengast Rudi Völler sagt, an seinen Besuch im Römer vor 23 Jahren habe er beste Erinnerungen. Ein Interview dann mit ihm halten viele für misslungen.
Michel Platini greift seinen ehemaligen Kollegen Gianni Infantino an und fordert mehr europäisches Engagement gegen den „zunehmend autokratischen“ FIFA-Präsidenten – auch von früheren Profi-Spielern.
Bei ihrem Neujahrsempfang haben sich die Frankfurter Grünen Unterstützung aus Berlin geholt. Felix Banaszak sieht sich als „Motivationscoach“ für den anstehenden Kommunalwahlkampf.
Nach einem Brandanschlag auf das Gießener Jüdische Gemeindezentrum sitzt der Tatverdächtige in der Psychiatrie. Die Gemeinde zeigt sich selbstbewusst und erfährt nicht nur am Ort viel Zuspruch.
Viele junge Menschen in dem ostafrikanischen Land hoffen auf einen Wandel. Doch die Einschüchterung ist am Wahltag groß. Der Oppositionsführer spricht von einer „Wahl im Dunkeln“.
Die Abwicklung des Bürgergelds nimmt Gestalt an. Doch wie reformwillig die SPD wirklich ist, steht längst nicht fest. Sie trägt ihre inneren Kämpfe öffentlich aus.
Für ihr Theaterstück über drei junge Frauen im Nationalsozialismus bekommt Sarah Kortmann den mit 10.000 Euro dotierten Theaterpreis der Stadt.
Ausgerechnet in Berlin soll es nicht mehr verbindlich sein, in der Oberstufe die DDR-Geschichte zu behandeln. So fördert man nicht die Demokratie.
Von Nürnberg bis Gaza: Der Jurist Christoph Safferling erzählt die Geschichte des Völkerrechts als Friedensinstrument. Seine Antwort auf die existenzielle Frage unserer Zeit ist illusionslos, aber überraschend optimistisch.