Wie man ein kaputtes Leben zusammenträgt
Uta, die Stasi und das falsche Leben im richtigen: Im Frankfurter Literaturhaus erhält Clemens Böckmann den Literaturpreis der Ponto-Stiftung.
Uta, die Stasi und das falsche Leben im richtigen: Im Frankfurter Literaturhaus erhält Clemens Böckmann den Literaturpreis der Ponto-Stiftung.
Über die Autobiografie von Angela Merkel wurde schon fast alles gesagt. Nur über den Titel nicht. Dabei ist er der Schlüssel zu allem. Und erklärt auch, warum sie keine Fehler einräumt, nur weil man sie dazu drängt.
Es gibt eine bundesrepublikanische, aber auch eine ostdeutsche Angela Merkel: In ihren Memoiren sind die Passagen zu ihrem Aufwachsen in der DDR die spektakulärsten, denn sie sind Zeichen eines neuen ostdeutschen Selbstbewusstseins.
Der Tag nach der Buchpremiere: Gestern Abend hat Angela Merkel ihr neues Buch „Freiheit“ vorgestellt. Sie bleibt sich treu und schaut wenig kritisch zurück. Doch bei genauerem Hinsehen offenbart sie einiges.
Große Teile ihres Buches lesen sich wie eine Abschrift aus dem Terminkalender: Je mehr sie aufsteigt, desto langweiliger wird es. Was sagt das über den Typus der bundesrepublikanischen Politikerin, den sie repräsentiert?
In ihren Memoiren schildert Angela Merkel ausführlich ihre Begegnungen mit dem russischen Präsidenten. Zugleich plädiert sie für Verteidigungsausgaben in einer Höhe, die Deutschland in ihrer Regierungszeit nie erreichte.
Angela Merkel präsentiert im Deutschen Theater Berlin ihre Memoiren. Der Abend gerät deutlich unterhaltsamer als das Buch. Und die Moderatorin Anne Will wird gelegentlich auch mal streng.
Siegfried Thiele war ein christlicher Nonkonformist in der DDR. Die Leipziger Musikhochschule hat er in die deutsche Wiedervereinigung geführt. Jetzt ist der Komponist mit 90 Jahren gestorben.
Selbst im Vakuum haben seine Bilder Wärme, in der Nähe wie in der Weite: zum Neunzigsten des Filmregisseurs Herrmann Zschoche.
Wir sind nicht auf der Titanic und auch nicht in der DDR. Aber wir brauchen eine neue Wirtschafts- und Sozialpolitik. Eine Erwiderung auf den Befund von Werner Plumpe über den Zustand der deutschen Wirtschaft.
Ganz fernhalten ließ der Staat sich nicht: Carola Wiemers erzählt von der Zuflucht, die Günter de Bruyn im märkischen Abseits fand. Und davon, wie der Autor trotzdem der DDR die Stirn bot.
Wollte der BND im Kalten Krieg nur informieren, oder hatte er eine politische Agenda? Eine Antwort ist nicht immer leicht, wie ein neuer Aufsatzband zeigt.
50 Jahre Staatsplan 14.25: Die Opfer des DDR-Dopingsystems kämpfen für eine Rente, die helfen soll, die körperlichen und seelischen Folgen zu mindern. Doch die Hoffnung schwindet.
Eine Bilanz 35 Jahre nach der Wiedervereinigung Europas.
Die jüdische Zeitgeschichte verlief in beiden Teilen Deutschlands sehr unterschiedlich. Nach der Wiedervereinigung keimte die Hoffnung auf ein selbstbestimmtes und angstfreies Leben – bis zum Anschlag auf die Synagoge in Halle.
Weil sich ein westdeutscher Reporter für den Alltag in der DDR interessiert, überwacht ihn die Stasi – kleinteilig und ziemlich sinnlos. Doch Eberhard Schellenbergers DDR-Anekdoten sind nicht nur lustig.
Da nannte sich die CDU noch sozialistisch: Während die Mauer fiel, wurde an einem anderen Berliner Ort über eine demokratische Zukunft der DDR debattiert. Eine beeindruckende Fernsehdokumentation hält das fest.
Sein Schaffen könnte zwei Leben füllen: Kaum jemand hat die Gärten und Parks Ostdeutschlands so geprägt wie Karl Wienke. Zu Besuch bei einem, der einfach nicht aufhören kann.
Die Regierungskrise erschüttert Deutschland. Die Demokraten suchen nach Antworten auf Trumps Sieg. Und die NFL kommt nach München. Der F.A.Z. Newsletter.
Ereignisse aus der deutschen Nachkriegsgeschichte sowie wichtige Daten aus der Geschichte der F.A.Z.
Ihre zweite große Bewährungsprobe hatte die Soziale Marktwirtschaft mit der Wiedervereinigung zu bestehen. Die Wirtschaftsredaktion ermutigte die neuen Mitbürger zur Marktwirtschaft. Ihre wichtigste Aufgabe sah sie aber darin, zu verhindern, dass der Osten dauerhafter Kostgänger des Westens würde.
Die Schachkolumne von Stefan Löffler erscheint jede Woche am Freitag.
Akteur, Betrachter und Bürger: Der Historiker Wolfgang Hardtwig legt den zweiten Teil seiner Memoiren vor. Im Mittelpunkt stehen seine Jahre in Berlin, wo er lange lebte und lehrte. Am heutigen Sonntag wird er achtzig.
Mit der deutsch-sowjetischen Freundschaft sei es in der DDR nicht weit her gewesen, sagt der frühere SPD-Politiker Richard Schröder. Was heute wie Russland-Freundlichkeit erscheine, sei in Wahrheit Anti-Amerikanismus.
Der „Oberindianer“ hätte DEFA-Star sein können.
Seit Jahren hoffen DDR-Dopingopfer auf staatliche Unterstützung. Jetzt sollen sie in das SED-Unrechtsbereinigungsgesetz aufgenommen werden – aber die Aussicht scheint nicht gut.
Dachzelte fürs Auto werden immer beliebter. Wir haben das Thule Approach M mit einem Volvo XC90 verheiratet. Nur wohin mit den Schuhen?
Ein Rückblick auf die Aufarbeitung begangener DDR-Verbrechen anlässlich der ersten Verurteilung eines Stasi-Mitarbeiters wegen Mordes an der innerdeutschen Grenze.
Darf man die nordamerikanischen Ureinwohner Indianer nennen? Allerdings, sagt die Vorsitzende des Verbands der Native Americans in Deutschland. Sie beklagt, der Begriff werde aus Unwissenheit kritisiert. Es wäre nicht das erste Mal.
„Sonderzug nach Pankow“ gehört zu den größten Hits von Udo Lindenberg. Das Wort „Oberindianer“ aus dem Lied von 1983 empfinden Chöre in Berlin als diskriminierend. Nun wird der Text verändert.
Politische Häftlinge in der DDR stellten einst auch Produkte für den Möbelkonzern her. Der will sich nun am Härtefonds für Opfer der SED-Diktatur beteiligen.
Als junge Frau wurde Uta von der Stasi in die Prostitution und Observation geführt: Ein Gespräch mit Clemens Böckmann über seinen Roman „Was du kriegen kannst“ – und ein Literaturrätsel.
Was für eine Karriere: Hans-Joachim Roedelius erlebte den Nationalsozialismus und die DDR, wurde Krautrocker sowie Pionier der Elektromusik und beeinflusste viele andere Musiker. Nun wird er neunzig.
Vor einem halben Jahrhundert führte die DDR die Industrialisierung des Dopings ein. Die Opfer leiden bis heute. Der Staat sollte ihnen wenigstens die Hand reichen. Alles andere wäre eine Schande.
In einer mitteldeutschen Studentenstadt ziehen noch immer jeden Montag Impfgegner, Friedensbewegte und Regierungskritiker durch die Straßen. Was treibt sie an?
In seiner Autobiographie versucht Norbert Nachtweih, seinem bewegten Leben als DDR-Bürger und Republikflüchtling eine Klammer zu geben. So wird aus einem Fußballbuch auch ein Stück Zeitgeschichte.